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MALEACHI 3.16

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Das Buch des Propheten Jona

Das Buch des Propheten Jona
Ich möchte hier die Betrachtung vom Buch Jona durch Henri Rossier vorstellen.
Die Betrachtung ist in 7 Kapitel eingeteilt:

  1. Der Zeuge
  2. Der Prophet
  3. Die Nationen
  4. Das Volk Israel
  5. Die Übriggebliebenen
  6. Christus
  7. Gott

Merkmal des Buches Jona ist, dass Jona selbst die eigentliche Prophetie ist. Einige Abrisse:

  • Der Zeuge, der sich von Gott en
...

2. Mose

2. Mose 1

Ein Überblick über das 2. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

Kapitel 1

 

Im zweiten Buch Mose liegen gänzlich veränderte Verhältnisse vor. „Da stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte“ (V. 8), und so wurde Ägypten dem Volke Gottes, anstatt der Platz zu sein, wo es unter der Verwaltung der Güte dessen bewahrt und ernährt wurde, der der „Fürst der Kraft des Lebens der Welt“ ist (1. Mose 41, 45), das „Haus der Knechtschaft“ (Kap. 13, 3; 14; 20, 2). Es wurde die Stätte, wo jeder Einfluss dahin ausgeübt wurde, es zu quälen und unter eine harte Knechtschaft zu bringen, damit es sich nicht mehrte. Wir sehen also hier die Welt im Bilde als den Schauplatz der Macht Satans, des Widersaches Gottes und Seines Volkes.

Das Buch gibt uns zunächst „die Namen der Söhne Israels“ - dieser Titel lässt ihre Würde in Beziehung zum „Fürsten Gottes“ erkennen. Er erinnert uns an die Stellung der Würde und Freiheit, zu der Gott Seine Heiligen berufen hat. Er sandte „seinen Sohn, geboren von einem Weibe, geboren unter Gesetz, auf dass er die vom Gesetz loskaufte, auf dass wir die Sohnschaft empfingen“. Und dann heißt es weiter: „Weil ihr aber Söhne seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater! Also bist du nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott“ (Gal. 4, 4 - 7).

Wenn das die Stellung und Verwandtschaftsbeziehung ist, zu der Gott Seine Heiligen in dieser Verwandtschaft eigenen Freude und Freiheit berufen hat, so können wir verstehen, wie der Gott und Fürst dieser Welt alle ihm zu Gebote stehende Macht anwendet, sie unter Knechtschaft zu bringen und darin zu erhalten.

Dem Fürsten dieser Welt war es in allen Zeitaltern klar, dass das Vorhandensein und das Wohlergehen eines göttlichen Samens den sicheren Bestand seines Reiches in jeder Hinsicht gefährdete. In den ersten Tagen der Kirche können wir sehen, wie Götzendienst, Philosophie, Selbstsucht, Selbstgerechtigkeit und Selbstwillfährigkeit, alle vor der Macht dessen, was von Gott war, fielen, als Seine Heiligen in geistlicher Hinsicht Fortschritte machten. Deshalb ist es von jeher Satans Ziel gewesen, wenn irgend möglich das Wohlergehen und die Vermehrung des göttlichen Samens zu verhindern und das Volk Gottes unter die Knechtschaft von alledem zu bringen, was die Welt ausmacht, damit sie so zum Aufbau dessen beitragen, was unter seiner Oberhoheit steht.

Verfolgung ist eines der Mittel, das er hierzu angewandt hat, aber eine viel heimtückischere und tödlichere Wirkung hatte die Einführung gesetzlicher Grundsätze, wie sie in Apostelgeschichte 15 und unter den Versammlungen in Galatien aufkamen. Gottes Volk sollte zu Gottes Wohlgefallen sein und Ihm in der Erkenntnis Seiner Gnade und Liebe von Herzen und mit Freuden dienen. Doch Satan sucht den göttlichen Samen in jeder Hinsicht in der Knechtschaft der Sünde oder der Grundsätze der Welt zu halten, sei es auf eine gesetzliche oder religiöse Art. Und er sucht den Reichtum und die Herrlichkeit seines Weltaufbaus durch die Lasten zu vermehren, die er dem Volke Gottes auferlegt, so dass es, anstatt mit einem geistlichen Dienste beschäftigt zu sein, der Gott wohlgefällt, „dem Pharao Vorratsstädte“ bauen musste (V. 11).

