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MALEACHI 3.16

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Ein Überblick über das 4. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates


Kapitel 7

Die in diesem Kapitel berichteten Vorgänge sind von besonderer Bedeutung, da sie zeigen, wie hoch „die Fürsten der Stämme“ den in ihrer Mitte errichteten heiligen gesalbten Bau schätzten. Die Opfer, von denen hier die Rede

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4. Mose

4. Mose Kapitel 1

Ein Überblick über das 4. Buch Mose

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

[*Anmerkung des Übersetzers: Zur Erleichterung des Verständnisses sind zuweilen erklärende Worte in eckigen Klammern hinzugefügt worden.]

Kapitel 1

Die Zeit, wo Jehova zu Mose sprach: „Nehmet auf die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel“, ist insofern betrachtenswert, als sie uns erkennen lässt, wann Gott den Eintritt Seines Volkes in den Heeresdienst für gekommen erachtet. Die Hütte ward nach 2. Mose 40, 17 am ersten Tage des ersten Monats im zweiten Jahre aufgerichtet; dem folgte unmittelbar das Reden Jehovas in 3. Mose 1,1, und dann beginnt das vierte Buch Mose damit, dass Er zu Mose redete „im Zelte der Zusammenkunft am ersten des zweiten Monats im zweiten Jahre nach ihrem Auszuge aus dem Lande Ägypten“ (V.1).

Dieses Buch setzt somit voraus, dass die sich damit Beschäftigenden im Lichte der Lehre vom zweiten und dritten Buch Mose stehen. Es wendet sich an ein Volk, das die Erlösung und den Bund kennt und nun mit „der Wohnung des Zeugnisses“ (2. Mose 38, 21; 4. Mose 1,50.53; 10,11) eins ist; es sind dies die drei Hauptgegenstände des zweiten Buches Mose.

Auch unser Buch betrachtet das Volk Gottes als solche, die Licht von Gott haben, Ihm zu nahen, und, Christum schätzend, etwas von den Übungen hierüber kennen, wie sie im dritten Buch Mose dem Bilde nach vor uns kommen.

Alles das geht, sittlich genommen, dem voraus, dass man entweder vom Standpunkte der Wehrmacht aus zur Verteidigung des Zeugnisses gemustert wird, oder mit Bezug auf das Zeugnis im levitischen Dienst beschäftigt ist, was die Gegenstände von 4. Mose 1-10,28 ausmacht.

Das dritte Buch Mose enthält kaum eine Beziehung zum Zeugnis, wenn es auch in Kapitel 16,13 und in Kapitel 24,3 in Verbindung mit dem Gnadenstuhl und dem Vorhang erwähnt wird; im vierten Buch Mose aber hat es einen hervorragenden Platz, wie es ihn auch in der Versammlung hat, insofern wir sie als in der Wüste befindlich betrachten.

Es ist zu beachten, dass nur Männliche gemustert wurden, und zwar „von zwanzig Jahren und darüber“, jeder, „der zum Heere [englisch: „Heeresdienst“] auszieht in Israel“ (V. 2 u. 3). Diese Musterung umfasst „die Summe“ derer, die stark sind und sich im geistlichen Kampfe als Männer erweisen können (1. Kor. 16,13); Frauen und Kinder kommen da nicht in Betracht.

„Die ganze Gemeinde“ wird hier als zum vollen Wuchse in Christo gelangt betrachtet, und als durch geistliche Kraft gekennzeichnet. Die geheiligten erstgeborenen Männlichen der Kinder Israel wurden von einem Monat an und darüber gemustert, wie auch die Männlichen der Leviten (Kap. 3, 15 u. 40), ein Zeichen, dass Gott, wenn es sich um die Heiligung durch die Erlösung oder um die Berufung zum heiligen Dienste handelt, von der frühesten Stufe Seines Werkes in uns an von uns Kenntnis nimmt.

