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MALEACHI 3.16

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Bibelstellen: Johannes 14,16; Johannes 14,26; 1. Johannes 2,1; Offenbarung 12,10; 1. Johannes 3,3; Römer 11,29; Römer 6,23; Epheser 1,13; Epheser 4,30; Römer 8,38-39


Joh 14,16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Sachwalter geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit,

 

Von welchem Sachwalter ist denn hier die

...

Richter

Richter Kapitel 5

Das Buch der Richter

 

(Charles Andrew Coates)

Kapitel 5    Mp3

 

Wir könnten uns nicht denken, dass durch den Geist Gottes so ein schönes Lied eingegeben wurde, ohne dass es eine wichtige Belehrung für uns enthielte. Es ist ein Lied, das wir besonders in der gegenwärtigen Zeit verstehen sollten.

Dieses Lied ist eine andere Art des Lobpreises Gottes als das Lied Moses, das die großen Werke Gottes in der Erlösung, wie auch die Frucht dieser Werke preist. Ich hoffe, dass wir alle gelernt haben, das Lied Moses zu singen. In den letzten Tagen sollen wir aber lernen, das Lied Deboras und Baraks zu singen. Ich denke, man ist überhaupt kein Christ, wenn man mit Mose nicht singen kann; es sind aber nur Überwinder, die mit Debora und Barak singen können. Das Lied Moses ist allgemeines Gut, es ist das Lied der Erlösten; das Lied Deboras und Baraks wird aber in schweren Zeiten gesungen; es ist ein Lied, das rühmt, wie Gott Sich für Sein Volk einsetzt und wie Er das Nötige für ihre Erlösung an einem sehr finsteren Tage darreicht.

Das eine ist ebenso wichtig wie auch das andere. Dies ist das einzige Lied im Buche der Richter, deshalb ist es so wichtig. Der Geist Gottes greift insbesondere diesen Sieg über den König von Kanaan auf als eine Gelegenheit, darauf hinzuweisen, wie Gott allezeit Sein Volk befreien will, und zwar bis zu der Zeit, wo die Bösen umkommen und die Gerechten im Reiche leuchten werden.

Es ist ein Lied, das die Hilfsquellen Gottes an einem schweren Tage rühmt. Wenn Gott Sich zur Befreiung Seines Volkes einsetzt, werden alle geprüft; ebenso werden wir heutzutage dadurch geprüft, wie Gott Sich einschaltet, um Sein Volk aus der Bedrängnis zu erretten.

Unsere Prüfung soll feststellen, ob wir mit ganzem Herzen uns mit dem Retter einsmachen oder nicht. Wenn Gott einen Erretter erweckt hat, wird mein Platz im Reiche davon abhängen, ob ich mich mit dem Erretter einsmache und bereit bin, mein Teil im Kampfe als ein guter Kriegsmann Jesu Christi auszutragen, oder ob ich dem ausweiche. Im letzteren Fall kann ich möglicherweise dem Fluche verfallen.

Alle Aussprüche der Schrift haben etwas Bezeichnendes. Nach diesem Liede erweckte Gott Seinem Volke Erretter. Es ist das Rühmen der göttlichen Führung. „Weil Führer führten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, preiset Jehova!“ (V. 2).

Wie in Vers 7 geschildert wird, war Israel in einem traurigen Zustande: „Es feierten die Landstädte in Israel, sie feierten“ (es war keine Führung), „bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.“ Es war niemand in Israel, der eine geistliche Führung übernehmen konnte, und es ist öfters so gewesen unter dem Volke Gottes. Vers 12 bezieht sich auf die Mutter und Führerin.

Die Mutter wird in Debora dargestellt, die die Führung ans Licht bringt und die das Israel Gottes mit mütterlicher Liebe pflegen kann — das ist das Element, das Führung erzeugt. Wenn Gott Führung erweckt, tut Er das in Verbindung mit dem innigen Begehren der Mutter.

