Suche

Unterredungen.ch

MALEACHI 3.16

Zufalls Beitrag

Kann ein Christ sein Heil verlieren?

Anmerkungen zu den diesbezüglichen Ausführungen von Dr. E. M.

 

Heilsgewissheit oder Heilssicherheit

Es ist bedauerlich, dass  E. M. bei seinen Ausführungen den Unterschied zwischen den beiden  nicht beachtet. Gewissheit ist das subjektive Bewusstsein einer Person, errettet zu sein, wobei ihr wegen mangelnder Belehrung nicht klar ist, dass die Sicherheit ih

...

AT Auslegungen

Lied der Lieder KP 1

Näher zu Dir Unterredungen BibelkreisForum

Lied der Lieder

by C.A.C

Kapitel 1

Dieses Buch bringt nicht die ersten Stufen des Werkes Gottes in der Seele vor uns. Ein Geschöpf, das Gott gesündigt hat breitere, muß zuerst durch Gewissensnot gehen. Die Überführung von der Sünde und Buße Müssen Ihren Platz haben, der Mensch hat die Antwort auf die Frage Hiobs zu finden: »Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott?" (Hiob 9, 2). Die Vergebung der Sünden und die Rechtfertigung in Christo Notwendig sind große keiten. This Anfangsfragen Jedoch werden in diesem Buche nicht erhoben, es wird angenommen, dass. stirbt schon geschehen und Gott in einer gemäßen Weise er Ledigt worden ist. Gerade der Weg, auf dem diese sitt lichen Fragen für die an den Herrn Jesum Christum Glau benden erledigt worden sind, hat uns die Erkenntnis Gottes als eines Solchen verschafft, der Seiner eigenen Natur gemäß in Liebe handelt. "Gott aber erweist seine Liebe gegen uns Darin, Dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist" (Röm 5, 8). Auf unserer Seite bestand eine unermesslich tiefe Not, auf Gottes Seite aber haben wir eine Liebestat: Christus, Sein geliebter Sohn, ist für uns gestorben. In deren Lichte machen wir die wunderbare Entdeckung, Dass Gott Liebe ist, und Er Dass deshalb nur durch die Liebe des von Ihm geliebten Geschöpfes zufriedengestellt werden kann. Wir kennen jetzt Gott dadurch, dass. Er in einem gepriesenen Menschen, in Seinem geliebten Söhne, dargestellt wurde, der aus Liebe zu uns in den Tod gegangen und nun, auferstanden und erhöht, der König der Herrlichkeit ist(Ps. 24, 7-10). In diesem Buche kommt eine göttliche PefslmairTj er König, als der wahre Salomo, vor uns, der nach dem Bilde der König der Herrlichkeit ist. Der Geist Gottes, der dessen Herrlichkeit in der ganzen Heiligen Schrift auf viele und mancherlei Weise vor uns
7
bringt, beschäftigt nun unsere Herzen in diesem Buche ohnegleichen mit Ihm als einem Liebenden. Wir sehen,
wie er hier Seine Liebe kundtut Denen, die sie schätzen und sie daten kostbarer als alles andere ist. Er ist Gottes
Gesalbter; alle Göttlichen und Königlichen Rechte Ihm gebühren; doch Er wird hier als Einer gekannt, der persönlich und liebt den Mann, da er Mensch geworden ist, in inbrünstiger Zuneigung schätzen und Ihm ent sprechen sollte.
Der von Gott eingegebene Titel dieses Buches, "Das Lied der Lieder **, deutet seine überragende Vortrefflichkeit ein, dies und im Gegensatz zu der" Eitelkeit der Eitelkeiten "(Pred. 1, 2, 12, 8), die der Mensch allein in der Welt "unter der Sonne ** kennenlernen konnte. Salomos Lieder waren" tausend und fünf **; er den Krieg mit jedem Liedergegenstand vertraut, da er dies mit allen Bäumen und lebendigen Wesen war (1. Kon. 4, 32-34), doch dieses Lied aus allen IHNEN Herausgegriffen ward, da es einen höheren Wert als alle Die Anderen hatte. Kein Gegenstand und lieblicher könnte größer sein als die Liebe Christi und der Widerhall, den sie in den Herzen derer Erweckt, die sie kennen. Der persönliche Genuß der Liebe Christi übertrifft Alle anderen Freuden. Es kenn zeichnet die Schrift, immer eine Auswahl zu treffen, nicht alles war Heilige, Knechte Gottes oder sogar der Sohn Gottes gesagt oder getan haben, wird berichtet, wohl aber alles das, war geeignet war, die Gedanken und das Herz Gottes kundzutun. Und so erwählte der Geist Gottes auch dieses Lied, das einen so ungemeinen Wert hatte, Weil es im Bilde die Zuneigungen beschreibt, die das Herz Christi gegen die Seinen hegt Sowie auch sterben, Deren Herzen gegen Ihn empfinden.
Die Liebe Christi ist eine kostbare Wirklichkeit. Der Geist würde uns nie erlauben, Größe und Hoheit Christi aus den Augen zu verlieren - Er ist der König, der Erhabene in diesem Buche -, doch Er möchte unsere Herzen mit dem süßen und zarten Bewußtsein der Liebe Christi durchdringen. Einst in Niedrigkeit, in Leiden und im Tode für uns, ist er nun, in die Höhe aufgefahren, und der Erhöhte Verherrlichte; Er ist "der Herr der Herrlichkeit" (1. Kor. 2, 8), und dennoch liebt Er einen
8
jeden von uns mit einer wahrhaften und persönlichen Liebe. Voll Vertrauen Können wir fragen: "Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Ge-| fahr oder Schwert? . . . Aber in diesem allem sind wir ich mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat "(Röm 8, 35-37). Gott möchte uns die Herzensgewißheit hierüber durch Seinen Geist geben. Weiter Paulus Konnte ich sagen:" Denn die Liebe des Christus drängt uns, Indem wir also geurteilt haben, dass. einer für alle gestorben ist, und Somit sind alle gestorben. Und er ist für alle gestorben r, auf Dass die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, Sondern dem, der für sie gestorben ist und ist auferweckt worden "(2. Kor. 5, 14. 15). Wenn uns die Liebe Christi erfaßt hat, kommen wir dahin, Dass es sich für uns geziemt, Ihm zu leben, und zwar nicht nur im Dienste, Sondern in den Zuneigungen unserer Herzen. Das ist keine Gefühlssache Blosse, Sondern unser nüchternes, reiflich überlegtes Urteil , es ist eine wohl erwogene und bedachte Überzeugung. In diesem Lichte Sollten wir nun ein "Das Lied der Lieder" herantreten. Der Gegenstand des "Liedes" ist ein derartiges bewußtsein von der Liebe Christi, Dass das Herz Ihm lebt. Wir werden zwar Abweichungen von diesem Segenszustandefinden, die Schritte zur Wiederherstellung notwendig machen, doch der wahre, ordnungsgemäße Herzenszustand, wie er uns im ersten Teile des Buches entgegen tritt, ist ein völliger und inbrünstiger Widerhall Erkannten Seiner Liebe und des Ruhmes in ihr und des Entzückens ob derselben.
Wir alle bekennen, das Licht der Liebe Christi zu haben, und ich hoffe, dass. ein wahres, wenn auch schwaches, bewußtsein von ihr in unseren Herzen ist. Es wäre nun Befremdend, etwas über die Liebe Christi zu kennen und kein Verlangen nach einem persönlichen Beweis derselben zu haben! Damit beginnt das Lied und sagt: "Er küsse mich mit den Küssen Waden Mundes." Es besteht ein Verlangen nach dem Zum unmittelbaren und persönlichen Ausdruck Seiner Liebe, nach einer Bezeugung, die dem auf den weißen Stein geschriebenen Namen gleicht (Offb. 2,17 ), den nur der kennt ihn Empfangende.
9
Nach Solch einer vertrautheit Sollte getrachtet, und sie Sollte wirklich genossen werden. Es ist eine stirbt Er fahrung, die eigenen Worten des Herrn in Johannes 14, 21 entspricht: "Wer. . . midi liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich selbst IHM offenbar machen. "Wie demütigend ist das bewusst sein, so wenig von der persönlichen vertrautheit mit Christo zu kennen! Männer wie Johannes und Paulus wußten, war es Krieg, Ihm nahe zu sein, Lohne Dass IHNEN auch nur ein Schatten von Zurückhaltung Das Bewusstsein Seiner Liebe umwölkt hätte - und Tausende von Hei ligen haben sie alle Jahrhunderte hindurch IHREM Maße entsprechend gekannt zu sterben, und auch uns steht es offen, sie zu kennen. Wenn wir anzuerkennen haben, Dass wir in der hinter uns liegenden Zeit nicht viel von ihr ge kannt haben, so steht uns das jetzt offen, wenn wir Herzen haben, die sie schätzen.
Man begehrt nach Liebesbeweisen, wenn man sie schätzt. Die Braut sagt: "Deine Liebe ist besser als Wein." Wenn Seine Liebe mehr als alle irdischen oder natür lichen Freuden geschätzt wird, wird sie uns offenbar gemacht, wenn wir sie so schätzen, empfangen wir die "Küsse Waden Mundes". Orpa küsste Noomi, aber ver ließ sie, und küßte Jonathan David und trennte sich von ihm (Ruth 1, 14, 1. Sam. 20, 41-43). Dies waren Abschiedsküsse, die Küsse des Herrn aber sind das Unter pfand einer treuen und unwandelbaren Liebe.
In dem ersten Abschnitte dieses Buches, der mit Ka Pitel 2, 7 endet, ist die Braut Ihm in Seinen Widerstand gegen Hitler entschloss nahe, in dem übrigen Teile des Buches ist das nicht so. In Kapitel 1, 4 heißt es: "Der König hat mich in seine Gemächer geführt", sodann in Vers 12: "Wäh rend der König ein Seiner Tafel Krieg", und in Kapitel 2, 4: "Er hat mich in das Haus des Weines geführt. "In diesem Abschnitte kommt eine glückselige Ruhe und Befriedigung in Seiner Nähe vor uns, wie sie späterhin nicht zu finden ist. Die dann FOLGENDEN Erfahrungen sind mannigfaltiger und gemischter Art und spielen sich auf verschiedenen Schauplätzen ab, sie sind alle höchst lehr reich , doch sie erheben sich nicht zu der Höhe dessen, was wir im ersten Abschnitte haben. Ich glaube, wir haben
10