Für den Heeresdienst mit Bezug auf Sein Zeugnis jedoch will Er nur die gemustert wissen, die ihn auf Grund ihrer Erwachsenheit ausüben können. Um für diese Musterung in Betracht zu kommen, ist also etwas mehr notwendig, als ein Gläubiger oder ein Erlöster zu sein; man hat zur Zufriedenheit Moses und Aarons sowie auch der Fürsten, der „Häupter der Tausende Israels“ (V.16), seine Abstammung nachzuweisen, und außerdem auch, dass man „zwanzig Jahre“ alt und imstande ist, Waffen zu tragen.

Das ist keine Musterung der Erlösten oder der Gläubigen als solcher, sondern eine derer, die befähigt sind, in den Heeresdienst zu treten, also derer, die von denen, die „die Wohnung des Zeugnisses“ umgeben und begleiten, berufen werden können.

Das letzte Kapitel des dritten Buches Mose zeigt, dass „von zwanzig Jahren alt bis zu sechzig Jahren alt“ die Zeit der Vollwertigkeit währt; vor und nach diesem Alter ist der Wert eines Männlichen viel geringer, die Unreife und der Kräfteverfall hat bei Gott nicht den vollen Wert.

Daraus können wir schließen, dass fleischliche Leute, die ja nur Kindlein in Christo sind (1. Kor. 3, 1-3), oder auch solche, die in den Kindeszustand zurückkehren, wie es einige von den hebräischen Gläubigen und auch die Galater taten (Heb. 5,11-14; Gal. 4,9), bei der Aufnahme der „Summe der ganzen Gemeinde“, wie wir sie in 4. Mose 1 haben, nicht in Betracht kämen.

Die Versammlung kommt hier ihrer Tauglichkeit zum Heeresdienst nach vor uns, und da werden nur solche gemustert, die in Christo zum vollen Wuchse gelangt sind und als Männer ihrer Verantwortlichkeit entsprechen können (1. Kor. 16,13). Der Römerbrief heißt den Heiligen, „die Waffen des Lichts“ anzuziehen, er betrachtet sie also im wehrfähigen Alter; sie sind imstande, „das Böse mit dem Guten“ zu überwinden (Römer 13,12; 12,21).

Nur solche, die die Gegenwart des Geistes Gottes kennzeichnet, sind zum Heeresdienste fähig. Wer fleischlich ist, mag ein Gläubiger sein und den Geist haben, aber der Geist kennzeichnet ihn nicht zum Zeugnis.

Es ist da sehr angemessen, uns zu fragen: „Sind wir Kinder, oder sind wir wirklich Männer?“ Paulus sagte: „Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindisch war“ (1. Kor. 13,11).

Ist das im geistlichen Sinne wirklich von uns wahr? Wenn nicht, so sind wir nicht solche, die Mose und Aaron und die Fürsten mustern würden.

Ein Ende des Kriegsdienstes kommt in diesem Kapitel nicht in Betracht, noch auch ein Abweichen unsererseits, das uns für untauglich macht. Es ist eine der Vollkommenheiten der Schrift, dass es hier wiederholt heißt: „von zwanzig Jahre und darüber“ (V.3, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 45), ohne ein Alter zu erwähnen, wo man davon befreit wird. Mit Bezug auf die „Kriege des Herrn“ gibt es kein Ruhestandsalter; wir sollten bis zum Ende Streiter sein.

Kaleb sagte: „und nun siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt. Ich bin heute noch so stark wie an dem Tage, da Mose mich aussandte; wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt zum Streite, und um aus- und einzuziehen“ (Josua 14, 10 u. 11). Es wird gar nicht in Betracht gezogen, dass wir kriegsdienstunfähig werden.

Welchen Wert die Musterung in den Augen Gottes hatte, ersieht man daraus, dass sie keinen Geringeren als Mose und Aaron und den zwölf Stammesfürsten anvertraut wurde. Es handelte sich um keine bloße Feststellung der Kopfzahl, sondern dem Bilde nach um eine geistliche Beurteilung. Mose, im Bilde Christus als Herr, stellt die Rechte und Oberhoheit Gottes dar; Aaron, Christum in der Ausübung Seines priesterlichen Unterscheidungsvermögens; und die Fürsten stellen die verantwortliche Aufsicht und Leitung in der Versammlung dar.

