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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Liebe Freunde
das Forum hat ein neues Programm und einen neuen Hoster bekommen.
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Ich hoffe, dass ihr Euch bald da:
zurrechtfindet.
Für die äusserst zuvorkommende Hilfe möchte ich mich bei den IT Fachleuten von vBulletin ganz herzlich bedanken.

 

 

Das Buch der Richter    mp3

 

(Charles Andrew Coates)

 

Kapitel 7

Dieses Buch zeigt die Grundsätze, nach welchen Gott in Tagen der Abtrünnigkeit Seinem Volke helfen und es erretten möchte. Während jedes Zeitabschnittes der Kirchengeschichte ist Gott Seinen eigenen Weg gegangen, um für Sein Volk Errettung zu bewirken.

Wir müssen darüber geübt sein, den Weg Gottes wahrzunehmen und nicht durch das Große und Anmaßende betrogen zu werden, sondern das, was aus Gott ist, schätzen zu lernen.

Es war fleischliches Selbstvertrauen, als man in Josua sagte, nur wenige brauchten mit Josua heraufzuziehen. Sie zogen die Macht des Feindes nicht genügend in Betracht und waren voller Selbstvertrauen.

In Richter 7 ging es aber darum, dass Gott auf eine Weise ein Errettung bewirken wollte, die offenbar ganz aus Ihm war. Es war, „damit Israel sich nicht wider mich rühme“. Gott bemüht Sich sehr darum, uns vor dem Rühmen zu bewahren. Darum wurde hier alles gesichtet; die Beschaffenheit der Krieger, nicht ihre Zahl war erwünscht, was an einem Tage des Abweichens wichtig ist. Der 2. Timotheusbrief ist ein Brief, worin alles gesichtet und die vorhandene Anzahl vermindert wird.

Die Männer, die das Wasser leckten, erwiesen sich als gute Kriegsmänner, als solche wurden sie von Jehova angesehen. Das Ziel des 2. Timotheusbriefes ist, solche Männer zu sichern, die als „nützlich dem Hausherrn“ festgehalten werden. Es gibt eine große bekennende Körperschaft; Paulus musste aber sagen, dass viele sich von ihm abgewandt hatten.

Um Gefäße zur Ehre zu finden, findet im 2. Timotheusbriefe auch eine Art Sichtung statt. Paulus sagt: Sei ein guter Kriegsmann, einer von den dreihundert. Der Grundsatz der Furcht wird ausgeschaltet: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim. 1, 7). Wenn kein Mut vorhanden ist, werden wir nichts für Gott bewahren, sondern wir werden uns dem Einfluss des Augenblicks hingeben. Das Volk Gottes erhebt Einspruch, aber es gibt nach. Im gegenwärtigen Augenblick mangelt es an Mut für das, was von Gott ist, einzustehen.

Im vorigen Kapitel ging es um Gideons persönliche Seelenübung, doch hier geht es mehr um die Frage, welche Werkzeuge Gott gebrauchen kann. Gott wird nichts gebrauchen, was dem Werkzeug, das Er gebraucht, Ruhm einbringt. Den Ruhm bekommt Er für Sich Selbst.

Das Volk Gottes verlangt sehr nach zahlreichen Mengen. Große Zahlen bedeuten aber nicht immer Einheit. Oft ist es so, dass je größer die Zahl ist, desto geringer die Einheit ist. Es ist besser, wenn wir 300 Mann haben, die eines Sinnes sind und in ihren Seelen verbunden sind, die alle auf dasselbe sinnen und dasselbe sagen, als zweiunddreißigtausend Mann, bei denen es ebensoviel Meinungen wie Personen gibt.

Wenn wir erwählt sind und festgehalten werden möchten, müssen wir sehr darauf achten, wie wir kleine Dinge tun, die ganz unbedeutend zu sein scheinen. Möge doch jeder beten: Herr, behalte mich im Dienst! Paulus schreibt an Timotheus: „Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Kriegsmann Jesu Christi.“ Das Persönliche muss vor dem Gemeinsamen kommen. Es schien etwas sehr Einfaches zu sein, zum Wasser hinabgeführt zu werden, um zu trinken; jedoch war das eine göttliche Prüfung, und keiner von uns weiß, wann er geprüft wird. Das macht unser Verhalten während des alltäglichen Geschehens sehr ernst.