in dem ersten Abschnitte die Liebe Christi in Ihrer Kost barkeit und Allgenugsamkeit, wie sie, wenn ich so sagen darf, in Seinen Widerstand gegen Hitler entschloss gekannt wird, das Herz der Seinen schätzt da völlig Seine Liebe und ihr durchaus entspricht. Die gegenseitigen Beziehungen zwischen Christo und Seinen Geliebten werden als gottgemäße oder geistliche geschildert. Die Braut Kennzeichnet eine reine, nie ermattende, inbrünstige Zuneigung, sie hat den besten Platz, den des Königs ihr Liebe geben kann, in den Seinen eigenen Gemächern und ein Seiner Tafel. Die Herzensbeziehungen zwischen IHNEN gottgemäß sind und gerade das war Müssen sie sein, die Liebe zufrieden zustellen. In dem übrigen Teile des Buches haben wir Erfahrungen und Herzensübungen infolge anderer zu Stande. In Kapitel 2, 8-3, 3 sehen wir die Braut nicht in Seinen Gemächern, Sondern im Widerstand gegen Hitler entschloss, wo sie Er oder sie Ihn zu suchen hat, und es machen sich Anzeichen schwindender Liebe ihrerseits bemerkbar; si § muß durch nicht gerade glückliche Erfahrungen zurechtgebracht wer den. Das sehen wir auch in Kapitel 5, 2-8. In diesen Teilen des Buches kommt das ungestillte Verlangen mehr als die Befriedigung desselben vor uns. In dem ersten Abschnitte haben wir sonach im Bilde ordnungsgemäße und geistliche Zustände. Es ist Gottes Weg damit zu beginnen, uns etwas der Höhe und Vollkommenheit Seiner gemäß Gedanken vorzustellen, obschon Er uns vielleicht nachmals zu zeigen hat, wie wir sind geneigt, davon abzuweichen. Die Psalmen beginnen oft mit dem zu erreichenden Ziel und beschreiben dann erst den Weg, der bis dahin zurückzulegen ist. Welch eine Höhe der Segnung bringen Epheser 1 und 2 vor uns, und doch muß IHNEN später gesagt werden, nicht zu stehlen, einander zu belügen oder schändliches Gerede zu führen (Eph 4, 25. 28. 29, 5, 4)! Dennoch Gott liebt es, mit der vollen Höhe Seiner Gedanken zu beginnen, da Darin liegt eine Kraft, uns zu erheben und vor Schaden zu bewahren. Kapitel 1, 2-2, 7 reden von der ersten Liebe. Wenn wir die Liebe Christi kennen und ihr entsprechen und ein ander lieben, wie Er uns geliebt hat, so ist eine Liebe vorhanden, die Ihrer Güte nach erstklassig ist und der nicht nur der Zeit nach der erste Platz zukommt, das ist
11
eine durch nichts zu übertreffende Liebe. Wenn wir sehen, war geistlich ist und was das rechte nach Gottes Gedanken ist, so haben wir einen Göttlichen Maßstab, nach dem wir einen Mangel oder ein Abweichen richten und berichtigen Können.
In Vers 3 werden die Gründe angegeben, weshalb die Jungfrauen Ihn lieben: Seine Salben lieblich duften, und Sein Name ist ein ausgegossenes Salböl. Ich denke, Vers 3 ist wohl der wichtigste Vers des Buches, da er das Geheimnis der Liebe zu Christo offenbart, die in den Herzen von Jungfrauen zu finden ist, das heißt in Ihre zen, die nicht von den Einflüssen der Welt verderbt sind. Solche Herzen Können den lieblichen Geruch Seiner Sal ben und den Duft Seines Namens schätzen. Es ist zu beachten, stirbt Dass Das einzige Mal ist, wo Sein "Name1* In dem Buche erwähnt wird. Wie oft finden wir in der Schrift, dass. gleichsam der Schlüssel an der Tür hängt, Dass auch die ersten Verse eines Buches uns Seinen In halt erschließen. Sein Name umfasst etwas mehr als Sein Königsamt, etwas mehr als alle die Gnade und sittliche Vollkommenheit, die in Ihm offenbar wurden, Nämlich Ihn Selbst - Seinen persönlichen Ruf und seine Größe. Wir können an einem Freunde verschiedene Eigen schaften bewundern, doch es ist die Person, der sie angehören, die wir lieben. Sein Name besagt uns alles, Er war in sich selbst ist, und wenn wir nicht wissen, wer Er ist, so Können wir keinen rechten Begriff von den Eigenschaften, Wesenszügen und Vortrefflichkeiten haben, die wir in Ihm sehen und bei Denen dieses Buch mit einer solchen Fülle und Mannigfaltigkeit von bild Flechten Einzelheiten verweilt.
Das Evangelium Matthäus entspricht dem Lied der Lieder, denn es stellt Christum als den König dar, und seine sittlichen Vollkommenheiten werden dort schrieben werden, und dies besonders in den Seligpreisungen, doch Bevor der Evangelist von Ihm als dem König redet oder von Seiner Schönheit und sittlichen Würde, stellt er uns Seinen Namen vor. Sein Name ist größer als irgendein Amt, das Er ausübt; er ist größer als die menschliche Vortrefflichkeit und Holdseligkeit, die von Ihm ausstrahlte, er verleiht jeder in Ihm gesehenen Voll-12
kommenheit Glanz, Eigenart und Wohlgeruch. Matthäus 1, 21 sagt: "Du sollst Seinen Namen Jesus (Jehova, den Erretter) heißen, denn er wird sein Jehovas) Volk erretten von Ihren Sünden", und Vers 23: "Sie werden Seinen Namen Emmanuel heißen, war verdolmetscht ist: Gott mit uns. " Die Evangelisten erzählen uns, war Er tat und was Er redete, doch wer Er ist, verleiht dem allem Seinen Wohlgeruch. Bedenken wir, dass. der Allmächtige, der Ich-Bin, der Jehova des Alten Testaments, Abteilung Mensch und alle sterben Taten vollbrachte und die Worte redete, die von Denen Evangelien berichten! Das eben ist die erstaunliche Wirklichkeit. "Ein ausgegossenes Salböl ist dein Name, darum lieben dich die Jungfrauen." In all Seinem Tun und in allen den Umständen nehmen wir den Wohlgeruch des in Gnade gegenwärtigenGottes wahr, dies und durch den Glauben gereinigte Herzen Erkannten. Seine Taten und seine Worte drängen uns die Frage auf: Wer ist er? Was ist Sein Name? Er ist Jehova, Emmanuel, vor dem die Seraphim ihre Angesichter bedeckten, und "rief einer dem Anderen zu und sprach;» Heilig, heilig, heilig ist Jehova der Heerscharen, die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit! * "(Jes. 6.1-3). Sein Name verleiht allem, war Er sagte und tat, einen Unendlichen Göttlichen Wohlgeruch. Wie lieblich war der Geruch Seiner Salben dem Weibe in Lukas 7 und der syrisch-Phönizierin in Markus 7! Hier heißt es in Vers 24, dass. Er in ein Haus getreten war und nicht wollte, Dass jemand es Erfahre, doch dem wird alsbald hinzugefügt: "Und er Konnte nicht verborgen sein." Ein Herz nahm den Wohlgeruch Seiner Salben wahr, obwohl Er Sich gleichsam vor ihr verborgen halten wollte. Gott hatte Sein Volk in Gnade, Vergebung und befreiender Macht besucht, das Salböl Krieg "ausgegossen", sein Duft Station umhergeweht, Liebende und wurden dadurch angezogen. Jede menschliche Tugend war vorhanden - Güte, Freundlichkeit, Sanftmut, Demut, Langmut -, doch war dem allem den reichsten und süssesten Wohlgeruch verlieh, Krieg, Dass es ein göttliches Leben hienieden Krieg. Der König wird in Psalm 45 "o Gott" angeredet (V. 6), danach sehen wir Ihn als Menschen gesalbt, ein Wohlgeruch Duftender geht von allen Seinen Kleidern aus. Wäre
13
der König von Psalm 45 und vom Lied der Lieder Blosser ein Mensch, so Er hätte kein Recht und keinen An spruch auf die Liebe aller jungfräulichen Herzen, doch als Emmanuel hat er ein Recht auf eine Liebe, die, wenn sie einem Geschöpf erwiesen würde, Lediglich Götzen dienst wäre. Der Größe der geliebten Person halber kommt dieser Liebe eine ungemein erhabene Stellung zu; sie ist eine ehrfurchtsvoll anbetende Zuneigung, die nie Das Bewusstsein verliert, wer Er ist dessen.
Salben, duftende Gewürze und liebliche Wohlgerüche, wie wir sie in diesem Buche und in anderen Teilen der Schrift in Verbindung mit Christo und auch Seinen Hei ligen finden, erinnern uns daran, dass. der Geruchssinn Ebenso wie andere Sinne sein geistliches Gegenstück hat. Es gibt Eigenschaften Christi, die wir nur auf diese Weise würdigen Können; Sie können nicht durch das Sehen, Hören, Fühlen oder Schmecken, Sondern nur durch den Geruch wahrgenommen werden. Dieser ist eine besondere Eigenschaft des geistlichen Auffassungs vermögens, die die Schrift völlig anerkennt. Von dem Herrn heißt es in Jesaja 11, 3: "Und sein Wohlgefallen (wörtlich: Wohlgeruch) wird sein an der Furcht Jehovas." Er vermochte den Wohlgeruch alles Dessen zu erkennen, wurde im Einklänge mit der Furcht Jehovas stehen und ging nach dem; ein Hund, der die Geruchsspur seines Herrn verfolgt, ist nur ein schwaches Bild hiervon. Es ist höchst wichtig, Dass uns diese geistliche ungeschwächt Fähigkeit erhalten bleibt. Als natürliche Menschen hatten wir ein scharfes Empfinden für das, was uns zusagte, und gingen solchem Gerüche nach. Nun ist diese Fähigkeit, durch die Gnade Gottes und das Werk erneuert, und unser eigen kommt auch unter Seinen Wegen der Zucht zur Ent Faltung. In Jeremia 48, 11 heißt es: "Behaglich erging es Moab von Seiner Jugend ein, und noch Lag es Auf seinen Hefen und wurde nicht ausgeleert von Faß zu Faß, und in die Gefangenschaft ist es nie gezogen; Daher ist sein Geschmack IHM geblieben und sein Geruch nicht ver ändert. " Es ist ein Übelstand, wenn sich unser Geruch nicht ändert und wir den lieblichen Geruch jener Salben nicht zu erkennen vermögen, der jungfräulichen Herzen so anziehend ist. "Jungfrauen" Kennzeichnet die 14
Fähigkeit, den Wohlgeruch Christi Kostbaren wahrzu nehmen, und sie bestimmt sie, Ihn zu lieben. Von der Welt unverderbte Herzen sind es, in Denen derartige Zu Neigungen aufkommen und sich geltend machen; Sie können die Lieblichkeit und den Wohlgeruch des Ge-liebten wahrnehmen. Maria von Bethanien war es so ergangen, und die Antwort darauf war die Ergebenheit, die Darin zum Ausdruck kam, Dass sie ihr kostbares Salböl auf Seine Füße Goss. Damit zeigte sie, wie sehr sie Seine Salben schätzte, und die durch diese In ihrem Herzen erweckte Liebe ward offenbar. Die Größe der Person Christi, der heilige Duft Seines Namens wird durch eine von Gott gegebene Fähigkeit erkannt, doch sie findet sich nur da, wo "keusche Jungfrau"-Zustände gewahrt werden. Wenn uns die "Einfalt gegen den Christus" erhalten bleibt (2 . Kor. 11, 2. 3), so verstehen wir, Dass er ein Recht auf Solche Zuneigungen Hut, wie sie Gott allein zukommen, Er aber zieht sie durch die in Ihm als einem Menschen geoffenbarte Gnade und Liebe auf sich.