Wir müssen die Mutter haben, bevor wir den Krieger haben. Bevor der Herr am Anfang dieses Jahrhunderts solche bestimmte Führung erweckte, war die Gesinnung des innigen Begehrens und der mütterlichen Liebe zum Volke Gottes vorhanden, und Gott antwortete darauf, indem Er geistliche Führung erweckte, um sie von allem zu erlösen, was sie am Genusse des Erbes hinderte.

Der Grundsatz der Führung wurde zuerst im Herrn Selbst aufgerichtet. Der Herr ist der große Führer, und nur wenn jemand Ihm nachfolgt, ist er tüchtig, Sein Volk zu führen. Der Herr verließ niemals die betretenen Wege, Er ging von ihnen nicht ab; Er ging niemals auf krummen Wegen, und Er allein hat das Recht, zu sagen: „Folge mir nach.“ Die Apostel sagen uns niemals, dass wir ihnen nachfolgen sollen. Paulus sagte: „Seid meine Nachahmer.“ Der Herr war aber der Einzige, der da sagte: „Folge mir nach.“

Es gibt einen Weg durch diese Welt, und der Herr ging diesen Weg, und Er war der große Führer. Er ging zu den Seinigen, und Er sagte: „Ich habe die Welt überwunden.“ Er stellt Sich der Versammlung zuletzt als der Überwinder dar: „Wie auch ich überwunden habe“ (Offb. 3, 21).

Er ist Derjenige, dem man nachfolgen soll. Alle anderen sind Vorbilder, niemals aber Gegenstände; der Herr allein ist der Gegenstand.

Es ist noch etwas Wichtiges zu bemerken: Wenn der Herr in Seiner Güte Seinem Volke einen oder mehrere Führer schenkt, schenkt Er auch immer Nachfolger; solche, die dem Herrn nachfolgen, solche, die sich freiwillig stellen. Das ist der große Gegenstand dieses Liedes — Führer und diejenigen, die sich willig stellen, um beim Kampf sich mit den Führern einszumachen.

Meros tat das nicht und wurde verflucht. Das hat eine besondere Anwendung für uns. Wenn wir nicht zu kämpfen bereit sind, was nützt es dann, die Bücher Josua und Richter zu lesen? Das sind Bücher für Kriegsleute, für Kämpfer. Wenn wir am Kampfe nicht teilnehmen, bekommen wir keine Beute.

Seit den Tagen der Apostel ist nichts in der Versammlung Gottes erworben worden als nur durch Kampf, und Gott hat beständig durch das Erwecken von Führern in Seinem Volke Seelenübungen hervorgerufen. Es ist nicht recht zu sagen, dass wir keine Führer haben, denn das stellt die Treue Gottes in Frage. Wie könnte Gott mir gebieten, den Führern zu gehorchen, wenn es keine gäbe! In der Geschichte der Kirche fand ein großes Abweichen statt, und Gott hat in einem oder in einigen eine geistliche Führung aufgerichtet, und alle Überwinder haben sich dann mit den Führern einsgemacht.

Die Probe für einen Überwinder beisteht in der Fähigkeit, wahrzunehmen, wenn Gott Führung gibt, und sich als Kriegsmann mit der derzeitigen geistlichen Bewegung einszumachen.

Überwinder waren das Erzeugnis des Dienstes Deboras. Gott erweckte einen prophetischen Dienst — eine Prophetin. Sie diente zwanzig Jahre lang. Sie war eine Überwinderin, denn sie wohnte unter einer Palme. Das Erzeugnis des prophetischen Dienstes war ein Geschlecht von Überwindern. Alle, die sich willig stellten, wurden durch den prophetischen Dienst für eine gegebene Zeit erzeugt. Ein Überwinder wird durch das Offenbarwerden des Gedankens Gottes zu einem besonderen Zeitpunkt hervorgebracht.

Bei Ruben waren große Beschlüsse des Herzens. Er wurde hin und her geworfen, und das führte dahin, dass er nichts tat. Er stellt einen Menschen dar, der eine Menge Seelenübungen wegen des Kampfes, nämlich große Überlegungen und Erörterungen durchmacht. Zum Schluss aber bleibt er da, wo er ist. Wenn er nicht dahin gebracht wird, am Kampfe teilzunehmen, was nützen dann seine Seelenübungen?

