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MALEACHI 3.16

Zufalls Beitrag

Ein Überblick über das 1. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 48

 

Es ist kostbar, einen Heiligen den Lauf gut beenden zu sehen, und was unser Augenmerk bei Jakob hauptsächlich fesselt, ist, dass er gut endete. In Kapitel 47 - 49 sehen wir ihn geistlicher als je zuvor.

Wir sollte

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4. Mose

4. Mose Kapitel 2

 

Ein Überblick über das 4. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 2

 

Dieses Kapitel unterweist uns über die Lagerung und den Aufbruch des Volkes Gottes, das zwar als in der Wüste befindlich betrachtet wird, jedoch in Verbindung mit dem „Zelte des Zeugnisses“.

Die Heiligen kommen somit in ihren geistlichen Beziehungen zueinander und als eins mit dem göttlichen Dienst und Zeugnis vor uns, aber in Wüstenzuständen, wie sie auch der erste Korintherbrief schildert.

Was hier dargetan wird, ist von Bedeutung dafür, wie alles zu Gottes Wohlgefallen in Seiner Versammlung durchzuführen ist, insbesondere bei Angelegenheiten in Verbindung mit der örtlichen Verantwortlichkeit. Das scheinen die Worte anzudeuten: „jeder bei seinem Banner, bei dem Zeichen des Hauses ihres Vaters“ (V. 2).

Jedem wird ein besonderer Platz zugewiesen, der seine Beziehungen zu seinen Nachbarn, zu ganz Israel und zum „Zelte des Zeugnisses“ bestimmt.

Man kann des Herrn Bestimmungen hierüber nicht ungestraft missachten. Der persönlichen Wahl und Vorliebe wird kein Raum gegeben, es steht uns nicht frei, wo wir „lagern“. Der Platz, wo wir unsere Beziehung zum „Zelte des Zeugnisses“ zu betätigen haben, ist Gottes Anordnung und Seiner Vorsehung gemäß, und wir haben ihn hinzunehmen. Wenn wir dies anerkennen, so ist es etwas Ernstes, seinen Aufenthaltsort zu wechseln, ohne die Gewissheit, dass es auf Gottes Anordnung hin geschieht.

Unsere wichtigsten Bande sind die, die wir mit dem Volke und Zeugnis Gottes haben, und es ist gut, sie der göttlichen Regelung gemäß aufrechtzuerhalten. Wir sind keine beziehungslosen Einzelwesen, die die Freiheit haben, zu tun, was sie wollen. Wo wir „lagern“, sollte immer Beziehung zum „Zelte des Zeugnisses“ haben und ist immer von Gott bestimmt; sonach haftet dem, wie wir unsere örtlichen Beziehungen zu den Brüdern unterhalten, nichts Zufälliges an.

Jeder hat „bei seinem Banner“ zu lagern, und das „Banner“ steht mehr mit dem vier „Lagern“ in Verbindung als mit jedem einzelnen Stamme. Die Zahl vier bezieht sich auf das Weltumfassende - die vier Lager hatten die Stellungen im Osten, Süden, Westen und Norden des „Zeltes des Zeugnisses“ inne. In dem „Stamm“ kommt in jedem Falle besonders das örtliche zum Ausdruck. Doch kein Stamm hatte ein „Banner“ für sich allein, das „Banner“ und das „Lager“, zu dem es gehörte, begriff immer zwei andere Stämme in sich, ein deutliches Zeugnis dafür, dass sie sogar der denkbar örtlichsten Auffassung nach, in Einheit mit ihren Brüdern verbunden lagerten und weiterzogen.

Das zeigt, dass es Gott gemäß ist, wenn die Heiligen an jedem Orte in Fühlung mit ihren Brüdern und den ihnen nächstgelegenen Ortschaften bleiben. Kreis- oder Bezirksversammlungen, die nun glücklicherweise unter den Brüdern üblich geworden sind, bieten eine vortreffliche Gelegenheit hierzu.

Es ist nicht leicht, unsere weltumfassenden Bande zu betätigen, doch wenn wir die uns nächstliegenden anerkennen, so kommt darin, sowie es uns die Vorsehung erlaubt, unser Trachten nach weltumfassender Gemeinschaft zum Ausdruck. Gott möchte uns vor der Beschränkung auf rein Örtliches bewahren. Die Versammlungen sind örtlich, doch sie sollten sich nie als unabhängige Einheiten betrachten oder gar denken, sie könnten Gott gemäß lagern oder weiterziehen, ohne die Brüder ihrer Umgebung zu beachten. Sie sollten zusammen weiterziehen, und dies nicht nur aufgrund getroffener Vereinbarungen, sondern auf Grund gemeinsamer geistlicher Herzensübungen.

