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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16


Das Gute im Menschen

Wer an das "Gute im Menschen" glaubt, kommt in die Hölle.

Römer Kapitel 3 Vers 10 - 17 (Elberfelder 1905)
10"Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; 11da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der Gott suche. 12Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der
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Ein Überblick über das 1. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 4

Was den Lauf der Natur anlangt, müssen wir lernen, dass alles Nichtigkeit ist. Eva hatte ihren Erstgeborenen Kain, d.h. „Erwerbung“ genannt und gesagt: „Ich habe einen Mann erworben mit Jehova“ (V. 1). Zweifellos dachte sie, dass Kain der verheißene Same war, der der Schlange den Kopf zermalmen sollte, aber sie hatte zu lernen, dass dem Laufe der Natur nach alles verdorben war.

Wir alle haben dasselbe zu lernen: „Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch“ (Joh. 3, 6). Wenn unter den Kindern der Menschen ein „Mann mit Jehova“ sein sollte, so musste er die Frucht des göttlichen Geschlechts sein, die der geistlichen Geburt, die eine geistliche Übung zur Folge hat. Die Notwendigkeit der neuen Geburt war in 1. Mose 4 ebenso groß wie in Johannes 3, obschon die nackte Wahrheit hierüber erst nach viertausend Jahren kundgetan wurde.

Wenn wir dem natürlichen Menschen irgendwelche Bedeutung beimessen, sei es in uns oder in anderen, so werden wir bitter enttäuscht werden. Gott bläst dann immer darein.

Ich denke, wir können daraus, dass Eva ihren zweiten Sohn Abel, d.h. „Nichtigkeit“ nannte, schließen, dass sie diese Wahrheit gelernt hatte - sie hatte die Eitelkeit aller ihrer Hoffnungen, die sie auf Kain setzte, erkannt. Es dauerte nicht lange, sie zu überzeugen, dass er nicht der Christus war; er war nichts als ein unartiger kleiner Junge - nichts von Gott war in ihm!

In Abel sehen wir einen, der göttlich geübt war; Kain war das nicht, in ihm war keine Gerechtigkeit, keine Anerkennung seines eigenen Zustandes oder dessen, was Gott gebührte. Er brachte ein Opfer von der Frucht des Erdbodens, der Erdboden war verflucht - das an sich war eine ernste Sache -, aber das kam ihm nicht in den Sinn. Er war mit sich selbst und seinen eigenen Werken zufrieden und dachte, Gott müsste das auch sein! Er sündigte zuerst gegen Gott in der Weise, wie er sich Ihm nahte, und in seinem Zorn darüber, dass Gott sein Opfer nicht annahm, sündigte er dann auch noch gegen den Menschen, indem er seinen Bruder tötete, dessen Opfer Gott angenommen hatte.

Abel andererseits hatte durch tiefe Herzensübungen die Wahrheit über seine Stellung und seinen Zustand gelernt. Er sah, dass er sich außerhalb des Paradieses befand und ein verlorenen Sünder war, der unter dem Urteil des Todes stand. Doch er brachte von den Erstlingen der Herde und ihrem Fett - er hielt die Gerechtigkeit aufrecht, das, was Gott gebührte. Er erkannte, dass der Tod auf ihm war und nahm seinen Platz vor Jehova ein auf dem Boden des Todes eines Solchen, der nicht gesündigt hatte. Aber er brachte auch das Fett. Sein Glaube erfasste eine persönliche Vortrefflichkeit außerhalb seiner selbst, auf Grund deren er vor Gott sein konnte.

Wie kostbar war Gott dieses erste lichte Unterscheiden und Tun des Glaubens! Es zog die Aufmerksamkeit Gottes auf sich, denn es heißt: „Und Jehova blickte auf Abel und auf seine Opfergabe.“

Gott gibt dem Glauben immer Licht zu handeln. Er nahm Sich der tiefen Übung an, die der Fall den Menschen brachte. Er nahm ihnen das schreckliche Bewusstsein der Nacktheit dadurch, dass Er ihnen Röcke von Fellen machte. Der Tod war gekommen, Tiere mussten getötet werden, und so lehrte Gott Adam und Eva, dass sie durch den Tod eines Anderen gekleidet sein mussten.