Es ist eine hohe Gerichtsbarkeit, vor der man zu erscheinen hat, doch das ist notwendig, um gemustert zu werden. Diese Musterung ist von jeder vorausgegangenen gänzlich verschieden; sie zeigt, wie Gott Sein Volk gemäß dem gemustert haben möchte, was sie geistlich als Jehovas Heerschar in der Wüste sind. Es handelt sich hier nicht darum, dass Namen im Himmel eingetragen werden, sondern darum, als Männer erkannt zu werden, auf die man sich im geistlichen Kampfe hienieden verlassen kann. Gott liebt es, von Seinem Volke in gewisser Hinsicht Kenntnis zu nehmen, und wenn wir, im Bande des Bundes stehend (Hes. 20,37), Ihn lieben, so freuen wir uns, wenn Er von uns Kenntnis nimmt.

Hierzu müssen wir imstande sein, durch die Gebote des Herrn geprüft zu werden (siehe 1. Kor. 14, 37). Der Grundsatz, der Oberhoheit des Herrn unterwürfig zu sein, ist ein erstes Erfordernis, und das wird auch der Grundsatz sein, wonach alle, die bekennen, dem Herrn zu dienen, schließlich gerichtet werden. „Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch d e i n e n Namen geweissagt und durch d e i n e n Namen Dämonen ausgetrieben und durch d e i n e n Namen viele Wunderwerke getan? und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!“ (Mat. 7,22 u. 23). Der Herr zieht nicht in Frage, dass sie viel in Seinem Namen getan haben, doch Er wird sie als Täter der Gesetzlosigkeit verwerfen - es sind das solche, die Gefallen an sich selbst hatten (Römer 15,1-3) und die ganze Zeit ihren eigenen Willen taten. Derartige Leute haben nie wirklich vor unserem Mose gestanden, um gemustert zu werden, und Er wird sie schließlich überhaupt nicht anerkennen. Wenn wir die Oberhoheit des Herrn missachten und Ihm ununterwürfig sind, so können wir nicht, als zum Heere Jehovas gehörig, gemustert werden.

Aaron sodann stellt das dem Priester eigene Unterscheidungsvermögen dar, wie es der Herr in Offenbarung 2 und 3 betätigt. Er tut dort den tatsächlichen sittlichen Zustand der Versammlungen kund und hebt in jedem Falle den Überwinder anerkennend hervor und verheißt, ihn auszuzeichnen.

Nur Kampfesmutige kommen in 4. Mose 1 in Betracht, und nur die Überwinder haben nach dem priesterlichen Urteil des Sohnes des Menschen in Offenbarung 2 und 3 diese Eigenschaft. Unter dem allerforschenden Auge Christi, des wahren Gesetzgebers und Priesters, mit Bezeug auf das Zeugnis zum Heere ausgehoben zu werden, ist keine Auszeichnung, die man ohne die Befähigung hierfür erlangen kann.

Dass auch „die Fürsten der Stämme ihrer Väter ... die Häupter der Tausende Israels“ (V.16) teil an der Musterung hatten, zeigt, dass das geistliche Urteil der Brüder, das in denen zum Ausdruck kommt, die unter ihnen die Führung haben, einen nicht außer Acht zu lassenden Platz hat. Keiner wird als eins mit dem Zeugnis gemustert, der sein recht hierauf nicht vor denen geltend machen kann, die darin erfahren und verantwortlich sind.

Außerdem kommt noch das in Betracht, was der „Wohnung des Zeugnisses“ entspricht, die ja den einzigen Versammlungsmittelpunkt für das Volk Gottes bildet. Unser Niederlassen und Aufbrechen in der Wüste hat ganz in Beziehung zu ihr zu stehen, und was die göttliche Ordnung anlangt, so gibt es solche, die hierzu einen bestimmten Platz haben, wie er denen entspricht, die hier als die Häupter ihrer Vaterhäuser erwähnt werden. Solche müssen befriedigt sein, ehe jemand Gott gemäß eingereiht werden kann. Mose und Aaron, die Gottes Seite darstellen, mustern nicht ohne die Fürsten, die die Führung auf Seiten des Volkes bilden.

