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MALEACHI 3.16

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Das fehlende, eherne Waschbecken  

  

In 4.  Mose 4 fehlt bei der Aufzählung der Gegenstände der Stiftshütte das eherne Waschbecken: è Es spricht nicht von Christus!

 

1) Die Lade mit dem Deckel = Christus in seiner Doppel- Herrlichkeit. Gold und Akazienholz droben gekrönt und Gnadenstuhl für uns.

2) Der Tisch Christus in der Herrlichkeit unsere der Himmlischen S

...

2. Mose

2. Mose 7 - 1 0

Ein Überblick über das 2. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit:
Charles Andrew Coates

Kapitel 7 - 10

 

In Kapitel 9, 14 lässt Jehova dem Pharao sagen: „dieses Mal will ich alle meine Plagen in dein Herz senden, und über deine Knechte und über dein Volk, auf dass du wissest, dass niemand ist wie ich auf der ganzen Erde“.  Doch zu Mose hatte Er in Kap. 7, 3 geredet: „ich will ... meine Zeichen und Wunder mehren im Lande Ägypten“.

Mit Bezug auf Ägypten waren Gottes Taten Plagen, aber mit Bezug auf das Volk Gottes Zeichen. Wir können daraus schließen, dass sie eine sittliche Bedeutung haben. Durch diese „großen Gerichte“ wollte Gott Sein Volk aus Ägypten führen (Kap. 6, 6; 7, 4), und sie geben uns der Reihe nach eine sittliche Belehrung über die Wege Gottes zur Befreiung Seines Volkes von der Welt.

Es scheint mir, dass während die Plagen einerseits göttliche Gerichte waren, sie auch andererseits „Zeichen“ von tiefer Bedeutung sein sollten, deren Sinn zu erfassen das Volk Gottes lernen sollte. Was diese Zeichen lehren, ist besonders für uns bestimmt. Es soll uns ein sittliches Urteil über das verschaffen, was wir in der Welt vorfinden, damit wir, dessen wahres Wesen vor Gott erkennend, davon loskommen.

Der Gläubige hat an alles das im Selbstgericht heranzutreten, weil er alles, was die Welt ausmacht, seinem Wesen nach und als im Fleische befindlich in seinem eigenen Herzen findet.

Den Plagen voraus ging ein Wunder, das ein Zeugnis von der Gegenwart und Wirksamkeit göttlicher Macht war: Aarons Stab ward eine Schlange. Die Einführung der Schlange deutet auf die Tätigkeit göttlicher Macht in einer Form hin, die sich auf Böses bezieht.

Wir sind mit der ehernen Schlange, einem Bilde von Christo, vertraut, das davon redet, wie Er als Opfer den Platz der Sünde einnahm (2. Kor. 5, 21). und so scheint auch Aarons Stab, der zur Schlange wurde, davon zu reden, dass sich Gottes Macht mit Bezug auf die Macht des Bösen solchergestalt offenbaren wollte, dass sie der Welt ein Zeugnis von der Macht Gottes in Gnade war.

Auf diese Schriftstelle wird ausdrücklich in 2. Timotheus 3, 8 und 9 hingewiesen: „Gleicherweise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit; Menschen, verderbt in der Gesinnung, unbewährt hinsichtlich des Glaubens. Sie werden aber nicht weiter fortschreiten; denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie auch der von jenen es wurde“.

Gott gab ein Zeugnis über Sich und Seine Macht in befreiender Gnade. Die Gegenwart der Heiligen auf Erden - gekennzeichnet durch Leben in Christo Jesu (2. Tim. 1, 1), Glauben und Liebe, die in Christo Jesu sind (2, 1), die Errettung, die in Christo Jesu ist (2, 10), und gottseliges Leben in Christo Jesu (3, 12) - ist ein beständiges Wunder und ein andauerndes Zeugnis von der Tatsache, dass Gott in Gnade eingegriffen hat, die Menschen von all der Macht des Bösen hienieden zu befreien. Wenn die Heiligen in der Kraft und der lebendigen Frische dessen wandeln, was in Christo Jesu ist, so hat Gott den unstreitigen Beweis gegeben, dass Er zu ihrer Befreiung von allem Bösen hienieden gewirkt hat.

