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MALEACHI 3.16

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2. Petrus mit Synopsis von Darby  Sprecher Martin W.

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2. Mose

2. Mose 4

Ein Überblick über das 2. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 4

 

Die Zeichen, die Gott gab, um den Unglauben auf Seiten des Volkes zu vertreiben, zeugten von Seinem Eingreifen hinsichtlich des Zustandes, in dem sich das Volk befand. Die Knechtschaft, in der sie gehalten wurden, machte es notwendig, dass Gott Seine Macht in Gnade zu ihrer Befreiung ausübte. Und ihr sittlicher Zustand erforderte die Reinigung ihrer Zuneigungen. Von diesem beiden reden der Stab und die in den Busen gesteckte Hand.

In 1. Mose 1 war dem Menschen die Herrschaft übergeben worden. Aber in 1. Mose 3 warf er sie gleichsam auf den Boden, und sie wurde eine Schlange - die Macht in dieser Welt wurde satanisch, sie wurde ihrem Wesen nach böse. Doch darin, dass Mose die Schlange beim Schwanze fasste, sehen wir ein Bild davon, dass Christus alle Folgen der Sünde des Menschen und der Macht Satans auf Sich nahm. Er wurde zur Sünde gemacht und ging in den Tod, auf dass Er den zunichte machte, der die Macht des Todes hatte, und die der Knechtschaft Unterworfenen befreite (Heb. 2, 14 u. 15).

In der Person Christi ist nun die Macht vom Menschen wieder erlangt worden und wird nun, um ihn von jeder Macht des Bösen zu befreien, ausgeübt. Christus ist lebendig in die Zeitalter der Zeitalter und hat die Schlüssel des Todes und des Hades (Offb. 1, 18). Er ist zur Rechten der Macht, durch Gottes „Rechte zum Führer und Heiland erhöht“ (Apg. 5, 31). Die Macht zur Befreiung des Menschen ist in den Händen eines Menschen. Alle können sie sich zunutze machen, es braucht heute keiner mehr in Knechtschaft zu bleiben.

Der Gott, der Sich in Seiner Verheißung und Seinem Bunde Abraham, Isaak und Jakob verpflichtete, hat Sich zur Erfüllung jeder Verheißung und zur völligen Befreiung des Menschen alle Macht in der Hand Christi gesichert.

Wir brauchen den Stab Moses bis zum Ende der Wüstenreise, nämlich die Oberhoheit Christi als Herrn und die Macht des Reiches in Seiner Hand, um uns gegen jede Macht des Bösen zu verteidigen.

Der vor der Schlange fliehende Mose zeigt uns, dass der Mensch als solcher der Macht des Bösen nicht gegenüber treten kann. Nur Christus konnte das. Im Evangelium nach Markus sehen wir Ihn als den vollkommenen Diener, der imstande war, der ganzen Macht Satans entgegen zu treten und sie zu überwinden. Und die Folge Seines Dienstes ist, dass die Glaubenden imstande sind, Schlangen aufzunehmen (Mark. 16, 18). Der Geist ist hernieder gekommen, all die Macht Dessen, der zur Rechten Gottes sitzt, zugänglich zu machen. Menschen im Geiste können diese Macht gebrauchen.

Doch es gab noch eine andere Frage, die betreffs des sittlichen Zustandes des Menschen. Seine Neigungen waren verderbt, sein Busen war der Sitz des Aussatzes: „von innen, aus dem Herzen des Menschen, gehen hervor die schlechten Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Habsucht, Bosheit, List, Ausschweifung, böses Auge, Beleidigung, Hochmut, Torheit; alle diese bösen Dinge gehen von innen heraus und verunreinigen den Menschen“ (Mark. 7, 21 - 23).