Darin, wie ich die kleinen Dinge in meinem Heim oder in meinem persönlichen Leben erledige, mag etwas ans Licht kommen, was mich zu irgendeinem besonderen Dienst untüchtig macht. Es kann aber in Verbindung mit kleinen Dingen auch irgendein Charakterzug, der für Seinen Dienst wohlgefällig ist, ans Licht kommen. Wir mögen einen Menschen, der zum Dienst zurückgehalten ist, sehen; wir können oft solche erkennen, wir wissen aber das Geheimnis nicht. Vielleicht haben sie in einer kleinen, gewöhnlichen Sache für den Herrn gehandelt, und Er sagt: Ich werde dich nun für Meinen Dienst festhalten. Es gibt Gefäße zur Ehre, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Dienste bereitet. Man sollte danach trachten, zum Dienst bereitet zu sein, um dem Volke Gottes dienen zu können, und zwar in einer bestimmten und wirksamen Weise.

Sie mussten trinken, es war eine Notwendigkeit; doch sie hoben bloß das Wasser in ihren Händen auf und leckten es; sie machten es sich nicht bequem und schonten sich nicht dabei. Es war etwas Kleines, doch es kann sein, dass jeder von uns beständig in diesen kleinen Dingen geprüft wird, und wenn wir kleine Dinge nicht in einer Gott wohlgefälligen Weise tun, sind wir nicht für den Dienst zubereitet und sind keine Gefäße zur Ehre.

Es geht nicht um die Frage, ob wir Christen sind, wir sind aber für den Dienst nicht zubereitet. Es geht um die Frage: Bin ich dem Herrn wohlgefällig? Ich kann mich selbst nicht empfehlen. Der Apostel sagt: Nicht wer sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern den der Herr empfiehlt.

Was nützt es, wenn ich mich den Brüdern empfehle, wenn der Herr mich ihnen nicht empfiehlt? Ich bin einfach gar nichts, und wenn der Herr mich den Brüdern nicht empfiehlt, kann ich ihnen nicht dienen.

Bei dem göttlichen Wirken ist es etwas Großes, eine Bestätigung zu erlangen. Gott liebt es nicht nur, uns zu leiten, sondern Er bemüht Sich darum, Sein Volk zu bestätigen. Darum sandte Er Gideon in das Lager hinunter, um den Traum und seine Deutung zu hören. Nicht nur erstarkten Gideons Hände, sondern er wurde auch zu einem Anbeter. Der Anbeter allein ist ein wahrer Kriegsmann. Es ist etwas Schönes, diesen Traum und seine Deutung zu haben, das würde uns alle zu Anbetern machen.

Durch den Laib Gerstenbrot sollte Gideon lernen, wie klein er war. Zu Anfang war Gideon ein wahrer Laib Gerstenbrot; er sagte: „Ich bin der Jüngste im Hause meines Vaters.“ Er denkt nicht Großes über sich selbst, und das ist Macht. Haben wir die Tatsache angenommen, dass Christus in Schwachheit gekreuzigt worden ist? Das ist die Kraft Gottes. „Das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen“ (l. Kor. 1, 25).

Es ist wunderbar, dass Gott Sich in einem solchen Ausspruch darstellt. Gott hat den Weg der äußersten Schwachheit erwählt. Nichts könnte schwächer sein als ein toter Mensch. Solange ein Mensch lebt, ist noch etwas Kraft vorhanden, wenn ein Mensch aber tot ist, so ist das die äußerste Schwachheit. Nun sagt Gott: Dies ist Meine Kraft. Wie langsam erkennen und erfassen wir das!

Der Laib Gerstenbrot stellt die äußerste Schwachheit und Unwichtigkeit dessen dar, was Gott aufnimmt, und wenn wir dem Volke Gottes dienen wollen, müssen wir dazu kommen, dass Gott das Schwache, das Unedle, das Verachtete, das Törichte und das, was nichts ist, aufnimmt. Sind wir bereit, als solche aufgenommen zu werden? Wenn nicht, so kann Gott uns überhaupt nicht gebrauchen.

In diesem Bewusstsein beten wir an, und das macht uns tüchtig für den Kampf. Anbetung bedeutet, dass ich mit mir selbst völlig abgeschlossen habe. Ich habe Gott allein vor mir. Bis Gott der ausschließliche Gegenstand des Herzens wird, gibt es keine Anbetung. Vielleicht werde ich darin nur einige Minuten aufrechterhalten. Wenn ich aber anbete, ist nichts außer Gott vor meiner Seele.

Das ist Macht; es gibt nichts so Mächtiges wie Anbetung. Ein von Gott erfülltes Geschöpf ist auch ein mit Kraft erfülltes Geschöpf. Der Apostel redet darüber aus tiefster Überzeugung: „Ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern“ (1. Kor. 2, 3). Das sind nicht nur bildliche Ausdrücke; ich glaube, der Apostel verrichtete seinen Dienst tatsächlich mit Zittern.

