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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Auslegung C.A.C  Sprecher Martin W.

Lukas Kapitel 18

Das Buch der Richter


MP3

 

(Charles Andrew Coates)

 

Kapitel 9

 

Abimelech wird uns nicht wie einer, der Israel errettet hat, vorgestellt, sondern er stellt einen Grundsatz dar, der unter dem Volke Gottes sehr bemerkbar ist. Wie Diotrephes im Neuen Testament, schien er von dem einen Wunsch beherrscht zu sein — einen hervorragenden Platz einzunehmen und zu herrschen. Es mangelte ihm vollständig an einer brüderlichen Gesinnung, und zwar so sehr, dass er alle seine Brüder erschlug. Vom Anfang seines Laufes an bis an sein Ende sehen wir bei Abimelech keinen einzigen geistlichen Wesenszug; deshalb ist er mehr eine Warnung als ein Beispiel.

Er ist ein krasser Gegensatz zu Gideon. Gideon wurde im Allgemeinen durch geistliche Wesenszüge gekennzeichnet; er versagte am Ende seines Laufes, was uns eine ernste Warnung sein sollte. Hauptsächlich wurde er aber durch geistliche Wesenszüge gekennzeichnet, genau das Gegenteil von Abimelech. Gideon wollte nicht über Israel herrschen; in seinen eigenen Augen war er gering und der Jüngste im Hause seines Vaters. Er war bewussterweise gering und trachtete nicht nach einer hervorragenden Stellung. Er nahm die Stellung eines Erretters nur deshalb an, weil sie ihm durch den unumschränkten Willen Gottes zugewiesen wurde.

Die Herkunft Abimelechs war das Ergebnis einer ungeistlichen Verbindung von Seiten Gideons. Satan wirkt oft in dieser Weise. Gideon war eine ungeistliche Bindung eingegangen wie Abraham, als er Hagar nahm, und daraus ergab sich dann etwas, was dem Sinne Gottes entgegengesetzt war.

Sichem hatte sowohl gute als auch böse Eigenschaften. Es war der Ort, wo Jakob seine falschen Götter begraben hatte. Es ist ernst, daran zu denken, dass ein Ort, der so gute Wesenszüge besaß, dahin kommen sollte, durch Götzendienst gekennzeichnet zu sein, und dass ein solcher Mann wie Abimelech dort zum König eingesetzt wurde. Es war der Ort des Entschlusses, wo Josua und das Volk einen Bund eingingen. Deswegen ist es äußerst ernst, dass dies der Ort ist, wo Baal-Berith (d. h. der Bundes-Baal) aufgerichtet wurde; es war eine schreckliche Nachahmung von dem, was Gott ist.

Bei Abimelech sehen wir keine einzige göttliche oder geistliche Eigenschaft. Er trat auf als ein Mann, der auf einen hervorragenden Platz und auf eine Machtstellung aus war, und er war bereit, alles zu opfern und zu vernichten, was ihn daran hindern würde, diese Stellung zu erlangen. Das Ergebnis war nichts als Hader und Schwierigkeiten, und zum Schluss vernichtete Abimelech das Volk, und das Volk vernichtete ihn. Der Regierung Gottes zufolge endete es auf eine furchtbare Weise.

Dasselbe hat sich oft in der Geschichte des Volkes Gottes ereignet — Männer haben nach einer Machtstellung getrachtet, und das ist größtenteils die Ursache der Verwirrung und der Abtrünnigkeit von Gott, wodurch das christliche Bekenntnis gekennzeichnet ist. Der große Wert dieses Kapitels liegt darin, dass Gott auf das hinweist, was uns völlig von dieser Gesinnung befreien kann.

Das Trachten nach einer Stellung, nach Ruhm, Regierung und Macht — diese Gesinnung ist wertlos für Gott. Es ist der Dornstrauch, und er trägt keine Frucht, die Gott wohlgefällig ist. Im Gegensatz dazu haben wir die wunderbare Belehrung über das, was wertvoll ist und uns davor bewahren kann, Dornsträucher zu sein. Keiner von uns möchte ein Dornstrauch sein, aber um das zu vermeiden, müssen wir Olivenbäume, Feigenbäume und Weinstöcke sein.

