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MALEACHI 3.16

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Ein Überblick über das 1. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 6

Kapitel 6 soll uns zeigen, dass, bevor die Ruhe eingeführt werden kann, all das Böse, das im Herzen des Menschen und in der Welt des Menschen ist, unter Gericht kommen muss. Der ganze Sch

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2. Mose

2. Mose 5 + 6

Ein Überblick über das 2. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit:
Charles Andrew Coates

 

Kapitel 5 und 6

 

„Und du sollst zu dem Pharao sagen: So spricht Jehova: Mein Sohn, mein erstgeborener, ist Israel; und ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, dass er mir diene! Und weigerst du du dich, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich deinen Sohn, deinen erstgeborenen, töten“ (Kap. 4, 22 u. 23).

Die Knechtschaft Israels in Ägypten verhinderte sie, ihren eigentlichen Dienst Gott gegenüber auszuüben. Zu dem Volke redete Er unter anderem von dem guten und geräumigen Lande, in das Er sie bringen werde (Kap. 3, 8). Zu ihnen konnte Er von alledem reden, was Sein Herz für sie bereit hatte. Aber vor dem Pharao beanspruchte Er sie für Seinen Dienst in der Wüste.

Alles in Ägypten, seien es seine Fleischtöpfe oder sein Götzendienst oder die harten Lastarbeiten, hielt das Volk von diesem heiligen Dienste ab. Der Fürst dieser Welt wird sein Äußerstes tun, uns davon zurück zu halten. Der Rechtsstreit war, ob die Ordnung dieser Welt Anspruch auf den Dienst des Volkes Gottes hatte, oder ob dieser Gott allein gebühre.

Diese Frage ist von hoher Bedeutung für unseren Wandel. Und wir alle sollten ernstlich erwägen, ob wir wirklich frei für den Dienst Gottes sind, oder irgendwie in Knechtschaft von dem, was die Welt ausmacht.

Die Welt erhebt auf alles zu ihrem Vorteil Anspruch. Alles muss zu ihrem Dienste und ihrer Bereicherung verwandt werden. Satans Ziel ist, die Arbeit des Volkes Gottes mit seiner Welt zu verbinden, und sie dadurch davon abzuhalten, Gott in Verbindung mit einer ganz und gar anderen und geistlichen Ordnung zu dienen, von der die Hütte ein Bild ist.

Wie viele arbeiten daran, die Welt zu verbessern, den Menschen umzugestalten, die Massen auf eine höhere Bildungsstufe zu bringen! Aber je aufopfernder man sich dieser Arbeit hingibt, desto herzzerreißender ist dieses fruchtlose Bemühen. Das Ziegelmachen der Kinder Israel in Ägypten ist ein Bild von all der Arbeit, die darauf gerichtet ist, die gegenwärtige Weltordnung aufzubauen und zu bereichern. Von einem geistlichen Standpunkte aus betrachtet ist das ein fruchtloses Bemühen, denn dabei handelt es sich um die Bereicherung und den Aufbau einer Ordnung, die unter dem Gericht Gottes steht. Und darin genießen wir keine geistliche Freiheit oder Freude, sondern wir sind in Knechtschaft.

Die ersten Schritte zur Befreiung vermehrten nur die Knechtschaft des Volkes. Sie erhielten kein Stroh mehr. Es gibt ein gut Teil Arbeit dieser Art: Selbstverbesserung und Weltverbesserung bringen eine Arbeit mit sich, der der geeignete Werkstoff fehlt. So etwas kann nur mit Enttäuschung enden.

Doch Gott will Sein Volk von allem Derartigen befreien, damit sie Ihm in vollkommener Freiheit dienen und als solche, denen Er geistlichen Reichtum geschenkt hat. Die Erkenntnis Gottes in Gnade ist die Quelle von allem. Abraham, Isaak und Jakob hatten Gott als den Allmächtigen kennen gelernt. Er hatte ihnen Verheißungen gegeben, und sie kannten Ihn als den Gott der Auferstehungskraft, der alles, was Er verheißen hatte, durchzuführen vermochte.

Den Namen Jehova finden wir im ganzen ersten Buch Mose, doch, was er in sich schloss, war noch unbekannt. Seine Bedeutung kam nicht eher ans Licht, als bis Gott in Gnade eingriff, um Sein Volk von der Knechtschaft zu befreien, damit Er sie für Sich Selbst habe.