Man hat Leute gekannt, die durch ein ganzes Meer von Seelenübungen gegangen sind, die aber damit endeten, dass sie eine neutrale Stellung einnehmen. In den Kämpfen Gottes gibt es aber gar nichts Derartiges. Die Neutralität ist die verkehrte Zweckmäßigkeit der modernen Zeit.

Von Vers 14 an haben wir eine Liste derer, die hinabzogen, um sich mit der derzeitigen Führung einszumachen und sie zu unterstützen: Ephraim, Benjamin, Manasse (Makir war sein Sohn), Sebulon, Issaschar, sie zogen alle hinab, um zu helfen.

Dann werden aber auch diejenigen, die nicht kamen, erwähnt. Das ist wie ein großer Rückblick vor dem Richterstuhl Christi. Der Kampf ist vorbei, und die Haltung aller wird betrachtet.

Diese Stämme zogen hinab, um zu helfen, und sie werden lobend erwähnt. Zwei Stämme werden besonders gelobt: Sebulon und Naphtali gaben ihre Seelen dem Tode preis auf den Höhen des Gefildes (V. 18).

Wir sollten bei jedem Kampfe danach trachten. Wir haben alle irgendeinen Kampf auszutragen, und wenn wir uns mit der jeweiligen geistlichen Führung einsmachen, können wir als gewöhnliche Kriegsleute den Kampf austragen, oder uns besonders auszeichnen wie diejenigen, die das Eiserne Kreuz bekommen. Hier wird dieser Unterschied erwähnt.

Es gab aber auch solche, die überhaupt nicht gekommen waren. Ruben hatte Beschlüsse des Herzens, viele gute Vorsätze; er machte große Überlegungen durch, doch er blieb zwischen den Hürden. „Warum bliebest du zwischen den Hürden, das Flöten bei den Herden zu hören? An den Bächen Rubens waren große Beratungen des Herzens“ (V. 16).

Schlaflose Nächte nützen nichts, wenn sie uns nicht in den Kampf führen. Der Geist Gottes in Debora und Barak erhebt die Frage: Warum bist du nicht gekommen? Mit allen deinen Überlegungen und Beschlüssen bist du doch nicht gekommen, denn du bliebst bei den Hürden. Menschen sagen manchmal: Wir wollen uns nicht in den Kampf einmischen; wir predigen das Evangelium; wir sorgen für die Schafe. Es ist gut, für die Schafe zu sorgen; wenn aber ein Krieg kommt, so ist er zu der Zeit das Wichtige.

„Gilead ruhte jenseits des Jordan.“ Das umfasst Ruben. Gad und einen Teil von Manasse — sie ruhten jenseits des Jordan. Das stellt Leute dar, die sich nicht auf himmlischen Boden gestellt haben. Sie interessieren sich nicht für den himmlischen Kampf, er ist ihnen ganz gleichgültig, sie bleiben jenseits des Jordan.

Ebenso machte es auch Dan; „Und Dan, warum weilte er auf Schiffen?“ Dan blieb auf Schiffen. Ich glaube, Schiffe stellen in der Schrift den Handel der Welt dar. Das stellt einen Mann dar, der sich dem Gelderwerb voll und ganz widmet, er hat keine Zeit, den Kampf aufzunehmen, er bleibt auf seinen Schiffen. „Aser blieb am Gestade des Meeres, und an seinen Buchten ruhte er“, er nahm die Angelegenheit ganz einfach und bequem hin. Keiner von diesen Stämmen zog hinab, und sie erbeuteten nichts.

Wenn wir nicht hinabziehen, bekommen wir nicht die Beute des Kampfes. Wenn ich im geistlichen Kampfe stehe, finde ich am Kämpfen als solchem kein Wohlgefallen, denn es ist ja nicht das Ziel. Man kämpft im Blick darauf, etwas für sich, etwas für Israel und etwas für den Herrn zu gewinnen.

Verse 10 und 11 zeigen den Gewinn: „Die ihr reitet auf weißroten Eselinnen, die ihr sitzet auf Teppichen, und die ihr wandelt auf dem Wege, singet! Fern von der Stimme der Bogenschützen, zwischen den Schöpfrinnen, dort sollen sie preisen die gerechten Taten Jehovas, die gerechten Taten an seinen Landstätten in Israel“. Sie bekamen einen Teil der Beute des Kampfes.

