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2. Thessalonicher mit Synopsis von J.N. Darby

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1. Mose

1. Mose Kapitel 7 und 8

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 7 und 8

Wir haben klar gesehen, wie alles Fleisch unter Gottes Gericht kam, das nicht nur angekündigt, sondern auch tatsächlich vollzogen wurde, so dass die damalige Welt unterging (2. Petr. 3, 6). Doch ein Mensch fand Gnade vor Gott. Es gab einen Gerechten, mit dem Gott einen Bund gemacht hatte, und die mit ihm verwandt waren, wurden bewahrt.

Solche, die in der gegenwärtigen Zeit wirklich in der Arche sind, sind mit Christo durch die Gnade Gottes verwandt. Sie schätzen Ihn und sind in Gemeinschaft mit Ihm und dem Geiste, indem sie die Welt verurteilen, und in der Kraft der Errettung Gottes werden sie hindurchgeführt.

Sodann ist, wie schon bemerkt, Noah und seine errettete Familie in der Arche ein Bild von Christo in Verbindung mit dem Überrest am Ende der Tage. Dieser wird erkennen, dass das Ende alles Fleisches vor Gott gekommen ist, um sich dieserhalb von allen Gedanken der Menschen abzuwenden und das Malzeichen des Tieres nicht anzunehmen sowie keinen Bund mit dem Antichristen einzugehen (Offb. 13).

Im Namen des Herrn getauft, werden sie keinen anderen Namen anerkennen, und sie werden Ihn zu ihrem Heiligtum machen (Jes. 8, 14; Hes. 11, 16) und in völliger Absonderung von der Welt der Gottlosen stehen. Alles ringsumher wird Gericht sein, aber es wird, um in der Sprache des Vorbildes zu reden, eine Arche da sein, wo alles Göttliche bewahrt werden wird.

Damit will ich nicht sagen, dass die Heiligen den Leiden oder gar dem Tode entrinnen werden, aber alle Wesenszüge des Glaubens und Zeugnisses werden in die neue Welt hinübergeführt werden.

Dem Grundsatz nach ist das auch heute der Fall: Alle Hoffnungen und Verheißungen Israels werden in dem Glauben, der in der Versammlung ist, bewahrt, ja sogar die Segnung aller Familien der Erde (Apg. 3, 25; Eph. 3, 15).

Jeder göttliche Bestandteil der zukünftigen Welt wird gegenwärtig bewahrt und in dem Glauben und den Zuneigungen und dem Zeugnis der Versammlung hindurchgeführt. Diese Seite der biblischen Bedeutung der Arche geht viel weiter, als das, was uns in der Errettung des Einzelnen entgegentritt.

Alles, was von Gott und zum Wohlgefallen Gottes ist, muss bewahrt und hindurchgeführt werden, um seinen Platz in der zukünftigen Welt einzunehmen. Geradeso wie alles, worin natürliches Leben zu finden war, in der Arche bewahrt wurde, so wird auch alles, worin Frömmigkeit, Glaube und ein göttliches Zeugnis vorhanden ist, bewahrt und hindurchgeführt werden.

Da haben wir etwas mehr als unsere persönliche Befreiung, nämlich dass alles, was Gott schätzt, am Leben erhalten und hindurchgeführt wird. Wir müssen die Tatsache beachten, dass Gott uns nicht einfach unserer persönlichen Segnung halber zu Christo gezogen hat und uns Christum schätzen lehrte - eine Segnung, die vollkommen gesichert ist -, sondern Gott hat uns mit Christo verbunden, damit wir mit Ihm in Seinem Zeugnis einsgemacht würden.

Was mir vor Augen steht, ist, dass „alles Lebendige“, was Gott schätzt, in der Arche bewahrt wird. In Hebräer 11 haben wir eine wunderbare Zusammenstellung von Lebendigem. Mein Eindruck ist, dass jeder Zug der Frömmigkeit, des Glaubens und des göttlichen Zeugnisses, der in diesem Kapitel gesehen wird, und später im Überrest am Ende der Tage - alles das wird hindurchgeführt werden in die Ruhe und Segnung der zukünftigen Welt.

