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MALEACHI 3.16

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Lukas       Abschrift: Niocole F

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C.A.C.  - Wortbetrachtungen über das Lukasevangelium

 

Kapitel 18

 

Es waren „Tage des Sohnes des  Menschen“, als das Reich Gottes in Ihm auf dem Wege der Gnade dargestellt wurde, und es werden „Tage des Sohnes des Menschen“ sein, wenn alles Böse bei Seinem Kommen hinweggetan werden wird. Zwischen diesen beiden Abschnitten kommt die Zeit des Leid

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1. Mose

1. Mose Kapitel 13

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

1. Buch Mose Kapitel 13

Am Anfang dieses Kapitels sehen wir Abram völlig wiederhergestellt. Er kehrte zum Punkte des Abweichens zurück, „zu dem Orte, wo im Anfang sein Zelt gewesen war“, und „zu der Stätte des Altars, den er zuvor daselbst gemacht hatte“, und „Abram rief daselbst den Namen Jehovas an“ (V. 3 u. 4).

Er kehrte im Bilde zu seinem vollen Vorrechte und seiner Segnung zurück. Gott ist der Gott der Wiederherstellung; Er gibt Seine Gedanken in Bezug auf uns nie auf, und wir bedürfen in der Gnade befestigte Herzen. Wenn Gläubige von dem Pfade und der Freude des Glaubens abkommen, werden sie oft versucht, alles als hoffnungslos aufzugeben, aber durch die unendliche und ganz und gar unverdiente Gunst Gottes steht uns durch Selbstgericht ein Weg zu alledem offen, dessen wir uns vordem erfreuten. Selbst dann, wenn kein äußerliches Abweichen stattgefunden, kommt das Herz oft vom wahren Genuss geistlicher Segnungen ab; aber das braucht nicht anzudauern.

Der Herr sagte zu Petrus: „Ich aber habe für dich gebetet“ (Luk. 22, 32). Wenn es noch recht um uns steht, verwendet Er Sich für uns, damit wir jede erforderliche Gnade und Unterstützung auf dem Pfade des Willens Gottes haben. Wenn wir jedoch in eine verkehrte Stellung oder einen schlechten Zustand kommen, findet Sein priesterliches Eintreten für uns vielleicht eine Antwort in Gottes Züchtigung. Dann können wir in demütigende Verhältnisse kommen, die vielleicht Leiden für andere mit sich bringen, wie es in den Wegen Jehovas mit dem Pharao und dessen Hause geschah. Gott sagt damit gleichsam: Ich muss dich zu deinem Zelt und Altar zurückbringen, und zu dem Geiste der Abhängigkeit.

Gott denkt immer an eine volle Wiederherstellung. Wie weit auch ein Heiliger abgeirrt sein mag, Gott geht nie von Seinen Gedanken hinweg, und Er ist immer wirksam, ihn dahin zurückzubringen. Manchmal haben wir ein Aufleben ohne Wiederherstellung zum Punkte des Abweichens; doch unsere Übung sollte dahin gehen, zur vollen Höhe unserer Berufung und des Vorrechtes zurückzugelangen.

Lot war der Begleiter des Mannes des Glaubens, doch er scheint überhaupt keine Tatkraft des Glaubens für seinen Pfad besessen zu haben. Er ging mit Abram von Mesopotamien nach Kanaan, und von Kanaan nach Ägypten, und dann wieder zurück nach Kanaan. Es gibt viele Lots, die sich an andere halten. Doch das genügt nicht, denn eines Tages wird die Probe kommen.

Als Lot geprüft wurde, erwies er sich als ein Mann, der nach dem äußeren Schein ging. Er war bekehrt, aber er war kein Mann des Glaubens, und sein Aufenthalt in Ägypten hatte eine bedenkliche Wirkung auf ihn ausgeübt, denn als er die Ebene des Jordans sah, wo Sodom lag, war sie in seinen Augen „wie das Land Ägypten“! (V. 10)

Es ist viel leichter, jemand nach Ägypten hinabzuführen, als die Liebe zu dessen Verhältnissen aus dem Herzen zu reißen, wenn sie dort einmal aufgekommen ist. Das war etwas sehr Ernstes im Leben Abrams. Gar mancher Gläubige, der nach Ägypten hinabgezogen ist und nochmals wiederhergestellt wurde, hatte auch andere mit sich genommen, die nie wiederhergestellt wurden. Lot erlebte nie eine wahre geistliche Wiederherstellung. Er hatte nie den Pilgergeist oder die Wesensart eines Priesters, obwohl Gottes Erbarmen sich seiner annahm. Wenn es nicht im Neuen Testament stände, würden wir nie gewusst haben, dass er ein bekehrter Mann war.