Es gibt heute auf Erden solche, die unter Christum als Haupt gekommen sind, die also in Christo Jesu sind. Und Gott gibt der Welt durch den Lebenswandel Seiner Heiligen Zeugnis. Im schlagenden Gegensatz zum bloßen Scheinchristentum konnte Paulus sagen: „Du aber hast genau erkannt meine Lehre, mein Betragen, meinen Vorsatz, meinen Glauben, meine Geduld, meine Liebe, mein Ausharren, meine Verfolgungen, meine Leiden“ (2. Tim. 3, 10 und 11). Das Leben der Heiligen wird ein Zeugnis für die Gnade, in der Gott zur völligen Befreiung der Menschen wirkt.

Wenn ein Zeugnis kommt, so können wir sicher sein, dass es zweierlei hervorruft: Verfolgung und Nachahmung. „Alle aber auch, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, werden verfolgt werden. Böse Menschen aber und Betrüger werden im Bösen fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden“ (2. Tim. 3, 12 u. 13). Doch was von Gott ist, was also in Christo Jesu ist, wird angesichts von Verfolgungen und Leiden aufrecht erhalten werden und wird sich auch jeder Nachahmung überlegen zeigen: Aarons Stab verschlang alle ihre Stäbe.

Die Welt verhöhnt die, die sie aus Spott als „Heilige“ bezeichnet. Doch eben die Tatsache, dass es solche Personen hienieden gibt, ist ein göttliches Zeugnis. Es ist nicht zuviel gesagt, dass wenn alle Heiligen gottselig in Christo lebten und dem Glauben und der Liebe gemäß, die in Ihm ist, stark in der Gnade, die in Christo Jesu ist, so würde ein derartiges Zeugnis von der befreienden Macht Gottes in Gnade vorhanden sein, das von niemand bestritten werden könnte, und es würde jeder Art religiöser Nachahmung überlegen sein.

Der Mensch mag vorgeben, erfolgreich gegen das Böse vorgehen zu können. Er mag das, was von Gott ist, nachahmen und durch seine Nachahmung Seelen täuschen. Aber es gibt keine wirkliche Befreiungskraft für den Menschen außer durch das, was in Christo Jesu ist. Die Torheit jeder Nachahmung wird ebenso völlig offenbar werden, wie es die der Weisen und Zauberer des Pharao wurde, als Aarons Stab alle ihre Stäbe verschlang.

Die Übung und das Bemühen des Paulus ging dahin, dass die Heiligen, die Errettung erlangen, die in Christo Jesu ist, damit sie sich hienieden dem Bösen, welcherlei Gestalt es auch annehmen mochte, sittlich überlegen zeigten. Alsdann würden sie ein wahres Zeugnis der befreienden Macht Gottes in Gnade sein.

Ewige Herrlichkeit hängt mit dieser Errettung zusammen. Die Errettung aber bezieht sich auf den Schauplatz, wo all das Böse ist. Sie würde die Heiligen vor all dem Bösen hienieden sichern, und ewige Herrlichkeit wird dann den Genuss der Gnade an einem Schauplatze ausmachen, wo kein Böses je hingelangen kann.

Die nun folgenden „Zeichen“ scheinen mir auf verschiedene Züge hinzudeuten, die die unter dem Gericht Gottes stehende Welt kennzeichnen. Gott möchte uns über das wahre Wesen der Welt belehren, um uns dadurch anzuregen, die völlige Befreiung davon zu begehren und zu schätzen.

Es ist oft darauf hingewiesen worden, dass die ersten neun Plagen in drei Gruppen von je drei Plagen zerfallen. Die zehnte steht für sich allein da, sie bildet das endgültige und abschließende Gericht.