Der Aussatz, der der aus dem Busen gezogenen Hand Moses anhaftete, redet davon, dass die Neigungen des menschlichen Herzens verderbt sind, und dass er, was diese Neigungen anlangt, von Flecken befreit und in sittlicher Hinsicht geläutert werden muss, ehe er Gott dienen oder Ihm wohlgefällig sein kann. Die herrschenden Einflüsse im Herzen des Menschen stehen in Verbindung damit, seinen Neigungen zu willfahren, mit Bosheit, Unreinheit jeder Art, wie es der Herr ausgesprochen hat. Alles das ist in sittlicher Hinsicht Aussatz.

Gott ist hernieder gekommen, die Menschen im Blick darauf von der Knechtschaft zu befreien, dass Er den freiwilligen und glücklichen Dienst von Söhnen habe, d.h. von solchen, die Seiner Liebe entsprechen. Das Ziel der Offenbarung Gottes in Gnade ist, den Menschen für Sich Selbst zum Wohlgefallen Seiner Liebe zu haben. Wenn der Mensch durch Glauben in das Licht dieser Offenbarung kommt, so werden seine Zuneigungen in sittlicher Hinsicht geläutert. „Gott, der Herzenskenner, gab ihnen (den Nationen) Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab, gleichwie auch uns; und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, indem er durch den Glauben ihre Herzen reinigte“ (Apg. 15, 8 u. 9).

Gott in vergebender Gnade zu erkennen, reinigt die Zuneigungen, so dass Gott den Glaubenden den Heiligen Geist geben kann. Das wirklich zu kennen, was in Gottes Herzen ist, reinigt des Menschen Herz, so dass er, anstatt darauf auszugehen, seiner Befriedigung halber seinen Neigungen zu willfahren, nach dem in Gnade geoffenbarten Gott verlangt.

Gott kennt jedes Herz, das also zu Ihm aufblickt. Er ist „der Herzenskenner“. Ein gereinigtes Gewissen und ein geläutertes Herz gehen Hand in Hand.

Als Kornelius und seine Freunde glaubten, was Petrus sagte, drang das gesegnete Licht der Gnade Gottes in ihre Seelen und läuterte ihre Zuneigungen, und Gott konnte die Echtheit dessen durch die Gabe des Heiligen Geistes bezeugen. Es war ein Herzenszustand vorhanden, mit dem Gott Seinen Geist verbinden konnte. Gott hat Freude daran, von der Läuterung der Zuneigungen, die Er durch den Glauben zustande gebracht hat, Zeugnis abzulegen.

Die Liebe Gottes ist im Blick auf eine Läuterung unserer Zuneigungen in völliger und gesegneter Weise zum Ausdruck gelangt. Gott wollte Lauterkeit des Herzens auf unserer Seite zustande bringen. Die Reinen im Herzen sind es, die Gott schauen werden (Mat. 5, 7). Und wir werden ermahnt, nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden zu streben, „mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen“ (2. Tim. 2, 22). Lydias Herz tat der Herr auf, und ihre Zuneigungen wurden geläutert, so dass sie sich hinfort mit dem Dienste und dem Zeugnis des Herrn einsmachte.

Wenn wir das, was dieses Buches lehrt, weiter verfolgen, so werden wir finden, dass Gott in Kap. 20, 6 von den Tausenden derer redet, die Ihn lieben, und das Hebopfer für die Hütte sollte „von einem jeden, dessen Herz ihn drängt“, genommen werden (Kap. 25, 2). Gott tat Sich Selbst kund, damit Ihm ein freies Volk mit gereinigten Herzen diene, in denen Seine heilige Liebe einen völligen und freudigen Widerhall findet. Dass Gott Sich in Gnade offenbart, um dieses zustande zu bringen, sollte jedes Herz berühren.

„Und es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, so werden sie der Stimme des anderen Zeichens glauben“ (V. 8).

