Suche

UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Näher zu Dir Unterredungen Bibelkreis Forum

Es sei bemerkt, Dass die Äusserungen des Königs der Braut gegenüber in diesem Buche meist im Blick darauf geschehen, Dass sie etwas Bestimmtes tun soll. Er sagt ihr, war sie in Seinen Augen ist, damit sie sich im Ein klang mit

...

Ein Überblick über das 2. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

Kapitel 13

 

In Kapitel 12 sahen wir, wie jeder Haushalt mit dem Erstgeborenen einsgemacht wurde und mit dem Lamme, das dem Bilde nach das Gericht des Erstgeborenen trug. Nun beansprucht Jehova den Erstgeborenen für Sich Selbst: „Heilige mir alles Erstgeborene...; es ist mein.“

Das Ziel der erwirkten Befreiung war, dass Gott Sein Volk für Sich Selbst haben wollte. Er erlöst, und Er befreit, damit Er ein Volk vor Sich habe, das durch die Nichtanerkennung des Fleisches und das Vorhandensein der Wesenszüge Christi gekennzeichnet wird.

Niemand hat ein Recht, zu sagen: Alles, was ich brauche, ist, durch das Blut des Lammes vom Gericht geschützt zu sein. Dieselbe Stimme, die sagte: „sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen“, sprach auch. „Heilige mir alles Erstgeborene“ (Kap. 12, 13; 13, 1).

Alles durch das Blut Geschützte ist Gott geheiligt. Er hat einen nicht misszuverstehenden Anspruch, und wenn wir uns wirklich von dem am Feuer gerösteten Lamme genährt haben, so sind wir bereit zu singen:

„Wenn unser all der Reichtum dieser Erden -

Wär er ein Opfer, das für Ihn hinreicht?

Nur was wir sind, kann Ihm für Liebe werden,

Die alle unsre Kenntnis übersteigt!“

Es handelt sich da um eine willige Hingabe, die unter dem Einfluss der göttlichen Liebe zustande kommt. Vom Tage der Zukunft heißt es: „Dein Volk wird voller Willigkeit sein (oder: freiwilligen Opfern gleichen) am Tage deiner Macht“ (Ps. 110, 3).

Paulus redet in Apg. 20, 28 von der „Versammlung Gottes..., die er sich erworben hat durch das Blut seines Eigenen“. Sie ist Sein erkaufter Besitz, und Er hat ein Recht auf sie, und deshalb muss sie geheiligt sein. Von einer besonderen Seite aus betrachtet ist die Versammlung Gottes die „Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind“ (Heb. 12, 23).

Es ist etwas Großes, anzuerkennen, dass die Versammlung Gottes Versammlung ist, und dass sie Gott schuldet, sich Ihm zu heiligen. In dieser Versammlung kann es keinen Raum für Gesetzlosigkeit, Unabhängigkeit oder das Tun des eigenen Willens in irgendwelcher Form geben. Wir gehören zu einer erlösten Schar, sind „für Gott erlöst“ (Offb. 5, 9) und daher für den heiligen Dienst geheiligt, wie nachmals die Leviten, die anstelle der erstgeborenen Söhne genommen wurden.

In unserem Wandel zeigt sich das darin, dass wir allen Sauerteig von uns weisen. Der Befreiung aus Ägypten sollte in der Zurückweisung jeden Sauerteiges gedacht werden (V. 3). Wir sollten der „starken Hand“ gedenken. Das ist ein Ausdruck, der viermal in diesem Kapitel wiederholt wird (V. 3, 9, 14 u. 16). Wir sollten daran gedenken, wie Er das Gericht auf alles, was das Leben Ägyptens ausmachte, und auf all seinen Hochmut und seine Stärke brachte.

Es ist nun ganz klar, dass Er das, was Er an den Ägyptern und an dem Passahlamm richtete, nicht bei Seinem Volk erlauben kann. Sauerteig redet von der heimtückischen Wirksamkeit der Grundsätze der Welt, in ihrer verderbenden und aufblähenden Art, so dass der Mensch im Fleische, statt Christus, offenbart wird. Es gibt auch nicht einen Zug jenes Menschen, der nicht mit starker Hand im Tode Christi gerichtet worden ist.

Die Feier des Festes der ungesäuerten Brote ist ein sicheres Zeichen der Befreiung aus Ägypten. Alles in der Welt wird durch Sauerteig gekennzeichnet. Der Herr sprach vom Sauerteig (der Lehre) der Pharisäer und Sadduzäer (Mat. 16, 6). Das ist religiöser und vernunftgemäßer Sauerteig, der dem Menschen im Fleische einen Platz gibt. Der Sauerteig des Herodes sodann ist der sich den Umständen anpassende Geist, der den Menschen zu gefallen sucht. Wie viel erblicken wir doch davon allenthalben!