Die Welt ist durch prächtige Bauwerke und ehrfurchtheischende religiöse Veranstaltungen geschmückt und bereichert worden, aber die darin Tätigen wurden in völliger Knechtschaft der Seele gehalten. Die Menschen mussten sich der unmöglichen Aufgabe unterziehen, das Fleisch zu bessern und es Gott annehmbar zu machen. Sie wurden genötigt, sich unter unsäglichen Schmerzen damit zu befassen, ihre eigene Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten und daran zu arbeiten, durch eigene Werke, Gebete, auferlegte Strafen, Selbstabtötungen usw. Frieden mit Gott zu erlangen. Satan quälte den Menschen mit dieser harten und nutzlosen Arbeit ab, damit sich ihre Lebenskraft in dem erschöpfte, was Gott kein Wohlgefallen bereitete, und was nur dem Menschen im Fleische und der Welt, wie sie jetzt ist, zur Verschönerung dienen konnte.

In diesem Buche werden wir sehen, dass es Gottes Absicht ist, Sein Volk von jeder Art von Knechtschaft zu befreien und es ganz außerhalb des Baues dieser Welt zu bringen, damit es Ihm in Verbindung mit einem völlig geistlichen Bau diene, von dem die Hütte ein Bild ist.

Der Zweck all der Lasten, Trübsale, der schweren Arbeit und Härte, die der Pharao gegen die Kinder Israel anwandte, war, ihre Vermehrung zu hindern, und der besondere Gegenstand seiner Feindschaft waren die männlichen Kinder: „wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn“ (V. 16).

Gottes Gedanke ist, dass ein Same für Ihn dasein soll. Satan aber ist in jeder Hinsicht dagegen, er ist gegen alles, was zum Wohlgefallen Gottes hienieden entstehen könnte.

Wir sehen das im Tun des Herodes in Matthäus 2 und auch in dem Drachen in Offenbarung 12. Gottes Ziel ist, Christum einzuführen und Ihm einen Platz in dem Glauben und den Zuneigungen Seines Volkes zu geben, und dem widersetzt sich der Feind mit allem, was in seiner Macht steht.

Doch wer Gott fürchtet, trachtet danach, eine Zunahme in geistlicher Hinsicht zu fördern. Solche lassen es sich angelegen sein, dass Christus einen Platz hat, und dass das, was in den Seelen Seines Volkes von Gott ist, gemehrt und gestärkt werde. Das taten dem Bilde nach die Hebammen, und Gott tat ihnen Gutes und machte ihnen Häuser (V. 20 u. 21). Gott wird diesen Geist und dieses Verlangen segnen und eine Zunahme bewirken, und solchen einen dauernden Platz in Seinem Israel sichern.

Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass Gottes Macht und Gunst Sein Volk sogar unter solchen Trübsalen mehrte, und die zwei Frauen, die Seinen Gedanken entsprachen, wurden, obschon sie in sich selbst ein Zeugnis der Schwachheit waren, von Gott bewahrt und geehrt angesichts der ganzen Macht des Königs. Wir wissen, wie Paulus um der Galater willen in Geburtswehen war, damit Christus in ihnen gestaltet werde (Gal. 4, 19), und welchen Kampf er um die Kolosser und andere hatte, die er nicht von Angesicht gesehen, damit sie nicht hinweg geführt würden „durch die Philosophie und durch eitlen Betrug nach der Lehre der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo“ (Kol. 2, 1 - 8). Sein Ziel war das eine, nämlich dass das männliche Kind (Christus) käme, und dass Ihm sein Platz nicht streitig gemacht werde, denn kein anderer konnte zu Gottes Wohlgefallen sein.

Verstehen wir das alle? Verstehen wir, dass der einzige Gott annehmbare Mensch Christus ist, und dass nur dann, wenn Christus einen Platz hat, überhaupt etwas zum Wohlgefallen Gottes da ist? Die ganze göttliche Gnade und Wirksamkeit hat das Ziel, Christum einzuführen und Ihm einen immer umfangreicheren Platz zu geben.

Wenn unser Herz auch nur in geringem Maße darauf gerichtet ist, so sind wir Gottes Mitarbeiter, und Er wird für unser Wohlergehen sorgen.