Jeder lebendige Bestandteil des göttlichen Zeugnisses, das Gott in diese Welt in Verbindung mit dem Glauben Abels, Henochs, Noahs, Abrahams und all der übrigen brachte, wird nie verloren gehen. Es ist bewahrt und wird bewahrt und hindurchgeführt werden in die zukünftige Welt. Was dem Glauben Abels kostbar war, befindet sich heute noch in der Welt, in den Herzen und dem Zeugnis Tausender von Heiligen. Denken wir weiter an Henoch, der Gottes völligen Sieg über den Tod erfasste. Denken wir, dass diese Wahrheit durch einen Schauplatz des Todes in lebendigem Zeugnis hindurchgeführt wird!

Alles, was von Gott in der Welt war, befindet sich unter der Deckung der Arche, und so wird auch heute alles Lebendige in der Arche für Gott bewahrt. Wir denken so oft, dass die Arche ein Mittel der Errettung für uns ist, aber in Wirklichkeit ist sie die Stätte, wo alles für Gott und eine andere Welt bewahrt wird.

Die damalige Welt war unter Gericht, und Gott hatte eine andere Welt vor Sich. Alle Bestandteile, die jene Welt füllen werden, sind jetzt in der Versammlung vorhanden, und wenn die Versammlung nicht mehr hier ist, werden sie in dem Überrest am Ende der Tage bewahrt werden.

Es ist eine Übung für uns, dass die verschiedenen Eigenschaften des Glaubens und alles, was Frömmigkeit und das göttliche Licht kennzeichnet und so zum Zeugnis Gottes gehört, am Leben erhalten werden. Es gibt solche in dieser Welt, von denen Christus etwas sehr Wunderbares sagen kann: „Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17, 16 u. 14). Sie sind Seine Familie, sie werden nicht nur vor der unter dem Gericht stehenden Welt bewahrt, sondern auch vor allem, was sie ausmacht und ihr eigen ist, und das bedeutet Errettung, was unseren Pfad anbelangt.

Es sollte für einen jeden von uns eine wirkliche Übung sein, ob wir unserem Wandel nach in der Arche sind, und ob diese Eigenschaften des Glaubens, die Gott als Sein Zeugnis liebt und bewahrt, in unseren Seelen lebendig sind. In Offenbarung 6 lesen wir von solchen, die „um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen“ geschlachtet worden waren (V. 9). Weshalb werden sie geschlachtet werden? Weil sie das, was von Gott ist, bewahren oder festhalten wollen.

Die Heiligen werden dem Leiden nicht entgehen, aber das Zeugnis wird hindurchgeführt werden. In der Offenbarung gibt es verschiedene Scharen Heiliger, die das lieben, was von Gott ist: Eine versiegelte Schar Knechte Gottes sehen wir in Kapitel 7. Und eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, die gelernt hatte, Gott und dem Lamme die Errettung zuzuschreiben. Alsdann finden wir Anbeter und Zeugen in Kapitel 11. Weiter in Kapitel 12 den Überrest des Samens des Weibes, der die Gebote Gottes hält und das Zeugnis Jesu hat. In Kapitel 14 sehen wir dann 144.000, die den Namen des Lammes und Seines Vaters an ihren Stirnen haben. Und in Kapitel 15 haben wir die, die den Sieg über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens errungen haben.

Alles das gibt uns einen Begriff davon, wie alles hindurchgeführt wird. Auch in den Psalmen können wir lesen und sehen, wie die kostbaren Eigenschaften des Glaubens und des Zeugnisses in dem Überrest zum Vorschein kommen. Gegenwärtig wird alles in dem Glauben und Zeugnis der Heiligen der Versammlung behauptet und hindurchgeführt. Was zu allen Zeiten die kennzeichnet, die sich in göttlicher Sicherheit und im Zeugnis befinden, ist Gehorsam (siehe 1. Mose 6, 22).