Jotham stellt den treuen Überrest dar. Er war der letzte Überlebende der Söhne Gideons; er konnte ein klares und entschiedenes Zeugnis gegen das vorherrschende Böse ablegen. Die Männer von Sichem machten sich nichts aus Jehova noch aus Gideon. Abimelech stellte sich ihnen nicht als der Sohn Gideons vor, sondern als „euer Gebein und euer Fleisch“. Wie Ismael entnahm er seinen Charakter seiner Mutter.

Wir vergessen sehr bald, was Gott für uns getan hat. „Die Kinder Israel gedachten nicht Jehovas, ihres Gottes, der sie errettet hatte aus der Hand aller ihrer Feinde ringsum. Und sie erwiesen keine Güte an dem Hause Jerub-Baal-Gideons, nach all dem Guten, das er an Israel getan hatte“ (Kap. 8, 35).

Die drei Bäume — der Olivenbaum, Feigenbaum und .Weinstock — werden sehr oft in der Schrift als eine Darstellung des fruchtbaren Volkes Gottes gebraucht; sie stellen die Eigenschaften Seiner Heiligen dar, die Gott zu sehen wünscht. Im Römerbrief stellt der Olivenbaum die dem Abraham gegebenen Verheißungen dar. Er stellt die Heiligen dar, die Gott alles entnehmen. Gott ist die Quelle von allem — das ist der Gedanke des Olivenbaums. Die deutliche Belehrung ist, dass nicht die wertvollen Bäume herrschen wollen, sondern die wertlosen Bäume — der Brombeerstrauch, der Dornstrauch.

Wenn ich unter den Brüdern etwas gelten will, zeigt das bloß, dass ich ein Dornstrauch bin. Es ist gut, das zu beherzigen Wir sollen die Eigenschaften der Olive, der Feige und des
Weines haben. Wenn wir sie hätten, würde es uns niemals einfallen, eine hervorragende oder regierende Stellung unter dem Volke Gottes zu wünschen. Das ist dann viel zu niedrig für uns; das könnte dem Dornstrauch passen, aber nicht der Olive, der Feige und dem Weinstock. Sie können sich nicht zu solch einer Erniedrigung herablassen. Alle drei Bäume sind ausgeprägte Sinnbilder von Fruchtbarkeit.

Der Gedanke der Olive ist, dass alles Gott entnommen wird. Der Psalmist sagt: „Ich aber bin wie ein grüner Olivenbaum im Hause Gottes; ich vertraue auf die Güte-Gottes immer und ewiglich“ (Ps. 52, 8). Der im Hause Gottes gepflanzte Olivenbaum möchte Gott alles entnehmen, und er gedeiht. Der Heilige, der ein Olivenbaum ist, vertraut auf die Güte Gottes immer und ewiglich; er bezieht alles aus Gott. Für einen solchen wäre: hervorragende oder regierende Stellung eine Erniedrigung.

Wenn man aus Gott alles entnimmt, so übertrifft das Maß unseres Besitzes alles, was wir uns selbst zum Ziel setzen könnten. Er würde die wunderbarste Stellung übertreffen, die man jemals haben könnte. Ein einfältiger Gläubiger, der alles Gott Selbst entnimmt und der sich der Fettigkeit erfreut, die den Reichtum der Verheißungen Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes ausmacht, könnte keinen Augenblick daran denken, mit einem anderen seine Stellung zu tauschen, wie hochgestellt dieser andere auch sein möchte. Das wäre eine Erniedrigung, und keine Erhöhung. Die Olive ist zu fett, um dermaßen herabgehen zu können. Wir werden durch diese Angelegenheit auf die Probe gestellt, denn der Teufel bietet uns nicht immer große Dinge an, er kann uns aber dahin führen, irgendeinen nicht allzu großen Platz für uns zu begehren.