Paulus ermutigte hierzu, indem er sagte: „Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so machet, dass er auch in der Versammlung der Laodizäer gelesen werde, und dass auch ihr den aus Laodizäa leset“ (Kol. 4,16).

Der Herr möchte, dass jede örtliche Übung ein Gegenstand der Teilnahme in der Nachbarversammlung sei, und dass jeder örtliche Fortschritt auch für diese eine Freude sei.

Die vier „Lager“ stehen in besonderer Beziehung zu den weltumfassenden Bewegungen des „Zeltes der Zusammenkunft“, das hier als die „Wohnung des Zeugnisses“ betrachtet wird. Sie brechen zuerst, zuzweit, zudritt und zuletzt auf, doch alle in Beziehung zu dem, was allgemein und den ganzen zwölf Stämmen gemein ist.

Unsere Fühlung mit den weltumfassenden Bewegungen des Zeugnisses wird daher sehr deutlich damit verbunden, dass wir in inniger Berührung mit den Brüdern bleiben, die uns erreichbar sind. Man wird finden, dass solche, die nicht in Reih und Glied mit den ihnen benachbarten Brüdern bleiben, in großer Gefahr stehen, die Fühlung mit geistlichen Bewegungen allgemeiner Art zu verlieren.

Die Führung in geistlichen Bewegungen ist ganz und gar eine Sache der göttlichen Unumschränktheit; unter den Stämmen ging diese nicht nach dem Vorrang in der Geburtsfolge, denn das Lager Judas sollte „zuerst aufbrechen“, und nicht das Rubens, des Erstgeborenen. Die „Lager“ scheinen den „vier Reihen von Steinen“ „für die zwölf Stämme“ in dem Brustschild des Hohenpriesters zu entsprechen, wo jeder seinen Platz der Unumschränktheit Gottes gemäß in der Einheit Seines Zeugnisses hatte (2. Mose 28, 17 u. 21). In jedem der in den zwölf verschiedenen kostbaren Steinen dargestellten Stämme kam ein besonderer Zug zum Ausdruck, doch alle werden in Einheit in ihrer goldenen Fassung zusammengehalten, und alle werden auf dem Herzen Aarons getragen, „zum Gedächtnis vor Jehova beständig“ (2. Mose 28,29).

Es ist ein kostbarer Gedanke, dass jede örtliche Versammlung vor Gott beständig auf dem Herzen Christi getragen wird. Er vergisst sicher keinen einzelnen Gläubigen, doch dem Vorbilde nach werden in dem Brustschild „Stämme“, und nicht einzelne Gläubige dargestellt. Die genaue Anwendung bezieht sich daher mehr auf Versammlungen als auf Einzelne, und zwar auf Versammlungen als solche, die den Gedanken Gottes gemäß Züge tragen, wie sie die kostbaren Steine des Brustschilds darstellen.

Die Zahl zwölf redet von Vollständigkeit in der Verwaltung. Sie begreift daher jeden Zug in sich, der nötig ist, um alles das darzustellen, was Gott in Seinem Volke zum Ausdruck bringen will. Das könnte nicht alles in einer örtlichen Versammlung geschehen, dazu ist die Gesamtheit der „Stämme“ erforderlich. Voneinander unabhängige Versammlungen sind somit der Wahrheit entgegen. Jede Versammlung hat ihren örtlichen Platz und ist dem Herrn unmittelbar verantwortlich. Sie hat jedoch ihre Einheit mit all den anderen Versammlungen über die ganze Welt hin anzuerkennen.

Jeder Stamm lagert all den anderen gegenüber auf dem ihm zugewiesenen Platze und zieht als eins mit ihnen weiter; was „das Zelt der Zusammenkunft“ und „die Wohnung des Zeugnisses“ darstellt, ist ihnen allen gemein.

