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MALEACHI 3.16

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Auslegung C.A.C  Sprecher Martin W.

Lukas KP 16 MP3

Was lehrt die Bibel?

zum Brotbrechen aufzunehmen

Hallo zusammen,

nur ein kleiner Gedanke, der mir beim Überfliegen Eures Austausches kam: die Schrift fordert uns - meines Wissens - an keiner Stelle auf, daß wir die "Einheit des Geistes" auf der Erde darstellen sollen. Daß wir das sowieso nicht können, habt Ihr ja mit Euren Ausführungen schon bewiesen. Ich denke, wir sind uns alle einig daß die "Einheit des Geistes" und eine angestrebte Uniformität innerhalb irgendwelcher Gruppen zwei sich diametral gegenüberstehende Dinge sind. Das eine schafft der Heilige Geist, das andere ist menschliche Anmaßung. Ich denke, man muß persönlich Ruhe über dieses Thema finden. Das kann man auch, wenn man weiß, daß der Herr uns nirgendwo auffordert, die Einheit des Geistes darstellen zu müssen. Man kann aber die Einheit des Geistes durchaus auf persönlicher Ebene als Gläubiger und auch als örtliche Versammlung suchen. Und das ist auch viel einfacher, als viele meinen. Man kann dazu vielleicht die folgenden Punkte beachten:

- Wenn man weiß, daß in einer örtlichen Versammlung Böses geduldet wird, dann geht man da einfach nicht mehr hin.

- Wenn man weiß, daß an einem Gläubigen eine biblisch begründete Zucht ausgeübt wurde, dann nimmt man denjenigen als Versammlung auch nicht auf. Dabei muß der Grund aber anhand der Schrift nachprüfbar sein. Dabei ist dann völlig egal, in welchem Gemeindeverzeichnis die ausschließende Gemeinde ist. Ich will das mal an einem Beispiel deutlich machen, das so schon geschehen ist. Ein Bruder, der sich mit den Baptisten versammelte, wurde von diesen wegen Hurerei ausgeschlossen. Eine Versammlung, die die Einheit des Geistes beachtet, wird diesen Ausschluß anerkennen. Nicht weil sie die Baptisten anerkennen würde, sondern, weil die Zucht anhand von biblischen Kriterien ausgeübt wurde. Würde eine örtliche Versammlung solch einen Bruder ohne jede Rücksprache trotzdem aufnehmen, dann würde sie sich "in Unabhängkeit" handeln. Wird aber an einem Gläubigen eine Zuchthandlung vorgenommen, die nicht biblisch nachvollziehbar ist (z. B. wenn einfach pauschal gesagt würde, der Ausschlußgrund sei "Eigenwille"), dann darf eine andere Versammlung natürlich Rückfragen an die ausschließende Versammlung stellen.

- Wenn man weiß, daß es das Anliegen einer örtlichen Versammlung ist, nur solche Gläubigen zum Brotbrechen aufzunehmen, die von einem bösen Lebenswandel und von bösen Lehren abstehen, dann kann man dort getrost hingehen und Gemeinschaft mit diesen Gläubigen im Brechen des Brotes pflegen. Dabei ist es nicht wichtig, in welchem Verzeichnis diese Versammlung auftaucht. Noch schöner fände ich es, wenn sie in gar keinem Verzeichnis auftaucht! Mir persönlich wäre dabei auch der Wunsch des Herrn "Tut dies zu meinem Gedächtnis" wichtiger als auf das scheinbare "Gewissen" von sektiererischen Geschwistern an meinem Heimatort zu achten und nur aus Rücksicht bei solchen "sauberen" Versammlungen nicht teilzunehmen. Hier liegt meines Erachtens auch kein Fall von 1 Kor 8,13 vor, weil Sektierertum nichts mit Schwachheit von Geschwistern zu tun hat, sondern vom Herrn aufs schärfste getadelt wird (Tit 3,10).

- Ich persönliche versuche mich immer im Vorfeld über eine Versammlung zu informieren, in die ich gastweise (z. B. im Urlaub) gehen will. Wenn ich z. B. weiß, daß eine Versammlung jemand nur aufgrund seines kirchlichen Weges nicht aufnehmen würde, dann wäre es nach JND eine Sekte und ich würde dort nicht teilnehmen, selbst wenn diese Versammlung im selben Verzeichnis stünde wie meine Heimatversammlung. Genauso würde ich auch nicht bei einer Versammlung teilnehmen, die Wiederverheiratete zugelasssen hat oder Frauenbeteiligung duldet.

Ich denke, es ist klar geworden, daß Einheit des Geistes mehr bedeutet, als ein stumpfsinniges Parteichristentum. Es ist aber auch nicht so kompliziert, wie manche es darstellen wollen.

Herzliche Grüße,
Sebastian