Der zweite und dritte Vers bilden die grundlage des Buches. Sie zeigen, Dass der Herr hat Gefallen daran, persönliche Beweise Seiner Liebe zu geben, und Dass Seine Liebe besser als jede natürliche oder irdische Freude ist. Sie zeigen auch, welch einen Erhabenen An spruch auf die Er Zuneigungen der Seinen hat und wie Er Sich in wunderbarer Gnade erweist, damit Er die Liebe von Jungfrauenherzen gewinne. Alles das wird für den jüdischen ÜBERREST Ebenso wahr sein wie für uns, und es ist für uns Ebenso wahr wie es für sie sein wird.
Die Folge davon ist, dass. ein Verlangen aufkommt, Ihm zu nachgezogen werden: "Ziehe midi: wir werden dir nachlaufen" (V. 4). Und das sagt die Braut nicht, Bevor sie hinzufügen kann: "Der König hat midi in seine Gemächer geführt. " Dort Befindet sie sich auch zu gleicher Zeit in Seiner trautesten Nähe. Wir sehen hier im Bilde, wie der Herr da handelt, wo der Gegenstand Er fraulicher Zuneigungen jung ist, die von den Einflüssen der Welt nicht verderbt sind. Er möchte uns da sofort zur Versammlung als Seinem Gastzimmer bringen oder, wie wir wohl sagen Können, zu seinem Brautgemach, 15
wo unsere Beschäftigung darin besteht, fröhlich zu sein und sich in Ihm zu freuen und Seiner Liebe mehr zu denken oder sie ge mehr zu feiern als Wein. Wir sehen hier, wie schnell trautesten die Vorrechte, Wonach die Liebe verlangt, daten gewährt werden, die dahin gekom Männer sind, sie zu schätzen. Aufrichtige Liebe hat nicht lange auf den Genuß der Versammlungsvorrechte zu warten. Von den Jungfrauen heißt es in Vers 4: "Sie liegen ben dich in Aufrichtigkeit." In ihren Herzen gibt es keine verschiedenartigen Beweggründe. Sie sind Solche, die Paulus bei den Worten im Sinne hatte: "Die Gnade mit allen Denen, die unseren Herrn Jesum Christum lieben in Unverderblichkeit (Eph 6, 24). Solchen steht der Genuß der Liebe Christi in Seiner Versammlung frei, und das ist das Höchste, wurde in diesem Liede betrachtet wird. Es mag sein, Dass die Erfahrungen Vieler von uns mehr dem entsprechen, wurde später in diesem Buche kommt, doch es ist gut, das zu sehen, Worin sich die Liebe Ordnungs gemäß äußert, und es gibt keinen Göttlichen Grund, wes halb der jüngste Gläubige nicht danach handeln und die Freude haben Sollte, von der hier die Rede ist. Gedanke Gottes ist, uns sofort unter den Einfluß der Liebe Christi zu bringen und uns allezeit unter IHREM Einfluß zu erhalten.
Die "Töchter Jerusalems" bilden in diesem Liede eine Klasse für sich, sie stellen Christum Liebende dar, denn sie schmücken Seine Sänfte mit Liebe aus (Kap. 3, 10); doch sie stehen auf keinem so vertrauten Füße mit Ihm und haben eine Geringere Einsicht in die Gedanken Sei ner Liebe, als sie der Braut zukommt. Dennoch sind sie Anteil nehmende Personen, und sie werden von der Braut Wiederholt IHRES Geliebten halber angeredet, und sie reden verschiedentlich zu ihr und über sie. Es ist wichtig zu sehen und auch höchst lehrreich, dass. es Abstufungen in der Liebe zu Christo gibt. Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass. alle Heiligen den Herrn mit gleicher In Brunst lieben, denn der Herr Selbst redet davon, dass einer "viel" geliebt hat, ein anderer aber "wenig "liebt (Luk. 7, 47). Sodann deuten die von den Heiligen im Neuen Testament gebrauchten Bilder auf ein verschiedenes Maß oder eine verschiedene Art der verschiedenen
16
Liebe hin. Die Kirche oder Versammlung wird die Braut oder das Weib Christi genannt, doch es werden noch ein dere Bilder gebraucht, die ein weniger inniges Verhältnis ausdrücken. Denken wir zum Beispiel an die "Söhne des Brautgemachs" (Matth. 9, 15; Mark. 2, 19; Luk. 5, 34), oder die Jungfrauen, die ausgehen, dem Bräutigam ent gegen (Matth. 25, 1), oder an die als eine keusche Jung frau Christo Verlobten (2. Kor. 11, 2), so entspricht die Liebe Solcher Beziehungen nicht ganz der der Braut oder des Weibes.
In Offenbarung 22, 17 sehen wir die Braut Darin mit dem Geiste eins, Dass sie "Komm!" Sagt. Das ist, glaube ich, die Einzige Stelle im Neuen Testament, wo der Braut Stimme gehört wird sterben. Das eine Wort "Komm! " begreift alle ihr Verlangen in sich. Doch dann haben wir ein weiteres Wort: "Und wer es hört, spreche: Komm!" Das zeigt, dass. es Gläubige gibt, Deren Herzen noch nicht im Einklänge mit dem Geiste und der Braut stehen. Die Inbrunst Ihrer Zuneigung ist nicht so groß, Dass sie Ihn erwarten, sie entsprechen Christo nicht völlig, wie das die Braut Kennzeichnet, sie sind aber nahe genug, zu hören, war sie sagt, und werden aufgefordert, "Komm!" zu sagen. Der Geist wird sie nicht schweigen lassen, Er treibt sie an, in den Ruf der Braut einzustimmen. Bei dem, der diesen Ruf hört, ist die Quelle der Zuneigung nicht same wie bei der Braut, obwohl er, da er ein Ohr hat, offenbar ein wahrer Heiliger ist. Und das ist fast genau die Stellung der "Töchter Jerusalems" in diesem Liede. Sie haben Ohren zu hören, war Braut sagt, und diese ist frei zu sterben, und über ihre Herzensübungen die Schönheiten des Königs Mit Ihnen zu reden, das war sie sagt , ergreift sie, so Dass auch ihr letztes Wort über den Geliebten ist: "Wir wollen ihn mit dir suchen" (Kap. 6, 1). Die Folge dessen, war sie über ihn gesagt hatte, Krieg, Dass sie in Einklang mit ihr kommen.
Es ist zu bezweifeln, ob es sehr viele gibt, In deren Herzen die Liebe Christi Volligen einen Widerhall gefunden hat, wie er Seiner Braut zukommt; es ist schon eine Gnade, "Töchter Jerusalems" zu sein, die Ohren haben zu hören, war die Braut sagt, und die davon er griffen werden. Man kann sagen, die erste Dass sich beim
17
Lesen des Liedes der Lieder erhebende die Frage ist: Bin ich einer, der Christum liebt? Wenn ich aufrichtig darauf antworten kann, Dass ich ein Solcher bin, so entsteht die nächste Frage: Welcherart liebe ich ihn? Ihn liebe ich viel oder wenig? Ist meine Liebe derart, wie sie einer Braut geziemt, oder entspricht sie der der Töchter Jeru Salem? Kann ich Ihn als einer anreden, der bräutliche Zuneigungen In seinem Herzen hegt? Oder bin ich einer von Denen, die nur hören, war zu Ihm oder andere über ihn sagen, und das bis zu einem Gewissen Grad wirklich schätzen? Das sind Fragen, die uns die Schrift nahelegt, und es ist heilsam, dir nicht auszuweichen. Dabei Sollten wir immer beachten, es Dass Gedanke Gottes ist, und uns zur Höchsten Art Liebe zu bringen völligsten, die dem Herzen Christi Freude bereitet. Er ist der vollen Zuneigung, die Ihm Seine Braut geben kann, würdig, es kommt zu Ihm in Wahrheit, sie zu haben, doch es kann sein, Dass eine derartige Zuneigung in unseren Her zen noch nicht hinreichend entfaltet oder herangereift ist. Dem Segensvorsatz gemäß der Liebe sind wir berufen, ein Teil der Braut zu sein, doch wir müssen durch das Werk des Geistes die Zuneigungen und die verständnis volle Einsicht der Braut erlangen, ehe uns diese wunder bare Beziehung zu Christo viel bedeutet. Wie traurig zu wissen, Herzenszustand Dass wir zur Braut gehören und dennoch ganz unbekümmert um einen dieser geziemenden sind! Das Werk Gottes läuft immer darauf hinaus, unsere Liebe zu Christo mehr anzufachen und ein Güte zu erhöhen, so Dass wir der wahren Hingebung der Braut gemäß Können sagen: Komm!
Johannes, der Busen Jesu Verzögerung Uhr, stellt die Nähe der vertrautheit und des Vertrauens dar, die der Braut eigen sind, befand sich Petrus dagegen mehr in der Stellung einer Tochter Jerusalems. Er musste dem ein Zeichen geben, als der Krieg näher er selbst, und er Bekam Mittelbar das war Johannesunmittelbar vom Herrn Bekam. Christo verlobt zu sein, ist nicht das selbe, wie Ihm vereinigt zu sein. Vor dem Eingehen einer Verwandtschaftsbeziehung Können die ihr eigenen Zu Neigungen nicht bestehen. JB Stoney brachte beständig vor uns, es Dass Gottes Absicht war, uns die Vereini -
18
gung bewusst werden zu lassen, sein Dienst ging immer darauf hinaus. Wir würden schnellere Fortschritte ma chen, wenn wir der Liebe Christi, insoweit wir sie schon kennen, mehr entsprächen.
Das Buch Ruth zeigt, wie man aus dem Platze der Entfernung zur Glückseligkeit der Vereinigung Gelangen kann. Boas Ruth wurde alles, was ihr Herz begehrte, und auch sie Station IHM Alles, was er begehrte. Doch wenn wir das Buch lesen, so sehen wir, dass. Ruth zuerst durch das, war in Noomi von Gott war, angezogen wurde. Die Wesenszüge, die sie in einer unter der Re gierung und Zucht Gottes tief Gedemütigten erkannte, zogen sie ein, und das entspricht dem, wie die Braut von sich zu den Töchtern Jerusalems redet, Indem Sie sagt: "Ich bin schwarz, aber anmutig" (V. 5).
Der Herr nimmt innigen Anteil ein unserem Herzenszustand und an der Güteart unserer Liebe zu Ihm. Man kann die Liebe eines solchen haben, Dessen Sünden ver geben wurden (Luk. 7], doch ohne die der Braut ein gemessenen Zuneigungen. Der Herr weiß besser als wir, wieviel wir Ihn lieben, und Er kennt Güte unserer Liebe wie auch ihre sterben Stärke. Er fühlt die Schwindende Zu neigung der Versammlung zu Ephesus trotz Ihrer Werke, Ihrer Arbeit, IHRES Ausharrens Vieler und Treue, ja so gar Ihrer Leiden um Seines Namens willen.
