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MALEACHI 3.16

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Dankbarkeit im Ausharren

Bibelstellen: Römer 5,3-5; 1 Petrus 2,21-24; Matthäus 8, 20; 1 Petrus 2, 19-20

Röm 5,3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt,

Röm 5,4 das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung;

Röm 5,5 die Hoffnung aber beschämt nicht, denn die L

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AT Auslegungen

Kurzbeschrieb eines Gap – Modells

Kurzbeschrieb eines Gap – Modells

 

Gap gleich Lücke - Zeitlücke zwischen den einzelnen Schöpfungstagen im Unterschied zu anderen kreationistischen Modellen, die einen ununterbrochenen Schöpfungsvorgang von 6 mal 24 Stunden Dauer postulieren und der vor etwa 10‘000 Jahren begann.

 

Das Gasp-Modell legten geistreiche, gläubige Männer im 19. Jahrhundert ihrer Bibelauslegung zugrunde.

 

Im Anfangbezieht sich auf eine Zeit, die vor dem 1.Tag von Gen 1,3 liegt. Dieser Anfang kann vor Milliarden Jahren gewesen sein. Damals schuf Gott das Universum bestehend aus den Himmelskörpern samt dem Licht. Ob unsere Sonne und ihre Planeten damals schon als  fertige Himmelskörper direkt aus der Hand Gottes hervorgingen und dann denselben Bahnen folgten, wie sie es heute tun, behauptet der Vers nicht. Der Anfang muss auch keineswegs auf einen Moment beschränkt werden; er kann von unbestimmter Dauer gewesen sein.

 

Vers 2 lenkt den Blick vom Universum weg auf die stoffliche Erde, die als wüst und leerund in Finsternis gehüllt vorgestellt wird. Die Erschaffung der Geistwesen wird gänzlich übergangen. Der Planet Erde war also im betrachteten Zeitpunkt quasi noch ein Rohling. Es kann sein, dass das beschriebene Chaos durch eine oder mehrere vorausgegangene Katastrophen hervorgerufen worden war.

 

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1.Tag. Es werde Licht (auf der Erde)! (Vers 3) Es ist nicht der Tag, an dem das Licht erschaffen wurde. Es ist der Tag, an dem es von der Finsternis geschieden wurde.  Wir werden von Gott nicht wie Naturwissenschafter angesprochen, sondern als gewöhnliche Erdbewohner, denen als erstes bewusst werden muss, dass sich Licht und Finsternis nicht vertragen. Die Finsternis erfasst das Licht nicht (Joh 1,5). Das ist in der Natur ein Gesetz und es beherrscht auch das geistliche Leben der Menschen. Es geht am ersten Tag nicht um die Erschaffung desLichts und schon gar nicht um die Erschaffung der Sonne. Es geht um das Licht, das die Finsternis durchdrang, in welche die Erde bis dahin eingehüllt war. Woher stammte das Licht, als die Finsternis über der Tiefe der Erde sich lichtete? Von einem glühenden Stern, wahrscheinlich von unserer Sonne. Man kann sich vorstellen, dass bis dahin eine verdunkelnde Atmosphäre die Erdkugel umgab, die sich nun soweit lichtete, dass diffuses Sonnenlichtdie Erdoberfläche erreichte.

Der Geist Gottes machte sich ans Werk, so wie Er es heute tut, wenn Er anfängt  eine Menschenseele zu erleuchten, die noch in geistlicher Finsternis ist (2 Kor 4,6).

Von diesem Tag an gibt es eine bewusste Scheidung zwischen Licht und Finsternis (Vers 4). Die wiedergeborene Seele erlangt Sündenerkenntnis.

 

2. Tag. Es werde eine Ausdehnung! Eine Ausdehnung zwischen Wassern und Wassern. Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Himmel steht hier für Luftraum oder die die Erde umgebende Atmosphäre. Woher nähmen wir sonst die lebensnotwendige Luft?  Beachte: Gen 1 verwendet an keiner Stelle das Wort Luft, sondern das Wort Himmel.  

Dieser Himmel (himmlischen Örter) wurde vom Fürsten der Gewalt der Luft besetzt. (Eph 2,2; 6,12)  Die Bibel versteht demnach den Himmel von Vers 8 als den die Erde umgebenden Luftraum und nicht als das quasi leere All.

 

3. Tag. Gott lässt die Wasser unterhalb des Himmels (dem Firmament) an bestimmten Orten zusammenlaufen. Von den Wassern oberhalb steht nichts. Vielleicht fielen sie bei der Sintflut auf die Erde- vielleicht!

Vielleicht war ein Schrumpfungsprozess der Erdkruste die Ursache, dass Berge entstanden und Täler, wohin sich dieWasser unter der Gravitationskraft sammelten. Die Gravita-tionskraft selbst wird uns nicht erklärt und ist bis heute ein Geheimnis. Gott sah, dass es gut war, dass es nun trockenes Land und Meere gab.

Als nächstes liess Gott aus der Erde Gras etc. hervorsprossen. Aus der Erde sprosste Gras hervor (1,11); aus dem Erdboden wuchsen Bäume heraus (Kap 2,9). Hervorsprossen oder herauswachsen sind nicht dasselbe wie machen oder erschaffen.  Die Vorstellung, Gott habe fertige Bäume etc. hingestellt ist absurd. Gott legte Information in Sein Werk, die Wachstum und Vermehrung bewirkten. Das Licht, das die Vegetation dazu benötigte, war seit dem 1.Tag da, obwohl die Sonne als Scheibe erst später am Firmament sichtbar wurde.

