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MALEACHI 3.16

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1. Mose 3:16: Zu dem Weibe sprach er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen.

 

2. Mose 3:16: Gehe hin und versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jehova, der

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1. Mose

1, Mose Kapitel 29 -35

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 29 - 35

 

Kapitel 35 gibt uns das Endziel, wohin Jakob in all diesen Tagen geführt wurde. Von Kapitel 29 an haben wir seine Geschichte und Erfahrungen in Paddan-Aram.

Zweifellos ist diese Geschichte ein Bild von der Lage Israels, fern vom Lande ihres Erbteils und ohne einen Altar. Sie haben die Folgen ihres Verhaltens zu tragen und ernten die Frucht ihrer natürlichen Eigenart und ihres Unglaubens.

Auf Seiten Jakobs ist das eine traurige und demütigende Geschichte, doch auf der anderen Seite sehen wir Jehovas Treue und Gnade, und Seine Fürsorge. Gott verlässt ihn nicht, sondern handelt mit ihm und übt ihn. Er redet mit ihm und schützt ihn immer wieder, bis er schließlich nach zwanzig Jahren bereit ist, zum Platze der Segnung, d. h. nach Bethel, zurückzukehren.

Obwohl das alles ein Bild von Israel ist, so hat es auch eine Anwendung auf die Heiligen der Gegenwart, weil dieselben Zustände des Unglaubens und der Schwachheit oft bei dem Volke Gottes zu finden sind, und das ähnliche Übungen und Zucht mit sich bringt.

Es ist ferner gesegnet, zu wissen, dass der Gott Jakobs unser Gott ist, und dass Er nie von der Ihm eigenen Gnade und Treue abgeht. Andererseits ist es ernst, daran zu denken, dass ein Heiliger so lange Zeit ohne einen Altar ist. Jakob hatte die ganze Zeit, da er in Paddan-Aram war, keinen Altar, und er stand in Verbindungen, wo man dem Götzendienst huldigte.

Was heute dem Altar entspricht, ist die Gelegenheit, priesterliche Beziehungen zu Gott zu haben. Der Heilige hat das Vorrecht, in priesterlichen Beziehungen zu Gott zu stehen, und dies, was ihn selbst anlangt, seinen Haushalt, Gottes Werk des Evangeliums und was sonst noch mit Gottes Zeugnis in Verbindung steht. Es ist sein Vorrecht, über das alles priesterlichen Zugang zu Gott zu haben.

Viele Heilige kennen das ihres Zustandes und ihrer Verbindungen wegen nicht. Die Verbindungen Paddan-Arams waren durch Götzendienst befleckt. Priesterliche Nähe Gott gegenüber konnte deshalb nicht gekannt werden. Laban hatte geschnitzte Bilder in seinem Hause, und Rahel stahl sie, und so kamen sie in das Haus Jakobs, und er ward dadurch befleckt. 1. Kor. 10, 21 warnt uns, wir können nicht des Tisches des Herrn teilhaftig sein und des Tisches der Dämonen.

Jakob wird von allem Anfang an als einer angesehen, der die Auserwählten Gottes darstellt, und ich denke, dass sich vorher in ihm Glaube gezeigt hatte, denn er verlangte nach der Segnung Gottes. Er hatte eine Glaubensübung, derzufolge er wesentlich von Esau verschieden war. Er war im Bilde der Auserwählte Gottes, und sein Herz war auf Gottes Segnung gerichtet, wenn auch zweifellos sehr mit menschlicher Schwachheit, Selbstsucht und Unglauben vermischt. Aber es war etwas Glaube vorhanden, der darauf gerichtet war und danach verlangte, im Erstgeburtsrecht und in der Segnung zu stehen.

Esau dagegen lag nichts am Erstgeburtsrecht, er war ungöttlich und nachmals gesetzlos, und am Ende sehen wir, dass Edom für immer zerstört wird.

Jakobs Geschichte war ganz verschieden: Sie begann mit der Auserwählung Gottes, und er verfolgte die Richtung des Glaubens, wenn auch vermischt mit vielen Beweggründen und Dingen, die mit dem Glauben unvereinbar sind, und schließlich beschloss er seine Laufbahn als Anbeter.