Abel nun sagte gleichsam: Wenn das der Weg ist, auf dem Gott Sich uns in Gnade genaht hat, so müssen wir Ihm ebenso nahen.

In den Röcken von Fell sehen wir, wie Gott dem Menschen nahte; doch in Abel sehen wir das Umgekehrte, nämlich dass der Mensch Gott naht.

Der Herr nannte ihn den gerechten Abel (Mat. 23, 35) und sagte, dass „er Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben“. Es war etwas sehr Vortreffliches in seinem Opfer und in dem Glauben, der es darbrachte. Zweifellos ging er, um dahin zu gelangen, durch viel Mühsal der Seele, doch sein Glaube sah auf Christum, und er nahte Gott in der Vortrefflichkeit Christi.

Obgleich allem Anschein nach sein Zeugnis bald abgebrochen wurde, so war das doch nicht der Fall, denn er hat nun nahezu sechstausend Jahre geredet! Seine Stimme ist in all den folgenden Zeitaltern vernommen worden: „obgleich er gestorben ist, redet er noch“ (Heb. 11, 4).

Das ist Gottes Antwort an den Feind. Satan hatte gesagt, ich will diese Stimme zum Schweigen bringen, aber er wurde zuschanden. Gott hatte Abels Stimme alle Zeitalter hindurch reden lassen, und er redet noch immer so klar und deutlich zu uns, wie je zuvor. Und Gott wird schließlich alle Anschläge Satans zunichte machen. Wie groß auch der Triumph des Bösen nach außen hin scheinen mag, Satans Anschläge werden alle zuschanden werden.

Es ist gesegnet, in so früher Zeit einen Gerechten zu sehen. Abel ist ein sehr beachtenswerter Mann, denn er ist der erste in der Linie der Zeugen, die in der Ehrenliste von Hebräer 11 erwähnt wird. Er war nicht nur ein sehr kostbares Bild von Christo, sondern er war auch ein gerechter Mann, da er den Geist Christi hatte.

Das Licht, die Sonne, der Baum des Lebens, Adam, die zur Anfertigung der Röcke aus Fellen getöteten Tiere - waren alle Bilder auf Christum; aber in Abel haben wir noch mehr: er war ein Mann, in dem der Geist des Gerechten war. Er war auch ein Hirte. Er widmete sich der Sorge für die Schafe wie Moses und David, und das war ein schöner Wesenszug Christi. Jehova Selbst ist der Hirte Israels (1. Mose 49, 24; Ps. 80, 1).

Wie lieblich, daran zu denken, dass er das Fett darbrachte! Das Fett war es, was Gott nachmals ganz für Sich beanspruchte (3. Mose 3, 16). Es ist zu beachten, dass nichts über das Blut gesagt wird, nur das Fett wird erwähnt.

In Verbindung mit den Opfern wird in 1. Mose das Blut nicht erwähnt, wenn auch das Verbot, es zu essen in 1. Mose 9, 4 es gleichsam Gott im Blick auf die Sühnung vorbehält. Die Opfer, die Gott in 1. Mose tatsächlich dargebracht werden, sind alle Brandopfer. Ebenso auch im Buche Hiob, dessen Geschichte in die Zeit des ersten Buches Mose fällt.

Gott schien bei dem Glauben zuerst die inhaltsreichen Gedanken zu geben, nämlich den an die persönliche Vortrefflichkeit und Wohlannehmlichkeit Christi. Das Blut ist nötig, die Sünde zuzudecken (Ps. 32, 1), aber Gott in der Vortrefflichkeit Christi wohlannehmlich zu sein, geht weit darüber hinaus. Im Fett haben wir das, was vortrefflich ist.