Ohne die Anerkennung der Brüder können wir für das Zeugnis nicht in Betracht kommen. Wenn wir dem Herrn wahrhaft unterwürfig sind und unser Zustand Dessen priesterliche Prüfung aushält, so werden wir nicht davor zurückschrecken, uns dem Urteil derer zu unterwerfen, die unter Seinem Volke Verantwortlichkeit haben; das zu tun, gehört zur Gemeinschaft.

Es ist unser Vorrecht, miteinander im Zeugnis unseres Herrn zu stehen, und zwar nicht nur von Ihm anerkannt, sondern auch von denen, die Ihm treu sind. Wer sich mit dem Zeugnis unseres Herrn einszumachen wünscht, sollten den göttlichen Grundsätzen gemäß den Heiligen von verantwortlichen Brüdern empfohlen werden, die deren Vertrauen haben.

Wahre christliche Gemeinschaft, wie wir sie nach dem zweiten Timotheusbriefe am Tage des Verfalls haben können, ist nicht einfach die getaufter Personen, das heißt die solcher, die dem Bekenntnis nach Gläubige sind, oder sogar die wahrer Gläubiger, sondern die derer, welche sich in ihrem Herzen mit dem Zeugnis unseres Herrn einsgemacht haben. Es ist in der Tat ein Vorrecht, vom Herrn und von den Brüdern darin anerkannt zu sein, und dass wir dem „Namen“ nach erkannt werden, wie das jeder Gemusterte war (V. 2 u. 3).

Kindlein in Christo haben wohl ihren Platz in der Versammlung, sie sind aber nur im Blick auf ihr Wachstum zu zählen; erst wenn sie zur Reife gekommen, können sie einen Teil der Kampfesstärke der Versammlung ausmachen.

Der zweite Timotheusbrief steht auf dem Boden, dass Gott „uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim. 1,7). Und dann fährt Paulus fort: „So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn, noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide Trübsal mit dem Evangelium nach der Kraft Gottes“ (V.8). Er heißt dem Timotheus, an den Trübsalen teilzunehmen als ein guter Kriegsmann Jesu Christi, und erinnert ihn daran, dass, wer Kriegsdienste tut, sich nicht in die Angelegenheiten des Lebens verwickelt (2. Tim. 2, 3 u. 4). Was ihn selbst betraf, konnte er sagen: „Ich habe den guten Kampf gekämpft“ (2. Tim. 4,7).

Die Verteidigung des Zeugnisses ist nicht Sache der Kindlein oder der Schwächlinge, sondern der M ä n n e r, der „guten Kriegsmänner“; und beim jüngsten brotbrechenden Gläubigen sollte vor Augen stehen, dass er dazu berufen ist, sich mit dem Zeugnis des Herrn einzumachen, und dass er nun mit etwas ganz anderem als in der religiösen Welt rings umher verbunden ist und dazu aufwächst, ein Mann und ein Streiter Jesu Christi zu sein.

Der jüngste Gläubige sollte das ernste Verlangen haben, vom Herrn und von den Brüdern als einer anerkannt zu sein, der zur Reife in Christo gekommen und völlig mit dem Zeugnis unseres Herrn eins ist.

Ein Kindlein in Christo, das im Geiste wandelt, wird bald ein junger Mann sein und in einer verhältnismäßig kurzen Zeit das Alter von „zwanzig Jahren“ erreichen. Ein Beispiel können wir in der Versammlung der Thessalonicher sehen, die nur kurze Zeit bekehrt waren und doch als Krieger angeredet wurden, die den Brustharnisch und den Helm tragen konnten (1. Thess. 5,8).

Gott erwartet nicht von Kindern, dass sie kämpfen. Er sorgt in Gnade für sie, wie wir aus 2. Mose 13,17 sehen. Doch als Sein Volk Fleisch und das Manna gegessen und vom Wasser des geschlagenen Felsen getrunken hatte, so war es für den Kampf fähig, so dass Mose zu Josua sagen konnte: „Erwähle uns Männer und ziehe aus und streite wider Amalek“ (2. Mose 17,9). Und als sie in den Bund getreten waren und sich die Wohnung in ihrer Mitte befand, konnte „die Summe der ganzen Gemeinde“, die zum Heere auszog, festgestellt werden; da werden sie dem Bilde nach als zum vollen Wuchse in Christo gelangt betrachtet.