Das Erste, was wir zu lernen haben, wenn wir die Befreiung von der Welt schätzen wollen, ist, dass alles das, was sie als Quelle des Lebens betrachtet, alle Ströme, Flüsse, Teiche, Wasserbehälter und all diesem dienenden Gefäße, d.h. alle ihre Quellen des Lebens und der Erfrischung, in sittlicher Hinsicht voll vom Tode sind. Sie alle beruhen auf Unabhängigkeit von Gott und darauf, dass der Mensch seinen eigenen Willen in Gesetzlosigkeit tut und sein Vergnügen und seine Herrlichkeit ohne irgendwelche Herzensbeziehung zu Gott sucht.

Die Tatsache, dass Christus hienieden gestorben ist, hat bewiesen, dass in der Welt kein Raum für Gott ist. Das wahre Leben der Welt ist in jeder Beziehung Gesetzlosigkeit, also Sünde, und wo alles Sünde ist, steht alles in sittlicher Hinsicht unter dem Tode. Christus ist der Sünde gestorben, Sein Tod hat alle Bande mit einem solchen Schauplatz gelöst. Er lebt Gott an einem anderen Schauplatz, und die wahren Quellen des Lebens sind dort.

Wenn wir diese erste Unterweisung über die Welt wirklich gelernt haben, so betrachten wir sie als einen Platz, aus dem wir gern befreit werden möchten. Wenn Gott in die Welt käme wie sie ist, so würde ihr ganzer Aufbau zusammenstürzen. Die ganze Art ihres Lebens stützt sich darauf, dass Gott ausgeschlossen ist. Christus hat kein Teil in ihr, Er ist ihr gestorben.

Die Frösche sodann versinnbildlichen böse Einflüsse, von denen die Welt wimmelt, sie sind die Frucht der Unreinheit des menschlichen Herzens. In Offenbarung 16 gehen drei unreine Geister aus dem Munde des Drachen, des Tieres und des falschen Propheten. Das Herz des Menschen - und die Welt ist unter Satans Leitung völlig aus dem aufgebaut worden, was vom Herzen des Menschen ausgeht - bringt nichts als böse und unreine Einflüsse hervor.

Das haben wir in uns selbst erkennen müssen, und die Erfahrung von Römer 7 bestätigt es. Sogar dann, wenn wir das Gute tun wollen, müssen wir wahrnehmen, dass das Böse bei uns vorhanden ist. Das stellt wie durch einen starken Scheinwerfer die wahre Wesensart der Welt bloß und verstärkt das Verlangen nach Befreiung von ihr.

Beim dritten Zeichen wurde der Staub der Erde zu Stechmücken. Wir können nicht an den „Staub der Erde“ denken, ohne an das ernste Gericht, das in 1. Mose 3, 19 über den Menschen verhängt wurde, erinnert zu werden. Es lautete: „Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!“ Doch in diesem Zeichen sehen wir Leben aus dem Tode - ein treffendes Bild der Auferstehungsmacht, so dass sogar die Schriftgelehrten Ägyptens bekennen mussten: „Das ist Gottes Finger!“

Die Geschichte des Menschen wird nicht im Tode enden. Ein sterbender Mann sagte, als ihn seine Freunde ermahnten, sich nicht vor dem Tode zu fürchten: „Vor dem Tode ist mir nicht bange, sondern vor der Auferstehung.“

Die Stunde kommt, wenn alle, die in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und sie werden hervorkommen bei der Auferstehung. Wie ernst ist dieser Gedanke für solche, die in der Welt und von der Welt sind!

Doch es gibt Einen, der durch Gottes Gnade in den Staub des Todes hinabgestiegen ist (Ps. 22, 15), und in der Auferstehung Christi sehen wir, wie die Auferstehungsmacht zur Segnung des Menschen wirksam ist. Die Auferstehung Christi ist die erhabenste Tat der Macht Gottes zugunsten des Menschen. Er ist „unserer Übertretung wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden“. Das ist die Segensseite, die der Glaube als den Grund des Friedens mit Gott kennt und schätzt. Doch für die Welt ist es eine ernste Sache, dass „der Finger Gottes“ in der Auferstehung Christi offenbar geworden ist. Es beweist, dass es einen unmittelbaren Rechtsstreit zwischen Gott und der Welt gibt.