Welch eine Freude muss es für Gott gewesen sein, dass sich Abels Antlitz mit Vertrauen zu Ihm erhob, weil er ein Bewusstsein der persönlichen Vortrefflichkeit und Holdseligkeit Christi hatte und davon, dass er aus diesem Grunde vor Gott sein konnte.

Kain war sehr zornig. Er ist ein treffliches Bild des Juden, des religiösen Menschen nach dem Fleische. Dass Gott jenen holdseligen Menschen vom Himmel als Seinen geliebten Sohn begrüßte und durch Tausende von Wundern bezeugte, wer Er war, und den Glauben des gottseligen Überrestes auf Ihn lenkte - das alles war Galle und Wermut für die Priester, Schriftgelehrten und Pharisäer.

Das Erstgeburtsrecht gehörte ihnen, was auch der Schlusssatz von 1. Mose 4, 7 besagt; Kain hätte den Vorrang gehabt, wenn er wohl getan hätte, aber wie Esau verlor er sein Erstgeburtsrecht. Das ganze Erbe der Verheißungen war für die Juden in Christo da; aber sie verloren ihre Erstgeburt um eines Linsengerichtes willen. Sie zogen ihre eigene Gerechtigkeit, ihre eigene Frömmigkeit, Stellung und Ansehen Christo vor. Und jedes Mal, wenn Er ihren Gewissen nahebrachte, dass Er Gottes Gesalbter und Der war, den Er erwählt hatte, vertiefte sich ihr Hass, bis er in der finsteren Tat auf Golgatha seinen Höhepunkt erreichte.

Kain war mit seinen eigenen Werken zufrieden. Es gibt heute noch Myriaden dieses Geschlechts in der Welt. Er brachte sein Bestes, aber nicht das, was Gott annehmen konnte.

Es ist rührend zu sehen, wie Gott mit Kain rechtet. Das erinnert an die Art, wie Er mit den Juden rechtete. Er sagte ihnen gleichsam: Ihr wollt nicht, dass ich so gut sei wie ihr; wenn euer Ochse oder Esel am Sabbattage in die Grube fällt, zieht ihr ihn alsbald heraus. Und ihr wollt nicht, dass ich einige meiner elenden Geschöpfe am Sabbattage heile! Er sagt zu Kain: Warum bist du zornig? Wenn es recht mit dir stände, könntest du dein Antlitz mit Vertrauen erheben wie Abel. Wenn du wohl tust, würdest du da nicht angenehm sein? Und wenn du nicht wohl tust, gibt es ein Heilmitteln, ein Sündopfer lagert vor der Tür (ist zur Hand).

Gott sagt gleichsam zu Kain: Du hättest die Führerschaft haben sollen, der sein sollen, der Abel erleuchtete, du hättest so im Lichte des Verheißenen stehen sollen, dass Abels Verlangen nach dir gewesen wäre, Hilfe über Christum zu bekommen, und du würdest dadurch über ihn geherrscht haben, dass du ihn zur Segnung geleitet hättest.

Kain hatte das Erstgeburtsrecht, d.h. das erste Anrecht auf den Segen, der in Kapitel 3 verheißen war. Auf dem Grunde des Erbarmens hätte er daran teilhaben können, aber er verachtete das. Und so ist es bei dem Juden; er hatte das Erstgeburtsrecht, d.h. den ersten Anspruch auf Christum. Er hätte der sein sollen, der Christum annahm und Ihn dann anderen kundtat.

Gott hatte durch die Propheten gesegnete Verheißungen gegeben, und dann wurde ihnen das alles persönlich in Christo angeboten. Er war die Bestätigung und Erfüllung all dieser Verheißungen, und nach dem Erstgeburtsrecht hätten die Juden Ihn zuerst aufnehmen sollen. Aber sie verkauften dieses Vorrecht um eines Linsengerichts willen.

Es ist erstaulich, welch erbitterte Feindschaft in dem religiösen Menschen ist - die des gottlosen Weltmenschen geht nicht so weit. An religiöses Ansehen klammert sich der Mensch weit mehr als an alles andere. Und der religiöse Mensch würde weit eher Christum töten, als sein Ansehen fahren zu lassen, und auf dem Grunde des Erbarmens die Segnung Gottes zu empfangen.