Die Musterung erforderte, dass sie ihre Abstammung nachwiesen (V. 18), sie hatten alle darzutun, dass sie von Israel waren. Es genügte nicht, sich als Verwandte Abrahams auszuweisen. Das hätten die Söhne Lots ebenso tun können. Auch eine unmittelbare Abstammung von Abraham vermochte diese Stellung nicht zu verleihen, denn sonst hätten auch die Söhne Ismaels und die der Ketura sie einnehmen können. Sogar der Nachweis der Abstammung von Isaak kam nicht in Frage; ein Edomiter zu sein, reichte nicht hin. Man musste eben imstande sein, seine Herkunft auf die Kinder Israels zurückzuführen.

Das enthält viel Belehrung für uns. Es gibt heute viele, die sagen, sie seien Gläubige, und das mag auch so sein. Sind sie jedoch auf dem Pfade, das Fleisch und das, was wir von Natur sind, zurückzuweisen und nur das anzuerkennen, was dem Auferstandenen angehört?

Paulus schrieb dem Timotheus: „Halte im Gedächtnis Jesum Christum, auferweckt aus den Toten, aus dem Samen Davids nach meinem Evangelium, in welchem ich Trübsal leide bis zu Banden, wie ein Übeltäter“ (2. Tim. 2, 8 u. 9).

Lot war mit Abraham verwandt. Er war zwar ein gläubiger, doch kein abgesonderter Mann. Er fühlte den Zustand in Sodom, doch er trennte sich nicht von ihm (2. Pet. 2, 7 u. 8).

2. Timotheus dringt ernstlich auf Trennung von der Ungerechtigkeit und den Gefäßen zur Unehre. Ein mit der Welt vermischtes Volk kann nicht mit dem Zeugnis unseres Herrn eins sein.

Die Söhne Ismaels sodann stammten von Abraham ab, doch sie stellen die dar, die erwarten, das Fleisch könne durch das Gesetz oder den christlichen Einfluss gebessert werden.

Paulus sagte den Galatern, dass sie durch die Rückkehr zum Gesetz und zur Beschneidung in Wahrheit den Platz der Abstammung von Ismael einnahmen, doch bei einer derartigen Herkunft konnten sie nicht gemustert werden.

Die Söhne der Ketura gehörten ebenfalls zum Hause Abrahams; ich denke, sie stellen Gläubige dar, die dem Natürlichen Raum geben, das heißt, dem Verstande und den natürlichen Fähigkeiten des Menschen - eine Gefahr, in der die zu Kolossä standen.

Die Söhne Esaus endlich stellen die dar, die auf das Irdische sinnen und ihr Erstgeburtsrecht verachten; davor werden die Philipper gewarnt (Phi. 3, 18-20).

Um einen im geistlichen Sinne reinen Stammbaum zu haben, müssen wir der Linie Isaak und Israel angehören. Das heißt, wir sehen, dass für Gott alles in Christo, dem auferstandenen und himmlischen Menschen, gesichert ist, und auf unserer Seite dadurch, dass Gott „seinem eigenen Vorsatz und der Gnade gemäß wirkt“, „die uns in Christo Jesu vor den Zeiten der Zeitalter gegeben“. Die Auserwählten erlangen die Errettung, „die in Christo Jesu ist, mit ewiger Herrlichkeit“ (2. Tim. 1,9; 2,10).

Israel stellt die fürstliche Wesensart derer dar, die unter der Zucht ihre eigene Schwachheit kennengelernt haben, aber in Abhängigkeit die Kraft Gottes erfahren. Ein Stammbaum, der uns berechtigt, zum Heeresdienst in Verbindung mit dem Zeugnis ausgehoben zu werden, muss offenbar machen, dass wir der Ordnung des auferstandenen Christus entsprechen und im Menschen nur das anerkennen, was das Werk Gottes und der Ausfluss Seiner auserwählenden Liebe ist.