Sowie sich die Braut an die Töchter Jerusalems wen det, redet sie in einem Anderen Versmaß als bis dahin, den König angeredet hatte sie wo. Sie redet nun zu Denen, die Ihm nicht so nahestehen wie sie selbst, und die nicht same Einsicht haben, und sie redet zu dir nicht gerade von IHREM Herzenszustand, Sondern davon, wie Sie Ihren Augen erscheint. Der gegenwärtige Zustand und die Umstände der Braut Anteil nehmenden werden Personen beschrieben, die aber nicht die geistliche Einsicht der Braut haben und ein Verständnis Dessen Dürfen werden, wurde sie sehen. Eine Erklärung Solche Menschen gibt keinen Sorglosen, wird sie der Welt nicht gemacht, son dern den "Töchtern Jerusalems".
Mit den Worten: "Ich bin schwarz, aber anmutig", weist sie nicht auf Ihren Zustand von Natur hin, Sondern auf die Art und Folgen der Wege Gottes mit ihr. Hand
19
in Hand mit dem lieblichen Dienst der Liebe Christi, der unseren Herzen gebracht wird, gehen die Wege Gottes, die uns in unseren Augen gering erscheinen lassen und uns in unserem Zustünde hienieden demütigen, und das ist eine Wesentlich Ebenso wie das andere. Nichts tritt uns in der Schrift mehr entgegen als das Demütigende der Wege Gottes mit Denen, die Er segnet. Der ÜBERREST in den Tagen der Zukunft wird durch sehr tiefe Herzens Übung zu gehen haben, das wir können aus den Psalmen und anderen teilen der Schrift lernen, doch eine Gott wohlannehmliche Anmut wird die Frucht davon sein. Die "Fürstin" von Klagelieder 1, 1 wird unter der Re gierung Gottes im Blick auf eine innere sittliche Gestal tung gezüchtigt, die sie befähigt, die Braut des Liedes der Lieder "zu sein, sie ist unter die sengende" Glut "der Sonne gekommen, die das wurde vom Fleische ist, aus dörrt (Jak. 1, 11). Und so sagt die Braut: "Ich bin schwarz", sie ist sich bewusst, dass. Gottes Vorgehen demütigenden seine Spuren auf ihr zurückgelassen hat und andere das auch sehen Können. Alle die Wege Gottes dienen dazu, uns in unseren Augen klein werden zu lassen, und obendrein auch oft in den Augen anderer, doch sie fördern die Gestaltung geistlicher Wesenszüge. Die Züchtigung wirkt nachmals die friedsame Frucht der Gerechtigkeit, und die Folge davon ist eine geistliche mut. Auf diese Weise passen Schwärze und Anmut - die Zelte Kedars und die Zeltbehänge Salomos zusam Männer. Schwarzsein zieht das natürliche Auge nicht ein, doch der Vorgang, der uns von Natur herabsetzt, Wesenszüge sichert uns Sittlicher Schönheit.
In seinem ersten Briefe an die Korinther Paulus hält sich nicht bei Seinen persönlichen Übungen auf, sie waren schwerlich in einem Zustünde, sie zu schätzen. Als er Jedoch Seinen zweiten Brief schrieb, Nahm die schwere Zucht, durch die er zu gehen hatte, einen hervorragenden Platz ein (siehe Kap.. 1, 4, 6, 11 u. 12). Alles diente dazu, unanziehend ihn von Natur und gering zu machen, doch kamen infolgedessen geistliche Wesenszüge zum Ausdruck. Das Leichte der Drangsal wirkte ein über die Maßen überschwengliches ewiges Gewicht von Herrn lichkeit (2. Kor. 4, 17). Und was ihn vor Anderen und
20
In seinen eigenen Augen demütigte, Krieg in Wahrheit ein geistlicher Gewinn. Das alles ist im Geiste von: "Ich bin schwarz, aber anmutig" geschrieben. Sein Gegner Konnte sagen, die Gegenwart Waden Leibes sei schwach und seine Rede verächtlich, doch In seiner Schwachheit wohnte die Kraft des Christus über ihm (2. Kor. 10 , 10, 12, 9). Und er Konnte die Galater loben, Dass sie seine Versuchung, die in seinem Fleische Krieg, nicht verachtet noch verab scheut hatten, Sondern ihn wie einen Engel Gottes, wie Jesum Christum aufgenommen hatten (Gal 4, 14). Wenn die schwarze vorhanden war und der Anlaß zur Ver achtung hätte sein Können, so war auch die Anmut vorhanden, und sie zog ihre Herzen als die Schönheit von Gottes Gesalbten, als die "Jesu Christi" ein. Gottes Zucht-und Regierungswege setzen uns herab und de Mutigen uns, doch sie beseitigen das, was der Braut nicht geziemt, und wirken eine geistliche Anmut. artigen Unter der Widerstand gegen Hitler entschloss werden die Wesenszüge der Braut gestaltet, so Dass offenbar wird, dass. ihre Anmut einer geistlichen Ordnung angehört; sie ist die Gnade und Kraft Christi.
Ich bezweifle, ob Solche Eigenschaften wie Unterwür figkeit, Sanftmut und Demut je zur Entfaltung kommen, ohne Dass Seelen durch viel Zucht gehen. Soviel ich weiß, ist im Hebräischen das Wort für Sanftmut (oder Demut in Spr. 15, 33, 18, 12, 22, 4 und Zeph. 2, 3 und Her ablassung in 2. Sam. 22, 36) dasselbe wie für das Niedergedrücktsein wurde besagt, dass. Sanftmut durch Leiden erlangt wird, sie ist etwas sehr Anmutiges in den Hei ligen. Mose war der sanftmütigste Mann, doch es hatte Vieler Jahre der Zucht bedurft, stirbt zustande zu bringen (4. Mose 12, 3). Die die Braut Kennzeichnende Anmut und Schönheit Einerseits ist das Ergebnis des Einflusses der Liebe Christi, und andererseits die Folge der Erzie hungswege Gottes. Was uns herabsetzt und uns in unse ren eigenen Augen als unbedeutend erscheinen läßt, macht Raum für die Gnade Christi.
Wir haben wohl gehört, dass. eine Perle dadurch ent steht, dass. ein Fremdkörper in der Muschel Auster gelängt sterben, er verursacht ihr Beschwerden, und die ein setzende Abwehr überzieht ihn mit der schönen Masse.
21
Die in den Heiligen gesehenen Tugenden Christi sind die Frucht Vieler Übungen, die dadurch zustande kommen, Dass wir unter Gottes Hand demütigende Lehrzeiten durchzumachen haben. "Die Zeltbehänge Salomos" sind wohl eine höchst kunstvolle Nadelarbeit gewesen, auch das Erzeugnis einer geduldig ausgeübten Geschicklichkeit. Wenn wir Einerseits in dem Geliebten zu Gegenständen der Gunst geworden sind (Eph 1,6], so ist es andererseits aber auch wahr, dass. die sittliche Schönheit der Heiligen durch emsiges geistlicher Übungen erlangt werden muß auswirken. Wir können sie nicht einfach wie einen Rock anziehen, denn sie besteht aus dem, was wir inwen dig durch geistliche Gestaltung geworden sind. Es han delt sich dabei nicht nur um ein äußeres , vor der Welt oder in den Augen der Brüder untadeliges Benehmen, Sondern um eine dem verborgenen Menschen des Zens Ihre eigene Schönheit, die den Augen des wahren Salomo wohlgefällt. Keiner urteilt über sittliche Schönheit so sorgsam wie Er.
In "meiner Mutter Söhne zürnten mir" haben wir eine Übung anderer Art, durch die die Braut zu gehen hatte, und sie ist besonders schmerzlich, da sie von Seiten ihr Nahestehender kommt. Es ist in gewisser hinsicht er staunlich, aber es ist so, Dass das Verlangen, dem Herrn nahe zu sein und seine Liebe zu genießen, oft bittere Gefühle bei wahren Gläubigen hervorruft. Gegen keine Ketzerei ist mehr geredet worden als dagegen, die Heiligen Dass begehren, war Ihren Wandel anlangt, für den Herrn abgesondert zu sein.
Jemand mag Sonderkirche von einer in die andere übertreten, ohne viel Dass man sich darüber aufregt, doch Sowie sich die wahren Empfindungen der Braut zu offen baren beginnen und das war Verlangen 'aufkommt, völlig zum Wohlgefallen des Herrn zu sein in Absonderung von allem, nicht von Ihm ist, so werden ihrer "Mutter Söhne" zornig. Sie wollen, dass. sie pflegt Weinberge, die Ihnen etwas einbringen, statt IHRES eigenen Wein bergs völlig zu seinem Wohlgefallen zu warten. In der Tat wird jede Art christlicher Arbeit für nützlicher und nötiger gehalten, als unseren Weinberg aus Schliesslich zum Wohlgefallen Christi zu betreuen eigenen. Der
22
abgesonderte Pfad und die heiligen Beziehungen, die der Braut geziemen, sind dem fleischlichen Sinne keine Emp fehlung. Sollten wir den Beifall Ungeistlicher er nicht warten, obschon wir begehren Sollten danach, den Ruf, geistlich zu sein, zu erlangen. Wenn geistliche Personen unseren Weg nicht billigen, so ist das eine ernste Übung, dann stehen wir höchstwahrscheinlich verkehrt.
Als eine durch treue Liebe Gezüchtigte, die sich der ablenkenden Einflüsse bewusst ist, wendet sich die Braut dann wieder an den, den ihre Seele liebt. Doch sie wendet sich nun ein Ihn als einen Hirten. Sie erkennt, dass. Er hat eine Herde, die Er weidet und lagern läßt, und bei Ihm und Seiner Herde zu sein, ist ihr großes Verlangen. Sie wünscht nicht, mit den Herden Seiner Genossen umherzustreifen. Sie ist den bemühungen der Söhne Ihrer Mutter nicht unterlegen, die sie hindern und Wollten ablenken, und wendet sich nun zu IHREM sie ewig Liebenden, damit Er sie lehre, Seine Herde von den Herden Seiner Genossen zu unterscheiden. Ihr Herz fühlt da noch eine hinterhältigere Gefahr. Es handelt sich jetzt nicht um die, die Ihm oder ihr offenbarlich widerstehen, die Herden werden hier nicht als die von schlechten Män nern oder sogar von solchen betrachtet, die mit Ihm im Wettbewerb stehen, nein, es sind die Herden Seiner Ge Nossen. Sie hat ein scharfes Unterscheidungsvermögen. Einige würden meinen, neben den Herden Seiner Ge Nossen zu weiden wäre ein ganz guter Platz und nahe genug! Viele sind ganz zufrieden damit, zu Seiten der Herde und eines ergebenen Dieners Christi zu sein Ernsten. Das ist sicherlich ein guter Platz, doch die Frage der Braut zeigt klar, Dass es einen Besseren noch Platz gibt. Ihre Übung ging dahin, des Besterreichbaren nicht ver lustig zu gehen. Für sie gab es nur eine überaus ein ziehende Herde, und das ist die Herde, die Er Hütet, leitet und nährt. Verlangen wir danach, die köstliche Wirklich keit einer Stätte zu kennen, und Er weidet seine Herde wo lagern läßt? Kennen unsere Herzen den Unterschied zwischen dem und den Herden Seiner Genossen? Oder haben wir gedacht, dass. das wirklich alles dasselbe ist und DASS ES IHNEN zwischen ihr und nur geringe oder gar keine Unterschiede gibt? Dem Herzen der Braut Bedeu -
