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MALEACHI 3.16

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Der Sühnungstag
Kommentar zu 3. Mose 16
William Kelly

Lieber Hans Peter
Selten hat mich ein Kommentar so tief bewegt wie der von W. Kelly mit dem Thema Sühnungstag / 3. Mose 16.
Anhand dieser Arbeit habe ich viel Neues für das tägliche Rüstzeug hinzugewonnen und Bestehendes wieder
aufgefrischt, vertieft und gefestigt. Sei

...

Wachet !

Wachet!

 

 

Mk 14,29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht.

Mk 14,30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst.

Mk 14,31 Er aber sprach über die Maßen [mehr]: Wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Desgleichen aber sprachen auch alle.

 

Petrus hat hier sein Vertrauen voll auf sich selbst gesetzt. Er war übermütig und hat das Wort des Herrn nicht ernst genommen.

Als der Herr ihm prophezeite was Petrus tun werde hat er sogar über die Massen eingewendet, dass er Ihn nicht verleugnen werde. Aber Petrus war nicht allein, sondern alle haben das gesagt.

Seine Zunge war schneller als der Verstand. Das ist auch für uns eine ernste Warnung. Wenn wir denken, wir seien die einzigen, ist das sehr gefährlich und der Fall wird kommen.

Sie haben hier so große Töne gespuckt, dass sie bereit seien in den Tod zu gehen, aber wie ging es weiter?

 

Mk 14,32 Und sie kommen an einen Ort, mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis ich gebetet habe.

 

Der Herr sagt ihnen das sie sich setzen (nicht schlafen) sollen, bis Er gebetet hat. Für jemanden der bereit ist in den Tod zu gehen ist dies doch eine Kleinigkeit oder?

 

Mk 14,33 Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und beängstigt zu werden.

 

Er nimmt sich hier drei Seiner Jünger mit und zeigt ihnen, wie es Ihm geht.

Er war sehr bestürzt und beängstigt. Vergessen wir nicht: Das ist derselbe Mann, der dem Sturm auf dem See gebot zu schweigen.

 

Mk 14,34 Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tode; bleibet hier und wachet.

 

Betrübt bis zum Tode und Er bittet sie nur, dass sie dort bleiben und wachen. Das ist doch nicht etwa schwieriger als Ihm in den Tod zu folgen oder?

 

Mk 14,37 Und er kommt und findet sie schlafend, und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?

Mk 14,38 Wachet und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung kommet; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.

 

Der Herr kommt vom Gebet zurück und findet sie schlafend. Jetzt stellt Er Petrus eine herzdurchstoßende Frage: Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine Stunde wachen? (der Tod ist natürlich weniger schlimm)

Hat Petrus die volle Tragweite dieser Frage begriffen? Dann gebietet Er ihnen etwas zu ihrem eigenen Schutz. Er hätte hier wirklich zornig werden können, aber nein der Herr hat immer das Wohl der Seinen im Sinn gehabt. Er meint es sogar hier so gut mit ihnen, obwohl sie ihn eigentlich voll enttäuscht haben.

„Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung kommet.“ Unser Geist ist willig doch das Fleisch schwach, wir sind überall ganz vom Herrn abhängig!

 

Mk 14,40 Und als er zurückkam, fand er sie wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.

 

Die großen Töne, die sie vorher gesprochen hatten, wo waren sie? Sie konnten Ihm nichts antworten. Das soll auch uns eine Lektion sein. Können wir über alles, was wir tun, dem Herrn ruhigen Gewissens Rechenschaft geben oder werden wir verstummen?

 

Mk 14,41 Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: So schlafet denn fort und ruhet aus. Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert.

 

Wir sehen wie der Herr Jesus hier mit den Seinen umgeht: Sie haben Ihn mehr als einmal enttäuscht mit ihren Worten und auch mit ihren Taten.

Hat Er sie hier getadelt, ihnen gesagt, wie schlecht sie sind und wie schwer Ihn ihr Verhalten getroffen hat?

Nein, Er sagte ihnen: „Schlafet denn fort und ruhet aus.“ Und das sagte Er im vollen Bewusstsein was noch kommen wird.

 

Mk 14,47 Einer aber von den Dabeistehenden zog das Schwert, schlug den Knecht des Hohepriesters und hieb ihm das Ohr ab.

 

Aus Johannes 18,10 wissen wir, dass derjenige mit dem Schwert Petrus war. Er hat die Warnung des Herrn nicht ernst genommen, er wusste es schon wieder besser als sein Meister. Erinnern wir uns daran: Der Herr Jesus gebot ihnen zu wachen und zu beten, dass sie nicht in Versuchung kommen.

So machen wir das auch heute; lieber tun wir das, was in unseren Augen gut ist und was in Gottes Wort steht ist zweitrangig, denn wir wissen es ja besser und müssen etwas tun. Ist das eine geistliche Haltung? Reagiert so jemand der bereit ist, mit dem Herrn in den Tod zu gehen?

 

Mk 14,50 Und es verließen ihn alle und flohen.

 

Alle flohen. Hat Petrus wohl seine Lektion gelernt?

Hat er die Warnung ernstgenommen und gebetet oder musste er unbedingt aktiv werden?

 

1. Sam 15,22 Und Samuel sprach: Hat der HERR Gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder.

 

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