Die Welt hat Christo den Platz des Todes gegeben, Gott aber hat Ihn auferweckt, und der Finger Gottes, der in jener Auferstehungsmacht offenbar wurde, ist ein ernster Beweis des Zustandes der Welt und ihres unausbleiblichen Gerichts. Dadurch, dass Gott Christum aus den Toten auferweckte, hat Er allen den Beweis gegeben, dass „er einen Tag gesetzt, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er bestimmt hat“ (Apg. 17, 31).

Dem Gläubigen sichert der Finger Gottes in Auferstehungsmacht die Rechtfertigung durch den Glauben und Frieden mit Gott. Er sichert ihm Gerechtigkeit in einem auferstandenen Christus, so dass er den Geist als die Kraft der göttlichen Befreiung empfangen kann.

Es ist beachtenswert, dass in Mat. 12, 28 der Herr sagt: „Wenn ich ... durch den Geist Gottes Dämonen austreibe, so ist das Reich Gottes auf euch gekommen“. In der entsprechenden Schriftstelle in Luk. 11, 20 jedoch sagt Er: „Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe“. Die Schrift bietet uns somit die Gewähr, dass der Geist Gottes und der Finger Gottes dasselbe sind. Durch den Geist entsteht überall da Leben, wo in sittlicher Hinsicht alles im Tode war. „Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm. 8, 2).

Wenn also in den ersten beiden Zeichen der sittliche Zustand der Welt und die Unreinigkeit des Menschen als eine Quelle des Bösen bloßgestellt werden, so liegt dem dritten offenbar die Einführung von Leben in sittlicher Hinsicht durch den Geist Gottes zugrunde, damit Sein Volk hienieden in Absonderung von der Welt und in Freiheit von der Macht der Sünde und des Todes erfunden werde, um so einen Wandel in Gerechtigkeit und Liebe führen zu können: „ich werde an selbigem Tage das Land Gosen aussondern, worin mein Volk weilt.. Und ich werde eine Scheidung (wörtlich: Befreiung oder Erlösung) setzen zwischen meinem Volke und deinem Volke“ (Kap. 8, 22 u. 23).

Gott betrachtet sie so, als ob sie im Bilde das gelernt hätten, was in den ersten beiden Zeichen zum Ausdruck kam, als ob sie den Geist des Lebens aufgrund der Gerechtigkeit besäßen und dadurch, von der Welt abgesondert, in der Kraft einer göttlichen Befreiung und unter Gottes Schutz ständen.

Die Bedeutung der ersten drei Zeichen würde demnach in gewissem Sinne der Lehre von Römer 6, 7 und 8 entsprechen. Die Folge ist, dass die Gläubigen ausdrücklich von der Welt unterschieden werden. Gosen ist dem Bilde nach der Aufenthalt derer, die sich der Sünde für tot halten, Gott aber lebend in Christo Jesu, die ihre eigene Schwachheit und das Böse in ihrem Fleische erfahren haben, aber den Geist als Leben und Kraft besitzen.

Die zweite Folge von Zeichen beginnt wie jede der drei Gruppen „am Morgen“, und was diesen Abschnitt kennzeichnet, ist, dass das Land Gosen, wo das Volk Gottes wohnte, frei von den Fliegen, der Viehseuche und den Geschwüren war. Diese Zeichen reden also von Dingen, von denen das Volk Gottes, der ihm eigenen Stellung und seinem Zustande nach, wenn alles recht steht, erlöst und befreit sein würde.

Fliegen sind kleine, aber sehr aufregende Dinge. Der Zustand der Welt kommt in den zahllosen Kleinigkeiten zum Vorschein, in denen Männer und Frauen einander zur Prüfung werden. Bosheit, Trug, Heuchelei, Neid, üble Nachrede (1. Pet. 2, 1) finden sich nahezu überall in der Welt. Paulus sagt: „einst waren auch wir unverständig..., führten ein Leben in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend“ (Tit. 3, 3). Geringfügige Neidereien, Eifersüchteleien und Verleumdungen kennzeichnen die Welt. Sie ist eine wahre Fliegenplage. Das alles zeigt, was der Mensch wirklich ist, und was das Wesen der Welt ausmacht.