Es ist wichtig zu sehen, dass Gott Sich dem Jakob von Anbeginn verpflichtet hatte. Die Wahrheit der Auserwählung tritt uns da entgegen. Sie macht einen hervorragenden Zug in Jakobs Geschichte aus.

Aus Jakobs Erfahrungen in Paddan-Aram lernen wir im Bilde, dass die durch Lea dargestellten Nationen zuerst kommen und vor Rahel fruchtbar sind, obschon diese, wie Israel, zuerst geliebt wurde.

In den Namen der Söhne Leas haben wir einen Hinweis auf die Art der Frucht, die nun unter den Nationen gebracht wird. Da haben wir solche, die durch Sohnschaft gekennzeichnet werden (Ruben - „Sehet ein Sohn“); sodann den persönlichen Verkehr mit Gott im Vertrauen auf Ihn, in dem Bewusstsein, dass Er hört (Simeon - „Erhörung“); die Einheit in dem einen Geiste und durch das Verbundensein miteinander in Liebe (Levi - „Vereinigt“); Preis (Juda); reichliche Entschädigung für irgend etwas Aufgegebenes (Issaschar - „Es gibt Lohn“); und schließlich das Wohnen göttlicher Personen (Sebulon - „Wohnung“). (Kap. 29, 32 - 35; 30, 18 - 20)

Dann wurde Joseph von der Rahel geboren, er, der ein so treffendes und wohlbekanntes Bild von Christo, dem Geliebten des Vaters war, der aber von seinen Brüdern verworfen und unter den Nationen erhöht wurde.

In Kap. 31, 3 sagt dann Jehova zu Jakob: „Kehre zurück in das Land deiner Väter“, und in Vers 13: „Ich bin der Gott von Bethel, wo du ein Denkmal gesalbt, wo du mir ein Gelübde getan hast. Nun mache dich auf, ziehe aus diesem Lande und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft“. Jakob konnte den Eindruck, den er zu Bethel bekommen hatte, nie loswerden. Gott brachte ihn hervor und konnte Sich darauf berufen.

So ist es oft bei den Heiligen: Gott bringt bestimmte Eindrücke hervor, aufgrund derer Er wirken, und auf die Er anspielen kann. Manchmal dauert es lange Jahre bei uns, ehe wir den Segen eines göttlichen Eindrucks auf unsere Seelen empfangen.

Israel sang am Roten Meere, als ob es im Lande wäre. Solch einen Eindruck hatten sie darüber empfangen. Sie sprachen: „es verzagten alle Bewohner Kanaans“ (2. Mose 15, 15), und sahen sich auf den Berg des Erbteils Gottes verpflanzt (V. 17). Die Wirklichkeit dessen aber lernten sie vierzig Jahre lang nicht kennen.

In Kap. 32,1 finden wir dann Jakob nach zwanzig Jahren der Schererei und Enttäuschung auf seinem Wege zurück, und Engel Gottes begegneten ihm, d.h. er empfing ein besonderes Zeichen der Fürsorge Gottes. Gott stärkt und ermutigt immer den Glauben, der auf dem rechten Wege ist. Jakob nannte den Ort Machanaim, d.h. „Zwei-Lager“, doch er verstand die Ermutigung, die Gott ihm dadurch geben wollte, nicht recht. Denn wenn er die zwei Lager der Engel vor sich gehabt hätte, so würde er nicht an die zwei Lager von Vers 7 gedacht haben.

Wenn man in einem schlechten Seelenzustande ist, so bringen nicht einmal göttliche Ermutigungen unsere Befürchtungen zum Schweigen. Wir finden, dass Jakob Gott um Befreiung anrief und sich auf Dessen Verheißungen berief, aber dabei war er voller Furcht und voller Pläne. Die Engel waren eine göttliche Ermutigung. Sie bedeuteten soviel wie: Du hast nichts zu fürchten. Gehe geradewegs nach Bethel.

