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MALEACHI 3.16

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Ein Überblick über das 1. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 40 - 45

 

Kapitel 45 bringt uns zu der Stunde, wo Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gibt. Wir haben gesehen, dass Joseph ein Bild von Christo, dem Geliebten des Vaters, war, der, angetan mit dem Zeugnis des Wohlge

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1. Mose

1. Mose Kapitel 9

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 9

In diesem Kapitel sehen wir den Anfang eines neuen Zeitabschnittes, einer neuen Haushaltung. Die damalige Welt war unter der Flut verschwunden, und nun haben wir einen neuen Anfang. Vor der Flut scheint Gott nach keinen besonderen Richtlinien mit den Menschen verfahren zu sein. Es war ein Zeugnis vorhanden - Henoch war ein Prophet, und Noah ein Prediger -, aber durch Herrschaft waren dem Menschen keinerlei Schranken gesetzt. Er konnte ziemlich unbehindert seinen Pfad gehen. es war eine Zeit des ungezügelten Eigenwillens.

Es ist sehr gesegnet, die göttliche Eigenart dieses Neuaufbaues zu sehen. Er begann mit dem Wohlgeruch des Brandopfers. Die Belehrung, die uns in diesem Kapitel entgegentritt, gründet sich darauf, und das wird die zukünftige Welt kennzeichnen. Am Ende des Kapitels kehren wir zu geschichtlichen Begebenheiten zurück, aber hier sehen wir die Grundlagen, auf denen Gottes Welt besteht, nämlich - dass der Mensch aufgrund des Todes leben soll, dass er in der Würde dessen, dass er das Bild Gottes ist, bewahrt werden soll; und den Bund und das Zeichen des Bundes. Alles werden wir in der zukünftigen Welt wiederfinden, und es ergibt sich aus dem, was wir in dem letzten Kapitel sahen.

Dann haben wir die Einsetzung von Herrschaft. Sie wird dem Menschen anvertraut, und das wird in der zukünftigen Welt völlig durchgeführt werden. Der Mensch wird den ihm gebührenden Platz in der Ausübung der Herrschaft haben, und alles wird diesen seinen Platz anerkennen.

Ich denke nicht, dass „die Furcht und der Schrecken vor euch“ notwendig Leiden in sich begreift. Wir sehen darin vielmehr, welchen Platz der Mensch hat. Es wird der Tatsache gedacht, dass der Mensch im Bilde Gottes gemacht wurde, und das setzt seine Stellung gegenüber der Tierwelt fest und bildet auch den Grund, auf dem sich die Herrschaft aufbaut.

Hier wird die Tierwelt den Menschen anstatt der gründen Kräuter zur Speise gegeben. Das zeigt einen völlig neuen Ausgangspunkt. Wir bemerkten in Kapitel 1, dass der Grundsatz des Lebens - der Samengrundsatz - des Menschen Speise kennzeichnen sollte. Nun haben wir eine gänzliche Veränderung: Der Mensch hat das Vorrecht, sich von dem zu nähren, was das Ergebnis des Todes ist.

Es ist wunderbar, wie der Tod uns in den ersten Kapiteln dieses Buches dargestellt wird. Zuerst sehen wir ihn als das Gericht Gottes: „welches Tages du davon issest, wirst du gewisslich sterben“ (Kap. 2, 17). Dann tritt er uns als die Macht Satans in den Worten entgegen: „du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (Kap. 3, 15). Drittens ist er das Zeugnis des Zustandes und der Schwachheit des sündigen Menschen: „Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!“ (Kap. 3, 19).

Was dann die Gnade anlangt, so haben wir den Tod als die Quelle der Kleidung, also der Gerechtigkeit für den Menschen (Kap. 3, 21). Zweitens naht dann Abel Gott aufgrund der Annahme Dessen, dessen Vortrefflichkeit durch den Tod offenbar wurde. Drittens trennt der Tod im Bilde die errettete Familie von der Welt unter Gericht, d.h. er ist die Trennung von der Welt. Viertens ward er in Noahs Brandopfer die Grundlage aller Beziehungen Gottes zum Menschen und der Erde. Das wird, wie wir gesehen haben, öffentlich in der zukünftigen Welt zum Ausdruck kommen. Gegenwärtig ist es in geistlicher Hinsicht wahr.