23
tete das Umherstreifen bei den Herden Seiner Genossen ein entbehren Seiner Gesellschaft, und Seiner Leitung Weide. Ihr wäre das ein großer Verlust gewesen, Verlust und sie war überzeugt, dass. Seine Liebe sie vor diesem bewahren würde. Sogar Seine Genossen Können von Ihm ablenken, und wie vortrefflich sie auch sein mögen, wir haben sie zu meiden, wenn sie uns von der Stätte zu rückhalten, wo Er weidet seine Herde und sie lagern läßt.
Wir haben darauf hingewiesen, Dass die Frage der Braut in Vers 7 ist, wo der königliche Hirte seine Herde weidet. Sie hat ein bewußtsein davon, dass diese Stätte der die Herden Seiner Genossen ein Vortrefflichkeit über RAGT, wünscht sie ausschliesslich für Ihn zu sein und da Ihm nahe zu sein, wo Unmittelbare und persönliche Hirtenfürsorge gekannt werden kann Seine. Bis dahin war sie die Redende, und die, die den Zuneigungen und Wün schen Ausdruck verliehen, die den Zustand IHRES Herzens Ihm gegenüber offenbarten. Vor allen Anderen Kennzeichnet sie die Inbrunst und Stärke der Liebe Ihrer Seele zu Ihm, damit ist sie in Seinen Augen in Wahrheit die "Schönste unter den Frauen". Es ist ein wohl zu werden achtender Wesenszug dieses Buches, Dass der König nicht von einer Schönheit redet, die Er in ihr erblickt, bis diese sich geoffenbart hat. Ihre Fähigkeit, Seine Vortreff lichkeit und ohnegleichen Seinen Wert zu schätzen, macht sie anziehend Ihm, und Seine Liebeserklärungen folgen den ihren. in diesem Buche dargestellte Liebe Christi ist nicht eine unumschränkte Die Liebe, die sich un Geachtet des sittlichen Zustandes der geliebten Person Ihrer eigenen Fülle gemäß ergießt, Sondern es ist eine beurteilende Liebe, die liebenswerte Wesenszüge IHRES Gegenstandes anziehen. Solcherart ist die Liebe Christi zur Kirche; Er kann sagen: "Siehe, du bist schön , meine Freundin ", süß", denn deine Stimme ist deine Ge stalt anmutig und "(Kap. 1, 15, 2, 14]. Das Weib in Lukas 7 hatte in Seinen Augen, obwohl ihre Schönheit sterben sitt liche Schönheit einer solchen Krieg, die Vergebung der Sünden empfangen hatte, und nicht die der Braut, sehr anmutige Wesenszüge, denn sie war bußfertig, die ver gebende Gnade IHRES hochgelobten Gläubigers hatte sie
24
angezogen, und sie liebte ihn viel. Die Züge der Braut sehen wir im Bilde klarer in Abigail, die "von Ein guter sicht und schön von Gestalt" Krieg und von der David sa gen Konnte; »Gesegnet sei dein Verstand" (1. Sam. 25, 3, 33) . In ihr war etwas, was der Liebe würdig Davids Krieg, und der Geist wird andeuten, dass. der in der Braut des Hohenliedes dargestellte ÜBERREST Wesenszüge hat, die die Liebe Christi auf sich ziehen, und auch die Kirche oder Versammlung hat Solche Wesenszüge. Die Sprache des Hohenliedes auf die Heiligen der Kirche anzuwen den hegt keine Schwierigkeit vor, Weil die von ihr ge kannte Liebe Christi sicherlich nicht geringer ist als die, die der ÜBERREST kennenlernen wird, und auch der größeren Halle, den Seine Liebe in unseren Herzen findet , ist ganz sicher nicht von geringerer Inbrunst als der ihrige. Ich bezweifle nicht, Dass es Absicht des Heiligen Geistes Krieg Dass dieses Buch gerade deshalb für uns einen besonderen Wert haben Sollte, Weil es in so treffender Weise die Zu Neigungen Solcher Heiligen darstellt, die die Liebe Christi kennen und uns zeigt, dass. Seine Liebe schätzt, die Solche Zuneigungen haben. Dem ist auch noch hinzu zufügen, Dass es uns warnt vor Einflüssen, die geeignet sind, die Reinheit und Innigkeit unserer Zuneigungen zu gefährden, und Dessen bedarf es.oft sehr. Ich glaube, Dass Jesus Martha und ihre Schwester und liebte den Lazarus (Joh. 11, 5), weil sie der Liebe würdige Wesenszüge hatten, so auch Johannes, so Dass er insonderheit "der Jünger, den Jesus liebte", Krieg (Joh. 13, 23, 19, 26, 20, 2, 21, 7. 20). Alle derartigen Wesenszüge gewinnen Ge stalt, insoweit wir Christum und seine Liebe schätzen. Die nun vor uns tretende Hirtentätigkeit des Herrn lenkt unsere Gedanken auf Johannes 10. Hier Er tritt nicht zwischen uns und den Feind, Sondern Er weidet seine Herde und läßt sie lagern. Wohl ist er in treuer Liebe dem Wolf entgegengetreten, doch er hat das getan, Weil er seine Herde nicht nur in Vollkommener Sicher heit wissen will, Sondern auch in Vollkommener Befriedigung und Ruhe. Er ist gekommen, damit Seine Schafe "Leben haben und es im Überfluß haben"; IHNEN Er gibt ewiges Leben (Joh. 10, 10. 28). Die "grünen Auen" und "stillen Wasser" von Psalm 23, 2 zeigen, wohin Er Seine
25
Herde führt und wo sie Er weidet, und die Ihn lieben, suchen dort erfunden zu werden. Weshalb sich seitab wenden, auch wenn es zu den Herden Seiner Genossen hin wäre, wenn vollkommene Befriedigung da gefunden werden kann, wo Er weidet seine Herde? Gewiss ist, Dass die, die Ihn lieben, nirgendwo anders wahre Befriedigung finden können. Wenn Er sieht, Dass wir daselbst zu sein begehren, so wird Er uns sagen: "Gehe hinaus, den Spuren der Herde nach" (V. 8). Er deutet an, Dass wir Schritte zu tun und dabei auch darauf zu achten haben, wurde die "Spuren der Herde" sind, denn aus dieser Antwort Können wir schließen, Dass diese andeuten, wo der Hirte ist. Wo sich die Schafe unter Seiner Führung und Leitung bewegen, vermögen Solche zu erkennen, die aus Liebe da zu sein begehren, wo Er weidet seine Herde. Die Spuren der Herde in Johannes 10 führten aus dem jüdischen Schafhofe hinaus, und der Hirte wird Seine Schafe nie in etwas führen, was das Gepräge eines Hofes trägt. Es ist jetzt "eine Herde, ein Hirte" (Joh. 10, 16). Die hebräischen Gläubigen sollten "zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers" (Hebr. 13, 13,) und inmitten eines Bekenntnisses, das im Allgemeinen gekennzeichnet durch Ungerechtigkeit wird, Waden führt der Hirte "in Pfaden der Gerechtigkeit um Namens willen" (Ps. 23, 3).
Er sagt: "Meine Schafe hören meine Stimme" Joh.. 10, 27); der Geist des Gehorsams Kennzeichnet sie, doch es ist ein Gehorsam, der es mit dem Pfade zu tun hat - "sie folgen mir." Wenn wir Solche sehen die, von Un gerechtigkeit abstehen, und sich von Gefäßen der Unehre tren nen und nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe Frieden streben mit Denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen, so Können wir Gewiss sein, Dass wir einige von den Fußspuren der Herde sehen. Doch nur, wer die Kenn zeichen der "Schönsten unter den Frauen" trägt, Vermag diese Fußspuren zu erkennen. Wir bemerkten Schön, dass sie zwischen Seiner Herde und den Herden Seiner Ge Nossen zu Unterscheiden vermochte, war er Geistlichkeit fordert. Der Hirte würde uns nicht sagen, den Spuren der Herde nachzugehen, und uns dann in Ungewissheit darüber lassen, wurde diese Kennzeichnet. Wir haben im -
26
mer ein hinreichendes Zeugnis, uns diese offenbar zu machen, doch das Erfordert Geistliches Unterscheidungs vermögen. Manchmal sehen wir, dass. Heilige bis zu einem Gewissen Punkte miteinander wandeln, und dann tren nen sie sich und gehen verschiedene Wege. Ein Solcher Bruch stellt uns ernstlich vor die Frage, wo wir wirklich "die Spuren der Herde" vor uns haben. Die an sich würde die Heiligen nicht trennen, Sondern sie immer einen zu suchen, auch Könnten wir uns nicht denken, Dass der Wahrheit, der sagte: "Es wird eine Herde und ein Hirte sein" Joh.. 10, 16), Seine Schafe auseinander gehende Wege führt. Sowie sich das, war "eine Herde" sein Sollte, trennt, ist ein fremder Leitung Seiner Ein Fluss wirksam. Doch "der geistliche beurteilt alles" (1. Kor. 2, 15), und Deshalb Sollten wir vor allem danach trachten, selbst geistlich zu sein. Ohne Dass unsere Augen mit Augensalbe gesalbt sind, vermögen wir nicht zu erken nen, wo der Hirte seine Herde weidet. Eins Jedoch ist Gewiss, Dass wir die Spuren der Herde auf Pfaden der Gerechtigkeit finden, die Herde besteht aus Denen, die den Herrn lieben und seine Gebote halten. Was unsere Speise ausmacht, ist eine große Probe, wo der Hirte seine Herde weidet, da gibt es keinen Mangel. Viele wissen heutzutage, wo es geistliche Speise gibt, sie gehen aber aus dem einen oder Anderen Grunde nicht dorthin, das in Wahrheit ein Prüfstein unserer Liebe zum Herrn wird.
Die "Schönste unter den Frauen" hat dann auch eine Herde, und Er sagt ihr, sie bei den Wohnungen der Hirten zu weiden. Ihr Wesen hat sich nach dem gestaltet, den ihre Seele liebt, und so gibt sie sich demselben Dienste der Liebe hin wie Er. "Die Wohnungen der Hir zehn" besagen, Dass die, die Ihn lieben, IHREM Maße ge Mäss auch Hirten werden und für Seine Herde sorgen. Petrus war einer, der das tat, als er seine eigene Schwach heit und die zarte Gnade und Fürsorge des Hirten ken nengelernt hatte.
Auf den Spuren der Herde zu wandeln, Erfordert nicht nur Liebe, Sondern Entschlossenheit und Kraft, feindliche Einflüsse zu überwinden. Und das tritt uns unter dem der Wehrmacht entnommenen Bilde entge -
27