Das dritte Zeichen, die Verwandlung des Wassers aus dem Flusse in Blut, deutete auf das Gericht, das sie treffen würde, falls sie den beiden vorhergehenden Zeichen nicht glaubten. Es wird uns nicht gesagt, dass das dritte Zeichen dem Volke gegeben ward, damit es glaube. „Gott redet einmal und zweimal“ (Hiob 33, 14).

Wenn Gott zweimal geredet hat, so ist nichts mehr zu sagen. Die zwei Zeichen reden von der Stellung und Macht, die Christus zur Rechten Gottes hat, und von dem Geiste, der gereinigten Herzen hienieden als Gottes Zeugnis gegeben ist.

Das dritte Zeichen ist ein solches des Gerichts. Der Apostel konnte es in Apg. 13, 40 und 41 nicht unterlassen, eine Warnung auszusprechen, indem er sagte: „Sehet nun zu, dass nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist: Sehet, ihr Verächter, und verwundert euch und verschwindet...“ Eine Warnung, dem kommenden Zorn zu entfliehen, ist in Wahrheit die Stimme des Erbarmens. Der Zorn Gottes ist vom Himmel her am Kreuze geoffenbart worden, und dieses kann nicht gepredigt werden, ohne kundzutun, dass der Zorn gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen geoffenbart wird, „die die Wahrheit in Ungerechtigkeit besitzen“ (Röm. 1, 18).

Eine Verwaltung unumschränkter Gnade ist gekommen, doch wenn wir sie von uns weisen, so ist das Gericht unvermeidlich. Je heller das Licht, desto dunkler der Schatten, den es wirft. Und das helle Licht der göttlichen Gnade wirft einen tiefen und schrecklichen Schatten, wenn es nur auf ein ungläubiges Herz scheint. Gott wendet Sich in besorgter Gnade an die Menschen. Paulus will nicht gerade sagen, dass Gott uns bittet, aber er kommt dem so nahe als möglich und schreibt: „als ob Gott durch uns bittet“ (2. Kor. 5, 20).

Gott redet zu dem Menschen von einer Macht, die dahin wirkt, ihn von der ganzen Macht des Bösen zu befreien, und davon, dass Er für die Läuterung der Zuneigungen des Menschen Fürsorge getroffen hat. Das will soviel sagen wie: Ich habe ein derartiges Wohlgefallen an euch, dass ich bereit bin, euch zu befreien und zu läutern, damit eure Herzen mir gehören. - Wenn eine solche Aufforderung den Menschen nicht rührt, so wird es überhaupt nichts vermögen, und das Gericht ist unabwendbar.

Im nächsten Abschnitt wird die Schwachheit in Mose offenbar. Er sträubt sich, zu gehen, und darin konnte er kein Bild von Christo sein. Doch ich denke, dieser Teil ist insofern wichtig, als ein anderer sein Mund wird. Christus ist der große Redner, aber Er redet durch andere. Paulus konnte sagen: „Weil ihr einen Beweis suchet, dass Christus in mir redet“ (2. Kor. 13, 3).

Mose selbst war bereit, die Stellung, zu der Gott ihn berief, aus Unglauben aufzugeben, und das tun wir nie, ohne zu verlieren. Schwachheit läuft oft auf Rücksichtnahme auf sich selbst hinaus. Der Glaube aber nimmt Rücksicht auf Gott.

Noch später im Kapitel sehen wir, dass Mose bei der Beschneidung nicht den ihr gebührenden Platz in seinem Hause gegeben hatte. Seine Nachlässigkeit hierin war eine sehr ernste Sache in den Augen des Herrn: „Jehova... suchte ihn zu töten“ (V. 24). Wenn der Dienst Gottes angetreten werden soll, muss das Fleisch in unserem Wandel hinweggetan werden.

Alle Schwachheit steht mehr oder weniger mit dem in Verbindung, was wir dem Fleische nach sind. Doch die Beschneidung bedeutet, dass wir das Fleisch beiseite setzen und der Macht des Geistes Raum geben, und dies erfordern der Dienst und das Zeugnis.