Die Gemeinschaft der Apostel, in der die Gläubigen nach Apg. 2,42 verharrten, war offenbar eine Gemeinschaft von Streitern; sie verfolgte Bestrebungen, denen alles in der Welt entgegen war, wie wir aus Apg.4, 23-30 lernen. Es ist nicht leicht, eine Stellung einzunehmen, die allen menschlichen Gedanken so zuwider ist, dass sich ihr jeder Einfluss der Welt und im religiösen Bekenntnis widersetzt.

Das erfordert den Heeresdienst, und ein solcher war sicherlich die Gemeinschaft von Apostelgeschichte 2 und 4; und die christliche Gemeinschaft heutzutage fordert von allen denen, die in sie eintreten, nichts Geringeres. Die Priester und Leviten lagerten in einem inneren Kreise um „die Wohnung des Zeugnisses“, in Verbindung mit der sie dienten; doch die zum Heeresdienste gemusterten Kinder Israel lagerten in einem äußeren Kreise, zur Verteidigung der Wohnung und der ihr Dienenden.

Die öffentliche Stellung der Heiligen heutzutage entspricht dem Heeresdienste. Wir sind berufen, Überwinder zu sein, jedem Einfluss, der der Wahrheit und dem Zeugnis Gottes entgegen ist, zu widerstehen. Man hat nicht nur, Einspruch dagegen erhebend, in diesem Kreise zu bleiben, sondern ihm bis zur völligen Trennung davon zu widerstehen, welche Schmach uns dann auch treffen mag.

Das ist der äußere Verteidigungskreis, der den „um das Zelt der Zusammenkunft“ lagernden Stämmen entspricht (4. Mose 2,2). Wenn diese Verteidigungsstellung nicht in undurchbrochener Front gewahrt wird, so ist der innere Kreis des Levitischen und Priesterlichen einem Angriff ausgesetzt, und die „Hut der Wohnung des Zeugnisses“ (V.53) wird sicher versagen, und dann wird der eigentliche Dienst des heiligen Priestertums mangelhaft sein oder ganz und gar aufhören.

Das vor uns liegende Schriftwort zieht eine ganz deutliche Linie zwischen den aus den Stämmen zum Heeresdienst Gemusterten und dem Stamme der Leviten, dem der unmittelbare Dienst der „Wohnung des Zeugnisses“ vorbehalten war (siehe V 44-54).

Darin liegt viel Belehrung. Wir sind dazu berufen, an jedem der beiden Dienste teilzuhaben. Wenn wir jedoch nicht stark im ersten sind, so macht uns das für den zweiten untauglich. Wenn wir in dem äußeren, dem Heeresdienst-Kreise nicht recht stehen, so auch nicht in dem Inneren und mehr geistlichen Kreise der Wohnung.

Wir haben somit am Ende des ersten Kapitels eine sehr beachtenswerte Ausnahme von der allgemeinen Musterung. Der Stamm Levi war nicht zu mustern, seine Summe unter den Kindern Israel durfte nicht aufgenommen werden (V. 47-49). Er war nicht berufen, zum Heeresdienst auszuziehen, sondern wurde „über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und alles, was zu ihr gehört“, bestellt (V. 50). Sein Dienst war nicht die Verteidigung des Zeugnisses im Kampfe, sondern sie hatten dessen Hut im heiligen Dienste zu warten, damit alles Gott gemäß verrichtet werde. Sie hatten eifrig darauf bedacht zu sein, dass alles im Dienste der Wohnung des Zeugnisses zum Wohlgefallen Gottes aufrechterhalten wurde.

Ihr Dienst war mehr ausgesprochenermaßen Gott gegenüber, und er geschah, damit weder Tod noch Zorn über die Gemeinde komme (V. 51 und 53). Da handelt es sich nicht darum, Angriffen des Feindes von außerhalb entgegenzutreten, sondern darum, in den heiligen Dingen derart zu dienen, dass alles Dem, dem gedient wird, und der unendlich heilig ist, wohlgefällt. Die Kinder Israel im Allgemeinen sollten sich „rings um das Zelt der Zusammenkunft“ lagern, doch die Leviten lagerten in einem inneren Kreise zwischen dem Zelte und den Stämmen, die es „von ferne“ umgaben (Kap. 2,2).