Wenn Gott es in die Hand nimmt, gegen das Böse vorzugehen, tut Er es erfolgreich. Nichts wird da entrinnen. Am Ende von Kapitel 7 blieb Noah allein übrig und was mit ihm in der Arche war. Alles andere war im Gericht hinweggerafft worden. Wir sollten es als ein großes Vorrecht ansehen, gegenwärtig von der Welt, die unter Gericht steht, befreit zu sein. Wir sollten nicht wie Lot aus Sodom aus ihr herausgerissen werden.

Wenn wir zu Kapitel 8 kommen, sehen wir, was Gott vor Sich hatte. Die Welt der Lust und Gesetzlosigkeit war ganz und gar umgekommen, sie war im Gericht hinweggetan worden, und nun bietet sich unseren Blicken die neue Welt dar, die Welt, die mit dem gefüllt werden sollte, was Gott in der Arche bewahrt hatte.

Die ersten Worte des Kapitels sind sehr rührend: „Und Gott gedachte des Noah.“ Sein Bund war mit ihm. Wie hätte auch Gott Christum vergessen können? Er war der Mann des Wohlgefallens Gottes, der Gnade bei Ihm gefunden hatte, Der, mit dem Sein Bund ist.

Die Welt hat Christum vergessen, sie hat keinen Begriff davon, dass Christus und Seine Familie kommen und die Erde füllen werden. Doch Gott gedenkt an Christum, und Er wird die Erde mit Christo und Dessen Familie füllen.

Die Welt wünscht nicht, dass Christus kommt, sie begehrt hienieden alles in einem Zustande zu genießen, der unter dem Gericht ist.

Es ist sehr lehrreich, dass die Arche lange Zeit ruhte, ehe die Wasser verschwanden. Darin sehen wir, dass die errettete Familie lange Zeit, bevor die Wasser des Gerichts verschwunden sind, auf heiligem Grunde ruhen wird. Ararat bedeutet „Heiliger Boden“.

Darin sehe ich einen Hinweis auf den neuen und heiligen Boden, mit dem wir in der Auferstehung Christi in Berührung kommen. Die errettete Familie - gegenwärtig die Kirche, in der Zukunft der Überrest - ist dahin gekommen, auf heiligem Boden zu ruhen, lange bevor die Unordnung und das Gericht dieser Welt vorüber ist. Sie gelangen auf eine geistliche Weise in ihren Seelen dahin.

Die Heiligen der Versammlung sind auf einem heiligen Boden zur Ruhe gekommen, der sich ihnen durch die Auferstehung Christi erschlossen hat. Und ich denke auch, dass der Überrest den Glauben an einen auferstandenen Christus haben wird. Das wird ihr Ruheort sein, es wird heiliger Boden für sie sein inmitten der Drangsal und des Schauplatzes des Gerichts.

Das nächste ist, dass die Spitzen der Berge gesehen werden. Daraus erkennen wir, dass bevor der Zustand des Segens im Reiche gesichert wird, noch ehe der Schauplatz frei für das Reich ist, der Glaube in Christo den Mittelpunkt jeder Größe, Erhabenheit und Oberhoheit sieht.

In Offenbarung 14 sehen wir die 144.000 mit dem Lamme auf dem Berge Zion stehen. Sie erfassen Ihn in Seiner königlichen Herrlichkeit und stehen dort mit Ihm, ehe das Reich aufgerichtet ist. Sie stehen dort bei Ihm im Glauben an Seine Herrlichkeit, Größe und Macht.

Wir dagegen sehen Christum jetzt in Seiner Größe und Herrlichkeit als das Haupt jedes Fürstentums und jeder Gewalt (Kol. 2, 10).

