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MALEACHI 3.16

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Auslegung: CAC;  Abschrift: Niciole F;  Sprecher Martin Wy;

Lukas Kp 10 Auslegung MP3

4. Mose

4. Mose Kapitel 3

Ein Überblick über das 4. Buch Mose

 

Hauptgedanken aus Wortbetrachtungen mit Charles Andrew Coates

 

 

Kapitel 3

 

Die Priester und Leviten waren ausdrücklich von der Musterung der Stämme in Kapitel 1 und 2 ausgeschlossen, und dies, damit wir lernen, klar zwischen den Heiligen im „Heeresdienst“ und denen zu unterscheiden, die „der Hut des Heiligtums“ warten (V. 28 u. 38) oder den Dienst „des Zeltes der Zusammenkunft“ verrichten (V. 7, 8, 25, u. 38).

Dieses beides finden wir im vorliegenden Kapitel.

Die Priester werden da zuerst erwähnt, weil ihnen die Leviten gegeben waren und sie in jeder Einzelheit unter ihrer Oberhoheit zu dienen hatten.

Die Söhne Aarons selbst standen auch unter Befehl (V. 39) und verrichteten kraft dessen ihren Dienst; ihre Namen werden als „die Geschlechter Aarons und Moses“ in Vers 1 und 2 angeführt. Das scheint zu besagen, dass Aarons Söhne in sittlicher Hinsicht auch wahre Söhne Moses sein mussten. Sie konnten nur in der rechten Beziehung zu Aaron im Priestertum stehen, wenn sie in der rechten Beziehung zu Mose, dem Vertreter der göttlichen Oberhoheit, standen. Darin fehlten bezeichnenderweise die beiden ältesten Söhne Aarons und verwirkten das Priestertum und ihr Leben. Sie starben vor Jehova, weil sie „fremdes Feuer ... vor Jehova“ dargebracht hatten, „das er ihnen nicht geboten hatte“ (3. Mose 10, 1). Das Priestertum ohne Unterwürfigkeit gegen Christum als Herrn auszuüben, ist verhängnisvoll.

Der in Vers 4 erwähnte Tod Nadab und Abihus und die Ausübung des Priestertums durch Eleasar und Ithamar vor Aaron steht zweifellos in Beziehung zu der gegenwärtigen Lage. Das Priestertum ist öffentlich zugrunde gegangen, doch es ist ein Überrest gelassen worden, der, gedemütigten und gezüchtigten Geistes, imstande ist, den Priesterdienst in der Gegenwart Christi auszuüben. Dessen eingedenk, dass dies den heutigen Umständen entspricht, können wir aus dieser Unterweisung des vierten Buches Mose Nutzen ziehen.

Die Ordnung heiliger Dinge, mit der wir es zu tun haben, ist ganz und gar göttlich und geistlich. Nur wenn wir selbst geistlich sind, können wir in ihr dienen, und wir tun das mit dem demütigenden Bewusstsein, dass das, was öffentlich einen hervorragenden Platz inne hatte, gänzlich zusammengebrochen und ein Gegenstand des göttlichen Gerichts geworden ist.

Das Priestertum wird jedoch noch weiter ausgeübt, und zwar nicht nur auf Seiten Christi, des wahren Aarons, sondern auch auf Seiten derer, die das Gegenbild von Aarons Söhnen sind.

Das Priestertum stellt das geistlich Höchste dar, sowie das reifste Verständnis der heiligen Dinge Gottes und dessen, was sich Gott gegenüber geziemt, und derartige sollten den ganzen Dienst des „Stammes Levi“ leiten. So ward Mose gesagt: „Lass den Stamm Levi herzunahen und stelle ihn vor Aaron, den Priester, dass sie ihm dienen; und sie sollen seiner Hut warten und der Hut der ganzen Gemeinde vor dem Zelte der Zusammenkunft, um den Dienst der Wohnung zu verrichten (V. 6 u. 7). „Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben“ (V.9).

Die im „Stamme Levi“ dargestellten Heiligen haben einen geistlicheren und heiligeren Platz und Dienst, als sie ihn, als zu den zwölf Stämmen zugehörig, ausüben (zu dem hohen Range des Priestertums reicht er jedoch nicht hienan). Sie sind als Leviten den Priestern gegeben, von denen sie in jeder Einzelheit ihres Dienstes geleitet werden. Ein Levit, der nicht unter priesterlicher Leitung handelt, hat die göttliche Ordnung aufgegeben.