Es ist traurig, wenn der Einfluss Ägyptens im Herzen Platz greift. Die Kinder der Heiligen, die in der Zucht und Ermahnung des Herrn auferzogen werden, haben das große Vorrecht, dass der Geschmack für die Dinge Ägyptens nie bei ihnen entwickelt wurde. Infolgedessen haben sie nie von den Erinnerungen an Ägypten zu leiden.

Die Israeliten, die in Ägypten gewesen waren, konnten an das denken, was sie dort gehabt hatten. Sie sprachen: „Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, der Gurken und der Melonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs“ (4. Mose 11, 5).

Wenn du einmal die Dinge Ägyptens geschmeckt hast, vergisst du das nie. Und wenn deine Seele in geistlicher Hinsicht zurückgeht, so ist immer die Neigung vorhanden, dich ihnen wieder zuzuwenden.

Ein anderer Umstand bei der Verfehlung Abrams war, dass er Hagar aus Ägypten mitbrachte und sie die Veranlassung zu späteren Schwierigkeiten wurde. Man weiß nie, welche Folgen irgendein Schritt in abschüssiger Richtung haben kann. Wir können daran unser ganzes Leben zu leiden haben, und was noch trauriger ist, andere haben die Folgen mitzutragen.

Dann finden wir die Schwierigkeit des Kleinviehs und der Rinder wegen, und den Streit zwischen den Hirten. Der Reichtum ihres Besitzes wurde nun eine Quelle des Verdrusses, und es gab Streitigkeiten. Es wird dabei erwähnt, „die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Lande“ (V.7), um darzutun, wie gefährlich ein Streit in Gegenwart solcher Zuschauer war.

Es gibt Feinde, die zusehen und bereit sind, auf das zu achten, was sich unter dem Volke Gottes zuträgt. Es ist ein schlechtes Zeugnis, wenn unter Knechten Streitigkeiten wahrgenommen werden können. „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, der in Sanftmut die Widersacher zurechtweist“ (2. Tim. 2, 24 u. 25).

Streit ist meist mit dem verbunden, was uns gehört, oder von dem wir denken, dass es uns in dieser Welt gehört. Wenn ich einen Platz für mich beanspruche, so führt das höchstwahrscheinlich zu Streit.

Doch Abram hatte ganz und gar keine streitsüchtige Gesinnung. Er sagte: „Lass doch kein Gezänk sein zwischen mir und dir ...; denn wir sind Brüder!“ (V. 8). Er trat dem Streitgeist im Geiste der Selbstverleugnung entgegen. Er bestand auf keinem seiner Rechte. Wenn Lot zur Linken wollte, so wollte er zur Rechten gehen, und wenn Lot das Land zur Rechten vorzog, so wollte er sich nach links wenden. Er klammerte sich an nichts hienieden und überließ alles Gott - welch ein schönes Vorbild!

Sogar von Christo wurde gesagt: „Er wird nicht streiten, noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören“ (Mat. 12, 19). Er war der erwählte Knecht, der Geliebte, an dem Seine Seele Wohlgefallen gefunden hatte. Er wollte alles den Händen Gottes überlassen und nicht um irgendeinen Platz kämpfen, sondern mit Seinem Dienste fortfahren. Ich denke, in Abram sehen wir etwas vom Geiste Christi.

Alles das wurde eine Prüfung für Lot; und er „hob seine Augen auf und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewässert war ..., gleich dem Garten Jehovas, wie das Land Ägypten“ (V. 10). Alles das war seiner Natur nach schön und sehr anziehend. Der „Garten Jehovas“ sagt mir, dass dort alles zu finden war, was in irdischer Hinsicht begehrenswert war. Er konnte sich keinen besseren Platz wünschen.

Zuzeiten stellt uns Satan etwas ihm Ähnliches vor Augen, um uns vom Pfade des Glaubens abzubringen, und viele denken, dass Gott das so gefügt habe, dass es eine wunderbare Anordnung Seiner Vorsehung ist! Sie sagen dann: Ich war darüber geübt, und dann tat sich mir diese Tür auf, und das ist gerade das, was ich brauche!

Die Frage ist: Sehen wir es mit den Augen Lots oder mit denen Abrams an? - In der Ebene des Jordan war alles zu finden, was einen Herdenbesitzer anziehen konnte. Wir können durch Verhältnisse geprüft werden, die sich wie eine vollkommene Fügung Gottes ausnehmen, und doch handelt es sich nur um unsere eigene Wahl. Es gibt nichts Tödlicheres als die Wahl des Geschöpfes. Lot wählte für sich selbst, im Gegensatz zu dem, was der Psalmist sagt: „Er erwählte für uns unser Erbteil“ (Ps. 47, 4).