In der Heiligen Schrift sehen wir, wie der Erstgeborene fortwährend sein Erstgeburtsrecht verlor; Esau, Ruben und Manasse, sie alle verloren es. Der Jude hatte es, verlor es aber. Er hat Den umgebracht, in dem alle Verheißungen ihren Mittelpunkt hatten. So könnte Gott den Juden ganz gut fragen: Wo ist Christus? Was habt ihr mit Ihm getan?

Infolgedessen, was sie Ihm angetan, sind sie ausgetrieben, Flüchtlinge und Unstete auf Erden bis zum heutigen Tage. „Der Zorn ist völlig über sie gekommen“ (1. Thess. 2, 16). Aber Gott will sie nicht umbringen. Der Jude wird der Vorsehung Gottes gemäß bewahrt, und an dem, der ihn tötet, wird er gerächt. An denen, die die Juden übel behandeln, wird immer siebenfältige Rache genommen.

Welch ein Gemälde entrollt sich uns da von alledem, was sich lange Jahrhunderte hindurch zugetragen hat! Russland zahlt heute vielleicht die Strafe für seien Grausamkeit gegen die Juden.

Einstmals forderte ein Herrscher in nur zwei Worten den Beweis für die Wahrheit der Heiligen Schrift, und die Antwort lautete: „Die Juden.“ Nachdem die Juden den Gerechten getötet hatten, wurden sie ausgetrieben, aber dennoch der Vorsehung Gottes gemäß bewahrt. Sie leben noch, Geschlecht auf Geschlecht, aber als Heimatlose. Sie haben kein Land, keinen eigentlichen Wohnsitz [Anm.: der Text ist aus den Jahren 1919/1920]; sie sind immer verfolgt worden, und doch bewahrt sie Gott und nimmt Rache an ihren Feinden. Sie stehen unter Gottes Fluch. Das ist eine ernste Sache, „der Zorn ist völlig über sie gekommen“ (1. Thess. 2, 16), und sie haben den Kelch ihrer Bosheit dadurch bis zum Rande voll gemacht, dass sie nicht nur die Segnung selbst von sich wiesen, sondern auch nicht zulassen wollten, dass sie den Nationen zuteil wurde.

Es ist etwas Wunderbares, wenn ein Jude bekehrt wird. Es ist ein wunderbares Zeugnis von der Unumschränktheit des Erbarmens Gottes.

Am Ende des Kapitels zeigt Gott, wie Er das Geschlecht der Juden dahin bringt, ihre Bosheit, Christum erschlagen zu haben, anzuerkennen. In Lamech sehen wir ein Bild von dem, wohin Er die Juden in den Letzten Tagen bringen wird. Lamech sagt: „Einen Mann habe ich erschlagen zu meiner Verwundung“ [ebenfalls mögliche Lesart]. Sie werden ihre Schuld an der Tötung Christi anerkennen und zugeben, dass es zu ihrem eigenen Schaden und Verderben gewesen ist.

In den Letzten Tagen, zur Zeit der großen Drangsal, werden die Juden durch Leiden zu gehen haben, wie nie zuvor. Gott wird ihnen das Doppelte für all ihre Sünden geben (Jer. 16, 18; 17, 18). Er wird jede Rechtsfrage mit ihnen erledigen: die Rechtssache ihres Bruches des Gesetzes, ihres Götzendienstes, ihrer Verfolgung der Propheten und vor allem ihrer Verwerfung und Ermordung Christi.

Und dennoch werden die, die sie dann verfolgen, siebenundsiebzigfältige Rache erleiden. Am Ende werden sie einander bekennen, dass sie Christum getötet haben, und dass alle ihre Leiden und ihr Elend auf diese Ursache zurückzuführen sind. Ihre Sünden werden ihnen vor Augen stehen, und wie Josephs Brüder werden sie sie bekennen und darüber trauern. Wenn sie anerkennen, dass sie Christum getötet haben, und zwar zu ihrem eigenen Schaden, werden sie gesegnet werden. Gott wird in ihnen wirken, dieses zustande zu bringen, und der ältere Bruder wird so nach diesem allen hereinkommen! Der Vater wird herauskommen und ihn einladen, hereinzukommen!