Gott möchte bei uns allen einen nachhaltigen Eindruck von der großen Wahrheit hervorbringen, dass das Levitische dem Priesterlichen unterstellt ist. Wenn wir das nicht anerkennen, werden wir nie unseren richtigen Platz in der göttlichen Weltordnung des heiligen Dienstes finden. Der levitische Dienst, wie ihn dieses Buch vor uns bringt, ist der „Dienst der Wohnung“ (V.8), und es ist gut, das zu erfassen, was das besagt.

Die Wohnung stellt uns nach Hebräer 8,5 und 9,23 „Bild und Schatten der Dinge in den Himmeln“, also „die ungeheuere Welt, worin Gottes Herrlichkeit in Christo entfaltet wird“. (Siehe die Anmerkung zu Hebräer 9,1 in J.N.D’s Übersetzung des Neuen Testamentes.)

Als Leviten sind wir Gott nahegebracht, damit wir „den Dienst der Wohnung Jehovas“ verrichten „und vor der Gemeinde“ stehen, „um sie zu bedienen“ (Kap. 16,9).

Auf keine Einzelheit der Wohnung wäre der Sinn des Menschen gekommen, wenn Gott sie nicht kundgetan hätte. Alles war „nach dem Muster“ zu machen, das Mose auf dem Berge gezeigt worden war (Heb. 8,5). Als Leviten sind wir berufen, in Verbindung mit einer Weltordnung zu dienen, die ihrem Wesen nach himmlisch ist. Und darin können wir nur in der rechten Weise dienen, wenn wir von Christo, dem wahren Aaron, und Dessen Söhnen geleitet werden, die ein Bild von dem sind, was in den Heiligen hochgeistlich ist.

Aus Vers 11 - 13 lernen wir dann, dass die Leviten statt aller dem Jehova in Israel geheiligten Erstgeburt genommen waren. Sie stellten damit die Heiligen dar, die „die Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen sind“, ausmachen (Hebräer 12,23), die demnach kein irdisches Erbe, sondern einen himmlischen Platz und Dienst haben. Da waren „alle Männlichen von einem Monat und darüber“ zu mustern (V. 14 - 16).

Als es sich um den „Heeresdienst“ handelte, geschah die Musterung „von zwanzig Jahren und darüber“, doch wenn die Heiligen kraft des Wertes des Erlösungsbluts Christi betrachtet werden, so nimmt der Herr (hier nur Mose und Aaron [und nicht auch die Fürsten]) viel früher Kenntnis von ihnen, als sie das selbst tun könnten. Ja, Paulus konnte sagen: „Gott, der mich von meiner Mutter Leibe an abgesondert und durch seine Gnade berufen hat“ (Gal. 1, 15), und der Herr konnte von ihm sagen, als er nur drei Tage belehrt war: „dieser ist mir ein auserwähltes Gefäß“ (Apg. 9, 15).

Daraus sehen wir, dass der Levitendienst auf die göttliche Unumschränktheit zurückzuführen ist, und dass Gott das, wozu wir als Leviten berufen sind, von den frühesten Tagen unserer Geschichte vor Augen steht. Gewöhnlich sind frühe Anzeichen der Bestimmung zum Dienste vorhanden. Timotheus wurde „nach den vorangegangenen Weissagungen“ über ihn deutlich ausgesondert (1. Tim. 1, 18).

Der Levit war nicht eher zu einem Diener herangereift, als bis er dreißig Jahre alt war, doch alles, was er sein sollte, stand von Anfang an fest. Welch einen Eindruck würde es auf uns machen, wenn wir erfassten, dass wir von Anbeginn der Wege Gottes mit uns für Seinen heiligen Dienst geheiligt waren! Satan wird zweifellos alles denkbar Mögliche tun, uns für jenen Dienst untauglich zu machen, und dies vor wie nach der Bekehrung. Doch alle die Wege Gottes dienen dazu, uns für unseren bestimmten Platz und Auftrag mit Bezug auf Seine heiligen Dinge zur Reife zu bringen.