Aller Sauerteig - sei es der gesetzliche in Galatien oder der fleischliche in Korinth - räumt dem Menschen, der unter das Gericht Gottes gekommen ist, Platz und Bedeutung ein. Doch wenn Gott jeden Zug dieses Menschen im Tode Christi schonungslos verurteilt hat, so ist es unmöglich, dass Er das dulden könnte, was ihm in Seinem Volke einen Platz gibt, so dass er sich dort aufblähen kann. Lasst es uns ernstlich erwägen, dass Gott sagt: „jeder, der Gesäuertes isst, selbige Seele soll aus der Versammlung Israels ausgerottet werden“ (Kap. 12, 19).

Gewiss ist, dass die Vorrechte der Versammlung Gottes, wenn wir dem Sauerteig Raum geben, nicht genossen werden können, denn dann wird das wahre Wesen dieser Versammlung in unserem Wandel verleugnet.

Gott hat das eingeführt, was ganz und gar ungesäuert ist, nämlich eine ihrem Wesen nach vom Sauerteig freie Menschenordnung, und Er hat dies auf eine Weise getan, dass es eine Speise für uns geworden ist. In Christus sehen wir Lauterkeit und Wahrheit, heilige Reinheit, Gehorsam, Gerechtigkeit, Niedriggesinntheit, Sanftmut - eine holdselige Menschenart, die Gott völlig entspricht, ohne jeden Grundsatz des Verderbens und ohne jedwede Aufgeblasenheit, die mehr scheinen will, als sie wirklich ist. Wie gesegnet ist es, sich von diesem ungesäuerten Brote zu nähren!

Das ganze Schrifttum der Welt enthält Sauerteig. Es gibt dem Menschen nach dem Fleische einen Platz oder schreibt ihm eine gewisse Herrlichkeit zu. Wir können nur dadurch frei werden, dass wir uns von Christus nähren und den Geist Christi haben und in Ihm gestaltet werden. Da die Heiligen den Geist Christi haben, sind sie ihrer Art nach „ungesäuert“ (1. Kor. 5, 7). Sie besitzen dieselben Eigenschaften, die auf so vollkommene Weise in Ihm vorhanden waren.

Wie beachtenswert sind die Worte: „Und es sei dir zu einem Zeichen an deiner Hand und zu einem Denkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz Jehovas in deinem Munde sei!“ (V. 9) Die Übung des Sauerteiges halber sollte derart sein, dass ihre Folgen öffentlich zu sehen waren. Es sollte sich als ein unverkennbares Zeichen auf der Hand erweisen, d. h. in allem, was ein Heiliger tut, denn die Hand versinnbildlicht sein Tun. Und auch auf seinem Antlitz sollte es uns entgegentreten: wir sollten die Heiligen unmöglich anschauen können, ohne den Eindruck zu haben, dass sie das Fest feiern. Solche können dann ein Wort für Gott reden, ohne für einen, der Scherz treibt, gehalten zu werden (1. Mose 19, 14).

„Es soll nichts Gesäuertes gegessen werden“ (V. 3). „Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen... nicht soll Gesäuertes bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig bei dir gesehen werden in allen deinen Grenzen“ (V. 6 u. 7). Keine Spur Sauerteig sollte unter dem Volke Gottes gesehen werden.

Es ist bemerkenswert, dass in Kap. 12, 16 das Fest der ungesäuerten Brote mit einer heiligen Zusammenberufung beginnt und auch endet, doch in Kap. 12, 14 wird der erste Tag ein „Fest dem Jehova“ genannt, in Kap. 13, 6 hingegen heißt es: „am siebenten Tage ist ein Fest dem Jehova“. Ich denke, die heilige Zusammenberufung zeigt, dass wir, wenn wir das Fest der ungesäuerten Brote halten, in der Lage sind, glückliche Zusammenkünfte mit unseren Brüdern zu haben. Denn dann geben wir dem keinen Raum, was mit der Gemeinschaft (Teilhaberschaft) unerträglich ist. Nur wenn wir 1. Kor. 5, 8 gemäß Festfeier halten, können wir die heiligen Grundsätze der Gemeinschaft (Teilhaberschaft), die wir in 1. Kor. 10 finden, aufrechterhalten.

Das „Fest dem Jehova“ alsdann besagt, dass wir in unseren Beziehungen zu Gott glücklich sind, und dass Er Wohlgefallen an unserem Beisammensein findet.

Es ist von höchster Wichtigkeit, die Eigenart dessen zu wahren, was davon zeugt, dass wir aus Ägypten heraus sind. Des Sauerteigs halber haben wir eine beständige Übung nötig, weil er sich auf so mannigfache und listige Weise offenbart - oft handelt es sich um Kleinigkeiten, in denen dem Fleische ein Platz oder eine Bedeutung gegeben wird. Die wahre Übung des Heiligen besteht darin, so etwas im Entstehen zu richten, sie in den Gedanken und Empfindungen zu richten, ehe sie in Wort oder Tat zum Vorschein kommt.