Angesichts der heutzutage herrschenden Verwirrung können wir nur durch göttliche Erleuchtung und durch Glauben das betätigen, was den Gedanken Gottes entspricht. Dann werden wir uns der Vollkommenheit der göttlichen Grundsätze und Anordnungen bewusst. Sie können nicht verbessert werden, auch kann nichts, was der göttlichen Versammlungsordnung angehört, unseren Gedanken überlassen werden: keine Familie, kein Stamm in Israel konnte unabhängig von den anderen lagern oder weiterziehen. Eine jede hatte bei „dem Zeichen des Hauses ihres Vaters“ zu sein, was ihrem örtlichen Platz entsprach. Sodann hatte „jeder bei seinem Banner“ zu lagern oder mit ihm aufzubrechen, und wenn er das tat, so geschah es in Übereinstimmung mit seinen nächsten Nachbarn.

Weiter waren „das Zelt der Zusammenkunft“ und „das Lager der Leviten in der Mitte der Lager“ (V. 17), so dass jeder „Stamm“ und jedes „Lager“ durch das Weltumfassende oder das ihnen allen Gemeinsame bestimmt wurde. Die Wohnung und ihr Dienst lag den Leviten ob, und jeder örtliche „Stamm“, jedes „Lager“, stand in Beziehung dazu.

Der Dienst Gottes im Heiligtum ist über die ganze Welt hin der gleiche, so dass in jeder örtlichen Versammlung dasselbe Abendmahl des Herrn gegessen wird und dasselbe an Danksagung, Preis und Anbetung seinen Platz hat, und in allem Dienst herrscht in den heiligen Dingen eine geistliche Einheit über die ganze Welt hin.

Auf der Verwaltungsebene dagegen haben wir örtlichen Übungen ins Angesicht zu schauen, die nicht überall die gleichen sind, doch in jedem Falle dienen sie dazu, die für die göttliche Verwaltung wesentlichen Züge ans Licht zu bringen. Diese örtlichen Übungen und der Gewinn daraus sind der göttlichen Unumschränktheit gemäß angeordnet, was auch auf Seiten des Menschen der Anlass dazu sein mag. Das verleiht der örtlichen Geschichte jeder Versammlung eine Eigenart und eine ihr besonders eigene Färbung.

Es ist kostbar zu wissen, dass unser großer Hoherpriester droben, das, was in jedem Falle das göttliche Ziel ist, auf Seinem Herzen trägt. Jeden „Stamm“ auf Seinem Brustschild kennzeichnet etwas Besonderes, was Färbung und Wert anlangt, und es sollte unser Gebet sein, dass durch all unsere Versammlungsübungen durch Seine Gnade jene Wesenszüge gestaltet werden, die geistlich der göttlichen Verwaltung angemessen sind. Solche Wesenszüge sind die Frucht tiefer Übungen und des Wartens auf den Herrn inmitten von Verhältnissen, die uns auf die Probe stellen, und die geistliche Weisheit und Kraft erfordern, ihnen Gott gemäß entgegenzutreten.

Viele haben es erfahren, dass Versammlungsübungen schwerer als persönliche Übungen sind, und darüber brauchen wir uns nicht zu wundern, denn sie sollen Eigenschaften in uns entfalten, die der allumfassenden Verwaltung in der zukünftigen Welt angemessen sind. Sie begreifen die Notwendigkeit des geistlichen Erkennens des sittlichen Zustandes in sich, sowie auch die gesunde und nüchterne Beurteilung von Tatsachen, und dazu ein klares Erfassen der göttlichen Grundsätze für jeden besonderen Fall - kurz, es erfordert das Vorhandensein von Eigenschaften, wie sie die kostbaren Steine des Brustschildes darstellen. Nur wenn solche Eigenschaften vorhanden sind, kann allem Feindlichen entgegengetreten und das, was von Gott ist, von der Gesamtheit aufrechterhalten werden.

Es ist sehr tröstlich, dessen eingedenk zu sein, dass uns der Herr als Versammlungen in der Hand hat. Wenn jeder „Stamm“ seinen besonderen und unterschiedlichen Platz im Brustschild hatte, so können wir gewiss sein, dass auch jede Versammlung einen derartigen Platz hat. Wir wissen denn auch tatsächlich, dass jede Versammlung in besonderer Weise unter des Herrn Augen steht, denn Er befahl Seinem Knechte Johannes, Briefe an sieben verschiedene Versammlungen zu schreiben. Sieben als sinnbildliche Zahl deutet an, dass diese Versammlungen alle Versammlungen darstellen. Jede fand Seine besondere Beachtung. Er betrachtet sie in Offenbarung 2 und 3 in ihrer Verantwortlichkeit als Lichtträger.