Und nun kommen wir noch zu einem weiteren Gedanken, nämlich dass fünftens der Tod Speise für den Menschen sein soll. Der Mensch baut sich aus dem auf, wovon er sich nährt. Und Gottes Gedanke ist, eine Welt zu haben, worin jeder dadurch gebildet und auferbaut wird, dass er sich von dem nährt, was das Ergebnis des Todes ist.

Das wird uns in Johannes 6 völlig entfaltet: jeder sollte sich vom Tode nähren. Am Anfang war noch keine Sünde da, aber nachdem sie gekommen war, konnte niemand gottgemäß auferbaut werden, es sei denn, er nähre sich von dem, was der Tod hervorbringt.

Wenn eine Welt auf dem Grunde des Brandopfers errichtet werden soll, so müssen die, die diese Welt füllen, dadurch ernährt und gestaltet werden, dass sie sich von Christo als einem Gestorbenen nähren. Er hat im Tode den Willen Gottes und die Liebe Gottes zum Ausdruck gebracht - das war der einzige Platz, wo sie Speise für uns werden konnte. Das Licht hierüber würde das Volk Gottes davor bewahren, es als Grundsatz hinzustellen, dass man nur von Pflanzenkost leben dürfe.

Dann sollten wir beachten, dass im Menschen das Bild Gottes bewahrt und geehrt werden soll. Es ist dies die Stellung und Würde des Menschen, die ihm zukommt. Die Herrschaft wahrt die Rechte Gottes und die Würde des Menschen, Seines Geschöpfes. Wir sollten dessen eingedenk sein. Es würde uns helfen, wenn wir ein tieferes Bewusstsein davon hätten.

In der zukünftigen Welt wird nichts gestattet werden, was nicht damit im Einklange steht. Der Grund, weshalb eine Herrschaft eingesetzt wird und weshalb gesagt wird „Wer Menschenblut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden“ ist der, dass der Mensch im Bilde Gottes gemacht ist: „denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht“ (V. 6).

Diese Grundsätze werden in der zukünftigen Welt durchgeführt werden. Dann wird sich jeder davon genährt haben, dass Christus im Tode war, und das Bild Gottes wird im Menschen bewahrt werden. Kein tödlicher Einfluss des Bösen wird zugelassen werden, den Menschen zu töten, der im Bilde Gottes ist.

Wir verlieren sehr viel, wenn wir nicht sehen, dass dies im Blick auf die zukünftige Welt gesagt ist, im Blick auf die Ordnung, die kommt, nachdem die Gerichte vorüber sind. Wir haben Noah als Bild von Christo gesehen, der seine Familie durch die Zeit der Drangsal hindurch in die zukünftige Welt brachte. Und dieses Kapitel gibt uns ein Bild von den Verhältnissen, die in der zukünftigen Welt herrschen. Natürlich hat das alles eine geistliche Anwendung auf die Gegenwart, denn das Christentum lässt uns den Segenszustand der zukünftigen Welt im Geiste schon im Voraus genießen; wenn wir das nicht sehen, verstehen wir das Christentum nicht.

Es ist auffallend, dass hier das Anrecht auf das Blut vorbehalten wird. In 1. Mose wird das Blut noch nicht in Verbindung mit den Opfern erwähnt, doch dadurch, dass es dem Menschen vorenthalten wird, wird für alle die kostbaren Belehrungen des 2. und 3. Buches Mose Raum geschafft. Dort redet Gott sehr viel von der Wirksamkeit des Blutes. Hier ist nur eine Andeutung gegeben. Gott sagt gleichsam: Es ist für mich.

Alle in 1. Mose dargebrachten Opfer sind Brandopfer. Gott gibt dem Kain wohl einen Fingerzeig über das Sündopfer, aber es wird uns in 1. Mose nie berichtet, dass ein Sündopfer dargebracht worden wäre. Alle Opfer sind daselbst immer Brandopfer gewesen.

Dann kommen wir zu etwas sehr Gesegnetem - dem Bund. Diesen haben wir zuerst in Verbindung mit Noah in Kapitel 6, wo Gott zu ihm sagt: „mit dir will ich meinen Bund errichten“ (V. 18). Christus Selbst ist der Bund, wie wir klar aus Jesaja 42, 6 und 49, 8 sehen.