 

4. Tag. Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels! d.h. am Firmament, am Himmelsgewölbe. Es steht nicht: Und Gott schuf. Es handelt sich hierbei keineswegs um die Erschaffung von Himmelskörpern, sondern um ein Eingreifen Gottes das dazu führte, dass Sonne, Mond und Sterne nun von der Erde aus am Firmament als klar umrissene Körper sichtbar wurden. Als dann später die Menschen erschaffen wurden, mussten ihnen diese Himmelskörper dazu dienen, die Zeit einzuteilen und zu messen – um einen Kalender zu erstellen.

Wir werden durch den Lauf der Sonne  jeden Tag daran erinnert, dass unsere Lebenszeit unaufhaltsam abläuft; dass alles vergänglich ist. Deshalb müssen wir unsere Zeit auskaufen. Unsere Bestimmung ist nicht Wellness sondern Arbeit. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann! (Joh 9,4).

 

Der Akt Gottes, der die Himmelslichter am Firmament sichtbar werden liess, bestand in der Lichtung der Erdatmosphäre, so dass Sonne, Mond und Sterne von der Erde aus als Leuchtkörper (z.B. als Sonnenscheibe) zu sehen waren. Fortan gab es nicht mehr diffuses Licht, sondern direkte Sonneneinstrahlung.

 

5. Tag. Vögel sollen über der Erde fliegen! (Vgl 2,19) An der Himmelsausdehnung. (Vers 20). Das ist eine Bestätigung dafür, dass mit Ausdehnung nicht das Weltall gemeint ist. Vögel fliegen nicht im Weltall herum. Genesis 1 verzichtet auf Beschreibungen, die das Universum im allgemeinen betreffen. Genesis 1 beschränkt sich auf das, was auf dem Planeten Erde passierte, der einmal Wohnstätte des Menschen werden sollte. Nebst den Vögeln schuf Gott am 5. Tag auch die grossen Seeungeheuer und alle anderen Wassertiere. Auch sie sollten sich mehren, d.h., so wie die Pflanzen waren auch diese Tiere mit einem genetischen Code ausgerüstet, der das Wachstum und die Vermehrung steuerte.

 

6.Tag. Die Erde bringe lebendige Wesen nach ihrer Art  hervor! (Kap 1,24). In Kap.2,19 heisst es: „Und Gott der Herr bildete aus demErdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels.“

Dass alles aus der Erde hervorkam legt nahe, dass der Zeitfaktor eine Rolle spielte. Es ging etwas vor sich im Unterschied zu Rö 4,17, wo es von Gott heisst: Der das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.  Das ist eine harte Nuss für alle, die glauben, jedes einzelne Werk sei fix und fertig direkt aus der Hand Gottes, nicht aus der Erde, hervorgekommen; Er habe ausgewachsene Bäume hingestellt. Oder Er habe die Kohle und die Fossilien in die Erdschichten hineingelegt oder alles sei bei einer einzigen Katastrophe, der Sintflut entstanden.

Alles kommt aus dem Erdboden, aus dem Staub und wird wieder zu Staub, aber ohne das machtvolle Walten Gottes wäre gar nichts entstanden, sei es nun aus der Erde hervorgespriesst oder hervorgekommen, was Zeit braucht. Der Mensch wurde von Gott gebildet. Er ging direkt aus Seiner Hand hervor, was nicht unbedingt Zeit brauchte.

 

Am selben 6. Tag schuf Gott den Menschen; als Mann und Frau schuf er sie (Kap 1,27). Er ist sein „Meisterwerk“. Er bildete den Menschen, Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase (Kap 2,7). So wurde der erste Mensch, Adam, zu einer lebendigen Seele (1 Kor 15,45). Er empfing von Gott auch die Sprache und Gottesbewusstsein, so dass er mit seinem Schöpfer Zwiesprache halten kann, was sonst kein anderes irdisches Geschöpf kann. Diese Fähigkeit ist einzigartig in der sichtbaren Schöpfung. Sie hat sich nicht allmählich entwickelt. Gott schenkte Adam die Sprache bei der Einhauchung Seines Odems. So war Adam auch fähig alle Tiere mit Namen zu benennen, die Gott zu ihm brachte (Kap 2,19).

Nun stellt sich die Frage, was wir mit dieser Gabe, der Zunge, anfangen. Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind…Das sollte nicht so sein (Jak 3:9,10).

 

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Was bedeutet die Wendung: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen?“

Jedenfalls ist nicht von Sonnenuntergang und Sonnenaufgang die Rede, denn so etwas gab es vor dem vierten Tag noch nicht und doch heisst es schon am 1. und 2. und 3. Tag: Und es war Abend und es war Morgen. Es heisst vielmehr, dass der Schöpfungsvorgang sechsmal unterbrochen wurde. Gott ruhte zwar noch nicht, aber Er legte Pausen ein. Das spricht gegen die Evolutionstheorie, die eine uniforme und von keinen Katastrophen unterbrochene  Entwicklung voraussetzt.

 

Am siebten Tag ruhte Gott. Gott ruhte solange Sein Werk nicht durch die Sünde verdorben wurde. Entweder dauerte dieser Tag  länger als 24 Stunden oder Adam fiel schon innerhalb 24 Stunden nach seiner Erschaffung in Sünde – ein Gedanke, der sich sonst nirgends in der Bibel findet.

 

 

Edi Rohner / Juli 2013