Der Sauerteig ist ein treffendes Bild davon, wie schnell sich ein böser Grundsatz verbreitet, wenn er einmal aufgekommen und nicht verurteilt worden ist. Ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Masse (1. Kor. 5, 6). Wenn unter dem Volke Gottes ein verderbter Grundsatz aufkommt, wird er sich schnell verbreiten und das verdrängen, was von Christus ist. Dabei kann es geschehen, dass er uns seinem Wesen nach unverdächtig erscheint, bis ein Lichtstrahl von Gott im prophetischen Dienste hereinbricht und ihn bloßstellt. Das sehen wir zu Korinth und in den Versammlungen Galatiens.

Aber auch noch etwas anderes sollte „zu einem Zeichen an deiner Hand und zu Stirnbändern zwischen deinen Augen“ sein (V. 16), nämlich dass alle erstgeborenen Männlichen als Jehova gehörig zu betrachten waren. Wir haben uns als erlöst zu erachten. Gott hat ein Recht auf uns, nicht wir selbst. Infolgedessen haben wir Gott in unseren Leibern zu verherrlichen (1. Kor. 6, 20).

Der Erstgeborene des Menschen und der des Esels werden nebeneinander gestellt (V. 13). Der Mensch ist von Natur nicht besser als ein unreiner Esel. Getrennt vom Lösegeld bleibt ihm nur das Gericht. Vom Erstgeborenen des Esels heißt es: „wenn du es nicht löst, so brich ihm das Genick“. Wenn er vom Gericht verschont bleibt, kann er nur als erlöst betrachtet werden. Und dies sollte das ganze Tun des Menschen und die Art seines Wesens in dieser Welt kennzeichnen. Aus dem allen sollte klar zu sehen sein, dass er wirklich aus Ägypten herausgeführt worden ist.

Das sollte in den Haushaltungen des Volkes Gottes so auffallen, dass es die Aufmerksamkeit der Kinder erregt: „wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was ist das?, so sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat Jehova uns aus Ägypten herausgeführt...“ (V. 14).

Es ist gut, wenn Kinder ihre Eltern so ganz anders wie die Welt handeln sehen, dass sie fragen müssen: Weshalb? Wir sollten uns als aus der Welt Erlöste und Befreite benehmen. Wir sollten uns öfter fragen: Geziemt es sich für Erlöste, dies oder jenes zu tun?

Der Apostel sagte: „wisset ihr nicht, ... dass ihr nicht euer selbst seid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott in eurem Leibe“ (1. Kor. 6, 19 u. 20). Das zu tun ist ein bleibendes Denkzeichen dessen, was Gott gewirkt hat. Wir sollten uns Gott geheiligt erachten. Wir gehören Seiner Versammlung an, und bei uns sollte kein Sauerteig zu finden sein. Jeder hat sich diese Frage selbst zu beantworten, inwieweit dies der Fall ist.

Nun sehen wir, wie Jehova darin auf das Volk Rücksicht nimmt, dass Er sie nicht den nächsten Weg führt. Er wollte nicht dulden, dass sie durch Kampf auf die Probe gestellt würden. Er hatte sie dazu berufen, zunächst Seinen Sieg zu sehen und zu feiern, und nicht selbst Siege zu erringen. Sie sollten den Streit nicht sehen, damit es sie nicht gereue und sie nicht nach Ägypten zurückkehrten.

Gott nimmt voll zärtlicher Gnade auf das Rücksicht, was uns widerfahren könnte. Er wacht über junge Seelen und leitet ihren Weg so, dass sie noch nicht Dingen ins Angesicht zu schauen haben, die zu viel für sie wären. Er hat acht auf die Lämmer, dass sie nicht zu viel und zu schnell zu laufen haben. Alles das ist eine gesegnete Offenbarung des Mitgefühls und der Treue Gottes.

Und dann wissen wir auch, dass Er Sein Volk einen anderen Weg leitete, damit sie einerseits Seine Gnade und Seine Wege in der Wüste kennenlernten und andererseits ihre eigene Verkehrtheit und Kraftlosigkeit

Sodann nahmen sie die Gebeine Josephs mit sich - ein beständiges Zeugnis davon, dass der Glaube seine Zuversicht darauf setzt, dass Gott, obschon sie den Tod erfahrungsgemäß zu lernen haben mochten, Seinen Vorsatz erfüllen würde. Das entspricht 2. Kor. 4, 10, worauf schon von anderer Seite aus hingewiesen worden ist.

Schließlich heißt es: „Und Jehova zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, um sie auf dem Wege zu leiten, und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, so dass sie Tag und Nacht ziehen konnten.“ Das finden wir am Ende eines Kapitels, worin wir sehen, dass sich Sein Volk als Ihm geheiligt erachtete, allen Sauerteig hinweggetan hatte und sich als erlöst anerkannte.

Wenn alles das aufrechterhalten wird, werden wir sicher geleitet werden. Dann wird Gott der Führer und das Licht Seines Volkes. Er will nicht, dass Sein Volk ungewisse Tritte tut. Seien die Umstände licht oder dunkel,

„Gottes Licht scheint auf dem Pfade

Er gibt Selbst den Weg dir an“ .

(Ev. Lieder 63, 3)