Das Brandopfer ist der Grund, auf dem Gott Seine Vorsätze der Liebe ausführen und einen Bund errichten kann. Wie wunderbar ist der Gedanke, dass Gott einen Bund eingeht! Der Bund redet von bestimmten und dauerhaften Beziehungen zwischen Gott und dem Menschen. Gott setzt dessen Bestimmungen und Forderungen fest und führt sie durch, und der Mensch kann in deren Segen eingehen.

Den Begriff des Bundes finden wir die ganze Heilige Schrift hindurch. Was die tatsächlichen Vorkehrungen dieses besonderen Bundes anlangt, so gehen sie im Einzelnen nicht sehr weit: Sie besagen nur, dass die Welt nicht wieder durch eine Flut zerstört werden soll. Ein Bund ist etwas Festes, er kann nicht abgeändert werden - besonders, wenn Gott ihn macht: „selbst eines Menschen Bund, der bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas hinzu“ (Gal. 3, 15). Wenn du einen Bund machst, so hast du ihn auch zu halten, selbst wenn es sehr töricht war, ihn einzugehen. Und wir können sicher sein, dass, wenn Gott einen Bund macht, er etwas Sicheres und Dauerndes ist.

Der Bund steht in vollkommenem Gegensatz zum Fluch. Gott verwirft, was Er verflucht. Wenn Er jedoch einen Bund eingeht, bindet Er Sich den Personen oder Dingen gegenüber, zu deren Gunsten Er ihn gemacht hat.

In diesem Bunde band Er Sich der ganzen Schöpfung gegenüber. Und es ist lehrreich, Seine Beständigkeit zu sehen, von der die Worte „auf ewige Geschlechter“ und „des ewigen Bundes“ zeugen (V. 12 u. 16).

In diesem Bunde stellt Gott keine Forderungen. Später, als das Gesetz der Bund war, haben wir solche, weil das ein Bund war, der zwischen zwei Parteien bestehen sollte, die nicht miteinander im Einklang standen. Das Gesetz „wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt“ und „durch Engel in der Hand eines Mittlers“ angeordnet (Gal. 3, 19). Die Segnung dieses Bundes hing von der Erfüllung des Gesetzes durch den Menschen ab. Da aber der Mensch ein Übertreter war, so konnte darin ein Übereinkommen nicht erzielt werden.

Der neue Bund ist den Händen eines Mittlers übergeben, der nicht nur die Forderungen stellte, sondern auch den Menschen mit ihnen in Einklang zu bringen vermag, so dass beide Parteien einstimmig sind. Der Grundgedanke des neuen Bundes steht somit im Gegensatz zum Gesetz.

Der Bogen in der Wolke war das Zeichen des Bundes Gottes. Die Wolken bedeuteten zur Zeit der Flut das Gericht, aber nun hat sich das Wesen der Wolke geändert. Wenn Gott eine Wolke über die Erde führt, so geschieht es, Segen über sie zu ergießen. Und dieser Gedanke wird mit dem Begriff des Bundes verbunden. Wenn Gott also einen Bund eingeht, so sichert Er uns Ergüsse des Segens.

Woher würden wir Früh- und Spätregen bekommen, wenn es keine Wolken gäbe? Pfingsten war der Frühregen, und am Tage der Zukunft wird der Spätregen kommen, und Joel 2, 28 wird erfüllt werden. Der Prophet Joel redet vom Früh- und Spätregen in Kap. 2, 23. Der Spätregen kommt dann, wenn der Geist ausgegossen wird auf alles Fleisch, und Christus ist das Zeichen der Bundessegnung Gottes in Verbindung mit alledem - Er ist das gesegnete Zeichen der Treue Gottes.

Der Regenbogen ist das in seine Bestandteile gebrochene weiße Licht. Er scheint alle die Einzelheiten der Vollkommenheit der Treue Gottes darzutun. In der zukünftigen Welt wird ein vollkommenes Zeugnis von der Güte und Treue Gottes in allen Seinen Wegen vorhanden sein; doch der Glaube wird seine Augen über das alles auf Christum richten, und in Ihm das wahre Zeichen des Bundes sehen. Jede Segnung wird das Herz dahin leiten, Seine Schönheit und Herrlichkeit mehr zu erkennen. Die Menschen werden sich in Ihm segnen (Ps. 72, 17). In Vers 14 wird der Bogen von den Menschen, und in Vers 16 von Gott gesehen.