Die Fülle des Segens, den Gott uns in Christo Jesu geschenkt hat, sollte unseren ganzen Eigendünkel aus uns vertreiben. Es gibt nichts Größeres, wonach wir trachten sollten; es gibt nichts Erhabeneres als das, was wir besitzen. In diese wunderbare Stellung ist der Heilige hineingestellt worden; er hat nichts, wonach er trachten kann; er besitzt das, was an Erhabenheit die ganze Welt übertrifft. Er hat Fettigkeit - die Fettigkeit des Hausen Gottes. „Sie werden reichlich trinken von der Fettigkeit deines Hauses, und mit dem Strome deiner Wonnen wirst du sie tränken“ (Ps. 36, 8).

Was gibt es noch für einen Menschen, der reichlich getränkt worden ist? Man kann ihm nichts anbieten. Paulus sprach über die „Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christo Jesu, meines Herrn“ (Phil. 3, 8). Er besaß das Allerbeste. Wo ist der Heilige, der ein weltlicher König sein möchte? Es gibt keinen Heiligen auf Erden, der davor nicht zurückschrecken würde.

Wie leicht ist es aber, eine Sonderstellung unter den Geschwistern zu begehren! Viele sind auf dieser Linie zu Fall gekommen.

Das Gleichnis Jothams zeigt, wie Gott Seinem Volk eine Stellung zuweist, die alle Formen des Ehrgeizes überragt. Der Olivenbaum stellt den geistlichen Menschen dar; nur er allein kann sich des Segens Gottes erfreuen. Es heißt in Römer 11, dass die Wurzel heilig ist, weil sie aus der Verheißung ist; sie ist ganz und gar aus Gott. Wenn die Wurzel heilig ist, so müssen es auch die Zweige sein. Es gibt nichts Heiligeres als die Gegenwart des Geistes in den Heiligen; das macht die Heiligen zu geheiligten Personen.

Die Bereitwilligkeit zum Dienst schaltet den Wunsch, groß zu sein, aus. Der Herr sagt: „Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende“ (Luk. 22, 27). Jeder von uns sollte den großen Wunsch hegen, den Brüdern zu dienen und etwas Öl für die Brüder zu liefern. Wenn ich den Brüdern einen kleinen Dienst erweisen könnte, so wäre das schon etwas Gutes. Wenn ich etwas Geistliches für die Brüder hervorbringen könnte, so wäre das eine große Genugtuung; über sie zu herrschen ist jedoch das Gegenteil. Die Olive erzeugt das, womit man Götter und Menschen durch sie ehrt. Sie ehrt nicht sich selbst.

Wenn wir Olivenbäume sind, werden wir Gott und die Gläubigen ehren; wir werden die Brüder hochachten, wir werden niemals denken, dass wir ihnen überlegen sind. Der Olivenbaum spricht: „Fettigkeit... womit man Götter und Menschen durch mich ehrt“ (Anmerkung zu Vers 9). Wenn Gott Seinen Platz bekommt, werden auch die Brüder ihren Ehrenplatz bekommen.

Es geht darum, etwas zu erzeugen; die Olive erzeugt, die Feige erzeugt, der Weinstock erzeugt. Die Frage lautet: Was erzeuge i c h zum Wohl der Gläubigen? Es ist gut, wenn ein Bruder kommt und am Worte dient, und man sehen kann, wie die Gesichter der Heiligen leuchten. Er ist ein Olivenbaum; solch einem Menschen sollte man nachahmen. Die Frage lautet: Was bekommen die Heiligen von mir? und nicht: Wie kann ich meinen Willen durchsetzen? Diese Gesinnung ist der Gegensatz zur Gesinnung Abimelechs, wovon die Christenheit so erfüllt ist.