Paulus sagt: „Alle, die in Asien sind, haben sich von mir abgewandt“, und: „Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf liebgewonnen hat“; er war gleichsam auf Schiffe gestiegen. Damals gab es solche, die Paulus nicht beistanden, sie wollten gemächliche Zeiten haben. Sie wandten sich von ihm ab und verließen ihn; er erwähnt aber einige lobend, die ihm doch beistanden.

Wir müssen zu besonderen Zeiten die geistliche Führung erkennen. Wenn irgend jemand in Seelenübung steht und zu Gott schreit, erweckt Gott einen Führer; das ist die Belehrung des Buches der Richter. Es ist ein Bild von dem, was sich in der Versammlung von den ersten Tagen an bis jetzt abgespielt hat. Als man fühlte, dass man abgeglitten war und dass die Welt die Oberhand gewonnen hatte, schrie man zu Gott, und Gott erweckte einen geistlichen Führer. Jetzt ist eine geistliche Führung vorhanden, doch sie ist nicht so wie zur Zeit der Reformation. Gott erweckte Luther und andere, um eine geistliche Führung zu geben, und alle Überwinder machten sich mit ihr eins. Es gibt auch heutzutage eine geistliche Führung, die ebenso bestimmt wie damals ist.

Wenn ein Abweichen stattfindet, so greift Gott durch eine andere Form der Führung gegen den Feind ein. Er wirkt nicht immer nach denselben Richtlinien. Die Feinde sind heutzutage nicht dieselben wie diejenigen, mit denen die Heiligen es vor vierhundert Jahren zu tun hatten. Im Grunde genommen sind sie dieselben, ihre Mittel sind aber anders, und wir können den heutigen Feinden nur dann gegenübertreten, wenn wir der heutigen geistlichen Führung folgen und uns ihr anschließen. Wenn wir nicht mitgehen, können wir verflucht werden.

Meros wird bitter verflucht, weil er nicht mitzog. Die Haltung des Meros scheint der außerordentlichen Treue Jaels gegenübergestellt zu werden. Wenn einer verflucht wird, wird der andere besonders gelobt. Jael war ein Weib und gehörte nicht zu Israel. Sie mochte außerhalb des Kampfes zu stehen scheinen, doch die Kraft ihres Glaubens führte sie in den Kampf hinein, und sie handelte in einer außerordentlichen Weise gegen den großen Feind des Volkes Gottes und vernichtete den großen Heerführer des Feindes.

Jael begründete ihr Recht durch diese Glaubenstat. In einem Augenblick löste sie ihr früheres Band. Sie hat etwas Ähnliches wie Rahab. Es kam eine Zeit im Leben Rahabs, wo sie ihre Beziehungen zu ihrem eigenen Stamme, zu Jericho, zu seinem König und Volk abbrach. Sie knüpfte neue Bande mit dem Volke Gottes und bekam einen ehrenvollen Platz in Israel. Jael war mit dem König von Kanaan verbunden gewesen, es bestand ein Bund zwischen ihnen. Es kam aber die Zeit, wo sie erkannte, dass Jabin dem Volke Gottes feindlich gesinnt war, und sie brach den Bund des Friedens ab, schnitt sich von ihren früheren Bundesgenossen ab und schloss sich dem Volke Gottes an. Sie befestigte dadurch ihr Recht auf einen Platz in Israel, sie brach ihr Bündnis mit Jabin ab.

Das Lied endet mit den Worten: „Also mögen umkommen alle deine Feinde, Jehova! Aber die ihn lieben, seien wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft!“ Die Vernichtung Siseras war eine Art Vorschatten von der Vernichtung aller Feinde Gottes und von allem, was der Macht des Volkes Gottes feindlich gesinnt ist. Alle Feinde werden vernichtet, und die Gerechten werden leuchten wie die Sonne in dem Reiche ihres Vaters.

 

Abschrift durch Nicole F.