Was wir hier haben, ist ein Schimmer prophetischen Lichtes über das, was in den Letzten Tagen geschehen wird.

In Kains Familie finden wir alle die Grundbestandteile der Welt. Er baut eine Stadt, die Menschen nehmen an Reichtum zu, erfinden Werkzeuge der Tonkunst und andere Werkzeuge, und wurden Künstler in Erz und Eisen. Künste, Wissenschaften und Fabrikation schreiten immer weiter fort, aber ohne Gott.

In Seth kehren wir zur Linie des göttlichen Samens zurück. Eva scheint den Glauben besessen zu haben, dass in einem anderen die Linie des Glaubens fortgeführt werden musste, der ein Nachfolger Abels war. Sie muss darüber Herzensübungen gehabt haben, dass es so sein musste.

Wenn ein Geschlecht der Heiligen diesen Schauplatz verlässt, so wird es eine Übung, dass die Linie des Glaubens fortgesetzt werde; und das bleibt bis zu einem gewissen Grade wahr, wann immer ein Heiliger vom Platze des Zeugnisses hinweggenommen wird.

Es würde eine ernste Sache sein, wenn der Glaube von der Erde verschwände, und so sah es aus, als Abel abgeschnitten wurde. Aber dann sehen wir Seth als „gesetzt“, die Linie des Glaubens fortzusetzen. Er gehört dem Geschlecht des Samens des Weibes an, und so ist es immer in den Wegen Gottes: Gott hat Acht darauf, dass der Glaube erhalten wird.

„Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?“ (Luk. 18, 8). Natürlich wird Er das, aber nur durch die Treue Gottes. Alles, was gut ist, haben wir in dieser Linie.

Was Seths Glauben kennzeichnete, war, dass er den wahren Zustand der Welt anerkannte. Den Gegensatz zwischen Seth und Kain zu sehen, ist sehr lehrreich.

Kain gab seinem Sohne einen ganz guten Namen, Hanoch bedeutet „Unterweisung“. Es ist ein schöner Name, aber all seine Unterweisung erfolgte in den Dingen der Welt, und nicht in der Schule Gottes.

Seth hingegen nennt seinen Sohn „Enos“, was „schwacher, sterblicher Mensch“ bedeutet, d.h. er erkannte die Wahrheit seiner Stellung an. „Damals fing man an, den Namen Jehovas anzurufen“ (V. 26).

Wenn die Menschen anerkennen, dass sie schwach und sterblich sind, müssen sie sich zu einem Mächtigen wenden. Die Errettung ist mit dem Anrufen des Namens Jehovas verbunden (Joel 2, 32; Röm. 10, 13). Das bedeutet, dass man kein Vertrauen zu sich selbst hat. Man erkennt an, dass man schwach und sterblich ist, und wendet sich zu Gott. In 2. Tim. 2, 22 werden wir ermahnt, nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen zu streben, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.

Der Name des Herrn stellt alles dar, was Er ist, und der Glaube hat ein Recht, sich das alles, weil wir schwache, sterbliche Menschen sind, zu eigen zu machen.

„Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von Jehova“ (Ps. 121, 1 u. 2). Sie kommt nicht von innen heraus oder von dem, was um mich her ist.

In Römer 7 lernt ein Mensch seine erbärmliche Schwachheit kennen und sagt: „ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt“ (V. 18). Er hat ganz und gar keine Kraft, und das bringt ihn dahin, auszurufen: „Ich elender Mensch! Wer wird mit erretten von diesem Leibe des Todes?“ (V. 24).

Er schaut nach Hilfe von außen her aus, ruft dem Grundsatze nach den Namen des Herrn an, und die Befreiung kommt, so dass er sagen kann: „Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn!“