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Kapitel 3

Ich denke, allen Gläubigen leuchtet ein, dass dieses eines der wichtigsten Kapitel der Schrift ist. Wir sehen darin, wie das Böse in diese Welt kam, sodann die Quelle, von der es kam, seine Wir

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Kann ein Christ sein Heil verlieren?

Kann ein Christ sein Heil verlieren?   Verfassser:  Edi Rohner

Anmerkungen zu den diesbezüglichen Ausführungen von Dr. E. M.

 

Heilsgewissheit oder Heilssicherheit

Es ist bedauerlich, dass  E. M. bei seinen Ausführungen den Unterschied zwischen den beiden  nicht beachtet. Gewissheit ist das subjektive Bewusstsein einer Person, errettet zu sein, wobei ihr wegen mangelnder Belehrung nicht klar ist, dass die Sicherheit ihres Heils nicht von ihren Gefühlen abhängig ist. Die Sicherheit des Heils beruht allein auf dem Werk Christi und besteht unabhängig von unserer momentanen Gefühlslage. Es ist eine objektive Tatsache die ausserhalb von uns ist.

 

Wiedergeburt ist nicht Heilsstand

E. M. spricht von der Wiedergeburt als etwas Gewordenem, das noch der Vollendung bedarf. Sie ist ein bei der Bekehrung eingetretener neuer  Zustand, von dem aber noch nicht sicher ist, wie er sich entwickeln wird. E. M. vermischt vollendete, unabänderliche Tatsachen mit dem, was noch im Werden ist. Das läuft darauf hinaus, dass etwa Rö 8,1 so zu lesen ist: „Also ist jetzt (momentan) keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ Eine neue Schöpfung zu sein will nach E. M. nicht heissen, dass alles neu Geschaffene auch dauerhaft ist. Selbst von Gott gezeugtes Leben kann nach dieser falschen Lehre sterben, was geistliches Leben dem kreatürlichen Leben gleichstellt.

 

Gottes vollendendes Handeln

Das was noch werden soll ist, wie E. M. sicher richtig bemerkt, von Gottes Gnade und Treue abhängig, aber das hebt er auf Kosten des abgeschlossenen Handeln Gottes hervor, was zu einem schiefen Bild führt. Wahrheiten wie Rö 8,3 verlieren dabei ihre eigentliche Substanz. Es heisst dort: Denn das dem Gesetz unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott“, und nicht, das wird Gott tun.

 

Gottes Vorherwissen

Der Versuch, Gottes Erwählung mit Seinem Vorherwissen besser verständlich zu machen, taugt nichts, wie schon Calvin darlegte, denn sonst käme das Heil in Christus, Seine Gnade, logischerweise denen zugut, von denen Gott zum Voraus wusste, dass sie für das Heil geeigneter seien als andere. Sein Gnadenangebot gilt aber allen.

 

Abfall

E.M. zu 1 Joh 5:16-17. „Die Sünde zum Tode ist unvergebbar. Jede Fürbitte für diese Menschen wird verwehrt. Mit dem ‚Tod‘  kann unmöglich nur der physische Tode gemeint sein.“ Was denn sonst? Etwa der geistige Tod, die Verdammnis, wie E. M. suggeriert?

Lies Vers 17b. „es gibt Sünde, die nicht zum Tode ist.“ Wäre hier mit Tod etwas anderes als der physische Tod gemeint, dann gäbe es Sünde, die keine Verdammnis verdient!

Im Übrigen heisst es nicht, man solle nicht um Vergebung bitten,  sondern man solle nicht für den Bruder, d. h. für sein (physisches) Leben bitten. Von Vergebung findet sich in diesen Versen keine Spur. Man muss also E. M. klar widersprechen. Es handelt sich in diesem Vers um den physischen Tod.

 

Die Rebe, die nicht Frucht bringt

Die Worte vom Weinstock in Joh 15,1-6, die Jesus nach dem letzten Passah beim Verlassen des Obersaales sprach, sind an die Jünger gerichtet, nachdem Judas Iskariot nicht mehr bei ihnen war.

Dieser Umstand ist bedeutungsvoll, weil Jesus  den Jüngern klarmachen wollte, wie unerlässlich es ist, mit Ihm, dem wahren Weinstock, verbunden zu bleiben. Dabei stellte sich für die Jünger vielleicht die Frage, was das heisse, „an Ihm zu bleiben“. Nichts könnte es besser illustrieren als das, was eben geschehen war. Einer, Judas, der lange Zeit äusserlich genau so wie die anderen Jünger mit Jesus in Verbindung war, war soeben weggegangen. Er war eine Rebe, die weggenommen wurde um zu verdorren und ins Feuer geworfen zu werden. Den Elfen musste in diesen Augenblicken klar geworden sein, dass Judas nie Leben aus Gott besessen hatte. Sie erinnerten sich gewiss, wie Jesus bei der Fusswaschung zu ihnen gesagt hatte: „und ihr seid rein, aber nicht alle.“ (Joh 13,10) Mit rein meinte Jesus also nichts anderes als wiedergeboren. Er sprach nicht vom Schmutz an den Füssen oder von einem rituellen Defekt bei Judas. Jesus wollte sagen: Judas war nie wiedergeboren.

Jesus sagte: „Wenn jemand nicht in mir bleibt,…“ Er sagte nicht: „wenn einer von euch Elf nicht in mir bleibt.“ Das zieht Jesus nicht in Betracht. Das heisst so viel wie: Es ist möglich, dass ein nicht Wiedergeborener wie Judas lange Zeit mit Jesus geht, aber es wird in einem solchen Fall einmal der Moment eintreten, wo die Wahrheit ans Licht kommt. Er wird weggehen (abfallen), aber Jesus würde von ihm sagen, er war eben nie rein, nie wiedergeboren.

 

09.08.2010 / E.R.