Sodann lernen wir in Vers 17-39, dass der Stamm Levi aus drei Familien bestand, von deren einer Aaron und seine Söhne genommen und zu Priestern geweiht wurden, so dass sie mit Mose einen besonderen Platz „vor der Wohnung gegen Osten, vor dem Zelte der Zusammenkunft gegen Aufgang“ hatten (V.38). Die drei Familien lagerten getrennt von den Priestern, an der Seite der Wohnung gegen Westen, Süden und Norden.

Wir sehen also das Priesterlager und die Levitenlager auf allen vier Seiten der Wohnung, was auf das Weltumfassende des Priester- und Levitendienstes hindeutet. Levi bedeutet „angeschlossen, vereint“ (1. Mose 29, 34; 1. Mose 18, 2 und 4). Und so diente keine Familie seiner Söhne unabhängig von den anderen Familien, und auch keine oder alle von ihnen durften unabhängig von den Priestern dienen, die „jeden Einzelnen an seinen Dienst und an seine Traglast“ stellten (Kap. 4, 19).

In dem göttlich geordneten Weltenbau gibt es keine Lücken und Überdeckungen; für jeden erforderlichen Dienst ist ausreichend gesorgt, und obwohl in der Art des Dienstes eine große Mannigfaltigkeit herrscht, so bildet er doch ein Ganzes, das durchweg in geistlicher Einsicht geleitet wird und daher etwas Vollkommenes ergibt.

Jeder Levit war davon überzeugt, dass er etwas dem ganzen Wohnungsaufbau und ihrem Dienste Förderliches tat. Wie gering auch sein Anteil sein mochte, er verrichtete ihn im Blick auf den weltumfassenden Gedanken und dem Bewusstsein, dass er in diesem Dienste eins mit allen seinen Brüdern war.

Dieses Kapitel lässt uns erkennen, dass es verschiedene Zweige des levitischen Dienstes gibt. Die drei Familien lagerten nicht nur auf drei verschiedenen Seiten der Wohnung, sondern es gab dabei auch Dienste höherer Art.

Jeder Dienst an der Wohnung ist nicht gleich. Manche Teile desselben erfordern größere Geistlichkeit, mehr persönliche Heiligkeit als andere. Einen Pflock oder ein Seit des Vorhofs zu tragen (V.37), ist kein so heiliger Dienst, als den Leuchter oder den goldenen Altar zu tragen. Ein Gersoniter oder Merariter durfte „der Hut des Heiligtums“ nicht warten; das war der Familie Kehath vorbehalten.

Damit haben wir sogar als Leviten zu lernen, welcher Familie wir angehören, und an welchen Teil des göttlichen Hauses wir unter priesterlicher Leitung unsere Hand legen dürfen.

Die Gersoniter lagerten „hinter der Wohnung gegen Westen“ (V.23); ihr Dienst stand in Verbindung mit all dem Web- und Stickwerk (mit Ausnahme des Scheide-Vorhangs [Kap. 4, 5]) und den Seilen der Wohnung und des Zeltes samt dessen Decken und den Umhängen des Vorhofs (V. 25 u. 26).

Dieser Zweig des Dienstes hatte es also mit dem zu tun, was durch viele und eingehende Übung in der Gesamtheit der Heiligen Gestalt gewinnt.  Alles ist das Ergebnis des Spinnens, Webens und der Nadelarbeit, und es redet von geduldiger und ausdauernder Tätigkeit, wobei eine Einzelheit nach der anderen hinzugefügt wird, bis das Werk vollendet ist.

Alles das war, strenggenommen, nicht das Werk Bezaleels und Oholiabs, sondern es ward durch „alle Weiber, die weisen Herzens waren“ unter ihrer Anleitung vollbracht (2. Mose 35,25).

Es stellt die Frucht persönlicher Übung dar, die, durch geistliche Zuneigungen zur Vollendung gebracht, nun der Hut der Gersoniter anvertraut wird. Diese waren nicht berufen, solche Dinge herzustellen, sondern den Dienst mit Bezug darauf zu verrichten, nachdem sie angefertigt waren.