„Und ich werde am selbigen Tage das Land Gosen aussondern, worin mein Volk weilt, dass daselbst keine Hundsfliegen seien, auf dass du wissest, dass ich, Jehova, in der Mitte des Landes bin“ (V. 22). Welch ein gesegneter Beweis der Macht Gottes in Gnade unter Seinem Volke, wenn daselbst alle diese Quellen der Aufregung keinen Platz haben!

Wenn die Heiligen im Geiste wandeln und ihren Verkehr untereinander in der Gnade Gottes haben, so sind sie gleichsam in Gosen, und dort gibt es keine Fliegen.

Wir sollten uns die Frage stellen, ob wir erfahrungsgemäß den Kreis erreicht haben, der unter Christo als Herrn steht, wo der Geist die Kraft ist, in unserem Wandel von alledem frei zu sein. Gosen stellt den Kreis auf Erden dar, der im sittlichen Gegensatz zu dem steht, was in der Welt die Oberhand hat. Es ist die Stätte, wo das, was die Fliegen darstellen, abgelegt ist, wo man begierig nach der lauteren Milch des Wortes verlangt, und wo die auserwählten Fremdlinge zur Errettung heranwachsen.

Wenn wir in der Kraft dessen aufrecht erhalten werden, wovon der „Finger Gottes“ redet, so wird es keine Fliegen geben, nichts, was von dem Fleische des einen ausgeht, und wodurch das Fleisch im anderen aufgebracht wird. Die Abwesenheit solcher Zustände ist ein Beweis, dass Gott in befreiender Macht in der Mitte Seines Volkes ist.

Die Plage des Viehs kann uns an die Tatsache erinnern, dass der Mensch all seinen Besitz für sich selbst und nicht für Gott verwendet. Es mag sein, dass wir so daran gewöhnt sind, dass es uns gar nicht als ein besonderes Unrecht auffällt. Aber das ist ein beklagenswerter Zug der Welt, und das wird sie unter Gericht bringen.

Es ist sehr lehrreich, zu sehen, dass alles Vieh der Kinder Israel für Gott bereit gehalten wurde: „So muss auch unser Vieh mit uns ziehen, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um Jehova, unserem Gott, zu dienen; wir wissen ja nicht, womit wir Jehova dienen sollen, bis wir dahin kommen“ (Kap. 10, 26). Infolgedessen kam keine Seuche auf das Vieh der Kinder Israel.

Wenn sich die Heiligen wirklich selbst zuerst dem Herrn hingeben (2. Kor. 8, 5), so halten sie Ihm alles, was sie haben, zur Verfügung.

Der Feind widersetzt sich einem solchen Triumph der Gnade bis zum Äußersten. Doch Gott wird Sein Volk in dem Verlangen und Entschluss unterstützen und schützen, alles für Ihn und Seinen heiligen Dienst bereit zu halten.

Das letzte Zeichen dieser Gruppe - die Geschwüre - scheint von dem offenen Hervorkommen der Verderbtheit des menschlichen Herzens zu reden. Gott hat das alles am Kreuz gerichtet (die „Brennofenasche“ mag ein Hinweis darauf sein), doch was Gott dort mit schonungslosem Gericht heimsuchte, ist tatsächlich im Herzen des Menschen und macht sich nach außen hin offenbar.

Das tritt in der Welt darin zutage, dass der Mensch, da er sich von Gott abgewandt hatte, zum Gericht dafür von Ihm hingegeben wurde, damit die Bosheit und Verderbtheit seines Wesens bloßgestellt werde (Röm. 1, 28). In Gottes Wegen im Gericht erlaubt Er es, dass das, was am Kreuz gerichtet worden ist, als Verderbtheit dadurch erkannt werde, dass es als solche in der Welt zum Vorschein kommt.