gen, mit dem er nun Seine Freundin Vergleicht, Nämlich mit einer "Stute ein Streitwagen des Pharaos" (V. 9). Wenn Lautere Zuneigungen erhalten bleiben sollen, so muß Kraft dasein, widrigen entgegenzutreten. Gott gibt dem Rosse Stärke, so Dass es furchtlos dem bewaffneten Heere entgegengeht (siehe Hiob 39, 19-25). An einem zukünftigen Tage wird der Herr Jesus auf einem weißen Pferde hervorkommen, um zu richten und Krieg in der Ge-rechtigkeit zu führen, und die Kriegsheere in dem Himmel werden Ihm auf weißen Pferden folgen, angetan mit weißer, reiner Leinwand (Offb. 19, 11-14). Da ist im voraus davon die Rede, Dass die Heiligen in Kraft Sittlicher ausziehen werden, das zu überwältigen, wurde Gott und Seinem Gesalbten entgegen ist. Auf Pfaden der Gerechtigkeit zu wandeln, bringt Kampf mit sich, doch es ist Kraft dafür da, die Heiligen sind "stark in dem Herrn und in der Macht Seiner Stärke" (Eph 6, 10). "Eine Stute ein Streitwagen des Pharaos" weist offenbar auf das hin, war der Mensch die streitende Kirche nennt. Es ist nun höchst wichtig, Dass wir in dieser Eigenschaft Den in der rechten Weise darstellen, um deswillen wir in den Krieg gehen. Eine Stute ein Streitwagen des Pharaos ist der Kunst geschmückt, Dass sie einen würdigen Eindruck von dem Reichtum und der Macht des Pharao gibt. Wir haben daher zum Kampfe "die ganze Waffenrüstung Gottes" anzuziehen (Eph 6,11), und dann werden wir der Macht des Feindes so entgegentreten Können, dass. Gottes Kraft, und nicht menschliche Schwachheit, offenbar wird. Wir haben geliebte Diener Gottes gekannt sterben, viel durchmachen mufeten Kämpfe, doch ihre geistliche Stärke kam da bei ans Licht, und Siege davongetragen wurden. Paulus war ein großer Streiter im Heere des Herrn, und er berichtet davon, welcherart Waffen er gebrauchte, und wie wirksam sie waren. Er sagt: "Denn obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleische, denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, Sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; Indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes , und jeden Ge-danken gefangennehmen unter den Gehorsam des Chri Stus "(2. Kor. 10, 3-5).
28 In diesem Buche wird mehrfach darauf hingewiesen, Dass die Braut wie für den Kampf gerüstet auszieht, in Kapitel 6, 4. 10 ist sie "furchtbar wie unter Bannern Stehende". Wenn wir nicht bereit sind, als unseren Geist Flechten Streiter Feinden entgegenzutreten, so werden wir ganz sicher etwas Christo Zukommendes aufgeben, und zwar etwas für die Währung der Reinheit unserer Zuneigungen Wesentliches.
Die Gaben werden in Epheser 4, 8-12 als die Frucht der Tapferkeit im Kampfe Christi dargestellt: "Hinauf in Höhe gestiegen, hat er die die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben." Die Gaben sind das Zeichen und der Beweis des Sieges Christi, in Sittlicher hinsicht kann nichts vor IHNEN standhalten und. Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer gehen in der Kraft des siegreichen und aufgefahrenen vor Christus, Warzen und das Werk des Dienstes schreitet vor und hat trotz allen Widerstandes Erfolg. Seelen werden bekehrt , der Leib Christi wird auferbaut, und das angesichts jeder feindlichen Macht.
Es besteht eine große Gefahr, im Kampfe das zu offenbaren, wurde vom Fleische ist, wenn wir nicht mit Gott in IHM stehen, und dadurch erlangt der Feind einen Vorteil. Es ist wichtig, das zu beachten, worauf wir mit Bezug auf die Kriegsheere in dem Himmel hinweisen: sie sind "angetan mit weißer, reiner Leinwand", und eine derartige Kleidung geziemt sich nach dem Bilde auch für die, die heute die Streite des Herrn ausfechten. So hat auch mit einer die "Stute ein Streitwagen des Pharaos" verglichene Braut Anmut und Zierate (V. 10 u. 11), in Denen Gold und Silber einen hervorragenden Platz ha ben, die das Göttliche seinem Wesen und nach Seiner Gnade darstellen . Dem entspricht das Wort: "Der in Sanft mut die Widersacher zurechtweist" (2. Tim. 2, 25); sogar im Kampfe sollten uns Gottes und des Herrn würdige Eigenschaften zieren. In: "Wir wollen dir goldene Kettchen machen mit Punkten von Silber ", eins mag eine Andeutung der an das andere reihenden Wirksam keit des Vaters und des Heiligen Geistes, wie auch Christi liegen, die eine Zier der Gnade zustande bringt, die sogar am Tage des geistlichen Kampfes ein Zeugnis für ein Gott Seinem Volk ist. Man hat dem Feinde entgegen zutreten, doch das hat derart zu geschehen, Dass es ein Zeugnis für das wahre Wesen Gottes und die Gnade der gegenwärtigen Haushaltung ist. Vers 12 versetzt uns in eine andere Umgebung, es handelt sich da nicht mehr um den Hirten und seine Herde, noch um Bereitschaft für den Kampf, Sondern wir befinden uns in dem Königlichen Paläste, wo "der König ein Seiner Tafel" ist. Die Schrift gibt uns einen hohen Begriff von der Fülle, die ein Salomos Tafel herrschte, heißt es in 1. Könige 4,22.23: "Und der Speisebedarf Salomos für einen Tag Krieg: Dreissig Kor Feinmehl und sechzig Kor Mehl, zehn gemästete Rinder und zwanzig Weide-Rinder und hundert Schafe, ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das gemästete Geflügel." So reich wurden der König Salomo und alle die, die zu seinem Tische kamen, versorgt (V.27)."Die Speise Waden Tisches" war eins von alledem, Wodurch die Königin von Scheba geriet außer sich (1. Kön. 10, 4. 5). Und hier haben wir den "König ein Seiner Tafel", da herrscht nicht nur Überfluss, Sondern Allen wird die Gnade zuteil Seiner Gegenwart - Er ist da, um Seine Gäste persönlich zu bewirten. Das wunderbarste wird uns zugänglich gemacht, um nach uns "Begehr allem" unserer Seele zu sättigen (5. Mose 12, 20). Das für Salomos Tafel aus ersehene Feinmehl Mehl und stellt den Herrn Jesum als vollkommenen, heiligen Menschen hienieden dar, wie auch das Feinmehl des Speisopfers in 3. Mose 2. Die ver schiedenen Tiere reden von Ihm, der, um Speise für uns zu werden und der Gegenstand unserer Gemeinschaft zu sein, in den Tod gegangen ist. Diesen Tieren ist etwas von dem Wesen des Friedensopfers eigen , obgleich sie nicht als Gott auf dem Altar dargebracht betrachtet wer den, die Sondern als Speise der Tafel des Königs. Der Tod Christi hat vor Gott einen wunderbaren Opferwert, doch er ist auch "geistliche Speise" (1. Kor. 10, 3) für die Heiligen, Ihrer teilhaftig, haben wir Gemeinschaft miteinander. "Des Herrn Tisch" (1. Kor. 10, 21) umfasst das, Er war zum Gegenstand der Gemeinschaft Seiner Heiligen ersehen, begreift er den Gedanken der Gemein schaft ein in sich allem, was uns Sein Tod erworben hat.
30
Ein Weltmensch findet keinen Geschmack an den Speisen dieses Tisches, denn sie alle gehören einer geistlichen Ordnung ein, Denen jedoch, die den Herrn Jesum lieben, sind sie höchst anziehend. War hier vor uns kommt, ist, daß "der König ein Seiner Tafel" ist, und wie die Braut ich an einer der artigen Tafel schätzt hn. Er Selbst ist vor ihr. Die reiche Ausstattung Seiner Tafel wird Unmittelbar mit dem verbunden, Dessen Tafel es ist; Er fesselt jedes Herz. Nicht die Segnungen oder die Befriedigung des Ver Langens der Seele oder gar die Gemeinschaft der zu Tische Sitzenden, Sondern eben die Tatsache, daß "der König ein Seiner Tafel" ist, bewirkt, dass ihre Narde Ihren Duft ausströmt. Die Segnungen und die Gemeinschaft sind sehr süß, doch erst wenn E r seinen Platz in Beziehung zu dem allem in unseren Herzen bekommt, strömt der Wohlgeruch aus. Wir haben nicht nur einen Kelch und einen Tisch, der von Jedem Anderen Kelche und Tische verschieden ist, Sondern sie beide reden die machtvollste Sprache zu unseren Herzen, dasie "Kelch des Herrn" und "Tisch des Herrn" sind. Die Gemeinschaft langt er ihre wahre und erhabene Eigenart nicht eher, als sie unsere Herzen lebendig mit Ihm verbinden. Er führt den Vorsitz Seiner Tafel und ein Verwaltet Deren Fülle, das ist ein großer und umfangreicher Gedanke. Wenn wir den Herrn in dieser Stellung erfassen, dann strömt unsere Narde Ihren Duft aus. Das beschränkt sich nicht auf die Zeit, wo Heiligen Kirche als zusammenkom Männer, wenn es auch da die in besonderer Weise genossen wird. Es scheint dies hier ein Erfassen des Herrn ein dem Platze zu sein, den er in Beziehung zu allem einnimmt, wurde die christliche Gemeinschaft ausmacht. Sein unter schiedlicher und hervorragender Platz in Beziehung zu alledem erfüllt das Herz und wird der Anlaß, dass. der Wohlgeruch ausströmt. Die "Narde" der Kirche ist der heilige Wohlgeruch Christi, der Myriaden Herzen ent strömt, wenn sie Seinen herrlichen Platz erfassen und schätzen, Demzufolge Er so erhaben in der Verwaltung alle der Frucht göttlicher Liebe dasteht, die heute das wir sen der Gemeinschaft der Heiligen ausmacht. Er kann nicht derart gekannt werden, ohne Dass ein inniges Ver -
31
Langen danach Erweckt wird, sich mit daten zu Versam meln, die gleicherweise Ihn kennen. Das Erfassen Seines Platzes in Beziehung zu der Genossenschaft verbindet unsere Herzen, getrennt von allem, was von der Welt ist, miteinander, und das zu aller Zeit, und nicht nur, wenn wir Zusammenkünfte haben. Doch dieses kostbare Band Darin erweist sich, Dass die Heiligen zusammen kommen, wenn immer sich eine Gelegenheit dazu bietet, und dies besonders, um des Herrn Abendmahl zu essen.
Der König ein Seiner Tafel stellt die Oberhoheit des Herrn bei der Austeilung alles Dessen ein Seine Geliebten dar, wurde durch Seine Menschwerdung und seinen Tod Deren gemeinsames Teil und ihre Freude wurde. Wie Könnten wir Ihn von Herzen derart erfassen, ohne Dass sich der Wohlgeruch Seines Namens und Seiner Person von unseren Herzen ergießt?