In der Schrift sind die Berge Sinnbilder großer Mächte. Wir sehen schon jetzt die Gipfel der Berge, die herrliche Erhabenheit Christi, lange bevor die Wasser sinken. Jeder wird das schließlich sehen, aber die errettete Familie kann das jetzt schon sehen.

In 1. Petrus 3, 22 heißt es: „welcher, in den Himmel gegangen, zur Rechten Gottes ist, indem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind“. Die ganze erhabene Größe Christi tritt uns da entgegen. Gegenwärtig sehen wir Ihm noch nicht alles unterworfen - die Wasser sind noch auf der Erde. Doch diese wunderbaren Bergspitzen sind erschienen. Wir sehen die Herrlichkeit und Größe Christi, wir sehen Ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt (Hebr. 2, 9) und wissen, dass Ihm alles unterworfen sein wird. Das ist für den Glauben schon jetzt eine Tatsache.

Viele Psalmen sehen das Reich als eine vollendete Tatsache an, noch ehe alles dafür bereit ist. Das gleicht dem, dass die Spitzen der Berge schon vorher sichtbar waren (V. 5).

Dann, nach 40 Tagen, öffnete Noah das Fenster (V. 6). Er beginnt die Zeichen der Zeit zu beobachten. Das ist es, was der Überrest tun wird, und es ist richtig für ihn, also zu tun.

Unser Zeichen ist der Morgenstern (Offb. 22, 16) in unserem Herzen. Wir wissen, was sich zutragen wird, weil der „Morgenstern“ in unserem Herzen aufgegangen ist (2. Pet. 1, 19). Er wird uns bald aus dieser Welt zu Sich Selbst rufen.

Für den Überrest aber werden Zeichen der Zeit sein, und Noah beobachtet diese Zeichen. Er sendet zuerst einen unreinen Vogel aus. 3. Mose 11 sagt uns, dass jeder Rabe unrein ist. Er trägt ein schwarzes Zeichen, das wider ihn spricht, da er seinen ruhelosen Lauf, trotzdem sich die Wasser noch nicht verlaufen hatten, verfolgen kann. Er gleicht dem unbekehrten Menschen, der sich in Umständen, die noch nicht gottgemäß geordnet sind, ganz heimisch fühlen kann. So wird auch der Überrest durch den Raben lernen, dass die Welt immer noch eine Stätte ist, womit sich der Unreine abfinden kann.

Noah sandte außerdem eine Taube aus. Wir können alle sehen, dass die Taube ein passendes Bild derer ist, die den Heiligen Geist empfangen haben, also der Göttlichen. Noah sagte damit gleichsam: Ich will doch sehen, ob es schon etwas in der Welt gibt, wo die, die den Geist Christi haben, ruhen können.

Die Taube aber fand keinen Ruheort für ihre Füße und musste zu ihrem eigenen Kreise zurückkehren. Dann wartet Noah sieben andere Tage und sandte sie aus, und sie kehrte mit einem Olivenblatt in ihrem Schnabel zurück. Welch ein wunderbares Zeichen der Zeit war das! Man kann sich vorstellen, wie eifrig die Heiligen am Tage der Zukunft die Zeichen ihrer nahen Erlösung beobachten werden.

Ich denke, das lässt uns nicht in Ungewissheit darüber, dass Israel noch einmal in seinen eigenen Ölbaum eingepfropft wird. Römer 11 lehrt uns, dass Israel ausgebrochen und die Nationen eingepfropft worden sind, aber am Ende wird Israel wieder eingepfropft werden, und „es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden“ (V. 26). Israel wird noch einmal ein offenbarer Gegenstand des Erbarmens werden.

Das wird das große Zeichen der Zeit sein, das gesegnete Zeugnis davon, dass die Erde wieder aus den schrecklichen Wassern des Gerichts erstehen wird! Bald danach werden Zustände vorhanden sein, die im Einklange damit stehen, denn nach sieben anderen Tagen findet die Taube solche, in denen sie ruhen kann und der Arche nicht mehr bedarf.