Alle Heiligen sind zur Verteidigung des Zeugnisses gegen feindliche Angriffe berufen, denen es in einer bösen Welt ausgesetzt ist; sie sind aber auch berufen, das Zeugnis in Beziehung zum heiligen Wohlgefallen Gottes aufrechtzuerhalten, und insofern verrichten sie einen levitischen Dienst. Das will nicht sagen, dass einige Heilige davon ausgeschlossen sind, Leviten zu sein; sie können alle ganz für Gott und zu seinem Dienste mit Bezug auf „das Zelt des Zeugnisses“ abgesondert sein, doch als Leviten betrachtet, haben sie einen näheren und heiligeren Platz und Dienst, denn als Kinder Israel im Allgemeinen betrachtet und als für den Heeresdienst Gemusterte.

Gott lenkt unser Augenmerk auf den bezeichnenden Unterschied zwischen den beiden Stellungen, indem Er die Leviten so bestimmt von den zwölf Stämmen unterscheidet. Wir alle sind berufen, Streiter im Heere des Herrn zu sein und dem Unglauben und schlechter Lehre aller Art zu widerstehen, doch das ist keine so tiefe und herzerforschende Übung und erfordert keine so scharfe Absonderung oder Heiligkeit als das Bemühen, den Dienst in Verbindung mit dem Zeugnis derart auszuführen, dass er ganz den Gedanken Gottes gemäß und zu Seinem Wohlgefallen ist.

Ein Teil der Tätigkeit der Leviten war, der Gemeinde zu dienen, doch in 4. Mose sehen wir sie hauptsächlich nicht den Menschen dienen, sondern als solche, die als ein Webopfer dem Jehova gereinigt und abgesondert waren, um völlig Sein Eigen und für Seinen Dienst zu sein (Kap. 8,11). Der unmittelbare Dienst der Wohnung war ihrer Verantwortlichkeit anvertraut, und dies in der besonderen Beziehung, dass sie „die Wohnung des Zeugnisses“ war.

Es gibt eine wunderbare und heilige Weltordnung, die eingeweiht ward und inmitten der widrigen Zustände hienieden für Gott aufrechtzuerhalten ist. Das, worin Gottes Herrlichkeit und Wohlgefallen zum Ausdruck kommt, und in Verbindung mit dem Sein heiliger Dienst auszuüben ist, wird als ein Zeugnis gekannt. Wenn das in Macht öffentlich entfaltet wäre, so müsste alles, was dem entgegen ist, weichen, doch als ein Gegenstand des Zeugnisses eingeführt, zeugt es von Gottes Seite aus von dem, was Er angesichts alles dessen anerkennt, was in der Welt ist.

Der Levitendienst, wie ihn dieses Buch zeigt, steht mit diesem göttlichen Zeugnis in Verbindung; er ist seiner wahren und heiligen Eigenart nach genau den Gedanken Gottes gemäß durchzuführen, und das ist ein sehr geheiligter Dienst. Alles Gerät der Wohnung und „alles, was zu ihr gehört“ (V. 50) war zu tragen. Sie war damit zu bedienen, ihrer Hut zu warten, so dass in jeder Einzelheit alles so war, wie Gott es haben wollte.

Es handelt sich hier nicht darum, den Menschen, sondern Gott zu dienen, und zwar in Verbindung mit Seinem eigenen Zeugnisse, und dies derart, dass nichts seinem Wesen nach verfälscht oder herabgesetzt, sondern alles in seiner wahren und göttlichen Vollkommenheit aufrechterhalten wird. Menschliche oder natürliche Einflüsse könnten in einem solchen Dienste keinen Platz haben, deshalb heißt es: „Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden“ (V. 51).

Auf die Gefahr des „Zorns“ wird klar hingewiesen (V. 53). Das zeigt die Notwendigkeit eines hohen Grades von Absonderung und sittlicher Reinheit, wie sie gemäß Kapitel 8 dem Bilde nach den Leviten eigen ist; doch auf den Dienst der Leviten kommen wir später in diesem Buche zurück.