Salomos Tafel wird ihr Gegenbild in dem Tische des Königs, haben woran die Jünger in Seinem Reiche essen und trinken werden (Luk. 22, 30), doch es gibt etwas, was ihr gegenwärtig entspricht. Der Tisch des Herrn wird in 1. Korinther 10, 21 dem Tische der Dämonen gegen übergestellt; er redet von einer Gemeinschaft, die geist lich befriedigt und im Gegensatz zu allem in der Welt steht, wurde an die Lüste der Menschen wendet sich. Er begreift das geistlich Gute in sich, das sich auf Christum gründet und uns durch seinen Tod zugänglich geworden ist. Als des Herrn Tisches teilhaftig, haben wir an einer Freude und Befriedigung teil, die vollständig außerhalb des Laufes der Dinge in dieser Welt liegt. Die Heiligen haben geistliche Freuden miteinander gemein sind und so dem Herzen und Sinn nach geeint, und die Eigenart Ihrer Freuden sondert sie von der gegenwärtigen bösen Welt ab. Leute, die gleiche Bestrebungen verfolgen, liegen ben es, sogar in der Welt, zusammenzukommen, und kein Band ist dem vergleichbar, war die miteinander ver bindet, die des Tisches des Herrn teilhaftig sind.
Doch was uns in dieser Schriftstelle entgegentritt, ist Weder der Reichtum der Fülle an der Tafel des Königs, noch die Gemeinschaft der daran Teilhabenden, Sondern die wunderbare Person, Deren Tafel es ist. Ihn, der so
32
erhaben in der Verwaltung des göttlichen Segensreich tums ist, in Verbindung mit ihr zu sehen, Erweckt die tiefe Bewunderung der Herzen derer, die Ihn lieben, so Dass Deren Narde Ihren Duft ausströmt, wie auch die des Weibes, als sie ihr Alabasterfläschchen voll kostbarer Narde zerbrach und es über Ihn ausgoß (Mark. 13, 3; Matth. 26, 6; Joh.. 12, 3). Wenn wir Ihn derart sehen, wie wir wachen eifersüchtig darüber, Dass wir keine Bande oder Beziehungen zu dem haben, wurde unter dem Einflüsse des Bösen steht! Das führt uns dahin, heilige Zustände aufrechtzuerhalten. Er ist jetzt noch nicht öffentlich ein Seinem Tische in Seinem Reiche, doch die Herzen Seiner Heiligen wissen, dass. Er hat jetzt einen Tisch, ein dem sie Teilhaber sind. Das Hohelied hat es mit einer Erkennt nis über Ihn und einer vertrautheit mit Ihm in der Liebe zu tun, die schon, Bevor das Reich öffentlich auf gerichtet wird, genossen werden kann. Es handelt nicht von den Zuständen des Tausendjahrreichs, Sondern von den innigen Beziehungen, Deren sich der ÜBERREST erfreut, ehe der Herr Tatsächlich erscheint. Es schildert das war geistlich gekannt wird, ehe Er kommt, sind die Erfahrungen und Deshalb daten so ähnlich, wie sie heutzutage die machen Können, die Ihn lieben. Das Buch endet mit den Worten: "Eile, mein Geliebter!" Sein Kommen ist da auch noch der große Gegenstand des Verlangens. Doch inzwischen haben wir, als Waden Tisches teilhaftig, geist lich allem ein teil, Er wurde öffentlich einführt, wenn Er kommt ,
"Dass wir so die Segnung schmecken jener Welt der Herrlichkeit!
Das verleiht Kraft, uns ganz von der gegenwärtigen bösen Welt zu trennen und unsere Zuneigungen Dem ganz zu widmen, der ein Seinem Tische ist. Das bereitet uns auch zu, Sein Abendmahl in der rechten Weise und verlangenden Herzens zu essen.
Vers 13 ist inniger und persönlicher als Vers 12. "Mein Geliebter ist mir ein Bündel Myrrhe, er wird die Nacht zwischen meinen Brusten zubringen (eigentlich: über nachten)." Der König ein Seiner Tafel ist ein allgemeiner
33
Gedanke, wird doch "ein Bündel Myrrhe" zwischen den Brü sten deutet darauf hin, wie Er in der Verborgenheit pro sönlicher Zuneigung geschätzt. Er ruht die Nacht Seiner Schmach und Verwerfung hienieden in den Zu Neigungen Seiner Braut, stirbt und in allen dem Wohlgeruch Seiner leidenden Liebe. Das schildert den Herzenszustand, in dem Sein Abendmahl wahrhaft geschätzt wird. "Myrrhe" verbindet die Schrift mit einem leidenden Christus. Wein und Myrrhe vermischt Ihm wurde an der Stätte Seiner Kreuzigung angeboten (Mark. 15, 23), Nikodemus und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, um Seinen Leib zum Begräbnis zuzubereiten (Joh. 19, 39).
Dessen bin ich gewiss, wie es uns nicht tut, einen lei denden Christus noch inniger zu schätzen - Er litt, Weil er den Weg unendlicher Liebe betrat. Darüber mögen wir oft von Ihm hören, ja sogar selbst davon reden, doch wie nicht tut es, und gleichsam unseren Busen zu öffnen Ihn dieser Kostbaren Eigenart gemäß noch inbrün stiger zu lieben! Nichts anderes wird uns so nieder beugen und erweichen wie dieses. Keine öffentliche oder Verwaltungs-Herrlichkeit, die Er hat oder ausüben wird, könnte das Herz so rühren und bewegen, wie das Leid, das Seine Liebe erduldet und Worin sie sich gegen uns über zum Ausdruck brachte. Die Ihn als den König der Herrlichkeit am Tage des Tausendjahrreichs kennen, werden nie vergessen, dass. Sein Königstitel einst auf das Kreuz geschrieben wurde. Nichts weist jeden Gedanken des Eigenwillens oder der Selbstgefälligkeit so zurecht und entzieht IHM den Boden unter den Füßen wie die Be trachtung eines leidenden Christus, sie hat eine Tiefere und uns weit mehr unterwürfig machende Wirkung als alles andere.
Des Herrn Abendmahl dient zum Gedächtnis Dessen, der in Liebe litt, um ein Ziel zu erreichen, das auf keinem Anderen Wege erreicht werden konnte. Sein Leib war, war es Ihn ein Leiden kosten möchte auch, dem Willen Gottes mit den Heiligen geweiht - der Kirche und Israel; und Sein Blut vergossen ward, Sein Leben gegeben, damit Gottes Liebe gekannt werde. Seine Liebe zu Jedem Einzelnen Heiligen und zur Kirche wird ein dem
34
erkannt, Er war in der Ergebenheit Seiner Liebe litt. Die Betrachtung der Größe der uns erworbenen Seg nungen oder der Herrlichkeit, in die Er eingegangen ist, rührt das Herz bei Weitem nicht in dem Maße wie das nachsinnen über den Weg leidender Liebe, den er durch schritten hat. Die errungenen Segnungen sind unendlich groß, doch tiefer und süßer noch ist die Liebe, die litt, um sie uns zu sichern. Wie wird stirbt die Herzen des Überrestes Israels rühren, wenn sie, Gottes Regierung Nachdem sie durch Leiden über Leiden nahezu über wältigender Kunst geführt hat, finden, Dass ihr Messias - Gottes Gesalbter - Sich Selbst in Liebe mit Ihrer Leidens stellung einsgemacht Hut! In Liebe hat er ihre Leiden getragen und ihre Schmerzen auf sich geladen, ja, er ist um Ihrer Übertretungen willen verwundet worden (Jes. 53, 4. 5). Dass der Immanuel - Jehova, der Erretter - der Gerechte, in Liebe leiden Sollte, um Seinem Volke die Segnung und die Vereinigung mit Ihm zu sichern, ist höchst ergreifend. Der Ausspruch: "Er selbst Nahm un sere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten" (Matth. 8, 17) steht in Einklang mit gesegnetem Seinen Wegen verändert vor, über die geschrieben steht: "In allen Ihrer Be drängnis war er bedrängt" (Jes. 63, 9). Wie sehr hat sich der Geist Christi Kostbaren über diesen Gegenstand verbreitet! Er deutete im voraus auf die Leiden, die über Christum Sollten kommen, hin und zechte von Ihnen! Wenn dieses Zeugnis durch Gottes Wirken gnadenreiches von dem leidenden ÜBERREST angenommen wird, wie wer den sie dann so lange Ihren verworfenen Messias lieben! Er wird ihr Geliebter werden und wie ein Bündel Myrrhe zwischen Ihren Brusten ruhen. Der Tag ist dann noch nicht angebrochen, es noch Nacht für sie sein, wie auch jetzt für uns, doch die ganze Nacht hindurch werden ihre Herzen Ihn wie einen unermesslichen Schatz wohlriechenden liebend umhegen wird.
Doch wie steht es da mit uns: Er ist uns etwa nicht in demselben Wohlgeruch leidender Liebe bekannt? Ken nen und lieben wir Ihn nicht als den "Mann der Schmer zen"? Er Ward nicht um unseretwillen Arm und hat uns die Allgewalt Seiner Liebe nicht Darin kundgetan, dass. Er Seinen Leib für uns gegeben Sein und kostbares Blut
35
für uns vergoss? Ist er nicht in Kummer und Leiden ge wesen, damit Er in IHNEN Mitgefühl mit uns haben konne? Sogar wurde leibliche Schwachheitszustände ein langt, trug Er Seinem Geiste in das volle Gewicht dessen, war Seine Macht hinwegtat; das machte einen Teil des Leidensweges aus, den Seine Liebe einschlug. Doch wie süß daran zu gedenken, dass. Er ging diesen Weg, damit Er uns aufs Innigste mit sich selbst vereine. Die Braut hat ein bewußtsein davon, und das führte sie dahin, Ihn wie ein Bündel Myrrhe liebend zwischen Ihren Brusten zu hegen. Sie ist ihm bewusst nahe und hat ein tiefes Empfinden davon, dass Seine Liebe unermesslich litt, um sie in Solcher Nähe zu haben. Er hat nicht nur die Suh nung vollbracht - das hat er vollkommen getan, und sie weiß es und genießt den Frieden, den das mit sich bringt -, Sondern Er hat gelitten, damit sie den Platz und größter trautester Nähe in der Vereinigung mit Ihm habe Seine Liebe und in dieser Stellung kenne und genieße.
Es ist das Vorrecht der Heiligen, beim Essen des Abendmahls des Herrn Dessen zu gedenken, der, damit wir Seine Liebe auf die innigste Weise kennten, sogar in den Tod gehen konnte. Er hat, gepriesen sei Sein Name, unsere Sünden getragen, doch wenn wir daran denken, sind wir nicht mit dem beschäftigt, was vor Sei nem Herzen Krieg, als Er das tat. Er ging diesen Weg, um uns für sich selbst und zum Wohlgefallen Gottes in der ewigen Liebe wohlerkannter Nähe zu haben. Die Braut hat das erfasst und geschätzt, so Dass ihr leidende Seine Liebe in Verbindung mit Deren Herzensgedan ken des Segens kostbar geworden ist. Er ging jenen Weg, damit sie von Ihm Besitz ergriffe und Er besitze sie, und das zu ihrer Befriedigung zu und der Seinigen.
Welch ein Trost ist es dem Herzen Christi, Dass die Leiden Seiner Liebe die ganze Nacht Seiner Abwesenheit und Verwerfung liebend zwischen unseren Brusten gehegt werden! Ja, Seine Liebe leidende wird alle Ewig keit hindurch eine Stätte in den Herzen der Erlösten haben.