Was waren Esau und vierhundert Mann gegen zwei Heerlager Engel? Jakob musste lernen, dass all sein Pläne machen zwecklos war. Er musste mit all seiner Weisheit zu Ende kommen und musste lernen, dass er nur auf Gott zu warten und auf nichts anderes zu vertrauen habe. Gott hatte einen Rechtsstreit mit Jakob, Ihm lag daran, diesen das wahre Geheimnis göttlicher Kraft zu lehren. Das Ende war, Jakob wurde allein gelassen, und Gott rang mit ihm.

Hosea 12, 3 - 5 ist sehr lehrreich, indem es zeigt, wie Gott die Nutzanwendung daraus für Israel am Tage der Zukunft zieht. Sie schauten nach dem und jenem um Hilfe aus, gerade wie Jakob. Gott sagt gleichsam zu ihnen: Ihr schließt einen Bund mit Assyrien und bringt Öl nach Ägypten. Ihr habt alle möglichen Versuche gemacht, unabhängig von mir zu sein.

Denken wir jedoch daran, wie Jakob gesegnet wurde: Er musste mit all seinem Pläne machen zu Ende kommen und überwand durch Weinen und Flehen.

Jakob musste von Angesicht zu Angesicht Gott gegenüberstehen und lernte da seine äußerste Schwachheit. Doch er lernte auch, dass Schwachheit und Abhängigkeit einen bei Gott in den Platz der Kraft bringen. Aber dann hatte er an dem Bewusstsein seiner Schwäche sein ganzes Leben lang zu tragen, „er hinkte an seiner Hüfte“ (Kap. 32, 31). Er war ein Krüppel bis zum Ende seiner Tage.

Doch Pniel war nicht der Ort, der im Mittelpunkt der Gedanken Gottes stand, und deshalb empfing Jakob daselbst keine Offenbarung des Namens Gottes. Seine Verbindungen waren auch derart, dass dies unmöglich war, denn in seinem Hause wurde den Götzen gedient. Darauf ist es aller Wahrscheinlichkeit nach zurückzuführen, dass er in Sukkoth blieb und dort ein Haus baute und ein Feld kaufte. Er schreckte vor den heiligen Anforderungen Bethels zurück. Shalem (sicher) machte nicht die Ansprüche hinsichtlich all der geheimen Dinge wie Bethel (Nach anderer Lesart kann Kapitel 33, 18 lauten: „Jakob kam nach Shalem, der Stadt Sichems“.)

Es ist wahr, Jakob hatte dort einen Altar, den er in Paddan-Aram nicht hatte, aber es war kein besonders erhabener Altar. Er nannte ihn „El-Elohe-Israel“, d.h. „Gott, der Gott Israels“. Wie viele haben einen solchen Altar! Sie denken an Gott in Beziehung zu sich selbst. Aber Gottes Gedanke ist, in Verbindung mit Seinem Hause gekannt zu sein. Er ist „El-Bethel“, d.h. „der Gott des Hauses Gottes“ (Kap. 35, 7). Es ist Gottes Gedanke, Sich Selbst in Beziehung zu Seinem eigenen Kreise bekannt zu machen und uns daselbst einen Platz und ein Teil zu geben.

Wenn wir auf dem Wege zu dem stehen bleiben, wohin Gott uns haben will, so muss Er uns oft erst in Bedrängnis bringen, um uns aus unseren Nestern aufzuscheuchen. Kapitel 34 ist das Aufscheuchen Jakobs aus seinem Neste zu Shalem. Er wurde den Bewohnern des Landes stinkend gemacht. Das ist ein starker Ausdruck (Kap. 34, 30). Es bedurfte einer solchen Zucht, um ihn auf die Berufung von Kap. 35, 1 vorzubereiten. Diese lautet: „Mache dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohst“.

Tatsache war, obwohl Jakob zu Pniel Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden und gelernt hatte, wie er bei Gott obsiegen konnte, um gesegnet zu werden, so waren doch seine Verbindungen nicht gereinigt worden. Sein Haus war nicht frei von Beziehungen zum Götzendienste, und die Erkenntnis dessen hielt ihn von Bethel zurück.