Ich freue mich oft, wenn ich sehe, dass ein Bruder zittert, wenn er aufsteht, um zu reden. Ich denke, jetzt werden die Heiligen etwas bekommen. Ich glaube, dass dieses Kapitel die alttestamentliche Lesart von 2. Korinther 4 ist. Tonkrüge sind ein auffallendes Sinnbild der Art Werkzeuge, die es Gott wohlgefällt zu gebrauchen.

Wie wenig haben wir uns doch die Tatsache eingeprägt, dass Schwachheit eigentlich Kraft ist!
Gerste stellt Christum in Seiner ganzen Demut und Schwachheit dar, in der Er hienieden erfunden wurde. Er hatte keine Hilfsquellen in Sich Selbst. Hier ist es aber mehr ein Vorbild von den Heiligen als ein Vorbild von Christo, und zwar davon, dass wir bereit sein müssen, als nichts zu gelten.

Paulus lernte sich dessen zu rühmen, dass er nur ein Gerstenbrot war. Er kam dazu, sich seiner Schwachheit zu rühmen. Paulus musste sehr viele Züchtigungen durchmachen, und er lernte aus Erfahrung in seinem Dienst, dass ihm Schwachheit, Angst und Zittern eigen waren. Er lernte unter der Zucht Gottes kennen, dass er einen Dorn für das Fleisch hatte, was ihm eine noch zusätzliche Hilfe war; auf diese Weise hatte er allezeit nichts anderes als das Bewusstsein von seiner Schwachheit. Dann wurde er ins Gefängnis geworfen wo er keine Gelegenheit zu predigen hatte. Er war in jeder Weise beschränkt, aber die Kraft Gottes kam niemals in solch einer Weise in ihm zum Ausdruck, wie sie es in seiner Gefangenschaft tat. Er erfasste das Geheimnis des Ausspruchs: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2. Kor. 12, 10). Wie Gideon war er ein Anbeter -„er betete an“.

Es ist etwas Wunderbares, seine eigene Schwachheit zu erkennen und nur den Drang zur Anbetung zu verspüren. Im Vorbilde sehen wir das bei Gideon, erfahrungsgemäß sehen wir es aber auch bei Paulus.

Wenn wir zum Streit übergehen, sind die Waffen unseres Kampfes nicht fleischlich. Es gab dabei nur eine Posaune, eine Fackel und ein Gefäß. Beim tatsächlichen Kampf gibt es eine Posaune, eine Fackel und ein zerbrochenes Gefäß. Die Posaune ist ein Hinweis auf ein abgelegtes Zeugnis; Paulus sagt: „Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet“ (2. Kor. 4, 13).

Wenn wir das, was von Gott ist, hervorbringen können, so besiegt das den Feind, ganz gleich, in welcher Gestaltung er sich zeigt. Ich nehme an, die Kraft liegt immer im göttlichen Zeugnis. Die Kraft ist die Darstellung dessen, was von Gott ist. Nichts befreit uns mehr von dem, was nicht von Gott ist, als das Einführen dessen, was von Gott ist.

Die Fackel entspricht dem Leuchten Gottes in ein Menschenherz, zum Lichtglanz der Erkenntnis Seiner Herrlichkeit im Angesichte Jesu Christi. Das ist die Fackel. das Licht. Paulus sagt: „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen“ — das Licht ist in einem irdenen Gefäß. Es ist aber erforderlich, dass das Gefäß zerbrochen wird. Das kommt im zweiten Korintherbriefe ans Licht. und zwar in der Art und Weise, wie das Gefäß der strengsten Zucht unterworfen wird. Das Gefäß wird mit dem Tode Jesu in Einklang gebracht.

Das Licht ist der Schatz. Er hat in unsere Herzen geleuchtet, damit dieses Licht hervorstrahlen möchte. Das Licht leuchtet hinein. um hervorzustrahlen, und wir haben es in irdenen Gefäßen.

Ich zweifle nicht daran, dass Paulus dieses Kapitel (Richter 7) vor sich hatte. Die Überschwenglichkeit der Kraft ist Gottes, und nicht aus uns.

