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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 40 - 45

 

Kapitel 45 bringt uns zu der Stunde, wo Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gibt. Wir haben gesehen, dass Joseph ein Bild von Christo, dem Geliebten des Vaters, war, der, angetan mit dem Zeugnis des Wohlge

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Der Apostel Paulus warnt in seinem Brief an die Galater vor denen, die das Evangelium des Christus verkehren wollen. (Gal. 1,7.)
Nach dieser Seite hin ist wohl auch die Mahnung des Apostels an Timotheus zu verstehen: „Halte fest das Bild gesunder Worte.“ (2. Tim. 1,13.)
So ernste Ermahnungen waren schon in der Zeit der ersten christlichen Gemeinden nötig, weil Satan schon damals sein Zerstörungswerk bei der Verkündigung des Evangeliums begann.
Und auch uns, die wir heute in schweren Zeiten leben (2. Tim. 3,1), sollte dies zur Wachsamkeit und ernsten Prüfung dienen.
Es liegt nahe, wenn man sich nicht unbedingt an die Lehren der Heiligen Schrift gebunden weiß und nicht unerschütterlich an ihnen festhält, das Evangelium dem Zeitgeist entsprechend umzuformen und zu verkehren.
Dann mag es wohl manchen Hörern angenehm klingen und auch gut eingehen; aber ein verkehrtes Evangelium kann niemals eine Verkündigung sein, durch die Menschen zum Glauben kommen.
Darum ist es uns, den Gläubigen, überaus wichtig, daß der Herr den Apostel Paulus sagen läßt: „Wir aber predigen Christus als gekreuzigt.“ (1. Kor. 1,23.)
Dieses Wort schließt für alle Zeiten jeden Zweifel darüber aus, welcher Christus gepredigt werden soll, wenn überhaupt diese Frage gestellt werden darf. Jedoch wissen wir, daß sie auch in unseren Tagen lebendig ist.
Welche Grundlage der natürliche Mensch für seinen „Glauben“ begehrt, ist im vorhergehenden Vers gezeigt, daß nämlich „Juden“ Zeichen fordern und „Griechen“ Weisheit suchen.
Die einen sind die Selbstgerechten, denen es an Herzenseinfalt fehlt, die von immerwährenden Zweifeln gepeinigt werden und in dauernder Ungewißheit über die göttlichen Dinge dahingehen.
Weil sie gern Sicheres sehen und wahrnehmen möchten, fordern sie, daß Gott Sich ihnen in besonders auffälliger Weise offenbare. (Jes. 5,19.)
Die „Weisheitsucher“ aber möchten im endlosen Forschen nach letzter Wahrheit ihr Leben erfüllen und nur mit dem Verstande, ohne göttliche Offenbarung, ihr Ziel erreichen.
Allen diesen Menschen muß, wenn sie sich nicht selbst verleugnen, die Predigt vom gekreuzigten Christus entweder ein Ärgernis oder eine Torheit sein.
Die aber an den Herrn Jesus glauben und das Wort Gottes als solches aufgenommen haben (1. Thess. 2,13), wissen, was der Herr am Kreuz von Golgatha für sie getan hat; sie können mit Paulus von „unserem Herrn Jesus Christus“ zeugen, „der Sich Selbst für unsere Sünden hingegeben hat“ (Gal. 1,4); und sie haben, ob sie vorher den „Juden“ oder den „Griechen“ glichen, Christus als „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ erkannt. (1. Kor. 1,24.)
Sind wir so wahrhaft Gläubige geworden, dann haben wir erfahren, daß wir in uns selbst schwach sind und der Kraft von oben bedürfen; wir mußten erkennen, daß alles Wissen, das sich neben oder gar über Gottes Wort stellt, Torheit bei Gott ist; die Furcht des Herrn aber ist uns zum Anfang der Weisheit geworden (Ps. 111,10) und der gekreuzigte Christus zum einzigen Inhalt unserer Predigt.