"Im weißen Kleidern dann mit Dir dort in dem Licht, gedenken wir an Deinen Pfad wandelnd vor Gottes Angesicht."
(Lied Nr.. 270, 2)
Das Bündel Myrrhe wird nie Seinen Wohlgeruch ver lieren. Wenn die Nacht vergangen ist, Er wird immer noch geliebt werden, und stirbt den ganzen Tag ewigen Gottes hindurch.
Es ist gut, der leidenden Liebe des Herrn zu gedenken, und zwar nicht von unserer Seite aus gesehen, von der Seite bedürftiger Sünder, Sondern von Seiner Seite aus, in Beziehung zu all den Gedanken der Göttlichen Liebe. Von dieser Seite aus sie von der Braut betrachtet wird. Seine Liebe ging BESTIMMTEN einen Pfad, um ein be stimmtes Ziel zu erreichen, und dieses Krieges, uns in Seiner trautesten Nähe In seinen eigenen Widerstand gegen Hitler entschloss zu wissen, wenn ich so sagen darf, da, wo Liebe ungehindert ausströmen kann sterben, ohne Dass ein Gedanke ein Sünden und Sünde uns von Ihm ablenkt. Das Passah ist ein Bild von da, wie Gott durch den Tod Christi Sein Volk zu Sei nem Wohlgefallen aus der Welt nimmt. Das war der Weg der Liebe, denn: "Als Israel ein Kind war, da liebte ich es, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen" (Hosea 11, 1). Doch die Erlösung zum Wohlgefallen Gottes geschah durch das Leiden des Lammes , leidende Liebe brachte sie zustande, und die Folge war, Dass die Liebe in der Volligen Segnung der Gegenstände IHRES Herzens ruhen konnte. Das Lamm Station geoffenbart, damit der ewige Vorsatz der Liebe durchgeführt werde (siehe 1. Pe TRUS 1, 19-21 ).
Beim Essen des Abendmahls des Herrn gedenken wir Dessen, der durch Solche Tiefen ging, um das zustande zu bringen, wurde vor dem Herzen Gottes und vor Seinem eigenen Herzen stehen, und das war, wir Sollten Seine Liebe und die Liebe Gottes kennenlernen und sie schätzen und als Solche erwidern, die in Seine überaus gesegnete Nähe gebracht worden sind. Ich bin Gewiss, Dass uns der Geist Gottes zu dieser Seite führt von dem allem, wenn
37
wir an Christum als das Bündel Myrrhe denken, das zwischen den Brusten ruht derer, die Ihn lieben. Wenn diese Er Kostbaren Wirklichkeiten vor uns bringt, so laßt uns über sie und beten sie erwägen, damit dieses alles wahrhaftiger in unseren Seelen gekannt und erfahren werde. Die leidende Liebe Christi zu schätzen, bereitet uns für Leiden hienieden zu. Sollten wir an einem Platz, wo wir berufen sind, die Gefährten eines leidenden Chri Stus zu sein, keine Ehre und kein Wohlergehen erwarten. Vers 14 bringt einen Anderen Kostbaren Gedanken vor uns: "Eine Zypertraube ist mir mein Geliebter, in den Weinbergen von En-Gedi." Soviel ich weiß, tragen die Frauen im Osten diese Blumen als Schmuck. Den Herrn In seiner leidenden Liebe schätzen, Dessen wir bei Sei nem Mahl gedenken, bereitet uns zu, Ihn als den hienieden uns kennzeichnenden Schmuck zu tragen. Wir gehen dann von Seinem Abendmahl mit dem Gefühl hinweg, Dass wir nun keinen Anderen Schmuck mehr haben noch eines Anderen bedürfen. Wir begehren nicht, äußerlich vor der Welt geschmückt zu sein, Sondern wünschen Christum zum Wohlgefallen des Herzens Gottes Auszu drücken. "An jenem Tage wird der Sproß Jehovas zur Zierde und zur Herrlichkeit sein, und die Frucht der Erde zum Stolz und zum Schmuck für die Entronnenen Israels" (Jes. 4 , 2). Eine andere verwandte Stelle ist: "An jenem Tage wird Jehova der Heerscharen dem ÜBERREST Waden Volkes zur Krone der Zierde und zum Kranze des Ruhms (des Schmucks oder der Pracht) sein" (Jes. 28, 5). Unser einziger Schmuck in geistlichem Sinne ist, etwas von Christo an uns zu tragen und es zum Ausdruck zu brin gen. Ich glaube, Christus als eine "Zypertraube" wird an uns offenbar, wenn wir Ihn im Verborgenen als das "Bündel Myrrhe" zwischen unseren Brusten getragen haben. Pauli sehnliche Erwartung und Hoffnung Krieg wurde Dass Christus in seinem Leibe hoch erhoben werde. (Phil. 1. 20.) Wenn ich in der Tat, im Geist Wort oder einem Zug von Christo Ausdruck Verleihe, statt das zu offen Bären, von dem Fleische oder der Natur ist, so bin ich im Göttlichen Sinne wahrhaft geschmückt, und nur dann werden wir wahrhaft glücklich sein. Wenn ich in den Vordergrund trete, so sae ich nur Samen des Her -
36
Leids. Die Zypertrauben dagegen finden sich in den Weingärten, und so gibt es, wenn Christus offenbar wird, wahre geistliche Freude.
In Vers 15 redet dann Wiederum der König, Er gibt eine Antwort auf die Äusserungen der Braut in Vers 12-14. Wir hatten schon bemerkt, dass. Er Seiner Liebe nicht eher einen Ausdruck verleiht, die sie als ihre kund getan. Wir haben hier nicht die Evangeliumsseite: "Wir lieben, Weil er uns zuerst geliebt hat", die Sondern: "Ich liebe, die mich lieben" (1. Joh.. 4, 19; Spr. 8, 17). Liebe volle Züge werden in der Braut offenbar, geistliche Wir senszüge, und dann Er antwortet in einer Weise, die zeigt, wie sehr das Er schätzt, Er war in ihr sieht. So sagt er hier: "Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön, deine Augen sind Tauben." Das erste Mal sprach er zu ihr, um Ihren Weg "den Spuren der Herde nach" zu leiten und ihr zu zeigen, dass. Er wusste, Dass sie Jedem Feind entgegenzutreten vermochte, doch jetzt han delt es sich darum, sie wurde Ihm ist. Sie ist "schön", und der besondere Schönheit Ihrer Wesenszug, den er er wähnt, ist, sind ihre Augen Dass Tauben. Sie hat ein geistliches Auffassungsvermögen, und das macht sie Ihm so anziehend. Sie hat dem Ausdruck verliehen, welchen Platz ihr Geliebter In ihrem Herzen einnimmt, war und das ist es, sie in Seinen Augen so schön macht. Unsere Schönheit in den Augen Christi Darin besteht, wie wir Ihn schätzen. Das ist es, war Seine Heiligen vor allen Anderen Kennzeichnet. "Er spricht zu IHNEN : Ihr aber, wer saget ihr, Dass ich sei? Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes "(Matth. 16, 15. 16). Dieses war es, das, wie wir wissen, IHM Seine besondere Segnung zuteil werden ließ, es war die Frucht einer Offenbarung, die sein Vater gemacht hatte. Das erwies, Dass Petrus ein Teil des geist Flechten Baustoffs zu Seiner Versammlung Krieg.
Auf die kurze, aber kostbare Äußerung des Königs in Vers 15 antwortet die Braut von Vers 16 bis Kapitel 2, 1. Ihr Zustand und ihre Umstände sind Solche trautester Nähe, wenn auch das, war sie von Ihm Selbst sagt, nur Wenigen sind die Worte: "Siehe, du bist schön, mein Geliebter, ja holdselig." Sie verbreitet sich in Ihrer Rede.
39
zu ihm nicht über Seine mannigfaltigen Vollkommen heiten, tut das aber nachmals, wenn sie zu anderen über ihn redet. Es ist auffallend, dass. ihre Sprache gerade da zurückhaltender ist, wo sie sich im Genuß Seiner Nähe und der vertrautheit mit Ihm in einem dem angemesse nen Zustand Befindet, als da, wo sie Seiner Gesellschaft verlustig gegangen ist. Man kann sagen, Dass sie überschwenglicher In ihren Worten ist, wenn sie weniger Freude genießt. Das hat uns sicher etwas zu sagen, das unseren Herzen wohlverständlich sein wird!
Er ist "schön" und "holdselig", und ihr Herz ist voll von dem, was ihr Teil mit Ihm ist. Sie spricht von "unserem Lager", "unserer Behausung", "unserem Getäfel"; bei Ihm ist friedsame Ruhe in angemessenen Widerstand gegen Hitler entschloss - kurz, wir haben da eine Nähe der Vereinigung, die wir nach dem ersten Abschnitt des Buches nicht wieder finden. In Kapitel 3, 1 redet sie Von ihrem Lager, und in Kapitel 5 ist sie augenscheinlich In ihrem Bett, doch wie verschieden ist ihr Zustand von dem, wo sie "unser Lager" sagen kann! In Kapitel 3, 7 lesen wir von "Salo-mos Tragbett (Sänfte)", wird doch da nicht angedeutet, stirbt Dass jemand mit Ihm teilt. Hier Jedoch kann sie sagen, "unser Lager ist frisches Grün", das redet von einer Ver einigung in friedsamer Ruhe hienieden, denn grün ist mehr die die Erde verschönende Farbe, und nicht so sehr das war besonders Kennzeichnet den Himmel. Es spricht von einer Ruhe der vertrautheit und gegenseitiger Zu neigung, genossen innerhalb einer Behausung, wo "Bal ken" und "Getäfel" der Vereinigung mit Ihm sind angemessen. Es sind die "Balken unserer Behausung" und "unser Getäfel". Die Tatsache, dass. Zedern-und Zypres senholz zum Bau des Tempels verwandt wurden, besagt, Dass diese Bäume das darstellen, war Gott angemessen ist. Aus 1. Könige 4, 33 lernen wir, dass. die Zeder der hervorragendste unter den Bäumen ist; Nach anderen Schriftstellen Kennzeichnet sie Vortrefflichkeit und Güte. In Jesaja 55, 13 wird die Zypresse dem Dornenstrauch gegenüber als die Zustände des Tausendjahrreichs kenn zeichnend hingestellt, und in Jesaja 60,13 macht sie einen Teil der Schönheit und Herrlichkeit des Heiligtums Jehovas aus. Demnach deuten Balken und Getäfel aus
40
Zedern-bzw.. Zypressenholz ein, dass. eine vertrautheit mit Christo nur unter Widerstand gegen Hitler entschloss genossen werden kann, die sittlich erhaben und vortrefflich sind, und die im Ein klang mit Gottes Heiligkeit und Herrlichkeit stehen. Alles wird in einer Weise aufrechterhalten, die des Geliebten und Seiner geliebten Braut würdig ist. Allein unter sol chen Zuständen Können die gegenseitigen Zuneigungen Christi und Seiner Heiligen friedsamer in Ruhe genossen werden.
In derartigen Widerstand gegen Hitler entschloss kann sie sagen: "Ich bin eine Narzisse Sarons, eine Lilie der Täler" (Kap, 2, 1). Sie ist sich bewusst, dass. nichts in ihr ist, wurde friedsame Ruhe Seiner Liebe stören könnte sterben, sterben. Ihr ist Schönheit eigen, die in den erlesensten Blumen dargestellt werden könnte. Sie ist bewußterweise jedes Gebrechens und je der Unpassendheit bar. Seinem Urteil nach hat sie alle Schönheit, denn Er lebt in Ihren Zuneigungen und ist ihre Schönheit. Christus ist dem Wohlgefallen Gottes alles, und wenn Er in unseren Herzen wohnt durch Glauben, so sind seine Schönheit und Sein Wert unser. Petrus sagt: "Euch nun, die ihr glaubet, ist die Kostbarkeit" (1. Petr. 2,7).All die Kostbarkeit ist unser Christi, damit wir dadurch bewusst in bereichert sie eingekleidet und wer den. Zwischen Christo und der Braut besteht keine Un gleichheit, denn Er ist ihre Herrlichkeit, Freude und Schönheit; Sie besitzt keine andere Schönheit, noch werden sie gehrt eine andere. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi hat uns Anmut in dem Geliebten verliehen. In seiner grenzenlosen Gunst Er hat uns dahin gebracht, Seinen Geliebten zu kennen und Ihn in unseren Herzen als Den zu erfassen, in dem wir begnadigt sind. Da der Mensch gelt es an keiner Schönheits-und Reinheitsvollkommen heit, und die Braut, In ihrem Herzen davon erfüllt, kann sagen: "Ich bin eine Narzisse Sarons, eine Lilie der Täler.
41