Der Erretter aus Zion ist dann gekommen und hat die Gottlosigkeit von Jakob abgewendet, Israel ist eingepfropft und Gottes neuer Bund errichtet. Dann werden Zustände vorhanden sein, in denen Gläubige, die den Geist Christi haben, ruhen können. Jehova wird Israel sammeln und ihnen die Herzen der Nationen zuwenden, und damit sind wir gleichsam zum Rande oder Saum tausendjähriger Segnung gekommen: Die Decke kann von der Arche genommen werden, und die errettete Familie herauskommen.

Welch eine Wandlung wird das für diese arme Welt bedeuten! Dann wird sehr bald die letzte Spur von Unordnung und Gericht verschwinden und - die Erde ist trocken (V. 14).

Dann, nachdem sie herausgekommen sind, redet Gott zu allen Lebendigen, die in der Arche gewesen waren und sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde“ (Kap. 9, 1). Die neue Erde sollte also mit dem gefüllt werden, was aus der Arche kam.

Diese Welt wird eine wunderbare Welt sein, wenn sie mit dem gefüllt wird, was in einem geistlichen Sinne aus der Arche kommt. „Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste“ (Röm. 14, 17), alle diese Wesenszüge werden in der erretteten Familie gefunden, und werden dann die Erde füllen. Alles das wird ein Zeugnis der Größe der Errettung Gottes werden.

Nun wird von dem Altar geredet, und zwar wird er hier zum ersten Male im Laufe der Geschichte dieser Welt in der Heiligen Schrift erwähnt. Wie hätte auch ein Altar auf verfluchtem Boden errichtet werden können?

Der Altar erforderte einen reinen Ort. Nun die Welt im Gericht hinweggetan war, war ein solcher vorhanden. Dadurch, dass Noah einen Altar baute, beanspruchte er die Erde für Gott und stellte sie gleichsam auf den Boden des Brandopfers.

Genau das wird Christus am Tage der Zukunft tun. Er wird die Erde für Gott beanspruchen. Der Fluch ist gänzlich hinweggenommen, denn der Mensch, der Gott ein Herzeleid war, ist im Gericht beseitigt, und „Jehova roch den Geruch (oder Duft) der Ruhe“.

Da haben wir den lieblichen Geruch eines anderen Menschen, eines Menschen, der Gott verherrlicht hat, und der Mensch ist nun zum Wohlgefallen Gottes.

Das ist nicht etwa der Mensch im Fleische, der verbessert worden ist, denn von diesem sagt Gott hier: „das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an“ (V. 21). Es wird also im Tausendjährigen Reiche nicht verbessert werden. Manche trachten danach, das Tausendjährige Reich dadurch herbeizuführen, dass sie den Menschen zu bessern suchen. Aber dadurch wird es nicht zustande kommen, sondern durch einen ganz und gar anderen Menschen, und Dessen lieblicher Geruch oder Duft wird das Herz Gottes mit Ruhe erfüllen und jedes menschliche Herz mit Seiner Holdseligkeit beschäftigen.

Dann wird der Fluch hinweggetan sein, und all seine Folgen sind beseitigt. Die ganze Erde wird unter den Wohlgeruch des Opfers Christi kommen.

Es ist wunderbar, ein derartiges Bild zu sehen. Es gibt nichts Wunderbareres als diese Bilder in den ersten Kapiteln des ersten Buches Mose. Was Gott vor Sich hatte, wird immer und immer wieder wiederholt. Kapitel 1 zeigt, wie Gott den Sabbat der Ruhe für Sich Selbst herbeiführt, Kapitel 8, wie Er einen lieblichen Geruch der Ruhe dort haben wird, wo der Fluch gewesen ist. Wo Kummer, Unehre und Schande gewesen sind, da wird Er die Erde mit dem Wohlgeruch Christi erfüllen.