Der Name Jehova begriff in sich, was Gott als ein Erlöser- und Heiland-Gott war, Sein Mitgefühl mit Seinem Volke in ihrem Elend, und Sein Wohlgefallen an ihnen, das sie für Sich Selbst haben wollte. In dem Allmächtigen kannten sie Seine Kraft und Fähigkeit, das, was Er verheißen hatte, durchzuführen. Doch als Jehova wollte Er das kundtun, was in Seinem Herzen war, nämlich Seine Teilnahme und Sein Wohlgefallen an Seinem Volke, und Sein erfolgreiches Eingreifen ihrethalber, damit Er Selbst, wenn man sagen darf, von ihnen gekannt werde.

Er wollte, dass sie Seine innige Anteilnahme an ihnen erfassten. Sein Vorsatz war, dass infolge davon ein Band zwischen Ihm und Seinem Volke bestehe, das sich darauf gründete, dass sie die Befreiung von der Knechtschaft erfahren hatten und sich ihrer erfreuten, sowie darauf, dass sie Ihn als ihren Befreier und Erlöser kannten, ja als Den, der sie in vollkommener Gnade für Sich Selbst beanspruchte. Er gab ihnen zu verstehen, dass Er sie als Sein Volk hegen und pflegen wollte, und dass sie Ihn, ihren Gott, lieben und ehren und Ihm dienen sollten - alles  das ist aufs Innigste mit dem Namen Jehova verknüpft.

Dieser Name redet von der Besorgtheit und dem tätigen Eingreifen einer Gnade, die alles in der Befreiung durchführte und die Quelle von allem in der Segnung war.

Wir kennen Gott als den Vater, d.h. unter dem Namen völliger und vollkommener Gnade, der nur in Verbindung mit der Gegenwart des Sohnes des Menschen auf Erden geoffenbart werden konnte. Die Fülle der Gnade und Wahrheit ist jetzt ans Licht gekommen. Dem kann nichts weiter hinzugefügt werden. Es ist völlig zum Ausdruck gekommen: Wer könnte nach dem Sohne reden?

Gott hatte Seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob errichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben (Kap. 6, 4). Und dann redete Er in Vers 5 und 6 von Seinem Mitgefühl mit der Lage und dem Wehklagen der Kinder Israel in Ägypten, und schließlich sagte Er: „Und ich will euch annehmen mir zum Volke und will euer Gott sein“ (V. 7).

Sie waren in einem Lande, das nicht den Gedanken Gottes über sie entsprach, und sie waren obendrein in Knechtschaft und dienten dem Ausbau einer Weltordnung, die unter Gericht stand. Doch Er beanspruchte sie für Sich Selbst und wollte Sein Recht auf sie durchaus in Gnade geltend machen. Er wollte sie in der Wüste zur Wohnung Seiner Heiligkeit bringen, damit sie Ihm in Freiheit „auf diesem Berge“ dienten, und Er Seine Wohnung in ihrer Mitte aufschlage. Und Er wollte sie auch auf den Berg Seines Erbteils im Lande bringen - die Erlösung hat beides im Auge.

In Kapitel 6, 13 gab Jehova den Befehl, die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten zu führen. Auf den Befehl Gottes hin empfingen Mose und Aaron die Stellung der Oberhoheit. Jehova hielt Seine eigene Treue und Oberhoheit aufrecht. Es ist, als ob Er sagen wollte: Wenn das Volk nicht hört und der Pharao nicht hören will, ich will treu sein, ich will mich Selbst nicht verleugnen.

Alles sollte nun von Jehovas Treue abhängen und von Mose und Aaron, denen Er Seine Befehle gab. Sie sind Bilder von Christo als Herrn und als Priester.

Der Stammbaum im letzten Teil des Kapitels dient dazu, Mose und Aaron einzuführen, und geht deshalb auch nicht weiter als bis zu Levi. In ihnen wird alles gesichert, d.h. Christo als Mittler und Priester. Die Herrlichkeit des Herrn ist, dass Er der Mittler ist - Er bringt den Menschen alles, was Gott in Gnade und Segnung ist. Und als Priester steht er auf unserer Seite, um Gott in dem allen einen Widerhall in dem Herzen und Dienste Seines Volkes zu sichern. Christus kann alles das derartig auf unsere Herzen anwenden, dass Gott sicher ist, dass wir Seinen Gedanken entsprechen.

Weiter haben wir den wichtigen Gedanken, dass ein priesterliches Gericht heilige Zustände unter dem Volke aufrecht erhält. Pinehas übte Gericht an den Schuldigen in 4. Mose 25, und er empfing den Bund eines ewigen Priestertums, weil er im Einklange mit dem Eifer Jehovas geeifert hatte. Aaron selbst wahrte nicht immer einen heiligen Zustand. Doch seine persönlichen Fehltritte kommen für das, was er als ein Bild von Christo ist, nicht in Frage.