Gott hat immer Christum vor Sich. Mir scheint, dass in Apostelgeschichte 2 Petrus die Volksmenge auf den Bogen in den Wolken hinweist. Nie zuvor hatte ein solcher Erguss des Segens in dieser Welt stattgefunden. Petrus sagt gleichsam: Schaut auf Christum im Himmel, Gott hat Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht - Er ist im Himmel als das Zeichen und Unterpfand der ganzen Segnung und Treue Gottes. Psalm 110 zeigt uns auch den Bogen in der Wolke, Den, den Gott zu Seiner Rechten gesetzt hat, bis Seine Feinde zum Schemel Seiner Füße gemacht werden. Jede Bundesverheißung wird in königlicher Macht und priesterlicher Gnade zustande gebracht werden.

Christus zur rechten Hand Gottes ist das Unterpfand der Treue Gottes, die jede Verheißung erfüllen wird. Christus ist der Bogen in der Wolke, und Gott hat Ihn immer vor Augen. Dort ist Er als ein Zeichen und Unterpfand des Bundes Gottes!

Nachdem Petrus gesagt hatte, dass sie ihren Messias gekreuzigt, und sich damit von jeder, auch der geringsten Segnung abgeschnitten hatten, antworteten sie: „Was sollen wir tun, Brüder?“, und er konnte sie dann auf den Bogen in den Wolken hinweisen.

Gottes Treue war nicht zusammengebrochen, und Christus, auferweckt im Himmel, war Gottes Zeichen, dass auf Seiner Seite gar nichts versagt hatte. Ihrerseits hatten sie alles verwirkt, und so sagt Petrus ihnen: „Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft ... und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg. 2, 38). Das war in der Tat ein Segenserguss. Sie sollten Joels Frühregen haben, noch ehe die übrigen des Volkes am Ende der Tage den Spätregen empfingen.

Am Tage der Zukunft wird alle die Güte der Fürsorge Gottes in Verbindung mit Christo gesehen werden. Dann wird es keine Krankheit, keine Missernten geben, und alles wird im Überfluss vorhanden sein. Die Menschen werden infolge der fürsorgenden Güte Gottes im Überfluss leben und in alledem die Herrlichkeit Christi sehen. Jede Segnung wird ihnen Christum vor Augen stellen.

Heute haben wir nicht dieselben äußeren Zeichen der Fürsorge Gottes, im Gegenteil. Unseren Bogen in den Wolken sehen wir in Römer 5 und 8. Wenn alles um uns her verkehrt ist, sehen wir den Bogen in den Wolken: Wir sehen die Liebe Gottes in Christo, und die Liebe Gottes ist in unser Herz ausgegossen. Das sehen wir in Trübsal und inmitten von Schwachheit und Sorge - in alledem können wir den Bogen in den Wolken vernehmen.

Gott ist treu, und so blickt der Christ in Trauer und Trübsal nach oben und sieht das sichere Unterpfand der Treue Gottes in Christo. Ein Christ mag Sorgen und alles wider sich haben - sein Weib mag krank, seine Kinder mögen schwächlich sein, und sein Geschäft mag nicht gehen - und doch ist er im Bewusstsein der Liebe und Treue Gottes in Christo glücklich. Das ist die eigentliche, den gewöhnlichen Umständen entsprechende Segnung des Christen.

Es gibt Wolken der Sorge, der Enttäuschung, schmerzlicher Verluste und der Prüfung. Doch wo die Wolke ist, ist auch der Bogen darin. das gesegnete Zeugnis der Treue Gottes ist in jeder Wolke. Das Sprichwort sagt: Jede Wolke hat ihren Silberrand; doch Bruder Stoney sagte oft: „Es gibt keinen Silberrand ohne eine Wolke“.

Du könntest nie den Bogen ohne die Wolke haben. Gott bringt die Wolke: du magst Trübsal durchzumachen haben - und das sind die ordnungsgemäßen Umstände des Gläubigen - , doch wenn Gott eine Wolke bringt, eine Übung, eine Schwierigkeit, so halte Ausschau nach dem Bogen. Es gibt keine Sorge, Übung oder Schwierigkeit, durch die dir Gott nicht das Licht der Schönheit und Holdseligkeit Christi in einer Weise geben will, wie du es nie zuvor hattest. So kommst du zu einem besonderen Bewusstsein der Treue Gottes und dessen, dass dich nichts von der Liebe Christi, noch von der Liebe Gottes scheiden kann. Das ist der Bogen.