Wenn wir in Paddan-Aram gewesen sind, so bringen wir Dinge mit, die ganz und gar unpassend für Bethel sind. Das ist das Geheimnis, weshalb viele Leute Bethel nicht erreichen - sie sind sich dessen bewusst, dass vieles anders werden müsste, wenn sie es mit Gott in Dessen eigenem Hause zu tun hätten, und sie sind nicht bereit, manches fahren zu lassen.

Die Korinther hatten Beziehungen zu Götzen, und dies, wie auch anderes, hinderte ihr Wachstum. Sie waren nur Säuglinge, und es konnten ihnen keine Kostbarkeiten anvertraut werden.

Zu Pniel, zur Zeit seines Ringens mit Gott, empfing Jakob einen neuen Namen, einen Ehrentitel. Aber er benahm sich nicht diesem Titel entsprechend, bis er in Bethel gewesen war. Dann lesen wir ganz zum ersten Male Israel brach auf“ (V. 21), d.h. er zog in der Würde seiner Stellung vor Gott weiter. Dahin gelangen wir aber nur zu Bethel.

Ich denke nicht, dass es möglich ist, mit Gott voranzugehen, getrennt von dem Bewusstsein, was Gottes Haus ist. Gott kann mit uns sein, wie Er mit Jakob war, der der Gegenstand Seiner Zucht, Fürsorge und Seines Schutzes die ganze Zeit hindurch war, denn Er hatte gesagt: „ich werde dich nicht verlassen“ (Kap. 28, 15). Doch es ist eine Sache, dass Gott in Gnade und Treue mit mir ist, und eine andere, dass ich mit Gott in Heiligkeit bin.

Sowie Bethel vor Jakobs Seele kam, war er ein ganz anderer Mann. Sichem ist ein sehr guter Ort! Da taten sie die Ohrringe und fremden Götter, kurz alles, was in Verbindung mit Götzendienst stand, hinweg, „und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist“ (Kap. 35,4).

Sichem ist der Ort, wo Josua sagte: „Ich aber und mein Haus, wir wollen Jehova dienen!“ (Jos. 24, 15). Es ist der Ort rückhaltloser Entscheidung.

Josua war zu Sichem ein Mann. Er hatte sich entschlossen, einen ganz bestimmten Weg zu gehen, und tat das anderen unmissverständlich kund. Als Jakob nach Sichem kam, wurden die Bilder und alles andere zu Füßen des Baumes gebracht. Der Baum scheint auf das Kreuz hinzuweisen.

Wenn wir unsere Götzen zu Füßen des Kreuzes lassen, dann stehen wir in leichter Marschordnung da. Viele Christen haben so viel Gepäck, so viele Teraphim bei sich, dass sie nicht von der Stelle kommen!

Als Jakob nach Bethel kam und den Stein gesalbt und ein Trankopfer gebracht hatte (V. 14), heißt es in Vers 21: „Und Israel brach auf“, er brach auf in der Würde seines neuen Namens. von Bethel war es nicht weit nach Ephrath, das ist Bethlehem, wo Christus zur Welt kam. Dort stirbt Rahel (V. 19), ein Bild vom Dahinscheiden Israels, doch Benjamin betritt da den Schauplatz - der Sohn der Rechten des Vaters - ein Bild von Christo, durch den Gottes Macht das Reich errichten wird, nachdem Israel gänzlich versagt hatte.

Als nun Jakob Bethel erreicht hatte, brach er im Lichte des Hauses Gottes auf. Er beginnt eine neue Laufbahn und bewegt sich in der dem Hause Gottes eigenen Würde. Wir sehen im 1. Timotheusbriefe, dass sich die Heiligen in der Würde des Hauses Gottes zu bewegen haben: Die Männer sollten durch Gebet gekennzeichnet sein, und die Weiber durch bescheidenes Äußeres. Ein Mann des Gebets ist vor Gott ein Mann, der in wahrer Würde steht. Nichts verleiht einem Manne eine solche Würde wie das Gebet.