Es ist ein großes Vorrecht der Heiligen der gegenwärtigen Zeit, den Duft des Brandopfers die ganze Nacht hindurch bis an den Morgen aufsteigen zu lassen, wo es auf der Erde allen offenbar sein wird. Das Brandopfer sollte die ganze Nacht brennen. Das Amt des Priesters war es, darauf zu sehen, dass dies geschah (3. Mose 6, 2).

In diesem Kapitel haben wir im Bilde den Morgen, aber inzwischen steigt der Wohlgeruch Christi in den Herzen der Heiligen die ganze Nacht hindurch zu Gott auf und erfüllt Sein Herz mit einem Geruch der Ruhe.

Wir finden in Epheser 5, dass das Brandopfer in den Heiligen fortgesetzt werden soll, denn dort heißt es in Vers 2: „wandelt in der Liebe, gleichwie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat, als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch“. Jeder Schritt, den ein Heiliger in Liebe tut, ist eine Fortsetzung des Brandopfers. Was wird es erst sein, wenn der Wohlgeruch des Brandopfers die Welt erfüllt, und die Liebe Christi die Triebfeder von allem ist!

Wir können verstehen, wie der liebliche Geruch Christi im Lobe der Heiligen vor Gott gebracht werden kann. Aber er sollte Ihm auch in ihrem Wandel dargebracht werden. Wir können zusammenkommen und Gott preisen, und Ihm so den Wohlgeruch Christi darbringen; doch unser Lob und unser Wandel sollten übereinstimmen.

Wenn das Lob eines Menschen voll des Wohlgeruchs Christi ist, sollte es sein Wandel auch sein. Dieserhalb bekommt der Priester, der das Brandopfer darbringt, auch die Haut des Farren. Wenn ich in meinem Lobe Gott wirklich Christum darbringe, so ist dies das Brandopfer. Und der Mann, der das Brandopfer darbringt, bekommt einen Rock zu tragen, der die Schönheit Christi zeigt, der Wandel eines solchen offenbart die sittliche Schönheit Christi.

Welch eine wunderbare Zeit wird es sein, wenn die Schönheit Christi auf allem sein wird! Psalm 90, 17 redet davon, daselbst heißt es: „und die Schönheit Jehovas, unseres Gottes, sei über uns“. Ferner in Jeremia 23, 6: „Dies wird sein Name sein, mit dem man Ihn nennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit“. Und in Jeremia 33, 16: „Und dies wird der Name sein, mit dem man es benennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit“.

Die Heiligen werden also sittlich das sein, was Er ist, und so wird die Schönheit Christi auf allem sein, sogar auf den Schellen der Rosse (Sach. 14, 20).

Im Tausendjährigen Reiche wird jeder irgendeine Spur der Schönheit Christi tragen, auf der das Auge Gottes ruhen kann. Der Wohlgeruch des Brandopfers wird über alles ausgebreitet sein. Man wird Gott nicht nur in der ganzen Welt für Christum preisen (Ps. 72, 17), sondern Seine Schönheit wird auf allen gesehen werden und Seine Herrlichkeit wird die Erde füllen.

Das ist die zukünftige Welt, ein Schauplatz, wo alles auf den Tod Christi gegründet, und alles vom Wohlgeruch Seines Opfers durchdrungen ist. Dann wird kein Fluch mehr sein, sondern Gottes Wohlgefallen wird auf ihr ruhen können; der Bund wird bestehen und eine bleibende Ordnung. Es soll forthin nicht aufhören: „Saat und Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und Tag und Nacht“ (V. 22).

Dies ist ein Bild davon, wie, nachdem das Gericht vorüber, die Verhältnisse der zukünftigen Welt herbeigeführt werden. Wenn all das Ungemach vorbei, wird die Herrlichkeit und Holdseligkeit Christi kommen und die Erde füllen.