Wir lernen nicht dadurch, wie gut Gott ist, dass wir auf Seine Fürsorge schauen, sondern dadurch, dass wir auf Christum schauen und Ihn als das Zeichen göttlicher Treue erkennen und die holdselige Liebe erfassen, die im Tode Christi geoffenbart wurde.

Im Tausendjährigen Reiche wird alles, auch äußerlich, ein Zeugnis der Treue Gottes sein, die alle Segnung durch Christum und in Christo gebracht hat. Doch nun, da wir in den Bund gekommen sind, haben wir das sichere Zeichen jener Treue in Einem, in dem jede Verheißung Ja und Amen ist, noch ehe sich nach außen hin irgend etwas geändert hat.

Gott hat Freude daran, an den Bund zu denken, und so der Mensch auch Freude daran findet, besteht eine glückselige Übereinstimmung zwischen ihm und Gott! Gott sagt gleichsam: Ich werde in euren Herzen wirken, dass ihr euch nicht mehr von mir zurückzieht, und ich werde mich nicht von euch zurückziehen (Jer. 32, 40).

Bis zum 17. Verse wird ein Bild von der neuen Haushaltung entworfen. Danach kommt eine kleine Begebenheit, die eine der beachtenswertesten Verheißungen über die Geschichte der Welt enthält. Die ganze Geschichte des Menschen und der Wege Gottes in Gnade werden hier in wenigen Versen zusammengefasst.

Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass Noah, als ihm die Herrschaft anvertraut worden war, sich selbst nicht beherrschte. Er pflanzte einen Weinberg und ward trunken und entehrte sich selbst. Dann entehrt ihn sein Sohn, und das zieht den Fluch nach sich.

Wir finden dann eine Familie unter Fluch und eine andere unter Segnung. Dies wird uns erzählt, um die Herkunft des bösen Volkes zu zeigen, das Hunderte von Jahren danach durch Jona ausgerottet werden sollte. Das Buch der Offenbarung verfolgt alles bis zu seinem sittlichen Abschlusse. 1. Mose aber bis zu seinem sittlichen Ursprung. Deshalb ist es gut, beide Bücher zusammen zu lesen.

Hier sehen wir, wie Ham seinen Vater entehrt und in seinen Nachkommen verflucht wird. Die Kinder Hams können nie das sein, was andere Völker dieser Welt sind: „ein Knecht der Knechte sei er“ (V. 25).

Wenn wir die Geschichte der Völker bis zu ihren Anfängen zurückverfolgen und uns deren Vorfahren ansehen, so können wir aus ihrem Ursprung auf ihre Wesensart schließen. Ham bedeutet „schwarz“ und Sem „Ruf, Ruhm, Ansehen“.

Gott verband Ansehen mit Sem. Japhet schaut jetzt auf Sem herab, aber das ist ein großer Fehler, denn Gott verbindet Ansehen mit Sem. Sein Vorsatz war, Christum in die Familie des Sem zu bringen. Japhet bedeutet „Ausbreitung“. Die Gnade Gottes hat sich ausgedehnt, insbesondere ist all die Fülle Seiner Gedanken in Verbindung mit den Nationen ans Licht gekommen. Dem Abraham wurde gesagt: „in deinem Namen werden gesegnet werden alle Nationen der Erde“ (1. Mose 22, 18), und Gott ist bemüht, Japhet zu überzeugen und zu überreden, ihn in die Zelte Sems zu bringen. Anderswo gibt es keine Segnung.

Viele von uns sind überredet worden, in die Zelte Sems zu kommen. Alle Segnung ist mit Christo verbunden. Sem ist die angesehene Familie, in die Gott Christum gebracht hat. Er kam in die Zelte Sems, und auch du musst dorthin gehen, um gesegnet zu werden.

Wie schön ist es, zu sehen, dass Gott, als das Evangelium zuerst verkündigt wurde, Seinen Wesenszug der Gnade dadurch bezeugte, dass Er einen aus jeder dieser drei Familien bekehrte - die äthiopischen Eunuchen aus Ham, Saulus von Tarsus aus Sem, den Hauptmann Kornelius aus Japhet. Gott brachte aus jeder Familie einen herein, um die Vollkommenheit und Unumschränktheit Seiner Gnade zu zeigen.