Die Verderbtheit, die in den Menschen zum Ausbruch gelangt, rechtfertigt Gott in der Verurteilung, die Er über das Fleisch hat ergehen lassen. Der Psalmist sagt darüber: „damit du gerechtfertigt werdest, wenn du redest, rein erfunden, wenn du richtest“ (Ps. 51, 4). Er lässt den klaren und handgreiflichen Beweis der Verderbtheit des Fleisches völlig ans Licht kommen.

Wenn die Heiligen sorglos werden und nicht im Selbstgericht wandeln, wenn sie Gosen verlassen, so kann es geschehen, dass sich die Verderbtheit des Fleisches an ihnen offenbart und sie nicht einmal imstande sind, vor ihren Brüdern zu stehen.

In Gosen wird das Fleisch erkannt und im Verborgenen im Licht des Gerichtes Gottes am Kreuz gerichtet. Es zeigt sich nicht im Wandel und dem Benehmen der Heiligen - da haben wir keine Geschwüre. Das Fleisch der Heiligen ist nicht besser als das Fleisch anderer Leute. Aber es ist im Verborgenen vor Gott gerichtet, und Seine Gnade und befreiende Macht verhüten, dass es offen zum Vorschein kommt.

Aber wenn wir von dort weg gelangen, werden Neid und üble Nachrede aufkommen. Dann gebrauchen wir, was wir haben, für uns selbst und nicht für Gott, und am Ende wird die Verderbtheit des Fleisches öffentlich bloßgestellt werden. Doch es gibt einen Kreis, wo Derartiges nicht wirksam ist, und dort ist unsere rechtmäßige Wohnstätte als solche, die infolge göttlicher Befreiung von der Welt getrennt sind.

Gott stellt uns alles das vor Augen, um in uns ein innigeres Verlangen nach völliger Befreiung hervor zu bringen. Es belehrt uns im Bilde über das, was Ägypten kennzeichnet, damit wir die Gnade und Macht schätzen lernen, die wirksam ist, uns gänzlich davon zu befreien.

Dann leitet ein anderer „Morgen“ eine letzte Folge von drei Zeichen ein. Mein Eindruck ist, dass die Plagen dieser Gruppe von den zukünftigen und letzten Kundgebungen des Bösen in der Welt reden, und von Gottes Vorgehen im Gericht, wie wir es im Buche der Offenbarung sehen. Gott wird gegen alles, was diese Welt ausmacht, vorgehen, und hat uns darüber in den Weissagungen Licht gegeben.

Der sehr schwere Hagel, „desgleichen nicht in Ägypten gewesen ist von dem Tage seiner Gründung an bis jetzt“, scheint von den kommenden Drangsalstagen zu reden, wo Gottes Streitkräfte wider das verhärtete Herz und den Willen des Menschen, sowie wider die bösen Mächte aufgestellt werden, deren leichtgläubiges und gefügiges Werkzeug der Mensch geworden war. Er hatte zu Hiob von den Vorräten des Hagels geredet, die Er aufgespart hatte „für die Zeit der Bedrängnis, für den Tag des Kampfes und der Schlacht“ (Hiob 38, 22 u. 23).

Wir können mit vollem Ernst sagen, dass die Zeit nahe ist, wo Gott den Krieg erklären wird. Heute lässt Er Frieden verkündigen durch Jesum Christum, und Seine Langmut ist Errettung. Er wird in Seiner Macht hervortreten und mit der ganzen Macht des Bösen kämpfen, und nur die Ihn fürchten, werden entrinnen.

Wir können das aus der Offenbarung sehen. Der Mahnruf, Ihn zu fürchten, ergeht dort an die ganze Erde (Offb. 14, 7).

Die Heuschreckenplage ist ein Vorschatten des Tages, wo dem Menschen nichts Grünes übrig bleiben wird, nichts, worauf das Auge mit Wohlgefallen ruht oder was gut zur Speise ist. Die Menschen haben schon seit Jahrtausenden von künftigen guten Tagen geträumt und sich abgemüht, sie herbei zu führen, doch in der Welt des Menschen wird alles den Ausgang nehmen, dass ihm nicht ein einziger wahrer Trost verbleiben wird.