Ein großer Teil des gegenwärtigen Zustandes der Christenheit ist das Ergebnis davon, dass der Mensch einen Platz für sich begehrt. Das begann zuerst bei Ananias und seinem Weibe. Sie begehrten einen Platz unter den Heiligen, sie wollten als ergebene Leute hochgeachtet werden. Um einen Platz zu erlangen, logen sie dem Heiligen Geiste. Dann wollte Simon der Zauberer die Gewalt, den Heiligen Geist zu geben, kaufen; er bot Geld an; er begehrte einen Platz.

Jotham stellt den Überrest, der in das Geheimnis Gottes eingeweiht ist, dar, der das wirklich Wertvolle bei Gott kennt. Es war für ihn unmöglich, als ein Gegenspieler Abimelechs aufzutreten, so ein Gedanke kam ihm gar nicht in den Sinn. Wenn ein Mensch einen Platz begehrt, findet er immer den von ihm begehrten Platz, er endet aber immer unten, denn früher oder später erleidet er einen Schädelbruch. Jotham weist auf die Linie der Segnung hin, auf der Gott uns erhören kann; es ist auffallend, dass er sagt: „Höret auf mich ... so wird Gott auf euch hören.“

Dieses Gleichnis Jothams ist das Geheimnis dafür, wenn wir von Gott erhört werden wollen. Wenn, wir von Gott nicht erhört werden, werden wir wertlos sein; wir sind dann bloß Dornsträucher.

Der Feigenbaum ist in der Schrift ein Bild von der Gerechtigkeit, Adam und Eva machten sich Schürzen aus Feigenblättern, um sich zu bedecken; das redet zu uns bildlich von dem Versuch, die eigene Gerechtigkeit aufzurichten. Es war keine wahre Frucht da, sondern nur anmaßende Blätter. Der Feigenbaum stellt Israel als ein Volk dar, wovon Gott die Frucht der Gerechtigkeit erwartete; Er erwartete das, was recht war. Der Olivenbaum stellt mehr das Geistliche dar, und der Feigenbaum ist mehr ein Bild von dem Moralischen, nämlich von der Gerechtigkeit. Der Olivenbaum stellt die Heiligen dar, wie sie Gott den unendlichen und ewigen Reichtum der göttlichen Güte entnehmen und mit der Fettigkeit erfüllt sind, die der Fülle Gottes Selbst entströmt, weil der ganze geistliche Genuss im Heiligen Geiste liegt. Ein Heiliger, der sich dessen bewusst ist, würde eine regierende Stellung als Herrscher über die Brüder als eine Erniedrigung betrachten.

Nathanael unter dem Feigenbaum hatte seinen Mangel an gerechten Empfindungen erkannt; er hatte seinen Zustand bekannt, und es war kein Trug in ihm geblieben; daher war er selbst ein wahrer Israelit, ein wahrer Feigenbaum.

In Jeremia 24 lesen wir von den guten und schlechten Feigen. Die schlechten Feigen waren diejenigen, die sich der Regierung Gottes nicht beugten; es waren sehr gute und sehr schlechte, faule Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden konnten. Die guten waren diejenigen, die nach Babel gegangen waren; sie hatten sich der gerechten Regierung Gottes gebeugt. Die anderen, die in Jerusalem geblieben waren und sich an den Platz der Vorrechte und der Anmaßung klammerten, waren schlechte Feigen.

Der Feigenbaum besaß Süßigkeit und gute Früchte. Er stellt mehr die moralische als die geistliche Seite dar. Das Geistliche bezieht sich auf das innere Wesen des Menschen, der Feigenbaum bringt aber den moralischen Charakter und den Wandel der Heiligen ans Licht, wie Paulus zu den Philippern sagt: „Erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes“ (Phil. 1, 11). Das ist der Grundsatz des Feigenbaumes. In Hebräer 12 lesen wir von der „friedsamen Frucht der Gerechtigkeit“. Gerechtigkeit fördert immer den Frieden. Warum die holdseligen Eigenschaften aufgeben, von denen der Philipperbrief spricht, um sich zu erhöhen und sich als den Heiligen überlegen zu erachten? Meine Freude besteht vielmehr darin, die Brüder als mir überlegen zu erachten.