Stellen wir uns vor, dass ein Geschöpf eine solche Stellung inne hat, dass es frei zu Gott reden kann, sogar beim Danksagen für Speise! „Jedes Geschöpf Gottes ist gut, und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und freies Sich-an-ihn-wenden“ (1. Tim. 4, 4 u. 5). Wie wunderbar, dass wir hier in der Würde stehen, uns frei zu Gott wenden zu können. Er hat zu mir in Seiner Gnade und Liebe geredet und mich auf so vertrauten Fuß mit Ihm Selbst gestellt, dass ich mich frei an Ihn wenden kann!

Ich fasse das als die wahre Würde des Mannes auf. Es würde eine hohe Würde bedeuten, wenn wir uns jederzeit frei an einen König wenden könnten, wie viel mehr an Gott! Es ist dies die Würde des Priesters, eine heilige Würde. Sie gehört einem im Schmucke der Heiligkeit.

Jakob sprach zu seinem ganzen Hause, dass sie die fremden Götter hinwegtun, sich reinigen und ihre Kleider wechseln sollten (V. 2). Sie hatten im Schmucke der Heiligkeit dazustehen, nichts anderes geziemte dem Hause Gottes.

Reinheit und Heiligkeit sind dem Hause Gottes eigen. Jakob sagt jetzt nicht: „Wie furchtbar ist dieser Ort!“ (Kap. 28, 17). Er hat hier ein Trankopfer, das von Freude redet. Er richtete sein Denkmal auf und befand sich im Einklang mit seinem Tun (Kap. 35, 14). In Kapitel 28 hatte er etwas von der Wesensart Gottes kennengelernt, aber er stand nicht im Einklange damit, hatte daher auch kein Trankopfer. Er war nicht glücklich und so konnte Gott in Wahrheit auch kein Wohlgefallen haben.

Versöhnung bedeutet, dass nichts das Wohlgefallen Gottes stört. Wenn ich mich wirklich im Segen der Versöhnung befinde, so würde nichts als Christus in mir gesehen werden. Das ist das rechte Kleid, das im Hause Gottes zu tragen ist. Wenn die Heiligen dem 1. Timotheusbriefe gemäß wandelten, so würde nur Christus in ihnen gesehen werden. Dann würde Gott Wohlgefallen haben, und es würde auch ein Denkmal da sein.

Die Versammlung des lebendigen Gottes ist das Denkmal oder der Pfeiler des Zeugnisses in dieser Welt über das wahre Wesen Gottes (1. Tim. 3, 15; das Wort für „Pfeiler“ in dieser Schriftstelle und das für „Denkmal“ oder Denksäule in Kap. 35, 14 ist im Englischen das gleiche).

Bedenken wir, was es heißt, wenn die Heiligen frei von jedem Einfluss des Götzendienstes geworden sind und alles, was ihrer Eitelkeit und ihrem Stolze dient, hinweggetan haben, und in neuen Kleidern, d.h. in der sittlichen Wesensart Christi, dastehen! Welch ein Zeugnis würde das sein! Dieser Gedanke liegt Bethel zugrunde. Dann ist etwas für Gott da, ein Trankopfer, das Zeugnis davon, dass Jakob glücklich war, dort zu sein.

 

In Jakobs Geschichte gibt es viel Demütigendes, aber wie viel auch von der Treue und unvergleichlichen Gnade auf Gottes Seite! Gott beschützt und geleitet ihn, und bringt ihn am Ende zu Seinem Hause, und zwar so, dass er Ihm Selbst entspricht.

 

In Kap. 32, 29 ward keine Offenbarung des Namens Gottes gegeben, wohl aber in Kapitel 35, 1 ! Und das zeigt, dass die Offenbarung des Namens Gottes nur da gegeben werden kann, wo ein sittlicher Zustand vorhanden ist, der jenem Namen entspricht.

Jakob mit seinen Beziehungen zum Götzendienste konnte der Name Gottes nicht anvertraut werden. Zu Pniel empfing Jakob wohl einen neuen Namen, aber Gott tat ihm den Seinigen nicht kund. Nachmals, in Bethel, offenbarte Gott Seinen Namen und sprach zu ihm: „Ich bin Gott, der Allmächtige“ (V. 11).