Alles dies hat nun durch die Wüste g e t r a g e n zu werden, und darin besteht nach 4. Mose der Hauptdienst der Leviten. Er hat es mehr mit dessen Fortdauer und mit dem Fortschreiten des Zeugnisses zu tun als mit dessen Entstehung. Kein Zug des Zeugnisses solle verlorengehen oder zurückgelassen werden, jede Einzelheit sollte weitergetragen werden, wieviel verschiedene Lagerungen auch stattfinden mochten. Welche geistlichen Wesenszüge auch unter der göttlichen Belehrung am Anfang in den Heiligen gestaltet worden waren, sie sollten wohlerhalten [bis zum Ende der Wüstenreise] hindurch getragen werden, und darauf hatten die Gersoniter zu achten.

Die Gegenstände, die die „Hut des Heiligtums“ (V.28) ausmachten, und die der Fürsorge der Familien der Kehathiter unterstanden - die Lade, der Tisch, der Leuchter, die Altäre, der Vorhang - , waren alle unmittelbare Bilder von Christo persönlich, und deshalb können wir verstehen, dass der Dienst der Kehathiter „das Hochheilige“ genannt wird (Kap. 4, 4). Dessen Einzelheiten kommen in Kapitel 4 vor uns.

Jede geistliche Auffassung, die die Apostel und andere am Anfang empfingen, und die sie den Heiligen in durch den Geist gelehrten Worten (1. Kor. 2, 13) mitteilten, hat durch den Levitendienst derart weitergetragen zu werden, dass sie keinen Verlust oder Schaden erleidet.

Es ist etwas zum Leben Notwendiges, dass das, was wir von Anfang gehört haben (1. Joh. 2, 24) in uns bleibt. Und das Tragen der heiligen Gegenstände scheint zu besagen, dass das, was sie darstellen, unter dem Volke Gottes unversehrt bewahrt und als Gegenstand des Zeugnisses weitergetragen werden soll.

Es handelt sich dabei nicht um den unmittelbaren Dienst Gottes in Gebet, Preis oder Anbetung - das wäre eine priesterliche Tätigkeit. Doch der levitische Dienst hat alles, was einen Teil des Zeugnisses Gottes bildet, derart weiterzutragen, dass es seinem vollen ursprünglichen Wesen nach unter dem Volke Gottes verbleibt und dieses völlig eins damit bleibt.

Ebendieser Dienst setzt voraus, dass sich das Zeugnis weiter bewegt, doch es tut dieses, ohne einen Wesenszug einzubüßen, der am Anfang einen Platz darin hatte. Wir wissen leider, wie schwer darin gefehlt worden ist! Der Levitendienst ist öffentlich ebenso zusammengebrochen wie das Priestertum, doch das Zeugnis bleibt dasselbe wie am Anfang, und wahrer Levitendienst ist heute ganz genau derselbe wie am Anfang, und das wahre Priestertum gleicherweise. Wir haben in unserem Glauben und Herzen zu Gottes Ordnung zurückzukehren und trotz des öffentlichen Abweichens davon danach zu streben, mit ihr im Einklange zu stehen.

Die Familien von Merari sodann hatten die Heut über „die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Füße, ... und die Säulen des Vorhofs ringsum“ usw. Ihr Teil war, es mit dem festem Aufbau zu tun zu haben, der im Bilde das widerstandsfähige und standhafte Wesen darstellt, das den Heiligen als Gottes Werk und Gottes Bau eigen ist (Eph 2,10.22; 1. Kor 3,9; 1. Pet 2,5; 2. Kor 1,21; 5,5.17).

Es ist höchst notwendig, dass wir uns der in sittlicher Hinsicht gediegenen Natur des Werkes Gottes bewusst werden, das in Seinen Heiligen Gestalt gewinnt. Wer aus Wasser und Geist geboren ist, ist sittlich ein neuer Baustoff geworden; der „innere Mensch“ ist eine persönliche Wirklichkeit, und vom „neuen Menschen“ heißt es, dass er „nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit“ (Eph. 4, 24).

Was die Menschen als aus Gott geboren oder als in Christo geschaffen sind, entspricht Christo sittlich, ebenso wie das Holz der Bretter und Säulen usw. dasselbe Holz wie das der Lade war. Das Weitertragen alles dessen, was mit diesen wichtigen und in der Tat (insoweit es den Menschen betrifft) zu den Grundwahrheiten gehörenden Dingen verbunden ist, lag den Meraritern ob.