Ich denke, der Herr ist uns ein Beispiel von allem. Er ist das Muster des Olivenbaumes, des Feigenbaumes und des Weinstocks. Er eignete Sich die zwei ersten Titel nicht an, doch Er sagt: „Ich bin der wahre Weinstock“ (Joh. 15, 1). Er war in Wirklichkeit auch der wahre Olivenbaum und der wahre Feigenbaum. Er hat das Recht zu herrschen, und Er herrscht an einem Tage, wo Gott Seine Rechte haben wird. Die Frage lautet: Möchte ich jetzt herrschen, wo weder Gott Seine Ruhe hat, noch Christus? Paulus schreibt an die Korinther: Ihr herrschet als Könige, w i r werden aber bis zum äußersten Punkt erniedrigt — als „Auskehricht der Welt“ (1. Kor. 4, 13).

Der Weinstock redet deutlich von der Freude — „...damit Wein des Menschen Herz erfreue“ (Ps. 104, 15). Hier heißt es: „Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und sollte ich hingehen, zu schweben über den Bäumen?“ Er ist mit Freude verbunden. „Die Frucht des Geistes ist aber: Liebe, Freude, Friede ...“ (Gal. 5, 22).

Es gibt nichts beklagenswerteres als den Mangel an Freude unter dem Volke Gottes; sie sind keine auserwählten Weinstöcke. Gott will, dass die Seinigen nicht nur Weinstöcke, sondern auch ausgewählte Weinstöcke sein sollten. Wenn das der Fall ist. werden wir selbst Freude haben und auch andere erfreuen. Ewiges Leben umschließt eine Fülle von Freuden. Wenn Johannes vom ewigen Leben schreibt, sagt er: „Dies schreiben wir euch, auf dass eure Freude völlig sei“ (1. Joh. 1, 4). Ich stelle mir nur ganz schwach vor, wie notwendig es zur Freude Gottes ist, dass auch ich glücklich sein sollte.

Der Herr sagte: „Wahrlich, ich sage euch, dass ich hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis an jenem Tage, da ich es neu trinken werde in dem Reiche Gottes“ (Mark. 14, 25). In der Schar, die Ihm zugesellt war auf Erden, erlebte der Herr eine geistliche Freude von irdischem Charakter. Es war ihm eine große Freude, einige Herzen zu haben, die Ihn wertschätzen konnten und Charakterzüge der Belehrung des Vaters aufwiesen. Das sollte aber alles durch Seinen Tod zusammenbrechen, und Er wollte keine derartige irdische Freude wieder aufnehmen, bis Er sie im Reiche Gottes erneuern würde, an dem Tage, wo der Wille Gottes auf Erden wie im Himmel geschehen würde. Im Kreise Seiner Jünger hatte Er einen kleinen Vorgeschmack davon. Er hatte Seine Kinder: „Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat“ (Hebr. 2, 13). Der Herr hatte tiefe Freude in der Schar Seiner Heiligen, doch dann geschah Sein Tod; der Hirte wurde geschlagen, und die Herde wurde zerstreut; alles war zu Ende. Er sagt aber, dass Er das alles im Reiche Gottes wiederhaben wird.

Gajus im dritten Johannesbrief ist ein sehr gutes Beispiel von diesen Bäumen. Im Gegensatz zu dem schrecklichen Geiste des Diotrephes, der zum Gifthauch und zum Fluch für die Christenheit geworden ist, erzeugte er Freude für die Brüder. Wir laufen alle Gefahr, dieser Gesinnung zu verfallen, und das Gleichnis von Jotham ist dazu bestimmt, uns zu beeindrucken, damit wir im Gegensatz dazu bestrebt sind, für Gott und für Menschen Wohlgefälliges hervorzubringen, wie das im Olivenbaum, im Feigenbaum und im Weinstock dargestellt wird.