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UNTERREDUNGEN.CH

MALEACHI 3.16

Lieber Thomas, lieber Peter, 

eure Feststellung, vor Pfingsten habe es noch keine Wiedergeburt gegeben, ist mir nicht ganz schlüssig. Obwohl die Gabe des Geistes ab Pfingsten in der Zeit der Gnade und der Gemeinde m.E. mit der Wiedergeburt zusammenfällt, so muss es vor Pfingsten nicht deshalb unmöglich gewesen sein wiedergeboren zu werden, weil der Heilige Geist nicht in den Gläubigen wohnte. 

Ich glaube, dass die Gläubigen des AT wiedergeboren waren. Das war nötig um überhaupt eine Beziehung zu Gott zu haben. Ansonsten waren Abraham und die Erzväter, Mose, David, Elia und alle Gläubigen des AT tot in ihren Sünden. 

Aus Johannes 3 wird deutlich, dass die Wiedergeburt keine Neuigkeit war. Hesekiel war es, der nicht von der Wiedergeburt im wörtlichen Sinne sprach, aber wohl doch den gleichen Vorgang meinte, bei dem Wasser und Geist angewendet würde. (Hes 11,19; 36,25-27):

 Reines Wasser auf Israel sprengen, um sie zu reinigen

Ihnen ein neues Herz und einen neuen Geist geben

Ihnen ein fleischernes Herz anstelle eines steinernen Herzens geben

Gottes Geist wird in sie hineingegeben, damit sie in Gottes Satzungen leben

 Hier wird m.E. zwischen der Gabe des Geistes und einem neuen Leben unterschieden, obwohl sie aus der Sicht Hesekiels zukünftig in der Wiederherstellung Israel zugleich geschehen werden. Die Gläubigen im AT waren also wiedergeboren und mussten dafür den Geist nicht innewohnend besitzen. Auch war das neue Leben nicht das in Jesus offenbarte, auch nicht sein Auferstehungsleben, aber es war Leben aus Gott.

 Es ist kein sprachliches Problem, sondern ein exegetisches, deshalb soll dies nur ein Gedankenanstoss sein.

 Herzlicher Gruss

 Hans-Jörg

Nachtrag:

Liebe Freunde, 

für die Ausführung von Hans Jörg spricht auch die Tatsache, dass den Juden die Sohnschaft ist. (Rö. 9,4) Ofensichtlich war Sara die Erste, nämlich vor Abraham, die die Sohnschaft verstanden hat. Siehe Galater 4. 

Schon Sara hat nach Galater 4 verstanden, dass nur jemand, der dem Geiste nach geboren/gezeugt ist, Erbe sein kann.

 herzliche Grüße

 Ulrich