Wir werden sehen, dass dem Vorbilde nach keine Bewegung des Zeugnisses getrennt von der Tätigkeit der drei Zweige des levitischen Dienstes vor sich gehen kann. Die Priester haben die Führung und die Leviten tun nichts ohne ihre Anweisung, doch bei jeder Bewegung kommt es auf den Dienst einer jeden Familie an. Damit die Züge des Zeugnisses getreu bewahrt werden, muss der Dienst über Christum persönlich den ersten und „hochheiligen“ Platz haben, doch er muss vom Vorwärtstragen alles dessen begleitet sein, was mit der ordnungsgemäßen Tätigkeit heiliger Übungen und Zuneigungen in den Heiligen und mit geistlicher Sorgfalt verbunden ist. Außerdem ist noch dem ein voller Platz einzuräumen, was die Heiligen in sittlicher Hinsicht durch das Werk Gottes sind.

Des Priesters Verantwortlichkeit ist es, darauf zu achten, dass alles angemessen ausgeführt wird, und dass im Einzelnen nichts übersehen oder verkehrt behandelt wird. Die Priester stellen die Heiligen als solche dar, die in heiliger Würde und Einsicht den ihnen von Christo gegebenen Platz vor Seinem Gott und Vater ausfüllen. Darin erfreuen sie sich der größten Nähe Gott gegenüber und des höchsten Grades von Geistlichkeit. Der ganze Levitendienst wird von derartigen beherrscht und geleitet.

Mose und Aaron und seine Söhne lagerten „vor der Wohnung gegen Osten“, und sie warteten „der Hut des Heiligtums ... betreffs dessen, was den Kindern Israel oblag“ (V.38). Daraus sehen wir, dass die Priester stellvertretend für die ganze Gemeinde dienten. Sie sollten nicht als eine besondere Klasse von Personen betrachtet werden, sondern als solche, die gewisse geistliche Wesenszüge darstellten, denen Gott den hervorragendsten Platz in Verbindung mit Seinem Zeugnis zuerkennt. Alles Levitische hatte dem Priesterlichen untertan zu sein. Das ist eine Unterweisung, die zu lernen und sich ihr zu unterwerfen, für alle, die irgendeinen levitischen Dienst tun, höchst wichtig ist. Die Unterweisung über alles das gilt uns, die berufen sind, in den letzten Tagen zu dienen. Sie konnte unmöglich von denen verstanden werden, die zur Zeit Moses lebten.

Der letzte Abschnitt des Kapitels (V. 40 - 51) zeigt, dass die Leviten statt aller erstgeborenen Männlichen der Kinder Israel genommen wurden. Die Überzähligen gegenüber den Leviten waren mit „je fünf Sekel auf den Kopf“ zu lösen. Die Leviten nahmen also die Stelle alles dessen ein, was in Israel dem Jehova geheiligt war.

Die ganze Gemeinde ward damit in dieser besonderen Hinsicht in ihnen dargestellt. Jeder Erlöste sollte dessen eingedenk sein, dass er ein „Erstgeborener“ ist, und dass er Gott geheiligt ist und Ihm einen solchen Dienst schuldet, wie er in dem Stamme Levi vorgebildet ward. Wenn einige der „Erstgeborenen“ nicht persönlich im levitischen Dienste dargestellt wurden, so hatten sie gelöst zu werden. Der Anspruch Gottes hatte nicht nur anerkannt zu werden, sondern auch der Seinem Urteil gemäße Wert dessen, was Er beanspruchte.

Das Lösegeld wird noch näher ausgeführt: „je fünf Sekel auf den Kopf...; nach dem Sekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, zwanzig Gera der Sekel“ (V.47). Das ist nach 3. Mose 27,6 der Wert eines männlichen Kindes „von einem Monat alt bis zu fünf Jahren alt“.

Der erlöste Erstgeborene wird also innerhalb jener Altersgrenzen betrachtet - er ist mehr ein Diener den ihm innewohnenden Anlagen als seinen Fähigkeiten nach. Doch als ein Gegenstand der göttlichen Gnade und als einer, der die Erlösung in Christo hat, wovon ja die fünf Sekel reden, hat er einen bestimmten Wert im Blick auf den Dienst der Wohnung.