„Allenthalben bedrängt“ — das ist das Gefäß — „aber nicht eingeengt“. Das ist die Kraft Gottes. „Keinen Ausweg sehend“ — das ist das Gefäß — „aber nicht ohne Ausweg“. Es ist die Kraft Gottes, die den Weg offenhält. „Verfolgt“ — das ist das Gefäß — „aber nicht verlassen“, denn Gott ist dort. „Niedergeworfen“ — das ist das Gefäß — „aber nicht umkommend“ — die Kraft ist da.

Was das Gefäß anbetrifft, so ist nichts als Trübsal darin. Das dient alles gleichsam dazu, das Gefäß zu zerbrechen. Auf diese Weise leuchtet aber das Licht hervor. Wenn das, was von Gott ist, hervorstrahlt, wirft es das, was vom Feind ist, wirksam und vollständig nieder.

Das Merkmal des Gefäßes ist nicht Kraft, sondern Schwachheit. Es ist ein irdenes und zerbrochenes Gefäß. Der Diener muss mit dem Sterben Jesu in Einklang gebracht werden, und das bedeutet, wir sollen es in unseren Leibern umhertragen. Das Sterben Jesu ist das Zerschlagen der goldenen Schale (Pred. 12, 6). Im Sterben Jesu, sehen wir ein göttliches Gefäß. Der Inhalt des Gefäßes wurde aber den Menschen nur durch Sein Sterben zugänglich. Das ist das Geheimnis.

Sind wir nun bereit, damit in Einklang zu sein? Das ist der Weg der Kraft. Unsere große Übung ist dann die, dass das Leben Jesu offenbar werde. Das Leben Jesu ist tätige Liebe. Wenn, das in mir ans Licht kommen soll, bedeutet das für mein ganzes natürliches Wesen den Tod; das ist der Weg der Kraft. Von Natur wünschen wir das alle nicht, es ist aber, der Weg der Kraft.

Gideon sagte: „Sehet es mir ab und tut ebenso.“  Das ist die wahre Kraft eines Führers. Er sagt uns nicht nur, was wir tun sollen, sondern er geht uns mit seinem Beispiel voran. Das ist ein wahrer Führer. Die Apostel konnten sagen: „Sieh uns an!“ (Apg. 3, 5).

Das Stoßen in die Posaunen ist das Verkündigen des Zeugnisses Gottes. „Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet.“ Die Posaune erschallte recht laut durch Paulus. Man brauchte nichts mehr zu tun, der Feind war vernichtet.

Dieses Kapitel zeigt Gottvertrauen im Gegensatz zum Vertrauen auf das Fleisch, wie auch die Bereitwilligkeit vermindert zu werden, damit der ganze Ruhm Gott gehöre. Das ist ein sehr wichtiger Grundsatz. Wenn die Posaune erschallt, redet sie nur von Gott. Es ist das Offenbarwerden dessen, was von Gott ist. Das erweist sich wirksam. Der Apostel sagt uns, dass die Waffen, die von ihm gebraucht wurden zur Zerstörung von Festungen, göttlich mächtig waren.

In Seiner Unumschränktheit wird Gott in Seinem Dienst diejenigen behalten, die Er will. Wir müssen erkennen, dass es um Seinen unumschränkten Willen geht. Das verbietet uns aber nicht, unsererseits danach zu trachten, für Seinen Dienst behalten zu werden und diesbezügliche Seelenübungen zu pflegen.

Wenn Gott einen nach Seinem unumschränkten Willen erkoren hat, wird man finden, dass bei dem Betreffenden Gott wohlgefällige, moralische Wesenszüge vorhanden sind. Das sind gewissermaßen die „Gefäße zur Ehre“, goldene und silberne Gefäße. Wenn Gott ein Gefäß mit Ehre krönt, werden sich bei ihm auch angemessene moralische Wesenszüge zeigen. Gott ist nicht für Gefäße zur Unehre besorgt.

Es geht darum, dienstbereit zu sein. Es ist nicht nötig, dass wir gebraucht werden; bin ich aber bereit, gebraucht zu werden? Nach dem unumschränkten Willen Gottes werde ich vielleicht nicht gebraucht werden, bin ich aber bereit?

Ich möchte es in Fabriken veranschaulichen, wo ein fortlaufender Betrieb erforderlich ist. Es sind zwei Maschinen dort, und die eine tut augenscheinlich nichts, sie ist bloß für den Notfall bereit.

Es ist für uns etwas Großes, bereit zu sein, so dass, wenn der Herr ein Gefäß benötigt, wir gerade dort sind, wo Er uns gebrauchen kann, und wir sind in einem brauchbaren Zustand. Die Dreihundert stellen Gefäße dar, die zum Gebrauch des Hausherrn bereitstehen, sie sind für den Dienst bereitgestellt.