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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Hurerei & Ehebruch

 

Wir haben schon oft darüber gesprochen dass es hier Unterschiede gibt, offensichtlich sprachliche und vom Zustand her.

 

Die Hurerei bezieht sich darauf dass jemand in Sünde fällt und seinen Ehepartner, zeitweilig oder über einen längeren Zeitraum mit jemand anderem betrügt.

Darüber kann Busse getan werden und 1. Joh 1,9 in Anspruch gen

...
Eine Frage wurde mir gestellt, ich kann sie nicht beantworten.
Hebr 6,4-5
Denn es ist unmöglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet waren und geschmeckt {geuomai} haben die himmlische Gabe, und teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes, und geschmeckt {geuomai} haben das gute Wort Gottes ...

Hebr 2,9
Wir sehen aber Jesum, der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, daß er durch Gottes Gnade für alles den Tod schmeckte {geuomai}.

Dasselbe griechische Wort! 

Das könnte bedeuten, daß die, welche einmal erleuchtet waren und GESCHMECKT haben , ganz geschmeckt haben, wie unser HERR ganz den TOD geschmeckt hat.
Wir sind uns hier einig über die Frage, ob Abfall möglich ist oder nicht, aber wie beantworte ich die Frage jemandem, der Abfall mit dieser Stelle und dem Wort geuomai für zumindest denkbar hält?
Antwort:
natürlich hat der HERR den Tod geschmeckt, aber der Tod hatte keine macht über IHN.
Römer Kapitel 6 Vers 9 (Elberfelder 1905)
9da wir wissen, daß Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
Römer Kapitel 6 Vers 5 (Elberfelder 1905)
5Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein,
Römer Kapitel 8 Vers 2 (Elberfelder 1905)
2Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Hebräer Kapitel 2 Vers 14 (Elberfelder 1905)
14Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise an denselben teilgenommen, auf daß er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel,
Ich denke es ist deutlich, dass durch die Auferstehung des HERRN Jesus gezeigt wird, dass er nicht vom Tod behalten werden konnte.
Apostelgeschichte Kapitel 2 Vers 24 (Elberfelder 1905)
24Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, daß er von demselben behalten würde.
Also, Christus hat den Tod geschmeckt, der Tod hat aber keine Macht über IHN, der Tod konnte IHN nicht festhalten, darum gibt es den Gedanken der AUFERSTEHUNG Christi. Dieser Gedanke macht deutlich, dass der Tod nicht das herrschende Element in seinem Leben ist.

Jetzt komm ich zu den Gläubigen, die in Hebräer 6 geschmeckt hatten. Diese hatten das volle Evangelium erfahren und hatten wirklich die himmlische Gabe geschmeckt. Sie sind in dem Zustand gewesen, wie er uns von Paulus in Apg. 9 vor Damaskus geschildert wird. Dort hat Saulus von Tarsus die himmlische Gabe geschnmeckt und hat die gesehen, wie der Heilige Geist wirkt.

Jetzt gibt es etliche Bibelausleger, die behaupten, dass Paulus vor Damaskus seine Bekehrung hatte. Diese Bibelausleger haben auch dann ein Problem mit der Stelle in Hebräer 6, denn sie meinen dann plötzlich, dass ein Gläubiger nicht nur abfallen sondern wieder verloren gehen kann. Ich will aber noch einmal betonen: der Zustand des Saulus von Tarsus vor Damaskus in Apg. 9 ist absolut identisch mit dem Zustand derjenigen die in Hebräer 6 geschmekt haben und der des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind. Denn die, um die es in Hebräer 6 geht, waren genauso wenig errrettet, wie Saulus vor Damaskus.

Wenn wir Apg 22 aufschlagen, dann lernen wir nämlich, dass Saulus sich erst bekehrt hat, als er schon mindestens drei Tage in Damaskus war.
Apostelgeschichte Kapitel 22 Vers 16 (Elberfelder 1905)
16Und nun, was zögerst du? Stehe auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst.
So ganz nebenbei ist es für mich extrem beruhigend, dass auch die Bekehrung des Paulus kein Automatismus sondern ein Gehorsamsakt war. Wenn es anders wäre, dann würde ich Calvinist oder Ungläubiger.

Wir finden viele Bibelstellen, in denen die Taufe einen rettenden Charakter hat. Diese Stellen beziehen sich immer auf GLaubende aus den Juden. Diese tun Buße, lassen sich taufen und werden dann versiegelt, indem sie den Heiligen Geist empfangen. Das ist durch die ganze Apostelgeschichte so!

Dazu stehen die Glaubenden aus den Nationen im Gegensatz. Diese tun Buße, empfangen den Heiligen Geist und werden dann getauft. Darum war auch Paulus nicht ausgesandt um zu taufen! Denn die Taufe hat bei Glkaubenden aus den Nationen keinen rettenden Charakter. Bei Juden ist sie aber durchaus rettendes Element.

Nur wenn ein Jude sich taufen lies, dann hatte er nicht nur die Dinge des zukünftigen Zeitalters geschmeckt, dann wurde er auch durch den Heiligen Geist versiegelt! Jeder Jude, der von der Botschaft ergiffen war, aber nicht durch die Taufe aus dem alten System herausging, konnte wieder zurückfallen und dadurch behaupten, Christus sei zu Recht gekreuzigt worden.

Vereinfacht hatte er durch die Predigt und die Zeichen geschmeckt, aber nicht durch die Taufe geschluckt, es nicht wirklich durch Bekenntnis verinnerlicht, er war ins Judentum zurückgegangen.

Einen solchen konnte man nicht zur Buße erneuern!

Der Hebräerbrief ist ganz deutlich vor der Zerstörung des Tempeldienstes in Jerusalem geschrieben. Ich würde nicht behaupten, dass meine Ausssagen auch heute noch auf Juden zutreffen, ich habe aber auch keinen Anlaß zur Unterstellung des Gegenteils.

Die Juden, die geschmeckt hatten, waren nicht unter die Wirkung des Todes Christi gekommen. Sie waren noch außerhalb des Machtbereiches des Christus. Jetzt waren sie zurückgegangen in den Machtbereich des Gesetzes. Sie waren nicht zur Buße zu erneuern. Heute müssen wir uns das so vorstellen, als ob jemand vorhanden wäre, der alle Wahrheit kennt, der auch die Notwendigkeit der Bekehrung durchaus einsieht, der aber noch bewusst in der Sünde verharren will.

herzliche Grüße

Ulrich