Wie gut wäre es, wenn jeder Erlöste das anerkennte, und sich nicht nur als einen erstgeborenen Sohn betrachtete, sondern auch als einen für den levitischen Dienst Geheiligten. Das Vorbild der geheiligten Erstgeborenen geht somit in dem des Stammes Levi auf, so dass sich kein Erlöster der Verantwortlichkeit entziehen kann, levitischen Dienst zu tun.

Die Tatsache, dass es mehr erstgeborenen Männliche in Israel gab, als gemusterte Leviten, besagt wohl, dass es mehr für Gott durch die Erlösung Geheiligte gibt, als solche, die, für den Levitendienst gemustert, ihn auch ausüben. Der Unterschied der Zahl nach würde heute wahrscheinlich sehr groß sein, doch Gott fordert, dass die Verpflichtung hierzu im Lösegeld anerkannt wird.

Wenn du ein erlöster „Erstgeborener“ bist, so bist du Gott geheiligt. Wenn du keinen dich vertretenden Leviten hast, und damit deiner Verpflichtung mit Bezug auf die heiligen Dinge zu dienen, noch nicht nachgekommen bist, so hast du die Frage des Lösegeldes zu erwägen. Wie jung du auch seist, wie unreif und unverständig, Gott möchte dir innewerden lassen, dass du für Seinen heiligen Dienst einen ganz bestimmten Wert hast.

Nun, was ist dein Wert für den levitischen Dienst? „Fünf Sekel ... nach dem Sekel des Heiligtums“. Bedenke den Wert, den Gott dir als einem für Seinen Dienst Geheiligten beimisst! Du hast einen fünffältigen Heiligtumswert, und jeder der fünf Sekel wird gleichsam allen Einzelheiten seines Wertes nach, als „zwanzig Gera“ umfassend, angegeben.

Das scheint dazu dienen zu sollen, dem jüngsten Gläubigen einen Eindruck von dem Werte zu geben, den er in den Augen Gottes im Blick auf den Dienst hat, den er Ihm schuldet, wenn er auch noch zu jung ist, ihn tatsächlich auszuüben. Einem einen Monat alten Säugling wohnt etwas inne, was im Heiligtum hundert Gera wert ist.

Wenn Gott deinen Wert für den heiligen Dienst derart einschätzt, wo du erst „einen Monat alt“ bist, also dann, wo Er noch lange Zeit zu warten hat, bis du für diesen Dienst reif bist - ermutigt dich das nicht, gern bei dem Gedanken zu verweilen, dass Er dich schon als für Seinen Dienst geheiligt schätzt?

Gott möchte jedem jungen Gläubigen, wenn er auch noch nicht ernstlich daran gedacht hat, einen Dienst in Verbindung mit dem Zelte des Zeugnisses zu tun, den bestimmten Eindruck geben, dass er einen Heiligtumswert hat. Vielleicht gibt es auch alte Gläubige, die die Unterweisung aus den „fünf Sekeln“ zu lernen, nötig haben!

Wenn uns wirklich der Wert zum Bewusstsein kommt, den uns Gott in Beziehung zum levitischen Dienste beilegt, so würde uns das antreiben zu begehren, dem Stamme Levi anzugehören!

Und wir sind nicht davon ausgeschlossen. Es handelt sich da nur um einen anderen Anblick unseres Platzes und unserer Berufung durch Gnade. Wenn ich ein geheiligter Erstgeborener bin, so ist das durch unendliche Gnade geschehen, und dieselbe Gnade berechtigt mich, der Versammlung der Erstgeborenen anzugehören, die dem Stamme Levi entspricht.

Wenn ich jedoch von diesem Stamme bin, so habe ich die Eigenart des Dienstes anzuerkennen, an dem ich berufen bin teilzuhaben. Ich sollte dann unter priesterlicher Unterweisung danach zu lernen streben, was ich zu tun habe, und auch, wie ich es zu tun habe.

Das nächste Kapitel bringt uns den Dienst im einzelnen.

 

 

Abschrift durch:
Nicole F.  Juli 2009