In 4. Mose 2 werden sie im Bilde als solche betrachtet, die einen von Gott ersehenen Platz in der Verwaltung haben und dazu berufen sind, allem Feindlichen gegenüber das aufrechtzuerhalten, was mit dem gegenwärtigen Zeugnis verbunden ist; tun sie das, so entsprechen sie dem Platz, den sie im Brustschild haben.

Das Lagern der Stämme der Ordnung in 4. Mose 2 gemäß und das Ausziehen der Gemusterten zum „Heeresdienst“ stellt dar, wie die Heiligen in örtlichen Versammlungen, die jedoch in inniger Berührung mit den umliegenden Versammlungen bleiben, über die ganze Welt das aufrechterhalten und kampfgeübt verteidigen, was zum Zeugnis Gottes und zu Seinem heiligen Dienste gehört.

Da gibt es keine Lücke in den Reihen, keine schwache Stelle, wo der Feind einbrechen könnte. Osten, Süden, Westen und Norden bilden eine geschlossene Front. Die Wohnung des Zeugnisses, den Dienst des Heiligtums behütet eine kampferprobte Schar; das ist Gottes Gedanke. Fehler, die vorgekommen oder auch vorkommen könnten, sollten uns nicht hindern, die göttliche Ordnung zu sehen und danach zu trachten, soweit das am Tage des Verfalls möglich, im Einklange mit ihr zu stehen.

Das Zeugnis ist ebendas, was es immer war; wenn wir nicht in Einheit mit den Brüdern über die ganze Welt hin dafür eintreten, so sind wir Fahnenflüchtige, und das ist keine Ehre.

Unser Kapitel redet nicht nur davon, dass die Stämme lagern, sondern auch davon, dass sie von Zeit zu Zeit aufbrechen. Das lässt uns erkennen, dass das Zeugnis kein stillstehendes ist. Es ändert seinen Standort und ist durch Bewegung gekennzeichnet. Es erfordert beständige Übung, auf die Bewegungen der Wolke zu achten, den Schall der Trompete zu hören und mit unseren Brüdern aufzubrechen. Das Fortbewegen des Zeugnisses ist etwas ebenso Wirkliches wie alles, was damit in Verbindung steht.

Die mit dem Wiederaufleben der Wahrheit der Kirche und den Wesenszügen der Kirche verbundenen göttlichen Wege waren durch offenbare geistliche Bewegungen gekennzeichnet. Bewegungen des Abweichens davon mindern oder verdunkeln immer das, was von Gott ist. Sie führen immer zum Aufgeben des einen oder anderen, was mit Christo oder der Kirche verbunden ist.

Göttliche Bewegungen hingegen bringen immer Erweiterung und Zurechtbringung mit sich. Sie führen zu geistlicher Zunahme, und nicht Verminderung, und das offenbart sich in Versammlungen. Wir sind uns dann bewusst, dass wir alles von einem neuen Standpunkte aus betrachten, und auch in einem klareren Lichte. Der Dienst zeugt davon, und das verleiht den Zusammenkünften ihre Eigenart.

Man hat hierzu durch viele Übungen gehen müssen, und jeder hat da etwas mitgeholfen, denn die Bewegungen des Zeugnisses stehen in Beziehung zu geistlichen Übungen und zum Fortschritt der Seele, und nicht bloß zu klarerer Auffassung. Die zu irgendeiner Zeit vom Pfade abkommen, hören auf, aus dem Fortschreiten des Zeugnisses Nutzen zu ziehen. Sie bleiben da stehen, wo sie waren, oder machen obendrein noch Rückschritte, und sogar dann, wenn sie wieder wünschen, ihren Platz in den Reihen einzunehmen, finden sie es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, ihre Brüder einzuholen, die mit der Wohnung fortgeschritten sind. Alles wird nun von einer veränderten geistlichen Stellung aus betrachtet, und solche, die nicht mit dem Heere des Herrn weiterzogen, sind außerstande, die Dinge so zu sehen, wie ihre Brüder sie sehen.

Die kostbare Ausrüstung der Wohnung bleibt das, was sie war, doch es gibt ein geistliches Fortschreiten oder einen Wechsel der geistlichen Stellung infolge des Weiterziehens unter göttlicher Leitung; es ist durchaus nicht Gottes Wille, dass sich Sein Volk gleichsam auf seinen Hefen niederlässt und in einer festen Stellung verharrt.