Lasst Gott die Wahl treffen! Hierzu aber bedürfen wir Glauben. Wenn wir nach dem Anschauen der Augen urteilen, so betrachten wir die Verhältnisse so, wie sie uns erscheinen. Der Glaube aber betrachtet sie, wie Gott sie sieht. Wenn etwas wie von der Vorsehung gefügt erscheint, seien wir vorsichtig!

Es gab nie ein scheinbar größeres Zeichen der Fügung göttlicher Vorsehung, als dass Moses in den Palast Pharaos kam. Und doch wandte er der göttlichen Vorsehung, die ihn dorthin gestellt hatte, den Rücken zu, als sein Glaube zur Reife kam, und er erwählte das Los des Volkes Gottes (Heb. 11, 25 usw.).

Lot hatte ein unklares Urteil, dass er das Land gleich dem Garten Jehovas und zugleich wie das Land Ägypten ansehen konnte. Er schien beide auf dieselbe Stufe zu stellen und ließ sittliche Verhältnisse gänzlich außer Acht. Deshalb fügt der Geist Gottes hinzu: „Und die Leute von Sodom waren böse, und große Sünder vor Jehova“ (V. 13). So sah der Landstrich in Gottes Augen aus. Dem Anschein nach konnte es für Lot und sein Vieh nichts Besseres geben, aber die sittlichen Zustände daselbst waren in Gottes Augen sehr ernst. Wenn Lot darauf geachtet hätte, so würde er einen solchen Ort nicht erwählt haben. Dort wurde der Name Jehovas nicht angerufen. Der sittliche Zustand des Landes hätte Lot eine hinreichende Warnung von Gott sein sollen, sich nicht in dieser Richtung zu bewegen.

Ich denke nicht, dass der Herr Sein Volk ungewarnt lässt, wenn es sich auf einen Pfad des Unheils begibt. Er gibt dann immer ein Warnungszeichen, aber wenn wir es unbeachtet lassen, hat es verderbliche Folgen.

Lot hatte keine Brüder in Sodom. Das war ein anfänglicher Gegensatz zu Abram, der in Hebron wohnte. Hebron bedeutet „Genossenschaft, Gemeinschaft“. Das ist ein schöner Ort. In Sodom können wir keine Gemeinschaft der Heiligen haben.

Suchst du Gemeinschaft? Ein geachteter Diener des Herrn pflegte zu sagen, dass Gemeinschaft besser wie Eigentum sei. Lot dachte an sein Eigentum, aber es ist besser, in Hebron zu wohnen und Gemeinschaft zu haben. Es gibt keine Gemeinschaft wie die der Heiligen. Lot war unglücklich und quälte seine gerechte Seele Tag für Tag (2. Pet. 2, 8). Oh, wie viele von den Kinder Gottes sind in Umständen, wo ihre Seelen Tag für Tag gequält werden!

Dann heißt es: „Und Jehova sprach zu Abram ...: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Orte, wo du bist, gen Norden und gen Süden und gen Osten und gen Westen! Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig“ (V. 14 u. 15).

Abram hatte ebenso wie Lot auf etwas zu sehen, aber da handelte es sich um eine ganz andere Art zu sehen! Wie wunderbar durfte sich sein Gesichtskreis erweitern, als Gott ihm sagte: „schaue... gen Norden und gen Süden und gen Osten und gen Westen“! Das gleicht dem, wovon wir in Eph. 3, 18 lesen. Derjenige, der hienieden alles aufgab, empfing hier im Bilde ein himmlisches Teil.

Ich zweifle nicht, dass wir ein klareres Bild des himmlischen Erbes haben würden, wenn uns hienieden mehr ein Geist des Aufgebens kennzeichnete. Im letzten Jahrhundert waren die, die für den Herrn hervortraten, Männer, die Verzicht geleistet hatten. Es waren Männer von Rang und Fähigkeiten, die es in der Welt hätten zu etwas bringen können. Aber in dem Maße, wie sie aufgaben, erweiterte sich ihr geistlicher Besitz außerordentlich.

Es ist etwas Großes, zu verzichten. Du könntest vielleicht etwas in dieser Welt haben, und du gibst es auf, weil das nicht auf Bahnen liegt, die der Geist verfolgt. Aber dann siehst du den ganzen Vorsatz Gottes in Christo. Welch eine Gebietserweiterung ist es, dessen „Breite und Länge und Tiefe und Höhe“ zu erfassen!

Die Namen der Orte am Ende des Kapitels sind voller Bedeutung. Mamre heißt „Lebenskraft, Stärke“, und Hebron „Gemeinschaft“. Sie reden von geistlicher Kraft und einem Kreise, wo Gemeinschaft genossen werden kann. Wir sollten darauf achten, dass wir geistlich in dem erfunden werden, was diesen Namen entspricht.