In dieser Richtung werden sich die bösen Grundsätze auswirken, die in Wahrheit die Welt kennzeichnen. Es sind dies Gesetzlosigkeit Gott gegenüber und äußerste Selbstsucht den Menschen gegenüber.

Die Finsternis alsdann redet von der Entziehung des göttlichen Lichtes. Wie geschäftig ist heute der Mensch, seine Fensterladen gut zu verriegeln, um das Licht draußen zu halten! Beinahe jeden Tag vernimmt man von einem neuen Meisterstück des Unglaubens in den höchsten religiösen Kreisen.

Bald wird das Licht der Offenbarung, das Licht des Gesetzes, ja sogar das Licht der Natur ausgeschlossen sein, und es wird nichts weiter übrig bleiben als die Finsternis des Abfalls. Gott wird den Menschen eine Zeit lang der Finsternis überlassen, die er liebt, aber danach wird Sein Gericht darüber kommen.

Mancher wird da vielleicht denken: Wozu ist uns alles das nütze? Nun, es wäre sehr bedauerlich, wenn es uns nicht darum besorgt machte, völlig frei von der ägyptischen Welt zu werden, d.h. von der Welt um uns her, die die sittlichen Wesenszüge kennzeichnen, die wir betrachtet haben.

Das Volk Gottes können wir auch als in der Wüste lebend vor uns haben, wie es uns später in diesem Buche entgegen tritt, und ebenso auch im Lande der Verheißung Jehovas. Doch was Ägypten anbelangt, so ist der einzige Platz, wo sie Gottes Schutz genießen, das Land Gosen. Dort haben wir Licht in den Wohnungen des Israel Gottes, nämlich das Licht Christi, das Licht über Den, der der Sünde gestorben ist und Gott lebt, der Gerechtigkeit liebt und Gesetzlosigkeit hasst, der in der Auferstehung ganz und gar außerhalb dieser Welt gekannt wird. Unter Ihm als Herrn und Haupt können wir sogar schon jetzt dem, was die Welt ausmacht, entrinnen, und werden für Gott durch Seinen Geist in Frische bewahrt und in dem heiligen Lichte des glückseligen Gottes erhalten, der in Gnade geoffenbart ist.

Gosen ist das Land, wo ein heiliges Volk im Geiste und in der Gemeinschaft des Sohnes Gottes wandelt und durch die Treue Gottes bewahrt wird. Es redet von der Gemeinschaft, in der miteinander zu wandeln das Vorrecht der Heiligen ist, inmitten all des Bösen ringsumher.

Die Finsternis nimmt immer mehr zu, doch in Gosen sind Wohnungen, in denen man alles vom Standpunkte Christi und Seines Todes aus betrachtet, und dort ist göttliches Licht.

Alles, was in der Offenbarung über die zukünftigen Gerichte geschrieben steht, die über die Welt kommen, ist niedergeschrieben worden, damit die Heiligen schon jetzt in sittlicher Übereinstimmung mit diesen Gerichten stehen. Wenn z.B. geschrieben steht: „Gefallen, gefallen ist Babylon“ (Offb. 18, 2), so wird das deshalb gesagt, damit der ganze Bau menschlicher Herrlichkeit und Verderbtheit, den Babylon darstellt, schon jetzt für jeden Heiligen etwas Gefallenes sei.

Die Plagen reden davon, wie Gott das bloßstellt und mit dem verfährt, was in der Welt ist. Was der Welt eine Plage ist, ist dem Volke Gottes ein Zeichen voller sittlicher Belehrung. Es legt uns nahe, wie wichtig es ist, von einer solchen Welt und ihren Grundsätzen vollständig frei zu sein.

Gott will Sein Volk aus ihr heraus führen, damit es für Ihn da sei, d.h. zu Seiner Freude und zu Seinem Dienste.