Die Vorbildlehre des vierten Buches Mose macht es sehr klar, dass Bewegung ein Gesetz des Versammlungsfortschritts ausmacht, und jede Stufe dieses Fortschritts bringt das Heer Jehovas in eine veränderte Stellung. Und wenn man nicht mit dem Heere dorthin gezogen, so kann man nicht den dieser Stellung eigenen Ausblick genießen.

Mit dem eigenen Zelte jedes Israeliten steht nicht nur das Persönliche in Verbindung, sondern auch das Weiterziehen mit der G e s a m t h e i t unter göttlicher Leitung. Die Teilnahme aller an einer solchen Bewegung und das Aufbrechen in göttlicher Ordnung ist klar in dem Vorbilde zu sehen, und wir können sicher sein, dass es einen wichtigen Platz in Gottes Wüstenwegen hat. Es hat mit dem als Versammlungen betrachteten Volke Gottes zu tun und wird schwerlich von solchen verstanden werden, die auf unabhängigem Boden stehen oder in menschlichen Sonderkirchen sind.

Wir werden finden, dass es, wenn die Heiligen in Übung vor Gott verharren, eine beständige Erweiterung der geistlichen Auffassung gibt. Der wahre Platz von allem nach der Schrift, und das besonders mit Bezug auf unser Wandeln miteinander als solche, die Gottes Versammlung angehören, wird klarer gesehen, und das führt zu einem demgemäßen anderen Verhalten. Wir haben eine neue Stellung einzunehmen, denn die frühere entspricht den Bewegungen der Wolke nicht mehr. Wenn also Heilige sagen, sie seien gerade da, wo sie vor vierzig Jahren waren, so besagt das entweder, dass die Wolke vierzig  Jahre lang stillgestanden hat, oder dass sie nicht mit ihr gezogen sind. Wenn die Wolke verschiedene bestimmte Bewegungen in jener Zeit gemacht hat, und die Heiligen haben auf ihre Bewegungen geachtet und sind ihnen gefolgt, so ist es unausbleiblich, dass die, die nicht mitzogen, in dieser Zeit eine ganze Strecke Wegs zurückgeblieben sind. Wenn wir nicht verstehen, was es heißt, mit dem Zeugnis zu ziehen, so ist es klar, dass uns ein sehr wichtiger Zug der Wege Gottes mit Seinem Volke entgangen ist.

Die „Lager“ brechen auf, und dann das „Zelt der Zusammenkunft“ und das „Lager der Leviten in der Mitte der Lager“ (V.17). Die ganze göttlich geordnete Weltordnung nimmt von Zeit zu Zeit an einer bestimmten Bewegung teil. Die örtlichen Versammlungen brechen im Einvernehmen mit ihren Nachbarversammlungen auf. Beim Zusammenkommen der Heiligen, was dem „Zelt der Zusammenkunft“ entspricht, wird dann Bewegung offenbar; die Zusammenkünfte sind nicht genau das, was sie vierzig Jahre zuvor waren.

Man findet, das Levitische und Priesterliche - der Dienst des Wortes und der Dienst Gottes samt allem, was zum Heiligtum gehört - sind in geistlicher Hinsicht zu einer neuen Stellung vorgeschritten. Es ist klar, dass keiner eine solche Bewegung wirklich versteht, außer denen, die daran teil hatten. Wenn wir nicht mit aufbrechen, so bleiben wir zurück und verlieren die Fühlung mit denen, die es tun. Wahrscheinlich finden wir dann Fehler bei ihnen und fühlen uns dabei im Rechte, ja es kann sogar so weit kommen, dass wir uns von ihnen als solchen trennen, die einen verkehrten Pfad verfolgen, während doch in Wahrheit das ganze Übel an unserem eigenen Zustande liegt. Wenn uns dies durch die Gnade des Herrn nicht zum Bewusstsein kommt, so kann es geschehen, dass die „Wohnung des Zeugnisses“ und die göttliche Wolke weiterzieht und uns zurücklässt, und wir gehen unseres Platzes des Vorrechts in Beziehung zu dem verlustig, was wirklich von Gott ist. Je länger wir außer Fühlung mit den Bewegungen des Zeugnisses bleiben, desto schwerer wird es uns sein, unsere verlorene Stellung wiederzuerlangen.

 

 

Abschrift durch:
Nicole F.  Juli 2009